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Veröffentlicht am 23.06.2026

Ein Abschied im Moor

Dunkles Moor (Janosch Janssen ermittelt 3)
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Inhalt: Eine Frau wird tot in einer mit Torf gefüllten Badewanne aufgefunden. Neben ihr befindet sich ein Zeichen, das den Kommissaren Janosch Janssen und Diana Quester aus früheren Fällen bekannt ist. ...

Inhalt: Eine Frau wird tot in einer mit Torf gefüllten Badewanne aufgefunden. Neben ihr befindet sich ein Zeichen, das den Kommissaren Janosch Janssen und Diana Quester aus früheren Fällen bekannt ist. Während die beiden die Spur des Täters aufnehmen, verschwindet Diana plötzlich spurlos.

Mein Leseeindruck: Zum dritten und letzten Mal kehren wir mit Janosch Janssen und Diana Quester ins Moor zurück und somit an einen Ort, der untrennbar mit den Verbrechen der Reihe verbunden ist. Auch diesmal sorgt die Moorlandschaft für eine besondere, beinahe mystische Atmosphäre und eine durchgehend düstere Spannung. Dank des bildhaften und flüssigen Schreibstils von Lars Engels fiel es mir leicht, in die Geschichte einzutauchen und sich von ihr mitreißen zu lassen.

Dabei hat es dieser Fall besonders in sich: makaber, fesselnd und mit weitreichenden Konsequenzen für die beiden Ermittler. Janosch und Diana sind mittlerweile ein eingespieltes Team, das die Eigenheiten des jeweils anderen kennt und dessen Stärken zu schätzen weiß. Doch über allem schwebt der bevorstehende Abschied, denn Diana steht kurz vor ihrem Ruhestand. Es fällt ihr schwer, dies zu akzeptieren und sich von dem Fall zu distanzieren. Schnell wird die Ermittlung für beide persönlich und bringt sie an ihre emotionalen Grenzen. Gerade diese persönliche Betroffenheit verleiht der Geschichte Tiefe und Glaubwürdigkeit.

Besonders gelungen fand ich die Auseinandersetzung mit der Frage „Was macht einen Menschen zu einem Mörder?“ Durch die geschickt eingearbeiteten Rückblicke in die Vergangenheit wird diese Entwicklung nachvollziehbar und vielschichtig dargestellt. So entsteht für mein Empfinden nicht nur ein spannender Kriminalfall, sondern auch ein interessantes psychologisches Porträt.

Fazit: Ein spannender und atmosphärischer Trilogie-Abschluss, der mit einer düsteren Moor-Kulisse, starken Figuren und einer packenden Geschichte überzeugt. Ich bin gespannt, womit Lars Engels uns als Nächstes überraschen wird.

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Veröffentlicht am 22.06.2026

Ein Specht kommt selten allein

Der Turbospecht
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Inhalt: Winnies Familie ist gerade erst von Stuttgart aufs Land gezogen. Die Sommerferien stehen vor der Tür, doch statt wie gewohnt an die Mecklenburgische Seenplatte zu fahren, bleiben sie dieses Jahr ...

Inhalt: Winnies Familie ist gerade erst von Stuttgart aufs Land gezogen. Die Sommerferien stehen vor der Tür, doch statt wie gewohnt an die Mecklenburgische Seenplatte zu fahren, bleiben sie dieses Jahr zu Hause. Winnies Vater möchte in Ruhe an einem neuen Buch arbeiten. Doch aus der erhofften Ruhe wird nichts, denn der Nachbar hämmert den ganzen Tag an seiner neuen Holzterrasse. Und schon bald stellt sich heraus, dass er nicht der Einzige ist, der für reichlich Klopfgeräusche sorgt …

Unser Leseeindruck: „Der Turbospecht“ ist die perfekte Sommerferienlektüre für Kinder. Matthias Kröner erzählt mit viel Leichtigkeit, Humor und einer wunderbar sommerlichen Atmosphäre. Die Geschichte liest sich angenehm flüssig und wird von den liebevollen Illustrationen stimmungsvoll begleitet, die die Szenen und Figuren treffend einfangen.

Besonders gut gefallen hat uns, dass die Geschichte von Spechten handelt, das war mal etwas anderes. Mein Sohn war davon sofort begeistert und nebenbei haben wir noch so einiges über Spechte erfahren.

Winnie war uns von der ersten Seite an sympathisch. Sie ist offen, direkt, neugierig und voller Energie. Als sie John kennenlernt, trifft sie auf jemanden, der auf den ersten Blick kaum gegensätzlicher sein könnte. John ist ruhig, zurückhaltend und stets mit einem Buch in der Hand. Doch gerade diese Gegensätze machen im Laufe des Sommers die beiden zu einem großartigen Team, das sich wunderbar ergänzt und gemeinsam über sich hinauswächst.

