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Veröffentlicht am 26.10.2019

Ein Thriller, der von seinen unkonventionellen Ermittlern lebt

Todesmal
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Die Mitarbeiter des BKA in Wiesbaden staunen nicht schlecht, als eine Nonne das Gebäude betritt. Sie kündigt in den nächsten 7 Tagen 7 Morde an. Über Details möchte sie nur mit Maarten S. Sneijder sprechen. ...

Die Mitarbeiter des BKA in Wiesbaden staunen nicht schlecht, als eine Nonne das Gebäude betritt. Sie kündigt in den nächsten 7 Tagen 7 Morde an. Über Details möchte sie nur mit Maarten S. Sneijder sprechen. Dieser ist zur Zeit aber nicht in der Behörde tätig. Da geschieht der erste Mord. Schnell wird klar, dass dahinter ein ausgeklügelter Plan steht, der auf etwas Großes aufmerksam machen soll. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt......

"Todesmal" ist der fünfte Band der Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez Reihe. Ich habe die Vorgänger noch nicht gelesen, konnte den Thriller aber gut unabhängig davon lesen. Allerdings spoilert man sich etwas zu den vorangegangenen Fällen. Der Thriller lebt vor allem von seiner Hauptfigur Maarten S. Sneijder. Ein genialer Ermittler und Profiler. In jeder Hinsicht einmalig. Leidet unter Cluster-Kopfschmerzen, raucht Marihuana, hasst Zimmerpflanzen und ist nicht gerade freundlich zu seinen Mitmenschen. So kommt es des öfteren zu Szenen bei denen ich schmunzeln musste. Aber man sollte nicht allzu zart besaitet sein. Manches ist schon ziemlich heftig. Die Spannung kommt dabei auch nicht zu kurz und baut sich von Anfang an auf. Der Schreibstil ist flüssig und die Seiten fliegen nur so dahin. Stück für Stück erfährt man die ganze Wahrheit. Bereits kurz vor Ende weiß man wohin die Reise geht, wenn auch vielleicht nicht im kompletten Ausmaß. Das konnte mich dann jedoch nicht mehr ganz so überraschen. Etwas besser hätte es mir gefallen, wenn noch einmal der große Knall gekommen wäre. Das habe ich, so gut wie mir das Buch auch gefallen hat, etwas vermisst.

Fazit: Ein Thriller, der in weiten Teilen von seiner Hauptfigur lebt. Aber auch spannend, jedoch nichts für schwache Nerven ist. Maarten S. Sneijder für eine gewisse Situationskomik sorgt. Was das Ganze auflockert. Sehr zu empfehlen.

Veröffentlicht am 22.10.2019

Ein gefühlvoller Roman für die Vorweihnachtszeit

Die Kinder des Nordlichts
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Es ist nicht lange her, da hat Marie ihre verloren geglaubte Großmutter in Wiesbaden wiedergefunden. Zusammen mit ihr ist sie zurück in die alte Heimat Norwegen gegangen. Doch das Glück der beiden währt ...

Es ist nicht lange her, da hat Marie ihre verloren geglaubte Großmutter in Wiesbaden wiedergefunden. Zusammen mit ihr ist sie zurück in die alte Heimat Norwegen gegangen. Doch das Glück der beiden währt nicht lange. Die Großmutter stirbt. Mit ihrer norwegischen Freundin Elin kehrt Marie nach Wiesbaden zurück. Auch sie hat ein ähnliches Schicksal wie Marie und erhofft sich dort, ihren Großvater zu finden. Doch das ist nicht so einfach. Da bietet sich den beiden die Chance ein Café zu eröffnen und damit einen Neuanfang zu wagen.....

"Die Kinder des Nordlichts" basiert auf den Roman "Das Haus der verlorenen Kinder" und ist als vorweihnachtliche Geschichte konzipiert. Man kann das Buch, so wie ich es auch gemacht habe, unabhängig lesen. Relevantes wird erklärt. Der Schreibstil ist flüssig .Die Seiten lassen sich schnell lesen. So wie es üblich ist für Geschichten, die um die Weihnachtszeit spielen, ist der Roman recht dünn. Die Charaktere sind liebevoll und herzensgut angelegt. Marie und Elin etwas chaotisch.Genau das richtige für kalte Wintertage. Im Großen und Ganzen hat mir die Geschichte gut gefallen. Auch wenn ich eine Passage etwas realitätsfern fand. Aber alles andere hätte dem Roman den vorweihnachtlichen Flair genommen. Deswegen drücke ich da gerne ein Auge zu. Einige interessante Fakten zu Wiesbaden gibt es auch sowie am Ende ein paar Rezepte mit norwegischen Spezialitäten, die im Buch erwähnt werden, zum Nachbacken.

