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Veröffentlicht am 18.05.2026

Ein packendes Neowestern-Drama mit Herz und Tiefgang!

This Is Going To Hurt
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In ihrem packenden Neowestern-Drama „This Is Going To Hurt“ entführt uns Silvia Maria de Jong in die raue Kulisse von Montana. Die hochschwangere Jordan McAllister befindet sich nachts auf einer einsamen ...

In ihrem packenden Neowestern-Drama „This Is Going To Hurt“ entführt uns Silvia Maria de Jong in die raue Kulisse von Montana. Die hochschwangere Jordan McAllister befindet sich nachts auf einer einsamen Landstraße auf dem Weg zum Vater ihres ungeborenen Kindes, Grayson Colton, als plötzlich die Wehen einsetzen. Ihre Rettung ist der Cowboy Miles Wheeler, der kurzerhand die Ladefläche seines Trucks zum Kreißsaal umfunktioniert. Doch mit der Geburt des Jungen bricht ein alter Familienkrieg aus: Miles führt eine erbitterte Fehde gegen die einflussreiche Farmerfamilie Colton. Während Grayson kein Interesse an seinem Kind zeigt, fordert der eiskalte Patriarch Ezra Colton seinen Enkel um jeden Preis ein – notfalls auch ohne die Mutter. Um Jordan und das Neugeborene vor den skrupellosen Übergriffen zu schützen, sieht Miles nur einen Ausweg: Er muss Jordan heiraten. Doch dieser Schutz hat einen hohen Preis, denn Miles' Herz gehört eigentlich einer anderen Frau, die seit acht Jahren im Koma liegt.

„This Is Going To Hurt – Was wir lieben“ von Silvia Maria de Jong hat mich von der ersten bis zur letzten Seite absolut gefesselt. Wer Geschichten mit rauer Western-Atmosphäre, tiefen Emotionen und starken Charakteren sucht, wird dieses Buch lieben!

Besonders hervorheben möchte ich den großartigen Schreibstil der Autorin. Sie schreibt unglaublich flüssig, modern und emotional so packend, dass die Seiten beim Lesen nur so dahinfließen . Die Autorin findet genau die richtige Balance zwischen tiefgründigen Dialogen und atmosphärischen Beschreibungen. Man fliegt förmlich durch die Kapitel und kann sich der Sogwirkung der Geschichte kaum entziehen.

Auch die Kulisse in Montana ist durch diesen bildhaften Stil einfach grandios beschrieben. Die Autorin schafft es ab der ersten Seite, eine greifbare, raue und gleichzeitig wunderschöne Atmosphäre aufzubauen. Man spürt förmlich den Wind der Prärie und sieht die endlosen Landschaften vor sich. Für mich war das Buch wie ein Kurzurlaub im modernen Wilden Westen.

Was mich neben dem Stil komplett begeistert hat, sind die Charaktere – allen voran Miles und Jordan. Ich habe die beiden beim Lesen richtig in mein Herz geschlossen:
Jordan ist eine unglaublich starke, bewundernswerte Protagonistin. Ihre Entwicklung von der schutzlosen, hochschwangeren Frau auf einer einsamen Landstraße zu einer Löwenmutter, die für ihr Kind kämpft, hat mich tief beeindruckt.
Miles ist der absolute Traum eines modernen Cowboys. Hinter seiner rauen, verschlossenen Schale steckt ein unfassbar loyaler, beschützerischer und herzensguter Kern. Seine Aufopferungsbereitschaft für Jordan und das Baby ist einfach nur berührend.

Die Dynamik zwischen den beiden fühlt sich echt, intensiv und zu jeder Zeit nachvollziehbar an. Auch die Nebenfiguren und der bedrohliche Colton-Clan verleihen der Geschichte eine enorme Würze.

Die Mischung aus der dramatischen Familienfehde und der emotionalen Annäherung zwischen Miles und Jordan ist perfekt ausbalanciert. Es ist kein klassischer Liebesroman, sondern ein tiefgründiges Drama über Familie, Schuld, Vergebung und die Frage, was man bereit ist, für die Menschen zu opfern, die man liebt.

Ein absolutes Lese-Highlight! Silvia Maria de Jong hat hier eine hochemotionale Wohlfühl- und Mitfieber-Geschichte geschaffen, die noch lange nachhallt. Miles und Jordan haben einen festen Platz in meinem Leserherzen sicher. Große Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 29.04.2026

Heißer Sommer, eiskaltes Grauen

39 Grad
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Nach der klirrenden Kälte im ersten Band Minus 22 Grad verschlägt es Kommissar Lukas Johannsen und die Profilerin Berit Pernstein mitten in eine mörderische Hitzewelle von 39 Grad. Ein grausamer Serienkiller ...