Neben dem spannenden Sommerabenteuer vermittelt die Geschichte wichtige Botschaften. Es geht um Freundschaft, Zusammenhalt und Gemeinschaft, darum, aufeinander zuzugehen, miteinander zu reden und gemeinsam Lösungen zu finden.

Fazit: Ein ungewöhnliches Sommerabenteuer mit liebenswerten Figuren und einer originellen Idee. Es zeigt, dass selbst scheinbar unspektakuläre Ferien voller kleiner und großer Abenteuer stecken können und wie echte Freundschaften und ein Gefühl von Gemeinschaft entstehen.

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Veröffentlicht am 18.06.2026

Zwischen Erinnern und Loslassen

Laute Nächte
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Inhalt: Kenni ist Anfang zwanzig, als seine Freundin bei einem Autounfall ums Leben kommt. Um der allgegenwärtigen Erinnerung an sie zu entkommen, bricht er seine Zelte in München ab und zieht in eine ...

Inhalt: Kenni ist Anfang zwanzig, als seine Freundin bei einem Autounfall ums Leben kommt. Um der allgegenwärtigen Erinnerung an sie zu entkommen, bricht er seine Zelte in München ab und zieht in eine WG nach Wien.

Mein Leseeindruck: Das Buch begleitet Kenni zunächst in seinem neuen Leben in der WG und macht später zwei größere Zeitsprünge. Mich hat vor allem die erste Hälfte sehr berührt. Die WG-Mitglieder sind lebendig und individuell gezeichnet, sodass schnell das Gefühl entsteht, selbst Teil dieser Gemeinschaft zu sein. Jede Figur bringt ihre eigene Geschichte, ihre Eigenheiten und ihre Sicht auf das Leben mit. So wird die WG für Kenni nach und nach zu einem Ort der Freundschaft und des Zusammenhalts.

Besonders gelungen fand ich die Darstellung von Kennis Trauerprozess. Seine Gedanken und Gefühle rund um Verlust, Schuld und das Weiterleben wirken authentisch und nachvollziehbar. Fragen wie „Wann darf ich wieder leben und lieben?“ oder „Darf ich ehrlich zugeben, dass unsere Beziehung nicht nur schön war?“ ziehen sich wie ein roter Faden durch seine Entwicklung. Anne Freytag beschreibt eindrücklich, wie schwer es sein kann, nach einem Verlust wieder nach vorne zu blicken, ohne dabei das Gefühl zu haben, den geliebten Menschen zu verraten.

In der zweiten Hälfte des Buches hat mich die Geschichte jedoch nicht mehr ganz so erreicht. Obwohl die Handlung konsequent weitergeführt wird und die Zeitsprünge interessante Entwicklungen zeigen, ging für mich ein Teil der emotionalen Nähe verloren, die den Beginn so besonders gemacht hatte.

Fazit: Trotz einer für mich etwas schwächeren zweiten Hälfte ist „Laute Nächte“ ein lesenswerter Roman über Verlust, Freundschaft und die schwierige Frage, wie man nach einem schweren Schicksalsschlag wieder ins Leben zurückfindet. Vor allem die Atmosphäre in der WG und Kennis glaubwürdig geschilderter Trauerprozess machen das Buch zu einer berührenden und nachdenklichen Lektüre.

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Veröffentlicht am 14.06.2026

Ein Leben für Andere

Dorf ohne Franz
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Maria wächst in den 1960er Jahren mit ihren beiden Brüdern auf einem Bauernhof im Salzkammergut auf. In der Schule wird sie nicht gefördert, sie verlässt diese mit dem niedrigsten Abschluss und erhält ...

Maria wächst in den 1960er Jahren mit ihren beiden Brüdern auf einem Bauernhof im Salzkammergut auf. In der Schule wird sie nicht gefördert, sie verlässt diese mit dem niedrigsten Abschluss und erhält keine Ausbildung. Während das Erbe zwischen ihren Brüdern Josef und Franz aufgeteilt wird, geht Maria leer aus. Josef übernimmt den Hof, Franz verlässt das Dorf und zieht hinaus in die Welt. Für Maria hingegen steht der Lebensweg bereits fest: heiraten, Kinder bekommen, den Haushalt führen und als günstige Arbeitskraft auf dem Hof der Eltern mithelfen.

Genau so kommt es. Sie heiratet Toni, den ältesten Sohn des Gastwirts. Doch auch er wird nicht zum Nachfolger des Gasthauses bestimmt. Stattdessen trinkt er, geht keiner geregelten Arbeit nach und betrügt Maria. Ihren größten Halt findet sie in ihrer Tochter Lisa. Doch auch sie kehrt dem Dorf den Rücken, sobald sie alt genug ist.

