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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2021

Überzeugender Thriller

Schwestern im Tod
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Im fünften Fall wird Kommissar Martin Servaz noch einmal mit seinem allerersten Fall konfrontiert. Starben 1988 die Schwestern Amber und Alice auf mysteriöse Weise und wurden in Kommunionskleidern aufgefunden, ...

Im fünften Fall wird Kommissar Martin Servaz noch einmal mit seinem allerersten Fall konfrontiert. Starben 1988 die Schwestern Amber und Alice auf mysteriöse Weise und wurden in Kommunionskleidern aufgefunden, wird 25 Jahre später die Frau des Autors, der einst einen Roman schrieb in dem es um diese Art Bekleidung ging, ebenfalls ermordet aufgefunden. Martin Servaz ist entsetzt, gibt es doch zu viele Parallelen zu seinem ersten Fall und er ahnt Schlimmes als er mit den Ermittlungen erneut beginnt. Dadurch, dass die Handlung in verschiedenen Strängen erzählt wird entspinnt sich ein sehr komplexes Geflecht, bei dem man durchaus am Buch bleiben sollte um den Durchblick nicht zu verlieren. Der Thriller ist von der ersten Seite an bis zur wirklich grandiosen Auflösung spannend und mitreißend. Alle beteiligten Figuren sind wunderbar charakterisiert und überzeugen in ihrem jeweiligen Part. Wie sich am Ende die einzelnen Handlungsverläufe miteinander verbinden war für mich sehr überraschend aber durchaus schlüssig. Insgesamt ist „Schwestern im Tod“ ein sehr lesenswerter Thriller mit gekonnten Wendungen und bekommt deshalb von mir 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.03.2021

Krimi-Trilogie von hinten aufgezäumt

DUNKEL
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„Dunkel“ ist der erste Teil der Hulda-Trilogie in der Ragnar Jónasson „das Pferd von hinten aufzäumt“. Denn der Autor erzählt die Geschichte der Kommissarin Hulda Hermannsdottir faktisch rückwärts. Ich ...

„Dunkel“ ist der erste Teil der Hulda-Trilogie in der Ragnar Jónasson „das Pferd von hinten aufzäumt“. Denn der Autor erzählt die Geschichte der Kommissarin Hulda Hermannsdottir faktisch rückwärts. Ich muss sagen es ist ein genialer Einfall. Alles beginnt damit, dass Hulda in Pension geschickt werden soll. Sie erbittet sich noch einen letzten Fall und damit lernen wir Hulda kennen. Wie üblich in skandinavischen Krimis geht die Handlung langsam aber stetig voran ohne zu viel Action und übertriebene Brutalität. Im Verlauf erfährt man mehr über Huldas Motivation diesen letzten Fall noch „schnell“ aufzuklären, obwohl sie sich überhaupt nicht mit ihrer neuen Lebenssituation nach dem Fall anfreunden kann und will. Was anfänglich etwas behäbig anmutet nimmt dann doch Fahrt auf und durch stetig neue Wendungen kommt auch Spannung auf. Hulda entwickelt sich im Verlauf zu einem interessanten, komplexen und tiefgründigen Charakter. Ihre Lebensgeschichte überzeugt in Bezug auf ihre Handlungen. Und auch der Buchtitel stellt einen Bezug zu Hulda direkt her – aber welchen müsst ihr selbst lesen. Alles in allem konnte mich dieser erste Teil gut unterhalten und ich vergebe 4 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.03.2021

Brillanter Thriller

Zimmer 19
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Der neue Thriller mit Tom Babylon als LKA Ermittler und der Psychologin Sita Johann vereint wieder alles, was einen top Thriller ausmacht: temporeiche Story, Spannung von der ersten bis zur letzten Seite ...

