Cover-Bild Erde
Band 2 der Reihe "Die Elemente"
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18,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 160
  • Ersterscheinung: 31.10.2025
  • ISBN: 9783492073929
John Boyne

Erde

Roman | Das große Erzählprojekt des irischen Bestsellerautors
Nicolai von Schweder-Schreiner (Übersetzer)

Was, wenn die Schuld bestimmt, wer wir sind? – John Boynes »Die Elemente«

Eigentlich hat Evan Keogh alles. Als gefeierter Fußballprofi lebt er ein glanzvolles Leben in der Londoner High Society. Ein Leben, von dem viele träumen. Doch dann muss er sich vor Gericht in einem Missbrauchsskandal verantworten. Und der Prozess fördert in Evan zutage, was er am liebsten längst vergessen hätte: die eigene Vergangenheit. Er realisiert, dass er vor Jahren nicht nur vor der Enge seiner Heimatinsel geflohen ist, sondern vor sich selbst...

»Erde« erzählt die Geschichte eines einsamen Jungen, der von seinem Ruhm nichts wissen will, und den die Ansprüche anderer zu einem Menschen gemacht haben, den er selbst nicht ausstehen kann.

»Absolut fesselnd«  Sunday Independent

»Erde« ist Teil 2 von John Boynes großem Erzählprojekt »Die Elemente«.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.12.2025

wow!

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Wow!
Der zweite Band der Tetralogie „The Elements“ von John Boyne, „Erde“ hat mich genauso gepackt wie der erste („Wasser“).
Evan Mc Keog, talentierter Jungfußballprofi, findet sich gemeinsam mit seinem ...

Wow!
Der zweite Band der Tetralogie „The Elements“ von John Boyne, „Erde“ hat mich genauso gepackt wie der erste („Wasser“).
Evan Mc Keog, talentierter Jungfußballprofi, findet sich gemeinsam mit seinem Mitspieler und Freund Robbie vor Gericht wieder. Die Anklage: Beihilfe zu einer Sexualstraftat (Spoilerumgehung). Während des Gerichtsverfahrens setzt sich Evan mit seiner Jugend und seinen Verletzungen, die er aufgrund seiner Homosexualität erlebt hat, auseinander. Auch dieser zweite Band setzt sich mit dem Thema „Schuld“ auseinander.
John Boyne ist ja ein bisschen eine Neuentdeckung für mich (außer „Boy in the Striped Pyjamas“ hab ich noch nichts gelesen). Wieso eigentlich nicht?!?
Ich mag seinen Schreibstil unfassbar gerne. Jedes Mal, wenn ich anfange zu lesen, kann ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Der Einstieg in die Geschichte ist extrem gut gelungen und hat mich sofort in den Bann gezogen. Die Ungewissheit, worum es hier überhaupt geht, wird gerade lang genug aufrechterhalten, dass sie nicht gekünstelt wirkt.
Der sprachliche Flow, kombiniert mit einer krassen Geschichte, ehrlichen Einsichten, dem dauerhaften Gefühl, die Wahrheit nicht hundertprozentig zu kennen und dem Wechsel zwischen Sympathie und Antipathie für den Protagonisten macht dieses Buch für mich zu einem echten Lesehighlight.
Unfassbar schonungslos, unfassbar gut!
„Nothing disappears. Nothing is forgotten. Everything we say or do these days clings to us forever.”
Hat dich eine Buchreihe zuletzt auch so gefesselt wie mich The Elements? Wenn ja – welches Werk war dein Highlight

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Veröffentlicht am 22.11.2025

Fesselnder Kurzroman

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Fesselnder Kurzroman

„Erde“ ist der zweite von vier Kurzromanen aus der Feder des großen irischen Schriftstellers John Boyne, die locker zusammenhängen, aber problemlos unabhängig voneinander gelesen ...

Fesselnder Kurzroman

„Erde“ ist der zweite von vier Kurzromanen aus der Feder des großen irischen Schriftstellers John Boyne, die locker zusammenhängen, aber problemlos unabhängig voneinander gelesen werden können. Das Buch erschien im Oktober 2025 im Piper Verlag. Übersetzt wurde es von Nicolai von Schweder-Schreiner.

Der junge Profifußballspieler Evan Keogh steht zusammen mit seinem Freund Robbie in einem Vergewaltigungsprozess vor Gericht. Die beiden beteuern hartnäckig ihre Unschuld, müssen sich aber mit dem Shitstorm in den sozialen Medien und der vorläufigen Suspendierung ihres Vereins auseinandersetzen.

Wir begleiten Evan durch die Prozesstage, wobei die Erzählung immer wieder durch Rückblenden zu Evans Vergangenheit unterbrochen wird. So erfährt man langsam, wie Evan zu dem wurde, der er nun ist: ein junger Mann, der sich ein Leben lang nach Liebe gesehnt hat, aber immer nur zurückgewiesen oder ausgenutzt wurde, vor allem ausgerechnet von den Menschen, die ihm am Herzen lagen.

Obwohl Evan nicht wirklich sympathisch erscheint, kann man seine Handlungsweisen gut nachvollziehen. Hier hat der Autor wirklich gute Arbeit geleistet. Mich hat Evans Geschichte tief berührt. Der versöhnliche Schluss hat mir besonders gut gefallen.