Gebraucht wird Maria dann, wenn ihre Hilfe auf dem elterlichen Hof, im Gasthof des Schwagers oder bei der Pflege kranker Angehöriger gefragt ist. Dann ist sie unverzichtbar. Ansonsten scheint sich niemand dafür zu interessieren, wie es ihr geht oder welche Wünsche und Träume sie selbst hat. Und Maria fügt sich in die Rolle, die ihr zugedacht ist und trägt diese Last ein Leben lang. Erst nach dem Tod ihres Mannes wagt sie es, zum ersten Mal aus diesem vorgegebenen Leben auszubrechen.

Verena Dolovai erzählt Marias Lebensgeschichte in klarer, nüchterner Sprache. Sie beschönigt nichts, sondern zeichnet ein schonungsloses Bild des dörflichen Lebens und der gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen dieser Zeit. Die Dialoge wirken authentisch und die lebendigen Schilderungen lassen die Schauplätze und das Dorfleben greifbar werden.

Ich habe Marias Geschichte sehr gerne gelesen und oft mit ihr mitgefühlt. Es hat mich traurig gemacht zu sehen, wie sie ihre eigenen Träume und Bedürfnisse immer wieder zurückstellen muss. Dass sie am Ende den Mut zu einem Neuanfang findet, hat mich gefreut. Ganz überzeugen konnte mich dieser Wandel jedoch nicht. Insgesamt blieb mir das Ende zu offen und ließ für meinen Geschmack zu viele Fragen unbeantwortet.

Fazit: Mit Maria schafft Verena Dolovai eine Figur, die stellvertretend für viele Frauen ihrer Generation steht. Ein stiller, eindringlicher Roman über Fremdbestimmung, Verlust und den Mut, auch spät im Leben noch einen eigenen Weg zu suchen, nur das Ende konnte nicht ganz überzeugen.

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Veröffentlicht am 12.06.2026

Kreative Roboterwelten aus der LEGO-Kiste

LEGO® Bauideen Roboter
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Baut euer Kind gerne mit LEGO? Und sind Roboter bei euch zu Hause ein großes Thema? Dann haben wir einen tollen Buchtipp für euch: „LEGO Bauideen Roboter – Schritt für Schritt zum LEGO Baumeister“ aus ...

Baut euer Kind gerne mit LEGO? Und sind Roboter bei euch zu Hause ein großes Thema? Dann haben wir einen tollen Buchtipp für euch: „LEGO Bauideen Roboter – Schritt für Schritt zum LEGO Baumeister“ aus dem DK Verlag.

In diesem Buch stellt Jessica Farrell 30 verschiedene Roboter-Modelle vor und zeigt Schritt für Schritt, wie diese nachgebaut werden können. Die Anleitungen sind in drei Schwierigkeitsstufen unterteilt und leicht verständlich gegliedert. Zahlreiche Illustrationen veranschaulichen jeden Bauschritt, sodass für uns jederzeit klar war, wie die einzelnen Modelle entstehen.

Besonders praktisch: Für die Projekte werden keine speziellen LEGO-Sets benötigt. Die meisten Modelle lassen sich mit den vorhandenen Steinen aus der heimischen LEGO-Sammlung bauen. Und falls einmal ein benötigtes Teil fehlt, ist das kein Problem, viele Elemente können problemlos durch andere Steine ersetzt werden.

Besonders gut gefallen hat uns die große Vielfalt der vorgestellten Roboter. Da gibt es fleißige Helfer, die beim Einkaufen unterstützen, kochen, putzen oder Müll sammeln. Tierfreunde kommen mit Roboterhunden, -enten oder -pferden auf ihre Kosten. Daneben finden sich Fahrzeuge, musizierende Roboter sowie viele weitere kreative Ideen. Von niedlich und verspielt bis futuristisch und technisch – hier ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Das Nachbauen der Modelle macht nicht nur jede Menge Spaß, sondern fördert ganz nebenbei auch Feinmotorik, räumliches Denken und technisches Verständnis. Gleichzeitig regt das Buch wunderbar dazu an, die vorgestellten Roboter nach eigenen Vorstellungen umzubauen oder sogar ganz neue Modelle zu erfinden.

Fazit: Ein kreatives Ideenbuch für alle LEGO-Fans, die sich für Roboter und Technik begeistern. Wer gerne baut, tüftelt und seiner Fantasie freien Lauf lässt, wird mit diesem Buch viele spannende und unterhaltsame Stunden verbringen.

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