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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.09.2021

Spannender Wissenschaftsthriller

Dürre
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Nach „Sturm“ und „Leben“ nun also der dritte Wissenschaftsthriller von Uwe Laub. In seinem neuesten Werk widmet sich der Autor wieder einem brisanten und brandaktuellen Thema. Wie der Titel „Dürre“ schon ...

Nach „Sturm“ und „Leben“ nun also der dritte Wissenschaftsthriller von Uwe Laub. In seinem neuesten Werk widmet sich der Autor wieder einem brisanten und brandaktuellen Thema. Wie der Titel „Dürre“ schon verrät, geht es dieses Mal um den Klimawandel und dessen Folgen.
Der Autor nimmt uns mit auf eine Zeitreise in die nahe Zukunft. Nach mehreren trockenen Sommern wird das Wasser knapp. Missernten sorgen dafür, dass Lebensmittel knapp werden und Menschen hungern müssen. Um dem entgegenzuwirken, wird eine App für jeden Bürger zur Pflicht. Diese App soll die CO2-Bilanz eines Jeden kontrollieren.
Protagonisten der fiktiven Story sind Julian und Leni Thaler. Das Geschwisterpaar bewirtschaftet einen Bauernhof und wird des CO2-Betrugs verdächtigt. Die beiden bekommen es mit den obersten Kontrollbehörden und mächtigen Menschen zu tun die vor nichts zurückschrecken. Eine spannende Jagd beginnt mit Szenarien in der Zukunft, die man sich wirklich nicht wünscht. Das Ganze hat einen sehr spannenden Ausgang, der aus wechselnden Perspektiven erzählt wird.
Als kleines Manko empfand ich lediglich die Tatsache, dass die Handlung sich hauptsächlich um den Missbrauch der App und Cyberkriminalität dreht. Hier hätte ich mir gewünscht, dass ein bisschen mehr auf das Klima selbst und die Entwicklung eingegangen wäre.
Das Cover fügt sich perfekt in die Reihe ein, man erkennt sofort, dass es sich um ein Werk von Uwe Laub handelt.
Insgesamt ein spannender Wissenschaftsthriller, der sich gut lesen lässt. Nicht nur unterhaltsam, sondern das Buch regt auch zum Nachdenken an.

Veröffentlicht am 15.09.2021

Düster, aber sehr spannend

Waldeskälte
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Im Eigerstal nahe der Schweizer Alpen ist ein junges Mädchen verschwunden. Als Leutnant Valeria Ravelli davon erfährt, kehrt sie in ihr Heimatdorf zurück und übernimmt die Ermittlungen. Vor 21 Jahren passiert ...

Im Eigerstal nahe der Schweizer Alpen ist ein junges Mädchen verschwunden. Als Leutnant Valeria Ravelli davon erfährt, kehrt sie in ihr Heimatdorf zurück und übernimmt die Ermittlungen. Vor 21 Jahren passiert schon einmal das gleiche. Drei Mädchen verschwanden. Zwei davon wurden tot aufgefunden. Die dritte kehrte ohne Erinnerung an die Ereignisse aus dem Wald zurück, es war Valeria selbst.

Die Geschichte wird von Beginn an sehr spannend erzählt und man ist sofort mittendrin. Die Protagonistin ist eine sympathische junge Frau mit einem starken Willen. Nach den Ereignissen von damals hat sie das Dorf verlassen und war nicht mehr zurückgekehrt. Valeria fühlt sich in dem Dorf nicht mehr so richtig heimisch, nur manche können sich noch an das damals noch junge Mädchen erinnern. Zudem fühlt sich Valeria beobachtet. Ganz langsam kommen nun auch die Erinnerungen zurück. Die Suche nach dem vermissten Mädchen bedeutet für sie auch ein Abschließen mit ihrer eigenen Vergangenheit. Denn sie ist sich sicher: Der Täter von damals ist auch der Täter von heute.
Die Stimmung in dem Buch ist ziemlich düster und bedrohlich. Waldeskälte ist nicht nur der Titel des Buches, sondern auch Programm. Es ist Herbst, aus dem anfänglichen Regen wird Schnee und die Dunkelheit dominiert im Eigerstal. Die Kälte, die vorherrscht war deutlich spürbar. Doch die Suche nach Nora gestaltet sich schwierig und mühsam, viele Ansätze sind Sackgassen. Erst zum Ende hin gibt es einen regelrechten Showdown, der sehr spannend war, ich könnte mir gut vorstellen, dass das Buch verfilmt wird.
Insgesamt ein spannender Kriminalfall mit einigen Thrillerelementen. Mir hat das Buch bestens gefallen. Ich würde sehr gerne noch weitere Fälle mit Valeria Ravelli erleben.