Nach der klirrenden Kälte im ersten Band Minus 22 Grad verschlägt es Kommissar Lukas Johannsen und die Profilerin Berit Pernstein mitten in eine mörderische Hitzewelle von 39 Grad. Ein grausamer Serienkiller versetzt die Region in Angst und Schrecken: Seine Opfer hinterlässt er bizarr hergerichtet und mit mysteriösen dreistelligen Zahlen markiert. Schnell wird klar, dass der Täter ein ganz persönliches Spiel mit Johannsen treibt und die Botschaften direkt an ihn richtet. Als Lukas offiziell vom Fall abgezogen wird, beginnt für das Ermittler-Duo eine hochgefährliche, private Jagd gegen die Zeit und einen absolut perfiden Psychopathen.

Nachdem mich der Vorgänger schon gefesselt hat, setzt Quentin Peck mit 39 Grad noch eine Schippe drauf. Der krasse Wechsel von der klirrenden Kälte im ersten Teil hin zur flirrenden, brütenden Sommerhitze macht die Atmosphäre unglaublich intensiv und greifbar. Die drückende Hitze ist beim Lesen fast körperlich spürbar und treibt den Puls gnadenlos in die Höhe.
Das Zusammenspiel zwischen Lukas und Berit gewinnt spürbar an Tiefe, und das perfide Psychoduell mit dem Mörder hat mich bis zur allerletzten Seite atemlos zurückgelassen. Die Perspektivenwechsel und Rückblicke laden genial zum Miträtseln ein, und die Schockmomente sitzen genau an den richtigen Stellen.

Ein absolut packender, rasanter Psychothriller, der den Vorgängerband sogar noch übertrifft! Perfekt konstruiert und mit einem Ermittler-Duo, das man einfach gernhaben muss. Ganz große Leseempfehlung für alle Thriller-Fans!

Veröffentlicht am 28.04.2026

Gelungene Fortsetzung: Hexen-Power & Faerie-Geheimnisse

Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte
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„Die magische Flöte“ ist Band zwei aus der Cassandra-Morgan-Reihe. Ein Hexen-Fantasy-Roman ab 10 Jahren.

Nachdem Cassandra Morgan ihr halbes Leben in einem Londoner Internat verbracht hat, lebt sie nun ...

„Die magische Flöte“ ist Band zwei aus der Cassandra-Morgan-Reihe. Ein Hexen-Fantasy-Roman ab 10 Jahren.

Nachdem Cassandra Morgan ihr halbes Leben in einem Londoner Internat verbracht hat, lebt sie nun seit einem halben Jahr unter der Vormundschaft ihrer Tante Miranda – der Haghexe und Leiterin des Hexenzirkels.
Eigentlich möchte sie sich auf ihre Hexenausbildung konzentrieren und ihre Mutter finden. Doch dann geschehen im Dorf Hagley seltsame Dinge: Immer mehr Bewohner geraten unter einen mysteriösen Bann, der sie dazu zwingt, nach einem gefährlichen Artefakt zu suchen: Sir Egads Lanze. Berührungen mit dieser Waffe sind tödlich.
Der Erlkönig, Herrscher über Faerie, versucht die Lanze in seinen Besitz zu bringen, was eine große Gefahr für die Menschenwelt darstellt. Cassandra versucht gemeinsam mit ihren Freundinnen Rue und Tabitha, das Rätsel um den Fluch zu lösen und die Dorfbewohner zu retten.

Nach dem tollen ersten Band hat mich auch die Fortsetzung von Skye McKenna komplett verzaubert. Die Geschichte rund um Cassandra Morgan ist so atmosphärisch geschrieben, dass man sich direkt nach Hagley zurückversetzt fühlt.

Besonders gut hat mir gefallen, wie Cassie mutiger wird und sich den Gefahren der Faeriewelt stellt. Die Mischung aus alter Magie, englischem Kleinstadt-Charme und echter Freundschaft ist einfach perfekt. Die Spannung kommt nicht zu kurz, und die magischen Wesen sind so kreativ beschrieben, dass man das Buch kaum weglegen kann.

Skye McKenna hat einen angenehmen Schreibstil, der sich locker und flüssig lesen lässt. Sie beschreibt die magische Welt so detailreich, dass die Umgebung vor dem inneren Auge lebendig wir.
Die Freundschaft zwischen Cassie, Rue und Tabitha ist das absolute Herzstück der Story. Es macht einfach Spaß zu sehen, wie sie als Team zusammenwachsen und sich nicht unterkriegen lassen – egal ob von fiesen Mitschülerinnen oder dunkler Magie. Skye McKenna schafft es, dass sich ihre Freundschaft total natürlich und null aufgesetzt anfühlt. Man bekommt beim Lesen richtig Lust, mit ihnen durch Hagley zu streifen.

