Cover-Bild Gern gesehene Gäste
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24,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Piper
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Sonstige Romane & Erzählungen
  • Seitenzahl: 208
  • Ersterscheinung: 02.04.2026
  • ISBN: 9783492071925
Thommie Bayer

Gern gesehene Gäste

Roman | Nach »Sieben Tage Sommer« - Bayers Freundschaftsroman über unverhoffte Bekanntschaften, einen Roadtrip, und das Geheimnis literarischer Erfolge

Ein Einzelgänger in bester Gesellschaft

Der junge Zimmermann Matteo ist eigentlich gern allein. Bis er bei der Renovierung eines französischen Bauernhauses das Schriftstellerehepaar Eric und Keira kennenlernt und sich mit ihnen anfreundet. Obwohl sie deutlich älter sind, fühlt er sich von ihrem ungezwungenen Charisma angezogen. In ihrer Gegenwart erlaubt er sich erstmals, ganz er selbst zu sein. Doch als er Eric auf einer Lesereise begleitet und versucht, durch das Lesen ihrer Romane auch Keira näherzukommen, wächst ein Verdacht: Sind Autoren bloß gute Lügner?

»Bayer erzählt Geschichten, die zum Nachdenken verführen.« NDR Kultur

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2026

Ein Wohlfühlbuch

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Matteo absolviert eine Lehre als Zimmermann und geht anschließend auf Wanderschaft. In seiner Freizeit liest er gerne. Nach seiner Rückkehr unterstützt er seine Mutter im Buchladen und renoviert gemeinsam ...

Matteo absolviert eine Lehre als Zimmermann und geht anschließend auf Wanderschaft. In seiner Freizeit liest er gerne. Nach seiner Rückkehr unterstützt er seine Mutter im Buchladen und renoviert gemeinsam mit anderen Handwerkern Häuser, darunter eines in Frankreich. Bei der Schlüsselübergabe lernt er Kiera kennen, eine ältere Schriftstellerin, die ihn sofort fasziniert. Als er erfährt, dass sie mit dem berühmten Schriftsteller Eric verheiratet ist, den seine Mutter sehr bewundert, bittet sie ihn, nach einer Lesung zu fragen. Eric gibt ihm einen Termin und fordert ihn auf, ihn mit dem Auto zu fahren. Die Fahrt verläuft so gut, dass Eric ihn bittet, ihn auf seiner gesamten Lesereise zu begleiten, während der einiges enthüllt wird.

Dieser Roman ist ein typisches Werk von Thommie Bayer. Der Erzählstil ist liebevoll, bildreich, ruhig und sehr angenehm zu lesen. Es ist ein Wohlfühlbuch, das im Schriftsteller- und Buchhandelmilieu spielt. Einfach nett.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Unaufgeregt, aber schön

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Unaufgeregt, aber schön

Matteo war schon immer ein Einzelgänger. Sich auf andere Menschen einzulassen fällt ihm schwer; viele gesellschaftliche Konventionen sind ihm ein Rätsel. Doch der Fünfundzwanzigjährige ...

Unaufgeregt, aber schön

Matteo war schon immer ein Einzelgänger. Sich auf andere Menschen einzulassen fällt ihm schwer; viele gesellschaftliche Konventionen sind ihm ein Rätsel. Doch der Fünfundzwanzigjährige ist ganz zufrieden mit seinem Leben als Zimmermann. Als er zusammen mit seinem Kollegen William ein altes Haus im Elsass renoviert, gerät er in den Bann des charismatischen Schriftstellerehepaares Keira und Eric. Trotz des großen Altersunterschieds verstehen sich Keira, Eric und Matteo prächtig. Matteo ist voll Bewunderung für die Arbeit der beiden, für ihre Zuneigung zueinander. In ihrer Nähe fühlt er sich einfach wohl. Als Matteo Eric auf einer Lesereise begleitet, meint er, hinter die Fassade zu blicken. Seine Bewunderung bekommt Risse.

Wie man es von Thommie Bayer gewohnt ist, kommt auch dieses nur 208 Seiten umfassende Buch auf leisen Sohlen daher. Ganz unaufgeregt lässt der Autor uns auf die Leben dreier Menschen blicken, auf ihre Freundschaft, auf die Liebe zur Literatur, zu Tieren und zu anderen Dingen. Vor allem Matteo ist mir dabei sehr ans Herz gewachsen. Dieser junge Mann ist so durchdrungen von Güte, dass es einem ganz warm ums Herz wird. Mir gefiel seine Entwicklung im Verlauf der Handlung sehr gut.

„Gern gesehene Gäste“ ist ein feines Buch, das ich gerne weiterempfehle, auch wenn mir das i-Tüpfelchen zur 5-Sterne-Bewertung fehlte.

★★★★☆

Veröffentlicht am 14.04.2026

So etwas wie Familie

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Teils ungewollt, teils gewollt, entwickelt sich Matteo zu einem Einzelgänger. Eine richtige Familie – bis auf seine Mutter – und richtige Freunde hat er nicht. Das soll sich ändern, als er das Schriftstellerpaar ...

Teils ungewollt, teils gewollt, entwickelt sich Matteo zu einem Einzelgänger. Eine richtige Familie – bis auf seine Mutter – und richtige Freunde hat er nicht. Das soll sich ändern, als er das Schriftstellerpaar Eric und Keira kennenlernt, welches zwar deutlich älter, aber überaus charismatisch ist und Matteo so nimmt, wie er ist. Hier bekommt er das Gefühl, so etwas wie Familie zu erleben.

Die ruhige Erzählweise von Tommie Bayer zieht sich durch den gesamten Roman, der Blick wird auf Details gerichtet. Lange ist mir nicht klar, wohin die Reise gehen soll, die Charakterstudien stehen wohl über einer komplizierten Handlung. Kompliziert sind die Figuren schon selbst und überraschen mich immer wieder in ihrem Tun und ihrem Denken. Da ist einmal der junge Matteo, der als Zimmermann durch die Welt tingelt, um sein Anderssein zu kaschieren, dort spiegeln Keira und Eric eine selbstbewusste und selbstbestimmte Welt wider. Erst nach und nach entdeckt Matteo, dass aber auch diese Welt Risse bekommt, wenn er nur näher hinsieht. Was versteckt sich hinter dem Autorenpaar? Wahrheit, Lüge? Oder wird die Lüge zur Wahrheit, wenn man sie aus einem anderen Winkel betrachtet? Oder andersrum? Autobiografisches, Abgekupfertes, Gemeinschaftliches? Was ist es, das einen guten Roman ausmacht, der auch bei den Lesern auf Resonanz stößt und was könnte Bayer mit Keira und Eric gemeinsam haben? Viele Einzelheiten lässt man anklingen, um doch nicht jedes Geheimnis zu lüften.

Die Geschichte liest sich interessant, allerdings fehlt mir die Nähe zu den einzelnen Personen, die Emotionen springen nicht so recht über. Trotz allem kann ich mir gut vorstellen, dass andere Leser hier einen intensiveren Zugang finden.