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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.11.2025

Tiefe Einblicke

Finding My Way. Ein Memoir
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Malalas Leben hat sich durch den Anschlag sehr verändert. Neben ihrem Einsatz für Bildung von Mädchen muss sie selbst ein eigenes Leben finden. Diesen Weg darf man als Leser*in hier begleiten. Dabei führt ...

Malalas Leben hat sich durch den Anschlag sehr verändert. Neben ihrem Einsatz für Bildung von Mädchen muss sie selbst ein eigenes Leben finden. Diesen Weg darf man als Leser*in hier begleiten. Dabei führt ihr Weg über Oxford zur Frage, ob die Ehe zu ihrem Lebensentwurf passt.

Besonders beeindruckt hat mich der Erzählstil der Geschichte. Man fühlt sich Malala nahe und ihre Erzählung lässt diese Nähe auch zu. Sie gibt Einblick in ihre Gedanken und Gefühle.
Dabei kommt keine Langeweile auf und der Fokus liegt auf ihrer Persönlichkeit und nicht auf ihrem Einsatz für Bildung. Man merkt die Offenheit der Autorin in vielen Kleinigkeiten.
Auch die Personen aus ihrem Umfeld werden interessant geschildert.
Ich hatte das Gefühl es gibt einen roten Faden in der Geschichte. Einzig zum Ende hin ging dieser etwas verloren. Mir war nicht klar, wie der Abschluss des Buchs ausfallen könnte. Denn letztendlich wird nur ein eher kurzer Abschnitt aus ihrem Leben dargestellt. Aber es scheint eine prägende Zeit gewesen zu sein.

Mir fehlt der Teil mit Bildern. Natürlich hat man mittlerweile ein Handy und kann selbst danach suchen. Ich hätte es nur schön gefunden, deswegen ziehe ich dafür keine Sterne ab.

Veröffentlicht am 05.11.2025

Nicht so spannend

Reggie Rabbit und der große Karottenraub
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Reggie wäre gerne Detektiv. Als es zu einem großen Diebstahl von Karotten kommt, sieht er seine Chance gekommen. Gemeinsam mit seiner Partnerin möchte er den Fall lösen.

Uns hat die Kombination von Comic ...

Reggie wäre gerne Detektiv. Als es zu einem großen Diebstahl von Karotten kommt, sieht er seine Chance gekommen. Gemeinsam mit seiner Partnerin möchte er den Fall lösen.

Uns hat die Kombination von Comic und Text gut gefallen. Das war einmal etwas anderes. Allerdings ist es schon viel Text und wenig Comic.

Meinen Kindern hat die Geschichte nicht so gut gefallen. Es ist nicht lustig und durch die Vorstellung der Personen zu Beginn auch nicht spannend. Denn es wird quasi schon verraten, wer hinter dem Raub steckt.
Das Cover hat uns auch nicht so angesprochen. Die Optik zieht sich durch den Comic. Also wenn einem das Cover nicht gefällt, wird der Comic auch nicht ankommen.

Letztendlich war ich dann auch von der Auflösung des Raubs enttäuscht. Das war aus meiner Sicht nicht stimmig. Ich hätte es besser gefunden, wenn Reggie den Fall gelöst hätte.

Veröffentlicht am 02.11.2025

Begeisternde Reihe

Luft
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Aaron ist mit seinem Sohn auf einer Flugreise ans andere Ende der Welt. Der Grund ist dem Leser zunächst unklar. Sein Sohn Emmett ist ein typischer Teenager und treibt seinen Vater in den Wahnsinn. Gleichzeitig ...

Aaron ist mit seinem Sohn auf einer Flugreise ans andere Ende der Welt. Der Grund ist dem Leser zunächst unklar. Sein Sohn Emmett ist ein typischer Teenager und treibt seinen Vater in den Wahnsinn. Gleichzeitig gibt es aber die Zuneigung zwischen den beiden. Aaron kämpft mit vielem aus seiner Vergangenheit und Emmett wird auf dieser Reise mehr über seine Familie erfahren.

Ich liebe es, wie John Boyne erzählt. In der Kürze so viel reinzupacken und dazu noch die anderen Geschichten zu verbinden, gelingt ihm außergewöhnlich gut. Jede Geschichte ist einzeln lesbar, doch gemeinsam geben sie ein stimmiges Bild. Gleichzeitig macht es aber Sinn die Geschichten nicht in einem Buch zu erzählen, weil sie so unterschiedlich sind und jeder Protagonist die Aufmerksamkeit der Leser verdient hat.

