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Veröffentlicht am 15.05.2020

Intelligent, spannend und lehrreich

Flüsternde Wälder
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Der Heilpraktiker Davide da Silva wird tot in seiner Wohnung gefunden. Alles sieht nach einem Einbruch aus. Der Hausherr scheint den Täter überrascht zu haben und wurde ausgerechnet mit einer Budda Statue ...

Der Heilpraktiker Davide da Silva wird tot in seiner Wohnung gefunden. Alles sieht nach einem Einbruch aus. Der Hausherr scheint den Täter überrascht zu haben und wurde ausgerechnet mit einer Budda Statue erschlagen. Während Hauptkommissarin Irmi Mangold gerade erst mit den Ermittlungen beginnt, bekommt sie einen Anruf von Lissi. Deren Mann und Sohn haben im Wald einen Baum gefällt und finden unter dem umgestürzten Stamm eine Tote, die Waldbademeisterin war......

"Flüsternde Wälder" ist der mittlerweile 11. Band der Alpen-Krimi Reihe um die schon etwas ältere Hauptkommissarin Irmi Mangold. Gleich von Anfang an ist man mitten im Geschehen. Die Protagonisten agieren. Haben ein tolles Zusammenspiel untereinander. Versprühen in ihren Dialogen Wortwitz und Sarkasmus. Teilweise wird im bayrischen Dialekt gesprochen. Was die Geschichte authentisch gemacht hat. Groß vorgestellt wird niemand. Was mir immer gut gefällt. Allerdings haben mich die ersten Seiten dadurch als Neueinsteigerin etwas holpern lassen. Das war aber schon bald vergessen und ich bin immer besser in einen Lesefluss gekommen, habe mich an die Charaktere gewöhnt. Nicola Förg behandelt in ihren Krimis zudem aktuelle Naturthemen. So lernt man nebenbei auch noch einiges Wissenswertes. Der Krimi ist eher ruhig. Mit Figuren wie du und ich. Auf Effekthascherei verzichtet die Autorin komplett. So gab es einen harmonischen Abschluss, der genau so zu der ganzen beschriebenen Szenerie gepasst hat.

Fazit: Ein intelligenter, spannender und lehrreicher Alpen-Krimi. Er kommt eher ruhig daher. Wirkt aber durch seine Protagonisten lebendig und versprüht viel Lokalkolorit. Empfehle ich gerne weiter. Man kann den Band unabhängig lesen. Für ein besseres Verständnis der Figuren, wäre es jedoch ratsam mit Band 1 zu beginnen.

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Veröffentlicht am 12.05.2020

Witzig und spritzig geschrieben

Im Wingert lauert der Tod
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Oberkommissarin Tabea Kühn wird zu einem Leichenfund in einen Wingert gerufen. Der junge Syrier hat grauenhafte Bisswunden. Wurde er von einem Wolf gejagt? Oder war das ein großer Hund? Eventuell abgerichtet? ...

Oberkommissarin Tabea Kühn wird zu einem Leichenfund in einen Wingert gerufen. Der junge Syrier hat grauenhafte Bisswunden. Wurde er von einem Wolf gejagt? Oder war das ein großer Hund? Eventuell abgerichtet? Die Ermittlungen führen Tabea in ein Flüchtlingsheim. Dann findet Alli, der Dackel ihres Freundes und Privatdetektiv Detlef Menke, ein menschliches Ohr. Eine weitere Leiche?

"Im Wingert lauert der Tod" ist der dritte Band um Privatdetektiv Detlef Menke und seinem Dackel Alligator vom Trifels, kurz Alli genannt. Beide laufen mal wieder zur Höchstform auf. Mischen sich munter in die Ermittlungen ein. Natürlich nur ganz zufällig. Sehr zum Leidwesen von Tabea. In witziger und spritziger Art führt die Autorin durch die Geschichte. Hat ihren Charakteren Leben eingehaucht, die mich mehr als einmal zum Lachen gebracht haben. Zwar kennt der Leser*in von Anfang an den Täter, das hat der Spannung jedoch keinen Abbruch getan. Zudem spricht Angelika Godau in ihren Pfalzkrimis immer auch aktuelle Themen an. Schafft den Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Humor.

Fazit: Ein humorvoller Pfalzkrimi, der Lokalkolorit, Spannung, aber auch ernste Themen verbindet. Der mich prima unterhalten hat. Ich sehr gerne weiter empfehle. Für das volle Lesevergnügen ist es ratsam mit Band 1 zu beginnen, aber kein Muss.

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Veröffentlicht am 10.05.2020

Der Titel ist Programm

Zwischen Tafelspitz und Ministerrat
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Bei diesem Roman handelt es sich um einen Sammelband.

Buch 1: Liebe, Macht und rote Rosen

Sybille bekommt nach dem Tod des Sozialministers überraschend dessen Amt angeboten. Sie nimmt an. Möchte mehr ...

Bei diesem Roman handelt es sich um einen Sammelband.

Buch 1: Liebe, Macht und rote Rosen

Sybille bekommt nach dem Tod des Sozialministers überraschend dessen Amt angeboten. Sie nimmt an. Möchte mehr Ehrlichkeit in die Politik bringen. Doch damit steht sie alleine da. In erster Linie geht es für die Partei nur um Wählerstimmen. Privat hat sie es auch nicht gerade einfach mit ihrer pubertierenden Tochter. Außerdem ist sie der Überzeugung, dass der Unfalltod ihres Vorgängers vielleicht Mord war. Aber außer Viktor, dem Chefredakteur des Tagblattes, glaubt ihr niemand. Also beginnt sie mit seiner Unterstützung selbst zu recherchieren......