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Veröffentlicht am 13.09.2021

Starker Beginn, das Ende eher enttäuschend

Die verhängnisvolle Stille
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Ein Mann wird in der Nähe Portlands brutal ermordet. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Informanten der FBI-Agentin Ava McLane. Am Tatort finden sich Hinweise auf ein bevorstehendes Attentat am örtlichen ...

Ein Mann wird in der Nähe Portlands brutal ermordet. Bei dem Opfer handelt es sich um einen Informanten der FBI-Agentin Ava McLane. Am Tatort finden sich Hinweise auf ein bevorstehendes Attentat am örtlichen Gericht. Doch als die Polizei dort eintrifft, fallen Schüsse und mehrere Polizisten sterben. Das FBI mit Detective Mason Callahan und Ava McLane nehmen die Ermittlungen auf.

Es ist bereits der zweite Fall für das Ermittler-Duo McLane und Callahan. Obwohl ich den Vorgänger „Die verschwundene Schwester“ nicht kannte, konnte ich der Handlung gut folgen. Dennoch wurde ich das Gefühl nicht los, dass vieles für mich noch besser verständlich gewesen wäre, wenn ich Teil eins gelesen hätte. Die Hochzeit von McLane und Callahan steht bevor, doch die beiden haben mit den Ermittlungen alle Hände voll zu tun. So bleibt kaum Zeit für Privates, zumal Avas Zwillingsschwester Jayne plötzlich verschwunden ist und Avas Vater ermordet wird.
Das Buch ist von Beginn an spannend. Es passiert unglaublich viel und es tauchen jede Menge Fragen auf und lassen den Leser miträtseln. In der Mitte wird es dann richtig verwirrend und man hat bald gar keine Ahnung mehr, wohin das Ganze führen soll. Erst mit einer extremen Wendung kommt Licht ins Dunkel und die Puzzleteile zur Lösung fallen plötzlich an die richtigen Stellen. Der Aufbau der Story war richtig vielschichtig, doch die Auflösung empfand ich eher abrupt, als wolle man schnell zu Ende kommen.
Vielleicht lag es an den fehlenden Vorkenntnissen aus Band eins, aber so richtig warm werden konnte ich mit den Protagonisten nicht. Insgesamt ein starker Beginn mit viel Potential, doch das Ende war eher enttäuschend. Zwar in sich logisch, aber dennoch zu schnell und noch einigen offenen Fragen.

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Veröffentlicht am 09.09.2021

Eintauchen ins Mittelalter - spannend!

Das Kreuz des Pilgers
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Koblenz, 1379. Conlin und sein Jugendfreund Palmiro kehren gemeinsam mit einer Handelskarawane aus dem Heiligen Land zurück. Im Verborgen führt Palmiro ein geheimnisvolles Kreuz mit sich, das Teil des ...