Fazit: Ein schöner und gefühlvoller Roman für die Weihnachtszeit. Mit liebenswerten Charakteren und köstlichen Rezepten. Einfach zum Wohlfühlen.

Veröffentlicht am 20.10.2019

Vielschichtiger und dramaturgischer Plot

Nachtblau der See
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Am Greifensee im Bezirk Uster, Kanton Zürich soll auf einer Freilichtbühne eine Shakespeare Komödie aufgeführt werden. Kurz vor der Premiere stürzt die junge Hauptdarstellerin , eine erfolgreiche aber ...

Am Greifensee im Bezirk Uster, Kanton Zürich soll auf einer Freilichtbühne eine Shakespeare Komödie aufgeführt werden. Kurz vor der Premiere stürzt die junge Hauptdarstellerin , eine erfolgreiche aber talentfreie Influencerin, von der Tribüne in den Tod. Alles sieht nach einem Unfall aus. Werner Meier von der Kantonspolizei Uster, glaubt nicht recht daran und beginnt im Umfeld der Theaterproduktion zu ermitteln. Gleichzeitig verfolgt seine Freundin Zita ganz eigene Interessen und nimmt Kontakt mit den Schauspielern auf. Was läuft da wirklich hinter den Kulissen?

"Nachtblau der See" hat seine ganz eigene Komposition. In einem vielschichtigen und ausgeklügelten Plot erfährt man erst nach und nach die ganze Dramatik und endet im Showdown in einen wahren Schlussakkord. Ich konnte es förmlich spüren. Ganz wie im Theater. Das hat mir besonders gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig, hat sich dem Setting im Umfeld des Theaters angepasst. Der Krimi ist aber keine Lektüre für zwischendurch. Man sollte sich beim Lesen konzentrieren und genau aufpassen. Oft wird im Text etwas angedeutet. Erst wenn man die richtigen Schlüsse zieht, versteht man das ganze Ausmaß. Ich liebe es, mich solchen Herausforderungen zu stellen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und allesamt etwas besonderes. Gut konnte ich mich in sie hineinversetzen. Tief in das Geschehen abtauchen. Zudem spricht die Autorin einige wichtige Themen an, die zu Diskussionen anregen.

"Nachtblau der See" ist der fünfte Band der Werner Meier und Zita Schnyder Reihe. Kann man aber unabhängig von den Vorgängern lesen. Allerdings versteht man manche Figuren wahrscheinlich besser, wenn man mit Band 1 beginnt.

Fazit: Ein Krimi, der durch seinen vielschichtigen Plot, das Lesen zu etwas besonderem macht. Hat mir sehr gut gefallen und empfehle ich gerne weiter.

Veröffentlicht am 16.10.2019

Ein Krimi in Tatort Manier

Tödlicher Kontrollverlust
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Bei Löscharbeiten eines kleineren Waldbrandes findet die Feuerwehr eine Leiche. In der Nähe des Tatortes wird eine Damenhandtasche gefunden. Laut den Ausweispapieren handelt es sich um Cleo Keppler. Einer ...

Bei Löscharbeiten eines kleineren Waldbrandes findet die Feuerwehr eine Leiche. In der Nähe des Tatortes wird eine Damenhandtasche gefunden. Laut den Ausweispapieren handelt es sich um Cleo Keppler. Einer Prostituierten. Hauptkommissar Pit Brenner und sein Team beginnen im Milieu zu ermitteln. Doch sie erfahren nur, dass die Tote in einen schwarzen Volvo-SUV mit Karlsruher Kennzeichen eingestiegen ist. Die langwierige und schwierige Befragung der Halter beginnt.......