Buch 2: Der Fall Finkenberg

Sybille ist unterdessen Vizekanzlerin und Parteichefin. Neben der vielen Arbeit macht sie sich auch Sorgen um Viktor, der gesundheitlich angeschlagen ist. Zudem scheint der Umweltminister Finkenberg in irgendwas verwickelt zu sein. Was der Partei nicht unbedingt förderlich ist.....

Der Titel "Zwischen Tafelspitz und Ministerrat" ist Programm. Es geht um viel Politik. Erzählt wird - in unterhaltender und leichter Form - wie es hinter den Kulissen abgeht. Das erkennt auch die Hauptprotagonistin Sybille schnell. Angetreten mit viel Enthusiasmus, kämpft sie schon bald gegen Windmühlen. Trotz allem möchte sie Ungereimtheiten aufdecken. Dabei hilft ihr Viktor. Das Politische war mir vor allem in Band 1 etwas zu trocken dargestellt. Im Privaten Bereich hingegen gab es auch mal ein paar Szenen zum Schmunzeln. Was an Kerstin, Sybilles pubertierenden Tochter, gelegen hat. In Band 2 kam noch eine interessante Frauen WG dazu. Auch die Ausarbeitung der einzelnen Figuren fand ich sehr gelungen.

Fazit: Ein politischer Gesellschaftsroman, der aus zwei Büchern besteht. Der unterhaltend geschrieben ist. Mir persönlich war es aber vor allem in Band 1 zu viel trockene Politik. Empfehle ich trotzdem gerne weiter.

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Veröffentlicht am 10.05.2020

Interessante Thematik

Die stumme Frau
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Sören Bergwart ist Schauspieler und bekannt für seine Filmrollen als Serienkiller. Die Frauenherzen fliegen ihm entgegen. Aber er liebt nur Eine. Yoko, seine lebensechte Puppe. Sie widerspricht nicht. ...

Sören Bergwart ist Schauspieler und bekannt für seine Filmrollen als Serienkiller. Die Frauenherzen fliegen ihm entgegen. Aber er liebt nur Eine. Yoko, seine lebensechte Puppe. Sie widerspricht nicht. Ist deshalb geradezu perfekt. Nur eines fehlt ihr. Eigengeruch. Deshalb besorgt Sören ihr Kleider. Nicht irgendwelche. Getragene. Gerne nach Angstschweiß riechende.....

Die Idee hinter "Die stumme Frau" ist interessant. Der Inhalt hat mich angesprochen. Wie ist ein Mensch, der mit einer lebensechten Puppe zusammenlebt? Leider fand ich die Umsetzung nicht ganz so gelungen. Das Buch lässt sich flüssig lesen, sprachlich fand ich manches jedoch nicht so gut. Durch die Kürze des Buches hat die Geschichte auch nicht so die gewünschte Fahrt aufgenommen. Hat sich immer wieder um die Besorgung der Kleider gedreht. Allerdings konnte ich mir gut vorstellen, wie es um die Psyche von Sören bestellt ist. Zwischendurch sind dann auch mal zwei Kommissare aufgetaucht, die aber blass blieben. Genau wie deren Ermittlungen. Das letze Drittel hingegen hat mir gut gefallen. Es wurde noch einmal spannend. Zudem habe ich mit dem Schluss so nicht gerechnet.

Fazit: Ein Thriller, den ich in dieser Form nicht erwartet habe. Nichts für schwache Nerven ist. Den ich gerne gelesen habe. Um aber richtig im Geschehen abzutauchen, mir nicht tiefgründig genug war.

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Veröffentlicht am 05.05.2020

Gute Idee, Ausführung zu konstruiert

Tödliche Rezeptur
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Im Brauerei Museum ist ein brutaler Mord passiert. Das Video der Überwachungskamera wird daraufhin in einer Nachrichtensendung gezeigt. Krister traut seinen Augen nicht, als er seinen Opa Herrmann erkennt. ...

Im Brauerei Museum ist ein brutaler Mord passiert. Das Video der Überwachungskamera wird daraufhin in einer Nachrichtensendung gezeigt. Krister traut seinen Augen nicht, als er seinen Opa Herrmann erkennt. Dieser ist zu allem Überfluss auch noch spurlos verschwunden. Während Krister auf dessen Suche geht, gerät er selbst ins Visier der Ermittler........

"Tödliche Rezeptur" ist mein erstes Buch des Autors. Die Idee dahinter fand ich gut. Die Ausführung leider nicht. Eine dritte Person erzählt die Geschichte. Beschreibt die Handlung und die Gedanken der Protagonisten. Hier hat mir ein bisschen das Lebendige gefehlt. Weshalb ich keine Beziehung zu einer der Figuren aufbauen konnte. Deren Handlungen - ob nun Krister oder auch die Polizisten - waren mir oft nicht verständlich. Auch kam mir einiges nicht logisch vor. Manche Szenen sollten wohl witzig wirken, haben mich aber eher ratlos - Ekelfaktor inbegriffen - zurück gelassen. Auch wenn der Showdown noch dramatisch daher kam und es dann doch noch einmal spannend wurde, empfand ich es insgesamt als zu konstruiert. Schade.

Fazit: Eine interessante Idee, die mich nicht überzeugen konnte. Dafür waren mir die Figuren einfach zu blass und haben teilweise unlogisch gehandelt. Leider wurde der Krimi auch erst im letzten Drittel etwas spannend.

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