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Veröffentlicht am 31.05.2026

Gefährliche Pakte und verbotene Wahrheiten

Lucifer Ascending – One Sinful Secret
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~Lucifer Ascending – One Sinful Secret von Marie Niehoff~

Meine Meinung:
Schon als ich das erste Mal von Lucifer Ascending – One Sinful Secret gehört habe, wusste ich, dass ich das Buch unbedingt lesen ...

~Lucifer Ascending – One Sinful Secret von Marie Niehoff~

Meine Meinung:
Schon als ich das erste Mal von Lucifer Ascending – One Sinful Secret gehört habe, wusste ich, dass ich das Buch unbedingt lesen möchte. Dark Romantasy liebe ich sowieso und dann klang auch noch die Idee, dass sich zwei Charaktere einen Körper teilen müssen, einfach unglaublich spannend und mal nach etwas ganz anderem.
Außerdem liebe ich die Bücher von Marie Niehoff schon seit ihrer Vampire Royals-Reihe, weshalb ich mich umso mehr auf eine neue Geschichte von ihr gefreut habe.

Schon die ersten Seiten haben mir richtig gut gefallen. Der Schreibstil von Marie Niehoff liest sich wieder superflüssig und sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Es war eines dieser Bücher, bei denen man eigentlich nur noch ein Kapitel lesen möchte und plötzlich wieder hundert Seiten weiter ist. (Was aber auch vielleicht daran lag, dass die Kapitel sehr lang waren, haha)
Besonders gut gefallen hat mir die düstere Atmosphäre. Die Mischung aus Dämonenjägern, dunkler Magie, Geheimnissen und morally-grey Charakteren hat genau meinen Geschmack getroffen. Auch das Setting in Edinburgh hat perfekt zu dieser Stimmung gepasst.

Die Geschichte wird aus den Perspektiven von Lilian, Jupiter und später auch Lucifer erzählt, wodurch man einen guten Einblick in ihre Gedanken bekommt:

- Lilian mochte ich von Anfang an sehr gerne. Sie hat keine einfache Vergangenheit, wurde ihr ganzes Leben von vielen Menschen ausgegrenzt und musste ständig beweisen, dass sie nicht die Gefahr ist, für die andere sie als Halbdämon halten. Trotzdem lässt sie sich nicht unterkriegen und kämpft für das Leben, das sie führen möchte. Besonders am Anfang konnte ich ihre Gefühle und Ängste sehr gut nachvollziehen.

- Jupiter habe ich zu Beginn ebenfalls sehr gemocht. Man merkt schnell, wie wichtig Lilian für ihn ist und dass er wirklich alles für sie tun würde. Im Verlauf der Geschichte wurde er für mich allerdings etwas schwieriger. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass sich sein gesamter Charakter nur noch um Lilian dreht und andere Facetten etwas verloren gehen, zudem er auch allgemein sehr in den Hintergrund verschwand

- Mein absolutes Highlight war aber eindeutig Lucifer. Ehrlich gesagt hatte ich mir ihn komplett anders vorgestellt, aber genau das hat ihn für mich so interessant gemacht. Er ist manipulativ, gefährlich und verfolgt offensichtlich seine eigenen Ziele, gleichzeitig konnte ich ihn aber nie komplett durchschauen. Besonders die Dialoge zwischen ihm und Lilian haben mir richtig gut gefallen und oft war er der Charakter, auf dessen Kapitel ich mich am meisten gefreut habe.

Auch die Dynamik zwischen Lilian, Jupiter und Lucifer fand ich unglaublich spannend. Die Idee, dass Jupiter und Lucifer sich einen Körper teilen müssen, sorgt für viele interessante Situationen und macht die Beziehungen zwischen den Figuren deutlich komplizierter.

Das Worldbuilding fand ich ebenfalls spannend. Besonders das Magiesystem hat mir gut gefallen, da jede Form von Magie ihren Preis hat. Gleichzeitig hätte ich mir an manchen Stellen noch etwas mehr Fokus auf die Fantasywelt gewünscht. Der Orden der Dämonenjäger, die verschiedenen Magieformen und die Hintergründe der Dämonen hätten für meinen Geschmack gerne noch etwas mehr Raum bekommen dürfen.

Ein kleiner Kritikpunkt waren für mich außerdem die vielen Spice-Szenen. Manche davon haben für mich gut zur Geschichte gepasst, andere hätte es meiner Meinung nach nicht unbedingt gebraucht. Stattdessen hätte ich mir teilweise etwas mehr Fokus auf die Handlung und die Fantasy-Aspekte gewünscht, da sie dem ganzen noch mehr tiefe gegeben hätten.