In "Tödlicher Kontrollverlust" nimmt man als Leser hautnah an den Ermittlungen teil. Ganz in Tatort Manier. Der Schreibstil ist geradlinig und nicht zu ausschweifend. Trotzdem fließen durch Gespräche und den Gedankengängen der Protagonisten viele Informationen ein. Über die jeweiligen Ermittlungsmethoden, den einzelnen Figuren, zu Karlsruhe und einigen anderen Themen. Privates zu den Charakteren wird nur kurz umrissen. Ich mag diesen Schreibstil. Aber an manchen Stellen waren mir die gegebenen Informationen zu viel. Da hätte ich mir mehr Action gewünscht. In die Protagonisten konnte ich mich gut hineinversetzen. Aber hier hat mir ein bisschen die Tiefe gefehlt, damit ich mit ihnen mit fiebern kann. So habe ich den Krimi eher distanzierter gelesen. Was aber durchaus seinen Reiz hatte. Der Showdown wurde noch einmal dramatisch und spannend, obwohl mir ziemlich früh klar war, wer der Täter ist. Ich denke, dazu haben auch die Aussagen an manchen Kapitelenden beigetragen. Was wohl die Spannung steigern sollte, aber einen geübten Krimileser schneller auf die richtige Spur bringt.

Fazit: Ein Krimi ganz in Tatort Manier. Bei dem der Leser hautnah an den Ermittlungen teilnimmt. Mir ein bisschen der intensive Bezug zu den Protagonisten gefehlt hat. Empfehlenswert für alle, die gerne die Suche nach dem Täter aus Sicht von Kriminalbeamten miterleben möchten. Ich habe den Krimi gerne gelesen .

Veröffentlicht am 14.10.2019

Gelungene Mischung zwischen Liebesroman und Krimi

Im Fokus der Vergangenheit
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Nach einem längeren Aufenthalt in New York, kehrt Joselyn in ihre Heimatstadt San Diego zurück. Im dortigen Police Department tritt sie eine Stelle als Assistentin des Chefs an und staunt nicht schlecht, ...

Nach einem längeren Aufenthalt in New York, kehrt Joselyn in ihre Heimatstadt San Diego zurück. Im dortigen Police Department tritt sie eine Stelle als Assistentin des Chefs an und staunt nicht schlecht, dass dies eine Frau ist. Gleich zu Anfang lernt sie ihre männlichen Kollegen kennen. Besonders Eric hat es ihr angetan. Auch er scheint nicht abgeneigt. Beide versuchen jedoch die Gefühle zueinander zu ignorieren. Haben ihre Gründe. Gleichzeitig gibt es jemanden in New York, der auf Rache aus ist. Sucht er Joselyn? Denn diese ist nicht ganz freiwillig wieder nach San Diego gekommmen. Selbst ihre Kollegen merken, dass sie etwas verbirgt. Wie eine einfache Assistentin verhält sie sich nicht. Dafür kennt sie sich viel zu gut mit Polizeiarbeit aus........

"Im Fokus der Vergangenheit" ist ein Liebeskrimi. Dies merkt man auch gleich zu Anfang. Joselyn tritt ihre neue Stelle an und mustert dabei ihre männlichen Kollegen. Macht sich zu jedem ihre Gedanken. Darüber musste ich schmunzeln. Habe ich doch sofort gemerkt, dass dies kein gewöhnlicher Krimi ist. Erst nach und nach wird das Buch zu einem Krimi. Trotzdem ist von Anfang an, eine gewisse Spannung vorhanden. Dafür sorgt ein großer Unbekannter, der immer wieder in kleineren Zwischenszenen vorkommt. Er schwört Rache. Versucht jemanden aufzustöbern. Als ihm dies gelingt, spitzt sich die Lage zu. Spätestens ab hier konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Wozu auch der flüssige und lebendige Schreibstil beiträgt. Meiner Meinung nach ist diese Mischung aus Liebesroman und Krimi gelungen. Die Charakter gut ausgearbeitet. So konnte ich mich prima in sie hinein versetzen. Der Schluss ist noch einmal hoch dramatisch. Wenn auch nicht ganz so wie ich es mir gewünscht hätte. Doch hat es das Ganze für mich so realitätsnah gemacht. Nicht alles wird komplett aufgeklärt. Das Buch macht zum Epilog hin einen Sprung von einem Jahr. Wer wissen möchte was in der Zwischenzeit passiert ist, sollte die Fortsetzung "Im Fokus der Liebe" lesen.

Fazit: Ein gelungener Liebeskrimi, der genau die richtige Mischung hat. Mir spannende und unterhaltsame Lesestunden bereitet hat. Wer offen für ein Genre Mix ist, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.