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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.06.2022

Überraschend sympathischer Protagonist

Lord of London
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Worum geht’s?
Als CEO seiner eigenen Firma sollte man meinen, dass Nathan Cove vor allem für seine Zielstrebigkeit und seine Arbeitsmoral bekannt und beliebt wäre. Zu seinem Missfallen stellen jedoch nicht ...

Worum geht’s?
Als CEO seiner eigenen Firma sollte man meinen, dass Nathan Cove vor allem für seine Zielstrebigkeit und seine Arbeitsmoral bekannt und beliebt wäre. Zu seinem Missfallen stellen jedoch nicht nur die Medien, sondern auch sein eigener Aufsichtsrat nicht nur das, sondern auch seine Eignung zum CEO in Frage. Um einem möglichen Rauswurf zu entgehen, soll ein Interview seinen Ruf wiederherstellen – blöd nur, dass ausgerechnet die aufstrebende Journalistin Maddie eben jenes Interview führen soll. Maddie, die Nathan nach einem One-Night-Stand nicht vergessen kann – was nicht nur seiner, sondern auch ihrer Karriere den Todesstoß verpassen könnte.


Meine Meinung
Die Bücher von Louise Bay sind meistens sehr kurzweilig und dabei auch noch wirklich unterhaltsam zu lesen – und dabei bildet dieses Buch keine Ausnahme. Was mir hier aber wirklich gut gefallen hat, war fast schon überraschenderweise der Protagonist.

Die Dynamik zwischen Nathan und Madison hat mir beim Lesen wirklich Spaß gemacht, auch wenn ich ganz ehrlich zugeben muss, dass Nathan eindeutig mein Favorit war. Ich kann nicht mal ganz genau beschreiben, was ihn so von anderen Protagonisten abgehoben hat – sein Familiensinn, die Selbstzweifel oder sein Humor. Irgendwie mochte ich ihn aber wirklich unglaublich gerne und war fast selbst ein wenig überrascht davon, wie viel besser gestaltet ich ihn auch im Vergleich zu den anderen Protagonisten aus den Büchern der Autorin fand.

Die Geschichte an sich kam relativ schnell voran, was mir aufgrund des hohen Leseflusses gut gefallen hat. Ein wenig schade fand ich allerdings, dass das obligatorische Drama mal wieder mit ein wenig Kommunikation hätte gelöst werden können. Fehlkommunikation ist einfach nicht so mein Ding, und irgendwie hätte man meiner Meinung nach einen etwas weniger erzwungenen Konflikt wählen können, der die Geschichte dann vielleicht etwas schöner abgerundet hätte.


Fazit
Auch wenn mir der Schluss dieser Geschichte nicht ganz so gut wie der Rest des Buches gefallen hat, mochte ich das Setting und insbesondere den Protagonisten wirklich gerne. Wer die Bücher der Autorin mag, dem wird auch dieses sicherlich gut gefallen, weshalb ich mich schon sehr darauf freue, die übrigen Bände der Reihe zu entdecken.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.06.2022

Reiseplanung für Kurzentschlossene

Spontan mit Plan – Gardasee
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Meine Meinung
Der Gardasee ist definitiv ein beliebtes Reiseziel, das aber bisher tatsächlich noch nicht ganz oben auf meiner Liste mit zeitnah abzuarbeitenden Urlaubsorten stand – zu Unrecht, denn spätestens ...

Meine Meinung
Der Gardasee ist definitiv ein beliebtes Reiseziel, das aber bisher tatsächlich noch nicht ganz oben auf meiner Liste mit zeitnah abzuarbeitenden Urlaubsorten stand – zu Unrecht, denn spätestens dieses Buch macht richtig Lust darauf, die Region um den See herum zu erkunden.

Auf den ersten Blick hat mich das Inhaltsverzeichnis ein kleines bisschen irritiert, denn statt nach Seiten wird hier nach Themen sortiert. Beim Lesen und Durchblättern war diese Einteilung dann aber tatsächlich ganz praktisch, da die Route um den See geografisch eingeteilt wurde und man so einen besseren Überblick über die einzelnen Unternehmungsmöglichkeiten hatte.

Gut gefallen hat mir der Mix aus kleinen Texten, vielen Bildern und Infoteilen zu den einzelnen Ausflugszielen, die wirklich vielfältig ausgewählt wurden und so praktisch jeden Mitreisenden ansprechen. Die verschiedenen Oberthemen haben es dann bei einem erneuten Blick ins Inhaltsverzeichnis deutlich leichter gemacht, mögliche Beschäftigungen und Ausflüge ganz nach den vorhandenen Interessen auszuwählen – und das hat schon unglaublich viel Vorfreude auf den nächsten Urlaub aufkommen lassen.


Fazit
Mit diesem Buch können nicht nur Gardasee-Neulinge jede Menge Neues in der Region entdecken und dabei aus einem vielfältigen Fundus an Ausflugsideen auswählen. Sowohl die erste Inspirationsfindung, als auch die konkrete Reiseplanung kann dieses Buch sicherlich klasse unterstützen, was schon beim Durchblättern jede Menge Vorfreude aufkommen lässt.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel.

