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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.10.2025

Bewegend und tiefgründig

Die Briefeschreiberin
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Als Leser begleitet man Sybil, eine 70jährige, die Briefe schreibt und auch Briefe erhält bei ihrer ganz persönlichen Reise der Selbstreflexion, der Vergebung und der Versöhnung, aber auch der Selbsterkenntnis. ...




Als Leser begleitet man Sybil, eine 70jährige, die Briefe schreibt und auch Briefe erhält bei ihrer ganz persönlichen Reise der Selbstreflexion, der Vergebung und der Versöhnung, aber auch der Selbsterkenntnis. Sie tauscht nicht nur Briefe mit ihrem Bruder, ihren Kindern, ihrer besten Freundin aus, sondern auch mit Menschen aus der Vergangenheit und Gegenwart, die ihr Leben geprägt haben.
Mit jeder Seite bzw. Brief entsteht das Leben einer Frau, das geprägt ist von vielen Erinnerungen, Leid und Schuld, Stärken und Schwächen und von ihrer Suche nach Sinn und Vergebung.

Dieser Briefroman ist wunderschön in seiner leisen und zum Nachdenken anregenden Schreib- und Erzählweise geschrieben, mal melancholisch mal humorvoll. Und gerade diese verschiedenen Stimmungen, die in den Briefen mitschwingen, machen diese Geschichte so authentisch und lesenswert.

Fazit: Eine klare Empfehlung


Veröffentlicht am 29.10.2025

Interessante Sicht auf Nichts

Dr. No
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Wala Kitu, dessen Name „Nichts Nichts“ bedeutet, ist ein theoretischer Mathematiker, der das Nichts zu seinem Studienfach und paradoxerweise zu seiner Spezialisierung gemacht hat und hier auf John Milton ...




Wala Kitu, dessen Name „Nichts Nichts“ bedeutet, ist ein theoretischer Mathematiker, der das Nichts zu seinem Studienfach und paradoxerweise zu seiner Spezialisierung gemacht hat und hier auf John Milton Bradley Sills, einen Milliardär trifft, der gewillt ist ihm eine unglaubliche Summe dafür zuzahlen, das Nichts zu finden um es dann als Waffe gegen die Vereinigten Staaten einsetzen zu können.

Der Titel allein lässt einen gleich mal an James Bond und Dr. No denken – was ja vielleicht auch gewollt ist, denn eben dieser Dr. No wollte die Weltherrschaft übernehmen. Doch dieses Buch hier ist eher eine beißende Satire gegenüber dem bekannten Spionageroman und ein Mix aus Tragik und Komik über das Thema Nichts. Und dieses Nichts-Thema wird dann bis zum Absurden geführt und zeigt aber auch wie viel Realität darin steckt - denn Geld regiert die Welt.

Auf grotesk-aberwitzige Weise übt der Autor hier Sozialkritik und parodiert die Verhältnisse der Macht, die durch Geld bestimmt werden. Aber auch den noch immer existierenden Rassismus prangert er dabei sehr subtil an.

Alles in allem eine Roman, der aktueller nicht sein könnte – sehr empfehlenswert.


Veröffentlicht am 29.10.2025

Eindringlich, atmosphärisch, mystisch

Unbeugsam wie die See
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Lucy, Jess, Mary und Eliza sind in diesem Roman die Hauptprotagonistinnen. Allerdings sind sie zeitlich weit voneinander entfernt, aber durch ein gemeinsames Schicksal miteinander verbunden. Die Geschichte ...




Lucy, Jess, Mary und Eliza sind in diesem Roman die Hauptprotagonistinnen. Allerdings sind sie zeitlich weit voneinander entfernt, aber durch ein gemeinsames Schicksal miteinander verbunden. Die Geschichte beleuchtet anhand der vier Frauen über die Jahrhunderte hinweg das Thema Gewalt gegen Frauen in seinen unterschiedlichsten Facetten und prangert diese an. Es entfalten sich Leben, die zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Ungerechtigkeit und Erlösung den Kampf der Frauen erzählen, die unbeugsam wie die See nicht wanken und weichen, sondern kraftvoll sich gegen die Widrigkeiten stemmen.

