Cover-Bild Dr. No
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19,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Audiolino
  • Themenbereich: Belletristik
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Ersterscheinung: 08.2025
  • ISBN: 9783867374613
Percival Everett

Dr. No

Nikolaus Stingl (Übersetzer)

Ein brilliantes Kabinettstück mit Schurken à la James Bond: Dr. No ist ein renommierter Professor für Mathematik an der Brown University, Experte für das Nichts. Das macht ihn zum perfekten Berater für den Schwarzen Milliardär John Sill. Dieser will einen in Fort Knox bewahrten Schuhkarton knacken, in dem sich angeblich »NICHTS« befindet. Denn wer das Nichts kontrolliert, soll die Weltherrschaft an sich reißen können - und Sill sinnt wegen der jahrhundertelangen Ungerechtigkeit der Weißen auf Rache.

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Lesejury-Facts

  • Dieses Buch befindet sich bei pajo47 in einem Regal.
  • pajo47 hat dieses Buch gelesen.

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2025

Skurril

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Um zwei Hauptpersonen dreht sich die Handlung in diesem Roman. Die eine ist Wala Kitu. Er ist ein bekannter Professor für Mathematik und er ist Experte für das Nichts. Die andere Person ist der schwarze ...

Um zwei Hauptpersonen dreht sich die Handlung in diesem Roman. Die eine ist Wala Kitu. Er ist ein bekannter Professor für Mathematik und er ist Experte für das Nichts. Die andere Person ist der schwarze Milliardär John Sill. Sill hat das Bestreben ein Schurke zu sein wie Dr. No. Sill will das Nichts, das angeblich in Fort Nox lagert, an sich bringen und sich damit vor allem an dem weißen Amerika rächen. Das will er mit dem Nichts bewerkstelligen. Dabei soll ihm Kitu helfen, da er ja der Experte für das Nichts ist.

Sie merken schon, es geht in diesem Roman sehr skurril zu. Man darf sich über nichts wundern. Und das ist der zentrale Punkt im Roman, das Nichts. Auf den ersten Seiten war ich erst ein bisschen verwirrt, denn da geht es um eine grundsätzliche Abhandlung über das Nichts. Quasi philosophisch. Wenn man seine Verwirrung abgelegt hat, ist es amüsant zu lesen.

Viele Fremdwörter im Roman dienen eigentlich auch nur der Verwirrung. Ich denke, dass einige der Fremdörter auch von Everett frei erfunden sind.

Der Roman bezieht seine Spannung daraus, dass man darauf wartet, zu erfahren, was denn nun das sogenannt Nichts ist und wie es sich auswirkt, wenn man es anwendet. Und das will ich hier natürlich nicht spoilern. Jedenfalls ist das Ende sehr rätselhaft.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Interessante Sicht auf Nichts

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Wala Kitu, dessen Name „Nichts Nichts“ bedeutet, ist ein theoretischer Mathematiker, der das Nichts zu seinem Studienfach und paradoxerweise zu seiner Spezialisierung gemacht hat und hier auf John Milton ...




Wala Kitu, dessen Name „Nichts Nichts“ bedeutet, ist ein theoretischer Mathematiker, der das Nichts zu seinem Studienfach und paradoxerweise zu seiner Spezialisierung gemacht hat und hier auf John Milton Bradley Sills, einen Milliardär trifft, der gewillt ist ihm eine unglaubliche Summe dafür zuzahlen, das Nichts zu finden um es dann als Waffe gegen die Vereinigten Staaten einsetzen zu können.

Der Titel allein lässt einen gleich mal an James Bond und Dr. No denken – was ja vielleicht auch gewollt ist, denn eben dieser Dr. No wollte die Weltherrschaft übernehmen. Doch dieses Buch hier ist eher eine beißende Satire gegenüber dem bekannten Spionageroman und ein Mix aus Tragik und Komik über das Thema Nichts. Und dieses Nichts-Thema wird dann bis zum Absurden geführt und zeigt aber auch wie viel Realität darin steckt - denn Geld regiert die Welt.

Auf grotesk-aberwitzige Weise übt der Autor hier Sozialkritik und parodiert die Verhältnisse der Macht, die durch Geld bestimmt werden. Aber auch den noch immer existierenden Rassismus prangert er dabei sehr subtil an.

Alles in allem eine Roman, der aktueller nicht sein könnte – sehr empfehlenswert.