Trotzdem konnte mich die Geschichte insgesamt richtig gut unterhalten. Besonders in der zweiten Hälfte wurde sie immer spannender und es kamen ständig neue Geheimnisse und Fragen hinzu. Das Ende hat mich dann komplett sprachlos zurückgelassen und sorgt definitiv dafür, dass ich Band zwei lesen muss.


Fazit:
„Lucifer Ascending – One Sinful Secret“ bekommt von mir 4 von 5 Sternen und hat mir gut gefallen. Besonders die düstere Atmosphäre, der flüssige Schreibstil und die Dynamik zwischen Lilian, Jupiter und Lucifer konnten mich überzeugen. Auch wenn ich mir etwas mehr Fokus auf das Worldbuilding und etwas weniger Spice gewünscht hätte, hatte ich viel Spaß mit der Geschichte und bin nach diesem Cliffhanger sehr gespannt auf Band 2.

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Veröffentlicht am 17.05.2026

Royals, Racing & ganz große Gefühle

Colliding Hopes (Driven Dreams-Dilogie, Band 2)
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~Colliding Hopes von Carolin Wahl~


Meine Meinung:
Ich habe mich unglaublich auf die Geschichte von Aurora und Adrian gefreut, weil mich die beiden bereits im ersten Band total neugierig gemacht haben. ...

~Colliding Hopes von Carolin Wahl~


Meine Meinung:
Ich habe mich unglaublich auf die Geschichte von Aurora und Adrian gefreut, weil mich die beiden bereits im ersten Band total neugierig gemacht haben. Und was soll ich sagen? Dieses Buch hat meine Erwartungen sogar noch übertroffen. Schon nach den ersten Kapiteln war ich wieder komplett in der Welt gefangen und konnte das Buch kaum aus der Hand legen.

Der Schreibstil von Carolin Wahl hat mich auch hier wieder komplett überzeugt. Sie schreibt emotional, modern und gleichzeitig unglaublich angenehm, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Besonders schön finde ich, dass sie es schafft, intensive Gefühle greifbar zu machen, ohne dass es zu überladen wirkt. Durch die Perspektiven von Aurora und Adrian wurde die Geschichte noch emotionaler und ich habe beide Gedanken und Gefühle total nachvollziehen können. Auch die Rückblicke haben mir unglaublich gut gefallen, weil sie gezeigt haben, wie besonders die Verbindung zwischen den beiden schon immer war.

Aurora mochte ich bereits im ersten Band sehr gerne, aber hier habe ich sie nochmal ganz anders kennengelernt. Nach außen wirkt sie oft perfekt, kontrolliert und stark, die perfekte Prinzessin, aber hinter dieser Fassade steckt eigentlich ein unglaublich verletzlicher und liebevoller Mensch. Gerade ihre Angst vor dem Rennsport und allem, was damit zusammenhängt, war total nachvollziehbar und hat ihrer Geschichte so viel Tiefe gegeben. Ich fand es schön zu sehen, wie stark sie trotz allem geblieben ist und wie sehr sie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt hat.

Adrian habe ich ebenfalls sofort wieder ins Herz geschlossen. Am Anfang ist er dieser offene, charmante und humorvolle Formel-1-Fahrer, der einfach jeden zum Lächeln bringt. Umso mehr hat mich sein Wandel nach dem Unfall getroffen. Plötzlich war er verschlossen, distanziert und ganz anders als vorher (was ich aber auch sehr verständlich fand…). Es tat wirklich weh, ihn so zu erleben, weil man gemerkt hat, wie sehr ihn alles verändert hat. Gleichzeitig fand ich seine Entwicklung unglaublich authentisch dargestellt. Besonders schön war, dass Aurora die Person geblieben ist, bei der seine alte Seite immer wieder durchkam. Adrian hat wirklich mein Herz gebrochen und es gleichzeitig wieder zusammengesetzt.

Die Dynamik zwischen Aurora und Adrian war für mich definitiv das Highlight des Buches. Die beiden haben einfach so eine besondere Verbindung und man hat auf jeder Seite gemerkt, wie wichtig sie sich gegenseitig sind. Ihre Neckereien, die gemeinsamen Momente und generell diese Mischung aus Humor, Gefühl und tiefer Vertrautheit haben die Geschichte für mich besonders gemacht. Ich liebe es, wenn sich Beziehungen langsam entwickeln und nicht zu plötzlich wirken – genau das wurde hier perfekt umgesetzt.