Der neue Thriller mit Tom Babylon als LKA Ermittler und der Psychologin Sita Johann vereint wieder alles, was einen top Thriller ausmacht: temporeiche Story, Spannung von der ersten bis zur letzten Seite und ein Ermittlungsteam, das trotz ihrer kleinen und größeren Macken überzeugen. Und dank des flüssigen und sehr bildhaften Schreib- und Erzählstils brauchte es nur wenige Seiten, dass ich von in der Geschichte gefesselt war.
Die Handlung selbst ist nicht ohne. Marc Raabe verknüpft diesmal seinen geschickt konstruierten Thriller mit einem dunklen Kapitel der DDR-Geschichte. Und stand Toms Vergangenheit im ersten Teil der Reihe im Mittelpunkt, so ist es diesmal die von Sita, die hier in den Fokus gerückt wird. Aber auch das Verschwinden/der Tod von Toms Schwester wird weiter beleuchtet und ist Bestandteil der Ermittlungen. Neben der Thrillerhandlung erfahren auch die Haupt-Protagonisten eine Weiterentwicklung, was mir ja immer sehr gefällt.
Mein Fazit: Durch den brisanten Plot, die authentischen Figuren, das rasante Tempo und den brillanten Erzählstil lief bei mir das Kopfkino auf Hochtouren. Was will man als Leser von Thrillern mehr? Ich kann diesen 2. Teil absolut empfehlen und vergebe 5 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 22.03.2021

Der Franz ermittelt wieder

Dampfnudelblues
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„Dampfnudelblues“ ist der 2. Teil der Franz-Eberhofer-Reihe. Und auch hier kommt der Humor nicht zu kurz – eben ein typischer Regionalkrimi. Schuldirektor Höpfl wird nach einer Drohung tot aufgefunden ...

„Dampfnudelblues“ ist der 2. Teil der Franz-Eberhofer-Reihe. Und auch hier kommt der Humor nicht zu kurz – eben ein typischer Regionalkrimi. Schuldirektor Höpfl wird nach einer Drohung tot aufgefunden und Franz Eberhofer muss sich fragen Mord oder Selbstmord und beginnt auf seine ganz eigene unnachahmliche Art mit den Ermittlungen.
Rita Falk schafft es auch in dieser Fortsetzung dank ihrer humorvollen Erzählweise und ihres locker und flüssig zu lesenden Schreibstils diesen bayerischen Humor und die schrullige Art ihrer Charaktere rüber zu bringen. In diesem Regionalkrimi steht natürlich eher der Spaß als die Spannung im Vordergrund. Also es ist kein tiefgründiger Kriminalroman, aber das wissen eingefleischte Eberhofer-Fans natürlich.
Ich habe bei vielen Szenen herzhaft lachen können und fühlte mich somit auch gut unterhalten. Von mir gibt es dafür 4 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 22.03.2021

Bayerischer Dialekt und Humor

Winterkartoffelknödel
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Mit diesem Krimi startet die Reihe um Franz Eberhofer, Polizist in Niederkaltenkirchen, der es immer wieder mit Mordermittlungen zu tun bekommen soll. So auch hier, als es zu mehreren merkwürdigen Todesfällen ...

Mit diesem Krimi startet die Reihe um Franz Eberhofer, Polizist in Niederkaltenkirchen, der es immer wieder mit Mordermittlungen zu tun bekommen soll. So auch hier, als es zu mehreren merkwürdigen Todesfällen innerhalb einer Familie kommt. Plötzlich ist das kriminalistische Gespür des Eberhofer gefragt.
Das dieser Krimi nun keinen tiefschürfenden Plot oder krimitypische Charaktere hat, dürfte einem schon bei der auf dem Cover angegebene Bezeichnung „Provinzkrimi“ klar sein. Die Krimihandlung ist eher hintergründig zu betrachten und ist eigentlich der Rahmen, um die skurrilen Charaktere, den bayerischen Dialekt und den feinsinnigen Humor in Szene zu setzen. Also nicht wirklich was für eingefleischte Krimi-Fans. Doch wer gerade deswegen zu diesem Buch gegriffen hat, bekommt einen Regionalkrimi präsentiert, bei dem man sich stellenweise das Lachen nicht verkneifen kann. Mir hat es gut gefallen und ich vergebe 4 von 5 Sterne für den ersten Eberhofer.