Koblenz, 1379. Conlin und sein Jugendfreund Palmiro kehren gemeinsam mit einer Handelskarawane aus dem Heiligen Land zurück. Im Verborgen führt Palmiro ein geheimnisvolles Kreuz mit sich, das Teil des Templerschatzes ist. Ebenfalls mit der Karawane reisen Reinhild und ihr Ehemann Gottfried. Auch sie sind seit Kindheitstagen mit Conlin und Palmiro befreundet. Bei einem heimtückischen Überfall auf die Karawane wird Gottfried getötet und Reinhild zur Witwe mit ihrem kleinen Sohn Hannes. Um sich weiter ihre Existenz zu sichern wird Reinhild sich wohl erneut verheiraten müssen. Doch wer soll es werden?
Zu „Das Kreuz des Pilgers“ gibt es eine Vorgeschichte, die Kreuz-Trilogie. Darin kommen bereits einige der Figuren vor, die hier teilweise zu Nebenfiguren werden. Bisher kannte ich die Kreuz-Trilogie nicht, was sich jedoch bald ändern wird, da mir der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen hat. Aber auch ohne Vorkenntnisse findet man sich in der Handlung gut zurechtfindet, da alles sehr gut beschrieben und erklärt wird. Hilfreich dabei sind dazu noch das sehr ausführliche Namensregister zu Beginn des Buches, sowie eine Skizze der Koblenzer Innenstadt zur damaligen Zeit.
Im Mittelpunkt des Geschehens stehen Reinhild und die beiden Freunde Conlin und Palmiro. Reinhild hütet ein Geheimnis, das sie auf keinen Fall preisgeben mag. Sie ist eine starke Frau, die ihren Freunden hilfreich zur Seite steht, als diese sich selbständig machen wollen. Palmiro trägt ebenfalls ein dunkles Geheimnis mit sich, das nicht an die Öffentlichkeit gelangen darf. Ganz anders steht es um Conlin. Er ist zwar von Adel, stand aber immer im Schatten seines Bruders Oswald, dem als Erstgeborener das Erbe der Familie zusteht. Doch Oswald hat mittlerweile die Ländereien der Familie heruntergewirtschaftet und Conlin muss sehen, was noch zu retten ist.
Die Bedeutung des Kreuzes als Reliquie stand für mich als Nichtkenner der Kreuz-Trilogie anfänglich nicht so sehr im Vordergrund, sondern vielmehr die Ergründung der Geheimnisse der Protagonisten. Erst im Verlauf des Buches erklärte sich mir die Bedeutung der Reliquie.
Insgesamt ist die Handlung sehr spannend und unterhaltsam erzählt. Man kann sich ein gutes Bild vom damaligen Leben machen und wunderbar ins Mittelalter eintauchen.
„Das Kreuz des Pilgers“ ist der Auftakt zu einer weiteren Serie, der Pilger-Trilogie. Dies erklärt auch den fiesen Cliffhanger am Ende des Buches, der gleichzeitig Lust auf den Folgeband macht. Denn einige Fragen bleiben noch offen und werden wohl erst später geklärt. Ich lese auf jeden Fall weiter!

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Veröffentlicht am 04.09.2021

Spannender Auftakt einer neuen Serie - top!

Tote schweigen nie
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Cassie Raven ist Assistentin der Rechtsmedizin in London. Ein Job, dem sie mit Leidenschaft nachgeht. Eines Tages bekommt Cassie die Leiche ihrer ehemaligen Lehrerin, Mrs Edwards auf den Tisch. Eine ...

Cassie Raven ist Assistentin der Rechtsmedizin in London. Ein Job, dem sie mit Leidenschaft nachgeht. Eines Tages bekommt Cassie die Leiche ihrer ehemaligen Lehrerin, Mrs Edwards auf den Tisch. Eine Frau, der Cassie unglaublich viel zu verdanken hat. Cassie glaubt nicht an einen natürlichen Tod und will unbedingt beweisen, dass ihre ehemalige Mentorin ermordet wurde. Dabei muss sie auf die Hilfe der Polizei zurückgreifen. Hier bekommt sie es ausgerechnet mit DS Phyllida Flyte zu tun, einer Frau die sie wegen eines anderen Falls auf dem Kieker hat.

Mit Cassie und Phyllida hat A.K.Turner zwei Figuren geschaffen, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Auf der einen Seite Cassie, die mit ihren zahlreichen Tattoos und Piercings schon äußerlich aus dem Rahmen fällt. Doch nicht nur das, die junge Frau spricht auch mit den Toten. Man muss nur genau hinschauen und zuhören, um deren Sprache zu verstehen. Zudem besitzt Cassie eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe, die schon fast Sherlock Holmes ähnliche Züge aufweist. Und genau deswegen ist sie der Überzeugung, dass ihre geliebte Lehrerin nicht ermordet wurde.
Ganz anders hingegen ist Detective Phillida Flyte. Sie wirkt eher spröde und konservativ und Regeln sind für sie gemacht, damit sie befolgt werden. Und genau diese beiden gegensätzlichen Charaktere müssen nun zusammenarbeiten, um ans Ziel zu kommen.

Die Story selbst ist kontinuierlich spannend. Denn ständig passiert etwas anderes. Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven, denen Cassies und Phyllidas. Über Phyllida erfährt man anfänglich nicht sehr viel, erst zum Ende hin bekommt man Einblicke in ihr persönliches Schicksal.
Es gibt zahlreiche Wendungen und immer wieder überraschende Elemente. Das treibt die Handlung enorm voran und man kommt unglaublich schnell durch das Buch. Es ist wirklich super geschrieben.

„Toten schweigen nie“ ist glücklicherweise erst der Auftakt zu einer Serie mit den beiden Protagonistinnen. Das Ende des Buches fordert geradezu eine Fortsetzung und ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht.

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