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Veröffentlicht am 05.03.2020

Ein poetischer Roman, der die 60er Jahre wieder aufleben lässt

Blaue Nächte
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Für Milena war das Tanzlokal ihrer Mutter schon immer ein gieriges Tier, dass alle mit seinem großen Schlund verschluckt und vielleicht nie mehr ausspuckt. Doch jetzt steht sie genau hier. Hat ihrer Mutter ...

Für Milena war das Tanzlokal ihrer Mutter schon immer ein gieriges Tier, dass alle mit seinem großen Schlund verschluckt und vielleicht nie mehr ausspuckt. Doch jetzt steht sie genau hier. Hat ihrer Mutter versprochen, während deren Abwesenheit auszuhelfen. Völlig überfordert weist sie einen alten Mann ab, der eingelassen werden möchte. Selbst seine Beteuerungen, dass es wichtig ist und er erwartet wird, stimmt sie nicht um. Erst später, als sie in ihrem Antiquariat ein Büchlein findet, merkt sie, welchen Fehler sie begangen hat......

"Blaue Nächte" ist eine Hommage auf Tanzlokale und die wilden 60er Jahre. Der Schreibstil ist ungewöhnlich. Fast poetisch. So hat es etwas gedauert bis ich im Buch angekommen bin. Je weiter ich gelesen habe, umso mehr hat mich die Geschichte fasziniert. Der Beweiß, dass man nicht so schnell aufgeben sollte. Genau wie die Protagonisten Emil, Lotte und Melina. Auch deren Charakter hat sich erst nach und nach entfaltet. Zum Schluss konnte ich sie aber gut verstehen. Der Roman verläuft in zwei Zeitebenen. Einmal, im hier und jetzt, lernt man Milena kennen. Sie ist verträumt. Wartet. Dann findet sie in ihrem Antiquariat ein kleines Büchlein. Geschrieben von Emil an seine große Liebe Lotte. Milena taucht tief ein in die 60er Jahre. Genau wie der Leser. Man merkt förmlich die damalige Rebellion der Jugend. Deren Träume und das Streben nach Freiheit. Die Aufbruchstimmung. Genau wie Milena habe ich mich gefragt: wird sie ihren Fehler wieder gutmachen können?

Fazit: Der Roman kommt ein bisschen poetisch daher. Wenn man sich aber darauf einlässt, erhält man eine schöne emotionale Liebesgeschichte. Empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 02.03.2020

Nimmt langsam Fahrt auf bis man den Krimi nicht mehr aus der Hand legen kann

Lübsche Wut
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Ralf Blum wird in der JVA Lauerhof tot aufgefunden. Scheinbar hat er selbst seinem Leben ein Ende gesetzt. Aber warum erst jetzt? 30 Jahre nach seiner Verurteilung? Damals hatte er einen 8-jährigen Jungen ...

Ralf Blum wird in der JVA Lauerhof tot aufgefunden. Scheinbar hat er selbst seinem Leben ein Ende gesetzt. Aber warum erst jetzt? 30 Jahre nach seiner Verurteilung? Damals hatte er einen 8-jährigen Jungen missbraucht und getötet. Birger Andresen und Ida-Marie Berg nehmen die Ermittlungen auf und stoßen in ein Wespennest. Jemand von ganz oben möchte verhindern, dass sie den Fall noch einmal aufrollen.........

"Lübsche Wut" ist der 9. Fall um KHK Birger Andresen. Wie auch in den anderen Büchern von Jobst Schlennstedt ist der Schreibstil flüssig, gerade heraus ohne viel Umschreibungen und die Kapitel kurz gehalten. Gleich von Anfang an ist man mitten im Geschehen. Jedoch braucht es etwas bis die Ermittlungen in Schwung kommen. In diesen Passagen erfährt man auch Privates von Birger. Einiges aus der Vergangenheit wird kurz umrissen. Zum besseren Verständnis ist es von Vorteil, wenn man die Vorgänger kennt. Der Fall selbst ist unabhängig davon zu lesen. Spätestens ab Mitte des Buches, konnte ich es kaum noch aus der Hand legen. Das Ende überrascht mit ein paar Wendungen.

Fazit: Ein spannender und brisanter Krimi, in dem auch der Lokalkolorit nicht fehlt. Mit einem Kommissar, der mir auf seine Weise sympathisch ist. Empfehle ich gerne weiter.

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Veröffentlicht am 01.03.2020

Liebe und Legenden in Peru

... und über uns der Himmel von Peru
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Emilia studiert Medizin und hat nur ein Ziel. Sie möchte unbedingt als Beste die Prüfung bestehen, um mit ihrem Professor nach Peru zu reisen. Sie hat sich schon immer zu dem Land hingezogen gefühlt und ...

Emilia studiert Medizin und hat nur ein Ziel. Sie möchte unbedingt als Beste die Prüfung bestehen, um mit ihrem Professor nach Peru zu reisen. Sie hat sich schon immer zu dem Land hingezogen gefühlt und zudem die Chance, in einem Krankenhaus unterstützend zu helfen. Kurz vor der Prüfung bekommt sie ein geheimnisvolles Medaillon von ihrer Großmutter. Auf diesem ist der Sonnengott Inti abgebildet. Und tatsächlich. Es scheint Glück zu bringen. Emilia reist mit nach Peru. Dort lernt sie den angehenden Priester David kennen und lieben. Aber auch dessen Bruder Marc, Chirurg im Krankenhaus von Curahuasi, ist sehr attraktiv. Und dann ist da ja auch noch das Medaillon.......

