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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.09.2021

Guter Einsteigerband

Die Tote mit der roten Strähne
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„Die Tote mit der roten Strähne“ ist der 1. Band der Detektiv Betty-Reihe von Kathleen Kent.
Betty Rhyzyk, Polizistin aus einer Familie mit einer langen Ahnenreihe von Gesetzeshütern, siedelt gemeinsam ...

„Die Tote mit der roten Strähne“ ist der 1. Band der Detektiv Betty-Reihe von Kathleen Kent.
Betty Rhyzyk, Polizistin aus einer Familie mit einer langen Ahnenreihe von Gesetzeshütern, siedelt gemeinsam mit ihrer Lebenspartnerin nach Dallas um. Als hier ihr letzter Fall in einem Fiasko endet, ist sie fest entschlossen nicht nur ihren guten Ruf wieder herzustellen sondern sich auch ihren Kollegen gegenüber zu beweisen.

Die Ausgangssituation der lesbischen Polizistin in einem immer noch männlich dominierten Beruf fand ich sehr gelungen. Betty muss sich einerseits mit den sozialen, kulturellen und politischen Gegebenheiten eines neuen Bundesstaates auseinandersetzen und andererseits mit den Menschen umgehen lernen, die ihrer sexuellen Orientierung nicht gerade aufgeschlossen gegenüberstehen. Und als wäre das noch nicht genug, bekommt sie es auch noch mit Dealern, Rassisten, Stalkern und einer Vielzahl anderer unliebsamer Mitmenschen zu tun. Die Story fand ich gut ausgearbeitet und die Polizeiarbeit meines Erachtens authentisch und mit viel Tempo und Action erzählt. Dabei ist der Schreibstil modern und flüssig zu lesen.

Fazit: Mir hat der Einsteigerband gut gefallen. Er hat auf jeden Fall noch viel Potenzial für kommende Bände. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und vergebe deshalb 3 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 25.09.2021

Erster Fall für Maigret

Maigret und Pietr der Lette
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Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen ein internationaler Hochstapler und ein amerikanischer Investor, die sich in einem der besten Hotels von Paris treffen. Von Interpol um Amtshilfe gebeten, greift ...

Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen ein internationaler Hochstapler und ein amerikanischer Investor, die sich in einem der besten Hotels von Paris treffen. Von Interpol um Amtshilfe gebeten, greift Maigret ins Geschehen ein.
Durch die unerschrockene und solide Gegenwart Maigrets, der den Fall sehr unaufgeregt aber überzeugend bearbeitet und löst, ist der Kriminalroman eher einer von der „leisen“ Sorte. Das hat allerdings auch den Nachteil, dass es hier und da an der nötigen Spannung für einen Kriminalroman fehlt. Das hört sich zwar nach Langeweile an, das ist aber nicht. Maigrets erster Fall hat durchaus etwas Zwingendes, und zwar das Katz- und Maus-Spiel zwischen Polizei und den Ganoven. Simenon schafft es einen neuen Ermittler zu etablieren, der geradlinig und ohne viel Aufsehen seinen Job erledigt, stringent und erfolgreich, auf seine ganz eigene überzeugende Art und Weise eben.

Fazit: Für mich ist „Maigret und Pietr der Lette“ ein guter Einstieg in die Maigret-Reihe. Ich bin gespannt wie sich Maigret und sein Team in den nächsten Büchern entwickeln wird, Potenzial ist ja reichlich vorhanden. Von mir gibt es hierfür eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 25.09.2021

Erstklassiger Krimi

Und dann gabs keines mehr
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Wie schon so oft bei Agatha Christie ist das bekannte Muster wieder vorhanden. Die Handlung spielt auf einer Insel, also ein abgesonderter Ort, es gibt eine überschaubare Anzahl Figuren und es geschehen ...

Wie schon so oft bei Agatha Christie ist das bekannte Muster wieder vorhanden. Die Handlung spielt auf einer Insel, also ein abgesonderter Ort, es gibt eine überschaubare Anzahl Figuren und es geschehen Morde. Als Leser ist man also wieder von Beginn an quasi aufgefordert den Täter und dessen Motiv selbst zu finden – typisch Agatha Christie halt.
Frei nach dem Kinderreim Zehn kleine Negerlein beginnt nun ein „fröhliches“ Morden, bei dem die Autorin den Leser über alles notwendige informiert um den Bösewicht ermitteln zu können. Und je mehr Teilnehmer dieser Gesellschaft dahin gemeuchelt werden, desto spannender wird dieser Krimi. Denn wer ist denn nun der Täter – wer wird übrigbleiben, und warum tut er was er tut?