Der Schreibstil ist neben der eindringlichen Handlung ein weiterer Pluspunkt, er ist sehr flüssig, mitreißend und dynamisch. Somit bietet das Buch, trotz des schwierigen Grundthemas, wirklich gute Unterhaltung.

Fazit: „Unbeugsam wie die See“ ist ein Buch, das auch nach Beenden noch eine Zeit lang nachhallt, wie Wellen die ans Ufer schlagen, es ist tief bewegend und mit einer wunderbar bildhaften Erzählweise – empfehlenswert.


Veröffentlicht am 18.10.2025

Geschichte mit Thrill, Humor und viel Spice

Ruthless Creatures
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„Ruthless Creatures“ ist eine Dark-Romance mit einer düsteren Geschichte um die russische Mafia, einem verschwundenen Verlobten und sehr viel Leidenschaft.

Sowohl aus Sicht von Natalie als auch von ...



„Ruthless Creatures“ ist eine Dark-Romance mit einer düsteren Geschichte um die russische Mafia, einem verschwundenen Verlobten und sehr viel Leidenschaft.

Sowohl aus Sicht von Natalie als auch von Kage, den beiden Hauptprotagonisten, wird die Geschichte erzählt, so dass man beider Ansichten aus „erste Hand“ erfährt. Der Erzählstil ist dabei mal humorvoll dann wieder, wenn es um die spicy Szenen geht, schon sehr direkt und tabulos. Leider sind genau diese erotischen Passagen schon recht früh in die Handlung eingebaut, so dass dem eigentlichen Geschehen immer wieder Spannung und Tempo verloren geht. Hier hätte die Autorin eine bessere Balance finden können.

Nichtsdestotrotz ist es ein unterhaltsamer erster Teil der Queens and Monsters Reihe, zwar mit einer überschaubaren Handlung, dafür aber mit einem geheimnisvollen Mafioso, der weiß was er will und wie er es bekommt, und einer nicht auf den Mund gefallenen Natalie, die wiederum weiß, wie sie ihren BadBoy zu händeln hat.

Fazit: Leser, die düstere Liebesgeschichten mit Thrill, Humor und vor allem viel Spice mögen, werden an diesem Buch ihre Freude haben.


Veröffentlicht am 18.10.2025

Der Morgen nach dem Regen...

Der Morgen nach dem Regen
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...erzählt von einer komplizierten Mutter-Tochter-Beziehung. Dabei dienen als Kulisse so exklusive Schauplätze wie New York, Den Haag und Jordanien. Denn überall hier war die Mutter, aber stets ohne ...




...erzählt von einer komplizierten Mutter-Tochter-Beziehung. Dabei dienen als Kulisse so exklusive Schauplätze wie New York, Den Haag und Jordanien. Denn überall hier war die Mutter, aber stets ohne Tochter, zu Hause, was schließlich zur angespannten Situation zwischen den beiden führte.

Auf einfühlsame Weise erzählt der Roman von menschlichen Bedürfnissen und Wünschen, die durch das fehlende Miteinander auf der Strecke geblieben sind, aber auch von Geheimnissen, Liebe und Vergebung. Nur allmählich, und dank des alten Hauses von Tante Toni im beschaulichen St.Goar am Rhein, in dem Mutter und Tochter wieder aufeinandertreffen, können angestauter Schmerz und Verbitterung abgebaut werden.

Die Autorin hat ein emotionales und ergreifendes Buch geschrieben, das von einer unterschwelligen Spannung geprägt ist und die Bedürfnisse einer Frau, die auch Mutter ist, aber auch deren Tochter tiefgründig und facettenreich erzählt.

Fazit: lesenswert