Auch das Formel-1-Setting hat mir wieder total gut gefallen. Man hat einfach gemerkt, wie viel Leidenschaft in diesem Thema steckt und ich fand es spannend, nochmal einen anderen Blick auf die Welt des Rennsports zu bekommen. Gleichzeitig mochte ich auch die royale Thematik rund um Aurora total gerne, weil sie der Geschichte nochmal etwas Besonderes gegeben hat. Die Mischung aus Motorsport, royaler Welt, emotionaler Liebesgeschichte und wichtigen Themen hat für mich einfach perfekt funktioniert.
Besonders gefreut habe ich mich außerdem über das Wiedersehen mit bekannten Charakteren aus Band eins. Fiona und Duncan wiederzusehen waren einfach richtig schön und generell liebe ich es total, wenn Charaktere aus anderen Büchern nochmal kleine Auftritte haben. Dadurch fühlt sich alles viel lebendiger und verbundener an. Auch die Nebencharaktere mochte ich hier wieder unglaublich gerne.


Fazit:
„Colliding Hopes“ bekommt von mir 5 von 5 Sternen und war für mich ein Monatshighlight. Aurora und Adrian haben mich emotional komplett zerstört und gleichzeitig mein Herz erwärmt. Die Geschichte war voller Gefühl, Spannung, Hoffnung und wunderschöner Charakterentwicklungen. Besonders die Mischung aus Formel 1, royaler Welt und emotionaler Romance hat mir unglaublich gut gefallen. Eine ganz große Empfehlung für alle Romance-Leser und definitiv eines meiner liebsten Bücher von Carolin Wahl!

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Veröffentlicht am 10.03.2026

Zwischen Schicksal, Zweifel und zerbrochener Zeit

The Things Gods Break – Schattenverführt
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~The Things Gods Break – Schattenverführt von Abigail Owen~

Meine Meinung:
(Achtung! Spoiler möglich, lesen auf eigene Gefahr!)
Nachdem ich schon den ersten Band der Reihe sehr geliebt habe, musste ich ...

~The Things Gods Break – Schattenverführt von Abigail Owen~

Meine Meinung:
(Achtung! Spoiler möglich, lesen auf eigene Gefahr!)
Nachdem ich schon den ersten Band der Reihe sehr geliebt habe, musste ich natürlich auch den zweiten Band lesen und auch dieser hat mir wieder sehr gefallen.
Ganz ehrlich? Dieses Buch ist absolut verrückt. Im besten und im frustrierendsten Sinne zugleich. Schon nach den ersten Kapiteln war klar, dass Abigail Owen hier nicht einfach nur einen „Übergangsband“ schreibt, wie es bei den meisten zweiten Bänden der Fall ist. Stattdessen sprengt sie ihr eigenes Universum: Zeitreisen. Resets. Eine zerbrochene Timeline. Titanen, die vielleicht nie die wahren Monster waren. Und mittendrin Lyra, die nach dem ersten Band noch nicht genug gelitten hatte, sie ist nicht nur Überlebende der Spiele, sondern Dreh- und Angelpunkt von allem.

Das Konzept? Einfach großartig! Die meisten Geschichten heutzutage tendieren eher dazu vorsichtig zu sein, Abigail Owen ist mit dieser Geschichte aber aufs Ganze gegangen. Ich liebe es wie sie mit der Zeit spielt, die Realität verbiegen und nach und nach ein riesiges Puzzle zusammensetzen. Besonders der Gedanke, dass die Titanen Lyra schon aus vorherigen Zeitlinien kennen, dass sich alles immer wiederholt, mit kleinen Veränderungen, hat mich sehr gefesselt. Dieses langsame Enthüllen, dass Hades sie schon viel länger kennt, als sie begreift, war für mich eines der stärksten Elemente des Buches. Ich hatte im ersten Band schon so eine leise Vermutung und ich liebe es, wenn sich Theorien am Ende tatsächlich bewahrheiten.

Aber (und das ist ein großes Aber): Dieses Buch ist lang. Und voll. Und manchmal einfach zu viel. Es passiert so unfassbar viel gleichzeitig, viele neue Prüfungen, neue Rätsel, neue „Schlösser“, die gelöst werden müssen, neue Enthüllungen, neue Charaktere mit komplizierten Namen, sodass ich zwischendurch wirklich einen Knoten im Kopf hatte. Einige der Prüfungen wirkten auf mich unnötig in die Länge gezogen, fast wie ein Déjà-vu zu den Spielen aus Band eins. Einerseits habe ich die Komplexität des ganzen geliebt, aber andererseits hat mir manchmal auch eine gewisse Leichtigkeit gefehlt, da es regelrecht, wie ein Rennen gegen die Zeit war.