In "....und über uns der Himmel von Peru" begleitet man die Protagonistin Emilia nach Peru. Aus ihrer Sicht schildert die Autorin beeindruckend Land und Leute. Hautnah nimmt der Leser an ihren Erlebnissen teil. Dabei gibt es zwei Hauptthemen. Die Liebe von Emilia zu dem angehenden Priester David. Aber auch zu dessen Bruder Marc fühlt sie sich hingezogen. Die eine Liebe verboten. Die andere möchte sie sich nicht eingestehen. Da kommt es zwangsläufig zu einigen Verwicklungen. Das andere Thema dreht sich um das Medaillon. In diesen Passagen wird es ziemlich mystisch und auch gefährlich. Diese Mischung hat mir gut gefallen. Weniger gut fand ich die vielen Wiederholungen, wenn sich Emilias Gedanken im Kreis gedreht haben. Auch das Ende wird nicht jedermanns Geschmack sein. Allerdings die logische Konsequenz von Emilia.

Fazit: Alles zusammengenommen ist dieser Roman etwas besonderes. Zudem bekommt man gut recherchierte Informationen zu Peru. Die Liebesgeschichte ist etwas verzwickt und die Ereignisse um das Medaillon sehr mystisch. Das muss man schon mögen. Lesenswert ist die Geschichte auf jeden Fall.

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Veröffentlicht am 26.02.2020

Verliert sich oft in Details

Die Schokoladenvilla – Goldene Jahre
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Über 20 Jahre sind vergangen seitdem sich die Ereignisse rund um die Familie Rothmann überschlagen haben. Judith führt jetzt mit ihrem Mann und ihrem Bruder Karl die Schokoladenfabrik. Die Firma läuft ...

Über 20 Jahre sind vergangen seitdem sich die Ereignisse rund um die Familie Rothmann überschlagen haben. Judith führt jetzt mit ihrem Mann und ihrem Bruder Karl die Schokoladenfabrik. Die Firma läuft gut. Doch irgendjemanden scheint das nicht zu passen und sabotiert die Produktion.....

Serafina ist die 20-jährige Halbschwester von Viktor. Nachdem ihr Vater gestorben ist, zieht sie in die Schokoladenvilla ein. Hier wird sie herzlich empfangen und von allen in ihr Herz geschlossen. Besonders Viktoria, die lebensfrohe 10-jährige Tochter des Hauses. Doch Serafina kann diese Herzlichkeit kaum genießen. Ein dunkles Kapitel ihrer Vergangenheit holt sie ein.......

"Die Schokoladenvilla - Goldene Jahre" ist der zweite Band einer Trilogie. Man kann das Buch zwar unabhängig vom Vorgänger lesen, aber um manche Ereignisse besser zu verstehen, wäre es ratsamer. Die Geschichte geht nicht nahtlos aus Band 1 über, sondern macht einen großen Sprung. Manches was in der Zwischenzeit passiert ist, wird kurz angerissen. Das Buch hat zirka 700 Seiten. Viel hat die Autorin in liebevolle Details investiert. Die Geschichte wird allmählich aufgebaut. Erst ab Seite 400 nimmt das Ganze Fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich. Leider war dies viel zu schnell wieder vorbei und die letzten 70 Seiten lesen sich mehr wie ein Epilog. Der Schreibstil ist flüssig. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet. Ihre unterschiedlichen Charaktereigenschaften kommen gut zur Geltung.

Fazit: Ein Roman mit liebevoll ausgearbeiteten Details und Figuren. Bei dem mir die Spannung etwas zu kurz kam. Mir trotzdem ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Dafür hat schon alleine die kleine Viktoria gesorgt.

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Veröffentlicht am 23.02.2020

Traum, Wahnvorstellung, Mythos oder Wirklichkeit?

Tannenfall. Der erste Schnee
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Staatsanwältin Marlene Castor nimmt sich eine Auszeit. Zusammen mit ihrer Tochter Lya mietet sie sich ein abgelegenes Haus am Semmering. In der Abgeschiedenheit der Natur möchte sie sich neu finden. Schon ...

Staatsanwältin Marlene Castor nimmt sich eine Auszeit. Zusammen mit ihrer Tochter Lya mietet sie sich ein abgelegenes Haus am Semmering. In der Abgeschiedenheit der Natur möchte sie sich neu finden. Schon in der ersten Nacht erwacht sie durch ein dumpfes Grollen. Bei einem Blick in die Ferne sieht sie das Nachtvolk, um das sich viele Legenden ranken. Um diesem Phänomen nachzugehen, unternimmt sie mit ihrer Tochter tags darauf einen Auslug, bei dem Lya spurlos verschwindet.........

"Tannenfall" ist in Ich-Form aus Sicht von Marlene geschrieben. Dabei wird ihr Name erst am Ende des Buches erwähnt. Nur durch den Klappentext wusste ich um die Identität der Protagonistin. Durch den gewählten Schreibstil konnte man hautnah die Psyche von Marlene miterleben. Jedoch lässt sich der Roman nicht so leicht lesen. Er ist verwirrend. Ständig fragt man sich: ist das jetzt ein Traum? Wirklichkeit? Mythos? Wahnvorstelllungen? Was mich im ersten Drittel noch fasziniert hat, ist danach aber ins Gegenteil umgeschlagen. Immer weniger habe ich verstanden. Mir viel es schwer am Ball zu bleiben. Im letzten Drittel werden zwar einige Dinge geklärt, überzeugen konnte es mich jedoch nicht.

Fazit: Ein Roman, den man mögen muss. Der nicht einfach mal so zwischendurch gelesen werden kann. Sicherlich seine Leser findet. Ich konnte leider nicht viel damit anfangen.

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