Veröffentlicht am 21.06.2022

Nette Liebesgeschichte mit deutlich zu wenig Kommunikation

Angel Falls - Und dann kamst du
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Worum geht’s?
Nach der Demenzdiagnose ihrer Großmutter zieht Ärztin Sara zurück in ihren kleinen Heimatort, um in die Praxis ihres Vaters einzusteigen und ihre Familie zu unterstützen. Dort trifft sie ...

Worum geht’s?
Nach der Demenzdiagnose ihrer Großmutter zieht Ärztin Sara zurück in ihren kleinen Heimatort, um in die Praxis ihres Vaters einzusteigen und ihre Familie zu unterstützen. Dort trifft sie ausgerechnet auf Colton, den besten Freund ihres Ex-Verlobten, der in ihren Augen außerdem die Schuld an ihrer geplatzten Hochzeit trägt. Eigentlich will sie ihn deshalb nicht leiden können – aber als die Funken zwischen ihnen zu sprühen beginnen, setzen sich weder Sara, noch Colton sonderlich nachdrücklich zur Wehr.


Meine Meinung
Grundsätzlich liebe ich Enemies-to-Lovers und Second-Chance-Geschichten ja, und aus diesem Grund hat mir die Kombination dieser beiden Elemente in einem Buch direkt zugesagt. Auch die Umsetzung hat mir dann größtenteils ganz gut gefallen, wobei es durchaus Stellen gab, an denen ich das Buch fast hätte zuklappen wollen.

Positiv hervorzuheben ist zunächst einmal Protagonistin Sara, die mit Zielstrebigkeit und einem großen Herzen durchs Leben geht. Ihre Familienverbundenheit hat sie in meinen Augen sehr sympathisch gemacht und mich außerdem ein wenig darüber hinwegsehen lassen, dass sie die Verfehlungen ihres Ex-Verlobten unsinnigerweise Colton ankreiden will. Der wiederum konnte mit jeder Menge Hilfsbereitschaft überzeugen und hat gemeinsam mit Sara ein wirklich angenehm und unterhaltsam zu verfolgendes Paar abgegeben.

Was mir dann aber leider überhaupt nicht gefallen hat, war die mangelnde Kommunikation, die bei mir an mehreren Stellen in der Geschichte einfach nur für fassungsloses Kopfschütteln gesorgt hat. Praktisch jede Figur hätte sich die ein oder andere Sorge ersparen können, wenn sie bloß einmal miteinander gesprochen und dabei vernünftig kommuniziert hätten. Die ansonsten eigentlich gelungene Geschichte hat mir dieser Punkt tatsächlich so ein wenig vermiest, da ich Fehlkommunikation als Plottmittel einfach nicht leiden kann.

Auch der Schreibstil hat dann noch stellenweise für ein wenig Irritation bei mir gesorgt, da ich mir bei etlichen seltsamen Formulierungen einfach nicht sicher war, ob diese der Übersetzung geschuldet waren, oder wirklich so pseudo-poetisch wirken sollten – in jedem Fall haben sie mich jedoch ein bisschen beim Lesen gestört und der Geschichte keinen Gefallen getan.


Fazit
Die Liebesgeschichte der beiden Protagonisten hat mir eigentlich ganz gut gefallen, auch wenn beide einen Moment brauchen, um sich in die richtige Richtung zu entwickeln. Leider haben mir die vielen Fälle von Fehlkommunikation den Lesespaß etwas vermiest, was die häufig etwas seltsam anmutenden Ausdrücke im Schreibstil dann auch nicht unbedingt wettgemacht haben.

Von mir gibt es dafür knappe dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.06.2022

Thematisch berührend, aber stellenweise nicht ganz authentisch konstruiert

Lost-Moments-Reihe, Band 1 - The Moment I Lost You
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Worum geht’s?
Seit Mia vor vier Jahren ihren besten Freund verloren hat, ist sie am Boden zerstört und findet nur langsam wieder zu sich selbst. Dem Verantwortlichen für den Tod von Brant will sie nie ...

Worum geht’s?
Seit Mia vor vier Jahren ihren besten Freund verloren hat, ist sie am Boden zerstört und findet nur langsam wieder zu sich selbst. Dem Verantwortlichen für den Tod von Brant will sie nie wieder begegnen müssen – doch genau das passiert immer wieder, und mitten zwischen Zufällen und verzweifeltem Hass keimen Gefühle zwischen den beiden auf, die da eigentlich überhaupt nichts zu suchen hätten.


Meine Meinung
An dieses Buch bin ich nach dem Lesen des Klappentextes tatsächlich mit sehr gemischten Gefühlen herangegangen, denn die Idee erschien mir irgendwie gleichermaßen emotional belastend wie auch kompliziert umsetzbar.

