Ein düsterer und spannender Reihenauftakt
Dire BoundMeryn Cooper lebt mit ihrer kleinen Schwester und ihrer kranken Mutter im ärmeren Viertel der Stadt. Sie hält sich mit Straßenkämpfen über Wasser, weshalb man sie auch ‚Straßenkatze‘ nennt. Im Gegensatz ...
Meryn Cooper lebt mit ihrer kleinen Schwester und ihrer kranken Mutter im ärmeren Viertel der Stadt. Sie hält sich mit Straßenkämpfen über Wasser, weshalb man sie auch ‚Straßenkatze‘ nennt. Im Gegensatz zu ihr sind die Gebundenen reich und gnadenlos; ihr mentales Band zu den riesigen Schattenwölfen macht sie mächtig.
Doch eines Nachts wird Meryns kleine Schwester Saela verschleppt. Für Meryn bricht eine Welt zusammen. Um ihre Schwester zu retten, würde sie alles tun, und so meldet sie sich freiwillig zur Armee. Als sie das brutale Auswahlverfahren übersteht und hofft, an die Front zu dürfen, erwählt ausgerechnet sie eine Schattenwölfin.
Die harte Ausbildung auf dem Schloss macht es ihr schwer, zu überleben und Saela zu finden. Zudem scheint ihr attraktiver Ausbilder, Stark Therion, nicht weniger gefährlich als die Wölfe selbst zu sein.
Der Schreibstil von Sable Sorensen ist flüssig und lässt sich locker und leicht lesen. Trotz der über 800 Seiten kommt man schnell voran, da es auch spannend und fesselnd geschrieben ist. Mir fiel der Einstieg daher sehr leicht.
Einige vergleichen dieses Buch mit „Fourth Wing“, daher bin ich froh, das Buch vorher nicht gelesen zu haben und somit unvoreingenommen an die Sache rangegangen zu sein.
Im Buch befinden sich eine Karte, eine Playlist und eine Triggerwarnung, da das Buch sensible Inhalte enthält.
Blutige sowie spicy Szenen werden hier detailliert beschrieben. Das kann für manche Leser vielleicht etwas zu viel sein.
Ich mochte Meryn als Charakter ganz gerne. Sie ist eine mutige Frau und liebevolle Schwester. Natürlich gab es Handlungen, mit denen ich nicht immer einer Meinung mit ihr war. Besonders die Kommunikation zwischen ihr und ihrer Schattenwölfin Anassa ließ zu wünschen übrig. Aber die beiden passten sehr gut zueinander; sie hatten irgendwie die gleichen Charaktereigenschaften. Auch Anassa ist mir in der Zeit ans Herz gewachsen.
Es gab allerdings Stellen, die man meiner Meinung nach etwas hätte kürzen können. Aber das ist Meckern auf höchstem Niveau und tut der actionreichen Spannung für mich keinen Abbruch.
Es gab Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet habe, und ich sah dann das eine oder andere wieder mit anderen Augen.
Ein toller Reihenauftakt, den ich gerne gelesen habe, und der Plot-Twist am Ende macht mich nun auf Band zwei neugierig.