Die Elemente:
1. Wasser
2. Erde
3. Feuer
4. Luft

★★★★★

Veröffentlicht am 02.11.2025

Spannend erzählt

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Die Geschichte wird immer im Wechsel erzählt. Ein Kapitel geht über den Gerichtsprozess und das nächste zeigt dann Episoden aus Evans Leben. Denn Evan steht wegen eines Sexualdelikts vor Gericht. Die Öffentlichkeit ...

Die Geschichte wird immer im Wechsel erzählt. Ein Kapitel geht über den Gerichtsprozess und das nächste zeigt dann Episoden aus Evans Leben. Denn Evan steht wegen eines Sexualdelikts vor Gericht. Die Öffentlichkeit ist an dem Prozess sehr interessiert, da er ein Fußballstar ist.

Das Buch hat mich total gefesselt und ich habe es in einem Rutsch gelesen, konnte nicht aufhören zu lesen. Man möchte einfach wissen, wie es weitergeht.

Ich fand die Episoden aus der Vergangenheit haben ein anderes Bild auf Evan geworfen. Sein Weg auf der Suche nach Anerkennung und Liebe und wie er dieses nur findet in etwas, was er selbst nicht liebt.

Der Autor zeichnet in der kurzen Geschichte eine sehr interessante Geschichte, die zum Nachdenken angeregt. Allerdings finde ich, dass der Klappentext das Thema Schwulsein zu sehr in den Vordergrund rückt, während eigentlich das Thema Geliebt werden thematisiert wird.

Achtung SPOILER: Ich fand das Ende, damit meine ich nur den letzten Absatz, nicht passend. Ich bin mir fast sicher, dass eine Autorin dieses Ende nicht geschrieben hätte, sondern die Geschichte mit dem Treffen im Café geendet hätte. Zumal ich nicht das Gefühl hatte, dass Evan sich schuldig fühlt (eher unangenehm berührt) und damit seine Entscheidung für mich überraschend kam. Für mich als Leserin fühlte es sich an als müsste Evan am Ende doch positiv da stehen, nachdem man erfahren hat, was wirklich passiert ist. Ich denke, das Buch bietet einige Anknüpfungspunkte für gute Diskussionen, z.B. über den Ablauf bei Gericht bei Sexualdelikten oder die Beweislast.

Veröffentlicht am 30.10.2025

Ein Buch über Mitschuld

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Ein Buch über Mitschuld

„Eigentlich hat Evan Keogh alles. Als gefeierter Fußballprofi lebt er ein glanzvolles Leben in der Londoner High Society. Ein Leben, von dem viele träumen. Doch dann muss er sich ...

Ein Buch über Mitschuld

„Eigentlich hat Evan Keogh alles. Als gefeierter Fußballprofi lebt er ein glanzvolles Leben in der Londoner High Society. Ein Leben, von dem viele träumen. Doch dann muss er sich vor Gericht in einem Missbrauchsskandal verantworten. Und der Prozess fördert in Evan zutage, was er am liebsten längst vergessen hätte: die eigene Vergangenheit. Er realisiert, dass er vor Jahren nicht nur vor der Enge seiner Heimatinsel geflohen ist, sondern vor sich selbst... „ (Klappentext)

Besser hätte ich es nicht beschreiben können.
In Rückblicken erfahren wir von seiner Vergangenheit und was ihn, zu dem Mensch gemacht hat, der er heute ist.

John Boyne hat mit großer Empathie einen Menschen gezeichnet, der den Erwartungen der Gesellschaft nur mit Widerwillen entsprechen kann und daran zerbricht.

Große Leseempfehlung für alle, die sich gerne mit gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzen. Das Buch hat meine Erwartungen nach „der Junge mit dem gestreiften Pyjama“ und „ Cyril Avery“ voll erfüllt.

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Veröffentlicht am 18.11.2025

Schmerz und Schuld

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Ein Buch, das mehrere heiße Eisen anfasst und dabei erstaunlich ruhig bleibt. Protagonist Evan erzählt seine Geschichte mit Distanz, was am Ende wohl auch Sinn ergibt. Dabei ist sein junges Leben durchaus ...

Ein Buch, das mehrere heiße Eisen anfasst und dabei erstaunlich ruhig bleibt. Protagonist Evan erzählt seine Geschichte mit Distanz, was am Ende wohl auch Sinn ergibt. Dabei ist sein junges Leben durchaus ereignisreich bis tragisch, mit Höhen und Tiefen, Erfolg und Misserfolg, Schmerz und Schuld.
Dabei geht "Erde" so weit in die Tiefe, wie es bei der Vielzahl der Themen und der gleichzeitigen Kürze des Umfangs sein kann. Das ist halt nicht allzu tief, somit aber auch nicht plakativ. Es werden Punkte, manchmal eher Andeutungen gesetzt. Und am Ende bleibt manches vielleicht offen. Manchen könnte das also nicht reichen, ich fand es aber gut so.
Ich habe nur dieses Buch der Elemente-Quadrologie von John Boyne gelesen. Dass die titelgebende Erde, die dem Protagonisten unter den Nägeln klebt und als Geruch in der Nase hängt, als Synonym für die Herkunft steht, liegt wohl auf der Hand. Das erfindet das Rad nicht neu, ist aber doch mit guten Bildern umgesetzt.