Gut gefallen hat mir zunächst einmal der Schreibstil insgesamt. Grundsätzlich konnte man der Geschichte relativ problemlos folgen, und gestört haben mich an der Erzählweise lediglich die zahlreichen Wiederholungen, seien es die von Gedankengängen oder Ausdrücken, auf die ich ganz gut hätte verzichten können.

Etwas schwerer habe ich mich dann allerdings noch mit den Charakteren und da insbesondere mit der Protagonistin getan. Der Klappentext verspricht eine wirklich emotionale Geschichte, und grundsätzlich haben mir diese Ansätze auch wirklich gut gefallen. Irritiert hat mich dann aber ehrlich gesagt, dass Mia für meinen Geschmack einfach zu flach geblieben ist und darüber hinaus in ihren Gefühlen und Gedanken irgendwie ein wenig sprunghaft auf mich gewirkt hat. Beim Lesen hat das für mich irgendwie nicht so richtig zusammengepasst und es mir schlussendlich schwer gemacht, wirklich etwas mit ihr anfangen zu können.

Auf Nathan wurde da augenscheinlich schon ein wenig mehr Zeit in Hinblick auf seine Charakterentwicklung verwendet, ganz begeistert hat aber auch er mich leider nicht. Seine Situation ist wirklich unschön, sodass ich immerhin ordentlich Mitleid mit ihm hatte. In der Gesamtkonzeption der Geschichte wirken aber leider auch hier einige Entwicklungen etwas überzogen, was es mir insgesamt einfach schwer gemacht hat, mich wirklich für dieses Buch zu begeistern.


Fazit
Die Idee hinter diesem Buch hatte sicherlich eine Menge Potenzial, hätte aber leider noch wesentlich besser ausgearbeitet werden können. Die Charaktere und ihre Beziehung konnten mich nicht so richtig überzeugen, auch wenn ich die Ausgangslage grundsätzlich sehr interessant zu verfolgen fand.

Dafür gibt es drei Bücherstapel von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.06.2022

Wahnsinnig gute Fortsetzung

Das Gold der Krähen
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Worum geht’s?
Nach dem spektakulären Einbruch ins Eistribunal könnten die Krähen fast mit sich zufrieden sein, hätten sie dabei nur nicht Inejs Leben aufs Spiel gesetzt und sie an die düsteren Verliese ...

Worum geht’s?
Nach dem spektakulären Einbruch ins Eistribunal könnten die Krähen fast mit sich zufrieden sein, hätten sie dabei nur nicht Inejs Leben aufs Spiel gesetzt und sie an die düsteren Verliese von Pekka Rollins verloren. Gemeinsam setzen Kaz und seine Freunde alles daran, Inej wieder zurück zu bekommen – und versetzen dabei ganz nebenbei den Großteil der Ketterdamer Bevölkerung in Angst und Schrecken.


Meine Meinung
Für mich sind die Geschichten aus dem Grisha-Universum mittlerweile zu einem zweiten Zuhause geworden, in dem ich mich so unglaublich wohl fühle – auch, wenn mich so manch ein Handlungsbogen emotional komplett zerstört hat. Leider muss ich gestehen, dass zwischen der Lektüre des ersten und des zweiten Bandes bei mir ein wenig Zeit vergangen ist, weshalb ich anfangs ein wenig Sorge hatte, nicht mehr wirklich in die Handlung zu finden.

Glücklicherweise war das nicht der Fall, denn innerhalb weniger Seiten war ich wieder mitten drin im Geschehen und habe mit den Krähen mitgefiebert, gelitten und gelacht. Der Schreibstil war dabei ausgesprochen angenehm zu verfolgen und hat es mir beim Lesen sehr leicht gemacht, den einzelnen Figuren jeweils eine eigene Stimme zuordnen zu können.

Der Spannungsbogen knüpft an die Ereignisse des ersten Bandes an und hat bei mir definitiv keine Langeweile aufkommen lassen. Die regelmäßigen Perspektivwechsel haben die Handlung dabei so abwechslungsreich gestaltet, dass ich mir durchaus noch ein oder zwei weitere Bände gewünscht hätte, einfach um das Setting nicht verlassen zu müssen.

Wirklich gut gemacht fand ich an diesem Buch außerdem, wie deutlich sich die einzelnen Charaktere jeweils weiterentwickelt haben. Man merkst selbst mit ein wenig Abstand zwischen den beiden Teilen, dass hier niemand auf der Stelle tritt, sondern jeder Figur beim Schreiben genügend Aufmerksamkeit gewidmet wurde, um vielschichtige und authentische Protagonisten zu schaffen, die ich unglaublich ungerne verlassen habe.


Fazit
Wäre ich bisher noch kein Fan von Leigh Bardugo gewesen, hätte mich spätestens dieses Buch restlos davon überzeugt, dass sie und ihre Geschichte einfach perfekt in mein Regal passen. Das Grisha-Universum behält dabei sicherlich immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen und bleibt eine der Reihen, die ich einfach immer und jedem empfehlen kann.

Dafür gibt es alle fünf Bücherstapel von mir.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere