Gelungene Fortsetzung
Der Thriller "39 Grad" ist die hitzige Fortsetzung von Quentin Pecks "Minus 22 Grad", dies wird schon im Coverbild deutlich, welches lediglich die Temperatur wechselt. Ich denke man könnte das Buch auch ...
Der Thriller "39 Grad" ist die hitzige Fortsetzung von Quentin Pecks "Minus 22 Grad", dies wird schon im Coverbild deutlich, welches lediglich die Temperatur wechselt. Ich denke man könnte das Buch auch einzeln lesen, aber besser ist natürlich immer man kennt bereits die vorige Geschichte.
Wir begegnen dem sympathischen Kriminalkommissar Lukas Johannsen wieder, der noch immer mit sich ringt, weil er den Puppenmörder nicht schnappen konnte. Diesmal sind wir jedoch nicht im eisigen Winter, sondern schwitzen unter der Hitze eines erbarmungslosen Sommers und es bleibt Lukas keine Zeit für Schweiß oder Selbstzweifel, denn ein neuer Serienmörder scheint speziell seine Aufmerksamkeit zu fordern. Eine weibliche Leiche, inszeniert in einem weißen Kleid, wird sein neues Rätsel. Der Täter scheint eine Rechnung offen zu haben und platziert geschickt und zugleich äußert dreist seine Zeichen für Lukas. Zum Glück hat dieser seine ehemalige Freundin und Profilerin Berit Pernstein an seiner Seite, die ihn erdet, aber auch treu beisteht, als er sich auf ein gefährliches Duell mit dem Monster begibt.
Gleich zu Beginn muss ich bekennen, mir gefällt der neue Thriller viel besser als sein Vorgänger, für mich gibt es hier mehr Action, Nervenkitzel und tragische Momente, die mich gefesselt und auch ziemlich mitgenommen haben.
Erzählt wird in 2 Zeitebenen und wir erleben nicht nur die Sicht des Ermittlers, sondern sind auch hautnah mit dabei, wenn der Serienmörder seine Taten plant und umsetzt. Dies bringt mir immer ein schönes Spannungsbild im Sinne von Katz und Mausspiel. Natürlich ist schnell klar, dass die Vergangenheit mit dem Täter zusammen hängen könnte, aber genau dies macht hier den Reiz und fließt sprachlich und taktisch gut in den Hauptplott.
Für mich eine gelungene Fortsetzung, bei der mich nicht nur die Hitzewelle des beschriebenen Sommers zum schwitzen brachte und die ich gerne weiter verfolgen würde.