Für mich eine der besten Fantasy-Reihen für junge Leser (und alle, die im Herzen jung geblieben sind). Absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.04.2026

Wichtiges Thema, liebevoll erklärt

Ferri
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Ferri ist immer fröhlich, stets gut gelaunt und liebt es zu singen. Doch dem Rochen Rocho gefällt das ganz und gar nicht. So fängt er an, Ferri zu schikanieren, und andere Meeresbewohner schließen sich ...

Ferri ist immer fröhlich, stets gut gelaunt und liebt es zu singen. Doch dem Rochen Rocho gefällt das ganz und gar nicht. So fängt er an, Ferri zu schikanieren, und andere Meeresbewohner schließen sich ihm an. Von da an versteht Ferri die Welt nicht mehr. Zuhause sagt er nichts, denn er schämt sich – außerdem will er kein Feigling sein und nicht petzen. Er gibt sich selbst die Schuld an seiner Situation.

Der kluge Wal Wali erkennt Ferris missliche Lage und weist ihm sowie den anderen Meeresbewohnern einfühlsam und feinfühlig den richtigen Weg aus dieser Situation.

Das Buch vermittelt Kindern ab etwa 4 Jahren, dass sie nicht allein sind und es wichtig ist, sich einer Vertrauensperson anzuvertrauen. Es zeigt, dass Hilfe zu holen kein Petzen ist, sondern Mut beweist. Es ist nicht nur kindgerecht geschrieben und erklärt, sondern auch mit wunderschönen Illustrationen unterlegt. Die Illustrationen sind farbenfroh und unterstützen die emotionale Tiefe der Erzählung.

Das Thema Ausgrenzung und Mobbing begegnet Kindern leider oft früher, als uns lieb ist – ob auf dem Spielplatz oder später in der Schule. Wir mochten Ferri richtig gerne; er ist ein sympathischer Fisch, und wir haben sofort mit ihm mitgefühlt. Besonders berührt hat uns die Stelle, an der er anfing, an sich selbst zu zweifeln und sich die Schuld an seiner Situation zu geben.

Am Ende des Buches gibt es noch hilfreiche Tipps für uns Eltern, wie man das Thema vertiefen kann – das fand ich extrem praktisch für den Alltag. Ein wunderbares Vorlesebuch, das nicht nur eine Geschichte erzählt, sondern Kindern ein wichtiges Werkzeug fürs Leben mitgibt. Es hat uns geholfen, über Gefühle zu sprechen, für die man sonst schwer Worte findet.

Es sollte in keinem Kinderbuchregal fehlen. Von uns gibt es eine absolute Kauf- und Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.04.2026

Was ist damals wirklich passiert?

Meine tote Schwester: Psychothriller
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„Meine tote Schwester“ ist der Auftakt einer neuen Psychothriller-Reihe von Catherine Shepherd.

Mia wohnt nur dreißig Meter von der Nachbarsvilla entfernt, in der ihre Schwester vor elf Jahren starb. ...

„Meine tote Schwester“ ist der Auftakt einer neuen Psychothriller-Reihe von Catherine Shepherd.

Mia wohnt nur dreißig Meter von der Nachbarsvilla entfernt, in der ihre Schwester vor elf Jahren starb. Seitdem steht die Villa leer. Mia musste ihrer Mutter versprechen, das Gebäude niemals zu betreten. Doch dann ziehen Lukas und seine Mutter Nora dort ein. In der Schule geht das Gerücht um, dass er seine Freundin getötet haben soll – ein Grund für Mia, sich von ihm fernzuhalten. Aber dann findet er etwas, das Mias Schwester gehörte, und wendet sich damit an sie. Für Mia ist das der Anlass, das Versprechen, das sie ihrer Mutter gegeben hat, zu brechen: Sie betritt die Villa. War das ein Fehler? Denn kurz darauf wird eine Mitschülerin getötet und Lukas steht unter Verdacht.

Ich habe schon viele Bücher der Autorin gelesen und war natürlich auch auf ihr neues Werk gespannt. Diesmal geht es hauptsächlich um jüngere Haupt- und Nebencharaktere, aber das macht die Sache nicht weniger spannend.

Catherine Shepherd hat einfach einen tollen und fesselnden Schreibstil; man fliegt nur so durch die Seiten. Das Setting „Lost Place“ gefiel mir richtig gut, und auch die gesamte Storyline konnte mich wieder voll in ihren Bann ziehen. Wie man es aus ihren anderen Büchern kennt und liebt, wurden wieder falsche Fährten gelegt und Wendungen eingebaut. Es kommen einige Verdächtige vor, was sehr zum Miträtseln einlädt. Ich mochte Mia und Lukas als Charaktere richtig gerne und war neugierig, was sich hinter dem Gerücht rund um Lukas verbarg und was damals mit Mias Schwester passierte.

Catherine Shepherd hat mich auch mit ihrer neuen Reihe überzeugt und mir tolle Unterhaltung geboten. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!