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Veröffentlicht am 06.05.2020

Von Beginn an superspannend

Das Dorf der toten Seelen
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Ende der 50er Jahre verschwinden die Bewohner des kleinen Dorfs Silvertjärn in Norrland auf mysteriöse Weise. Von einem auf den anderen Tag ist das Dorf wie leergefegt. Was ist geschehen?
60 Jahre später ...

Ende der 50er Jahre verschwinden die Bewohner des kleinen Dorfs Silvertjärn in Norrland auf mysteriöse Weise. Von einem auf den anderen Tag ist das Dorf wie leergefegt. Was ist geschehen?
60 Jahre später möchte Alice, die gerade die Filmhochschule absolviert hat, einen Dokumentarfilm über das Ereignis drehen. Sie hat einen besonderen Bezug zu dem Dorf, denn ihre Großmutter war ebenfalls eine Bewohnerin von Silvertjärn und zog kurz vor dem Verschwinden der restlichen Dorfbewohner nach Stockholm. Mit einem kleinen Team von vier weiteren Personen reist Alice an nach Norrland . Doch schon nach kurzer Zeit geschehen seltsame Dinge im Dorf. Ist Silvertjärn doch nicht so verlassen wie es scheint? Und dann gibt auch schon den ersten Toten…
Camilla Sten ist die Tochter der erfolgreichen Krimiautorin Viveca Sten und hat ihre Mutter schon bei einigen Projekten unterstützt. Mit „Dorf der toten Seelen“ legt sie nun ihr erstes eigenes Thrillerdebüt vor. Und was für eins!
Schon von Beginn an wird man von der Spannung gepackt. Es beginnt mit dem Auftauchen von zwei Polizisten, die in dem menschenleeren Dorf eintreffen. Die Atmosphäre ist total gespenstig und für den Leser absolut spürbar. Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen und wechselt ständig zwischen dem „Jetzt“ und dem „Damals“. So erfährt man zunächst in kleinen Häppchen, was sich damals wirklich in dem Dorf ereignet hat. Gleichzeitig wird man aber auch Zeuge von dem Verhalten, der kleinen Gruppe, die vollkommen auf sich gestellt ist und nur mit Walkie-talkies und ohne Internet oder Mobiltelefon zurechtkommen muss. Es entsteht zunehmend ein Misstrauen zwischen den einzelnen Teammitgliedern, ausgelöst durch merkwürdige Vorkommnisse. Keiner traut mehr dem anderen und die Situation droht zu eskalieren.
Der Leser tappt wie auch die Teammitglieder bis zum Ende im Dunkeln. Erst ganz zum Schluss gibt es die Auflösung.
Insgesamt ein superspannender Thriller, der mir einige Gänsehautmomente bereitet hat. Bitte mehr davon!

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Veröffentlicht am 26.04.2020

Spannender Thriller, der zeitnäher nicht sein könnte

Leben
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In seinem neuesten Thriller „Leben“ widmet sich Uwe Laub nicht nur genau diesem Thema, sondern vielmehr geht es um das Aussterben von Tierarten, Pandemien und der Zerstörung von ganzen Ökosystemen.
Zum ...

In seinem neuesten Thriller „Leben“ widmet sich Uwe Laub nicht nur genau diesem Thema, sondern vielmehr geht es um das Aussterben von Tierarten, Pandemien und der Zerstörung von ganzen Ökosystemen.
Zum Inhalt: Mark Brenner reist im Auftrag seines Arbeitgebers rund um die Welt und muss dabei Erschreckendes dokumentieren. Egal ob Südafrika, Deutschland oder in anderen Teilen der Erde, Brenner entdeckt ein Massensterben von Tierarten in ungeahnter Dimension. Doch dabei bleibt es nicht, auch Menschen werden zunehmend betroffen. Der Pharmareferent Fabian Nowack erkrankt plötzlich an einer rätselhaften Krankheit. In der Hoffnung auf Heilung begibt er sich in eine Studie zur Erforschung der Krankheit. Doch nichts ist wie es scheint und zu spät muss er erkennen, dass noch viel mehr dahintersteckt.
Das Buch beginnt total spannend und man fliegt nur so durch die Seiten. Schnell stellt sich die Frage, warum all diese Tiere sterben müssen und was es mit dieser mysteriösen Krankheit, von der auch die Menschen befallen werden, auf sich hat. Erst nach und nach kommt Licht in das Dunkel und es ist wirklich überraschend, wenn auch logisch wie die Auflösung aussieht. Doch mehr will ich hier nicht verraten
Aufgeteilt ist das Buch in drei Teile, von denen ich die ersten beiden am spannendsten fand. Der letzte Teil war dann etwas schwächer was möglicherweise daran lag, dass so viele offene Fragen geklärt werden mussten. Zum Abschluss gibt es noch ein Nachwort. Ich muss zugeben, dass ich diese in der Regel äußerst selten lese, doch hier bekommt man doch jede Menge Informationen und man sollte das Nachwort unbedingt gelesen haben.
Ein Thriller der den Nerv unserer Zeit trifft. Superspannend erzählt, aber auch gleichzeitig ein Buch, das zum Nachdenken anregt.

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Veröffentlicht am 12.04.2020

Wer blutige Thriller mag, ist hier genau richtig

Blutgott
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Ein junges Mädchen wird im Abteil eines ICs von einer Gruppe Jugendlicher überwältigt und auf brutalste Weise ermordet. Das dies ist erst der Beginn einer ganzen Serie von Überfällen und grausamen Morden ...