Fazit: Wieder einmal ist der Queen of Crime ein erstklassiger, wunderbar konstruierten Krimi gelungen. Das Rätselraten um den Täter und sein Motiv waren absolut unterhaltend und ich kann ihn jedem Krimifan wärmstens empfehlen. Von mir gibt es für dieses Meisterwert volle 5 Sterne.

Veröffentlicht am 25.09.2021

Düster, verstörend, packend

Wer das Feuer entfacht - Keine Tat ist je vergessen
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Das Buch ist ein atmosphärisch dichter, spannender Roman, von dem ich von Beginn an gefesselt war. Die Stimmung ist düster und die kleine Gruppe von Charakteren, sieben an der Zahl, sind Zeitgenossen mit ...

Das Buch ist ein atmosphärisch dichter, spannender Roman, von dem ich von Beginn an gefesselt war. Die Stimmung ist düster und die kleine Gruppe von Charakteren, sieben an der Zahl, sind Zeitgenossen mit Fehlern und Makeln, die dem Plot seine Glaubwürdigkeit geben:
Daniel: wird tot auf seinem Hausboot gefunden
Laura: die Daniel als letzte gesehen hat und ihre eigenen Probleme mit sich herumträgt
Miriam: Daniels Nachbarin, die die Leiche findet und mit einer verstörenden Vergangenheit klarkommen muss
Carla: Daniels Tante, die an einer Familientragödie schwer zu tragen hat
Theo: Carlas Ehemann und Schriftsteller
Angela: Daniels Tante und Schwester von Carla
Irene: Angelas Nachbarin, eine alte Dame.
Jeder von ihnen hat Geheimnisse, die möglichst unausgesprochen bleiben sollen. Doch je weiter die Geschichte voranschreitet, desto mehr Wahrheiten kommen ans Licht. Die Geschichte wird dabei abwechselnd aus ihren Sichtweisen erzählt. Paula Hawkins versteht es aber den Leser dabei nicht zu überfordern und diese verschiedenen Blickwinkel zu einem wunderbaren Ganzen zu verflechten und einen überzeugenden Schluss zu enthüllen.
Mein Fazit: Der Roman beinhaltet eine Geschichte von Eifersucht, Wut, Hass, Trauer und Angst, die die Autorin langsam wie Feuer schwelen lässt und in einem einleuchtenden Finale zu Ende bringt. Es ist ein kluger Plot mit unvollkommenen Charakteren, die dadurch die Handlung wiederum sehr authentisch werden lassen. Für mich erneut ein fesselndes und packendes Buch von Paula Hawkins, das ich absolut weiterempfehlen kann und mit 4 von 5 Sternen bewerte.

Veröffentlicht am 25.09.2021

Sehr gelungener Beginn einer neuen Fantasy-Saga

Nordnacht
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Dies ist der erste Teil der Bloodsworn Saga. Die Aufmachung des Buches mit Covergestaltung und Farbkombination finde ich wunderbar gelungen, passt das doch ausgezeichnet zum Inhalt des Buches. Auch die ...

Dies ist der erste Teil der Bloodsworn Saga. Die Aufmachung des Buches mit Covergestaltung und Farbkombination finde ich wunderbar gelungen, passt das doch ausgezeichnet zum Inhalt des Buches. Auch die Kurzvita der drei Hauptcharaktere auf der Umschlagseite und die Karte von Vigrid finde ich geglückt, hat man doch somit schon einmal einen groben Überblick über die Figuren und die Lage der wichtigsten Schauplätze.

Die Welt die John Gwynne hier entstehen lässt ist gefährlich, magisch und bevölkert von den seltsamsten Kreaturen. Die Magie und die Macht der gefallenen Götter sind überall spürbar und das göttliche Erbe ist nicht immer ein Segen. Jeder kämpft gegen jeden, um die Macht zu behalten oder zu erlangen. Und in diesem Gefüge wollen nun drei sterbliche Menschen um ihr eigenes Schicksal kämpfen. Ihre nun hier erzählten sehr unterschiedlichen Wege genau das zu erreichen, überschnitten sich ab und an und waren dabei sehr einfallsreich und und konnten mich absolut in ihren Bann ziehen. Sowohl die einzelnen Schauplätze als auch die weiteren auftretenden Figuren waren sehr gut und detailreich beschrieben. Und der Schreib- und Erzählstil sind so gelungen, dass mein Kopfkino anging und ich förmlich in die Geschichte eintauchte und mit Spannung verfolgte.

Fazit: Also mich hat der 1. Band der Blutgeschworenen super unterhalten und ich bin gespannt wie es weitergehen wird. „Nordnacht“ kann ich absolut weiterempfehlen und vergebe für dieses erste Abenteuer in diesem neuen Fantasy-Universum volle 5 Sterne.

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