Eine Radtour wird zur Reise zu sich selbst
Zugvögel wie wirEva, eine Frau Mitte fünfzig, entdeckt bei einem Besuch bei ihrer Freundin in Schweden einen verletzten Kranich. Er wird gerettet, mit einem Sender ausgestattet und wieder ausgesetzt. Von diesem Moment ...
Eva, eine Frau Mitte fünfzig, entdeckt bei einem Besuch bei ihrer Freundin in Schweden einen verletzten Kranich. Er wird gerettet, mit einem Sender ausgestattet und wieder ausgesetzt. Von diesem Moment an kann Eva Selmas, wie sie den Kranich getauft hat, Aufenthaltsort verfolgen. Diese Entdeckung weckt in ihr den Wunsch, dem Vogel mit dem Fahrrad zu folgen.
Mit einem alten Fahrrad ausgestattet, macht sich Eva zunächst nur für eine Nacht auf den Weg, doch ihre Reise führt sie schließlich bis nach Frankreich. Unterwegs hat sie viel Zeit zum Nachdenken und reflektiert über ihr Leben, insbesondere über die Gründe für die angespannte Beziehung zu ihrer Tochter. Auf ihrem Weg begegnet sie Menschen, die ihr wertvolle Denkanstöße geben und sie bei ihrer Selbstfindung unterstützen. So entwickelt sich die Radtour zu einer tiefgründigen Reise zu sich selbst.
Julia Dibbern hat einen wunderschönen, ruhigen und atmosphärischen Roman geschrieben. Ich habe Evas Reise mit großer Freude verfolgt und bin dem Kranich gedanklich gefolgt. Das Buch liest sich flüssig und die Protagonistinnen sind liebevoll und authentisch dargestellt.
Gerne empfehle ich diesen ruhigen Roman weiter.