Ich bin begeistert von der ganzen Reihe und kann sie weiterempfehlen. Es lohnt sich in die teilweise düsteren Geschichten abzutauchen.

Veröffentlicht am 02.11.2025

Spannend erzählt

Erde
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Die Geschichte wird immer im Wechsel erzählt. Ein Kapitel geht über den Gerichtsprozess und das nächste zeigt dann Episoden aus Evans Leben. Denn Evan steht wegen eines Sexualdelikts vor Gericht. Die Öffentlichkeit ...

Die Geschichte wird immer im Wechsel erzählt. Ein Kapitel geht über den Gerichtsprozess und das nächste zeigt dann Episoden aus Evans Leben. Denn Evan steht wegen eines Sexualdelikts vor Gericht. Die Öffentlichkeit ist an dem Prozess sehr interessiert, da er ein Fußballstar ist.

Das Buch hat mich total gefesselt und ich habe es in einem Rutsch gelesen, konnte nicht aufhören zu lesen. Man möchte einfach wissen, wie es weitergeht.

Ich fand die Episoden aus der Vergangenheit haben ein anderes Bild auf Evan geworfen. Sein Weg auf der Suche nach Anerkennung und Liebe und wie er dieses nur findet in etwas, was er selbst nicht liebt.

Der Autor zeichnet in der kurzen Geschichte eine sehr interessante Geschichte, die zum Nachdenken angeregt. Allerdings finde ich, dass der Klappentext das Thema Schwulsein zu sehr in den Vordergrund rückt, während eigentlich das Thema Geliebt werden thematisiert wird.

Achtung SPOILER: Ich fand das Ende, damit meine ich nur den letzten Absatz, nicht passend. Ich bin mir fast sicher, dass eine Autorin dieses Ende nicht geschrieben hätte, sondern die Geschichte mit dem Treffen im Café geendet hätte. Zumal ich nicht das Gefühl hatte, dass Evan sich schuldig fühlt (eher unangenehm berührt) und damit seine Entscheidung für mich überraschend kam. Für mich als Leserin fühlte es sich an als müsste Evan am Ende doch positiv da stehen, nachdem man erfahren hat, was wirklich passiert ist. Ich denke, das Buch bietet einige Anknüpfungspunkte für gute Diskussionen, z.B. über den Ablauf bei Gericht bei Sexualdelikten oder die Beweislast.

Veröffentlicht am 21.10.2025

Quatschige Abenteuer

Waschbär Willi Wunderquatsch - Die Erfindung der Trompetenwurst und weitere verrückte Abenteuer
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Willi Waschbär lebt in einem Park mit seinen Freunden. Als dieser vom Bürgermeister umgestaltet wird, greifen die Freunde selbst zur Pfote und machen den Park zum schönsten Park, den sie sich vorstellen ...

Willi Waschbär lebt in einem Park mit seinen Freunden. Als dieser vom Bürgermeister umgestaltet wird, greifen die Freunde selbst zur Pfote und machen den Park zum schönsten Park, den sie sich vorstellen können. Außerdem gibt es einige lustige Wettbewerbe.

Uns haben die quatschigen Ideen am besten gefallen. Das sind die großen Ideen wie ein Wettrennen, aber auch die Kleinigkeiten, wer das Rennen wie gewinnt. Oder wie man Zahnpasta herstellen kann.

Auch die Vorstellung der einzelnen Orte zwischen den Geschichten, finde ich richtig gut. Manchmal wollen die Kinder noch etwas hören, man selbst aber nicht nochmal so lange vorlesen, dann passt die kurze Geschichte perfekt.

Die Zeichnungen hatten auch immer wieder etwas zu entdecken und passten zur Geschichte. Für eine einzelne Geschichte haben wir schon 15 Minuten benötigt, sodass ich das Buch ab etwa 5 Jahren empfehlen würde. Vielleicht sind manche Ideen, wie das mit der Zahnpasta für kleinere Kinder auch Anregungen, die man als Eltern eher nicht möchte. Mit 5 können die Kinder dann schon erkennen, dass das etwas ist, was man nicht nachmachen sollte.

Ich fand es schade, dass die Anzahl der Zeichnungen zum Ende hin abgenommen hat. Außerdem bin ich nicht sicher, was die Geschichte den Kindern vermittelt. Ist es reine Unterhaltung oder welche Botschaft soll es senden? Das Thema Freundschaft findet sich, aber gleichzeitig machen die Tiere häufig etwas alleine.