Ein junges Mädchen wird im Abteil eines ICs von einer Gruppe Jugendlicher überwältigt und auf brutalste Weise ermordet. Das dies ist erst der Beginn einer ganzen Serie von Überfällen und grausamen Morden ist, muss Clara Vidalis vom LKA Berlin feststellen. Dabei sind es fast noch Kinder, die die Taten begehen. Sie werden auch relativ schnell gefasst, sind jedoch aufgrund ihres Alters nicht strafmündig. Doch der eigentliche Drahtzieher hinter den Taten versteckt sich im Netz und bringt auf perfide Art die Jugendlichen dazu zu morden.
Es ist bereits der siebte Fall rund um die Patho-Psychologin Clara Vidalis. Das Buch lässt sich jedoch ohne Vorkenntnisse der anderen Bücher aus der Reihe lesen, da der Fall ins sich geschlossen ist.
Das Buch beginnt wirklich sehr brutal und heftig mit der Szene im Zug bzw. dem Ergebnis davon. Die Morde, die Veit Etzold in seinem Buch beschreibt haben es in sich und sind absolut nichts für zarte Seelen. Doch gerade hier fand ich hat Veit Etzold sein Pulver zu früh verschossen. Ein richtig starker Anfang, doch dann beginnt die Geschichte zu lahmen. Denn ab der Mitte war irgendwie die Luft raus und die Erklärungen, die sich die Ermittler geben, ziehen das Ganze in die Länge. Erst zum Ende hin kommt dann doch noch einmal Spannung auf. Das Ende ist offen und lässt mich auch etwas unzufrieden zurück.

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Veröffentlicht am 05.04.2020

Superspannende Fortsetzung der Zons-Reihe

Todgeweiht: Thriller
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Endlich wieder ein neues Buch aus der Zons-Reihe. Wie immer gilt es einen Fall in der Gegenwart zu klären, sowie einen Fall vor 500 Jahren. Als Ermittler im Mittelalter ist wieder der sympathische Bastian ...

Endlich wieder ein neues Buch aus der Zons-Reihe. Wie immer gilt es einen Fall in der Gegenwart zu klären, sowie einen Fall vor 500 Jahren. Als Ermittler im Mittelalter ist wieder der sympathische Bastian Mühlenberg unterwegs und im Jetzt Kommissar Oliver Bergmann.
In der jetzigen Zeit verschwinden eine Reihe junger Mädchen und werden unter mysteriösen Umständen aufgefunden, während in der Vergangenheit die Pest vor den Türen Zons steht und es eine Reihe von Toten gibt, die scheinbar der Pest erlegen sind.
Das Buch ist sehr spannend geschrieben, der ständigen Wechsel zwischen den beiden Zeiten trägt zusätzlich dazu bei, die Spannung zu erhöhen. Zudem enden viele der Kapitel mit einem cliffhanger, sodass man ständig das Verlangen hat unbedingt weiterlesen zu wollen. Man kann herrlich miträtseln bei der Frage, wer nun die Täter im jeweiligen Fall sind. Auch die Protagonisten sind mir mittlerweile ans Herz gewachsen und es total interessant wie sich diese weiterentwickeln.
Catherine Shepherd gehört zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Man kann die Bücher von ihr eigentlich blind kaufen ohne einen Fehler zu begehen. So ist auch dieses Mal ein sehr spannender und gelungener Thriller dabei herausgekommen, der seine fünf Sterne absolut verdient hat.

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Veröffentlicht am 08.03.2020

Psychologisch raffiniert

Gerecht ist nur der Tod
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Mord am helllichten Tag. Auf dem Weg zum Traualtar wird der bekannte Kölner Unternehmer Hajo Reimers kaltblütig erschossen. Doch Reimers bleibt nicht das einzige Opfer. An den Tatorten finden sich jeweils ...

Mord am helllichten Tag. Auf dem Weg zum Traualtar wird der bekannte Kölner Unternehmer Hajo Reimers kaltblütig erschossen. Doch Reimers bleibt nicht das einzige Opfer. An den Tatorten finden sich jeweils Zettel mit geheimnisvollen Botschaften. Hauptkommissar Schellenberg und sein Team nehmen die Ermittlungen auf. Begleitet werden sie dabei von der Psychologin Ina Reich, die die seelischen Belastungen der Kripobeamten im Einsatz untersuchen soll. Doch Ina ist nicht bei allen willkommen. Schellenbergs Kollegin Sibel Bulut hat nicht nur eine scharfe Zunge, sondern bespitzelt auch Ina. Doch warum? Die Ermittlungen gestalten sich anfangs recht schwierig, aber ziemlich schnell wird klar, dass vor allem Hajo Reimers nicht nur Freunde hatte. Und wo ist der Zusammenhang zu den anderen Opfern?
Erzählt wird die Handlung aus der Sicht der Psychologin Ina Reich. Dies war für mich anfangs etwas ungewohnt, da man die Geschichte nur aus der Perspektive der Psychologin erfährt. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass da so einiges an Wissen unterschlagen wird. Doch nach und nach lüftet sich der Schleier rund um die Opfer und ihre Vergangenheit. Denn nicht nur die hatten etwas zu verbergen, auch die Psychologin Ina scheint von einem dunklen Geheimnis umgeben zu sein.
Das Buch eignet sich hervorragend zum Miträtseln. Viele potenzielle Täter, falsche Fährten und Wendungen sorgen dafür. Die Spannung ist recht hoch, da man ständig auf der Suche nach dem Täter und seinem Motiv ist. Das Ende ist recht ungewöhnlich, in gewisser Weise aber auch zufriedenstellend.
Die Autorin hat aber bereits mehrere Kriminalromane veröffentlicht, schreibt jedoch hier das erste Mal unter einem Pseudonym.
Insgesamt ein spannender Krimi mit einer außergewöhnlichen psychologischen Raffinesse.

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