Lyra selbst war für mich diesmal etwas schwieriger zu greifen. Versteht mich nicht falsch, ich liebe ihre Stärke, ihren Kampfgeist und ihren Humor. Aber ihre ständigen Selbstzweifel und ihre endlosen Fragen haben mich irgendwann wahnsinnig gemacht. Gerade in Bezug auf Hades. Nach allem, was er für sie getan hat, sie zur Königin gemacht, Opfer gebracht, sich gegen die Götter gestellt, immer wieder zu hinterfragen, ob er sie wirklich liebt, fühlte sich für mich wie ein Rückschritt an. Als würde ihre Entwicklung aus Band eins stellenweise wieder zurückgedreht werden.
Und trotzdem: Ich finde Lyra als Figur unglaublich spannend. Gerade jetzt, wo sie mehr über ihre Rolle in der Zeit und ihre eigene Macht erfährt. Ich bin extrem neugierig, wohin ihre Entwicklung als Göttin noch führen wird, da da bestimmt noch einiges kommen wird.

Hades hingegen war diesmal weniger präsent (was ich sehr schade fand), zumindest im „Jetzt“. Durch die Zeitsprünge sehen wir verschiedene Versionen von ihm, an unterschiedlichen Punkten seines Lebens, und das war emotional unglaublich stark. Zu erkennen, wie lange er sie schon kennt. Wie tief seine Gefühle reichen. Wie oft sie sich, aus seiner Perspektive, vielleicht schon begegnet sind und das über Jahrhunderte hinweg. Es hat für mich sein Verhalten aus Band 1 noch besser erklären können und ich mag ihn jetzt auch noch viel mehr als davor!

Ein absolutes Highlight waren für mich die Titanen. Ihre Dynamik, dieses beinahe familiäre Miteinander, die Grauzonen zwischen Gut und Böse. Ich fand das richtig gut und auch der perfekte Touch für diese Geschichte. Eigentlich kennt man ja nur die Geschichten wie böse die Titanen sind und ich liebe es, wie Abigail Owen das ganze umgeschrieben hat und das auch mit einer sehr logischen Erklärung.
Vor allem Kronos hat mich überrascht. So vielschichtig, so anders als erwartet, und sein Schicksal hat mich wirklich getroffen. Auch Persephone mochte ich hier deutlich mehr, als ich gedacht hätte. Sie verdient definitiv mehr, als sie bekommen hat.
Was ich ebenfalls spannend fand, war die Enthüllung rund um die Prophezeiung. Dass vielleicht nicht alles so wahr ist, wie es scheint. Dass Manipulation im Spiel sein könnte. Und dieses Epilog-Kapitel? Unheimlich. Ich weiß gar nicht wenn man noch trauen kann und wem nicht…

Trotz aller Kritikpunkte hatte ich beim Lesen unglaublich viel Spaß und habe das Buch sehr schnell verschlungen. Es war intensiv, verwirrend, emotional, manchmal auch etwas frustrierend und dabei nie langweilig. Die Idee hinter der zerbrochenen Zeit, die moralischen Grauzonen, die Frage danach, wer wirklich der „Böse“ ist (die immer noch nicht geklärt wurde), haben diese Reihe für mich auf eine neue Ebene gehoben. Man muss aufmerksam lesen, mitdenken, tausende Theorien spinnen und genau das liebe ich eigentlich an Büchern.


Fazit:
„The Things Gods Break – Schattenverführt“ bekommt von mir 4,5 von 5 Sterne und hat mir sehr gut gefallen! Auch wenn mich die Zeitreisen stellenweise überfordert, einige Prüfungen sich gezogen und Lyras Zweifel mich wahnsinnig gemacht haben, bleibt das gesamte Buch und damit auch diese Reihe unglaublich stark. Es ist ein komplexer, emotionaler Mittelband mit mutigen Plot-Twists, spannenden moralischen Grauzonen und einer Liebesgeschichte, die mehr tragisch-schicksalhaft als märchenhaft ist.
Ich habe jetzt schon Angst vor Band drei. Wirklich. Aber ich kann es kaum erwarten zu erfahren wie das ganze weitergeht, und ich glaube, das ist genau das, was für diese Reihe spricht!

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Ein stilles, aber intensives Finale

Between Fading Stars
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~Between Fading Stars von Anna Savas~


Meine Meinung:
Ich liebe die Bücher von Anna Savas schon seit Langem, und Between Fading Stars war für mich eines der meisterwarteten Bücher überhaupt. Als Abschluss ...

~Between Fading Stars von Anna Savas~


Meine Meinung:
Ich liebe die Bücher von Anna Savas schon seit Langem, und Between Fading Stars war für mich eines der meisterwarteten Bücher überhaupt. Als Abschluss der London is Lonely-Reihe hatte ich große Hoffnungen – und gleichzeitig diese leise Angst, dass es emotional vielleicht „zu viel“ oder nicht ganz rund werden könnte, da ich besonders den zweiten Band der Dilogie davor, nicht ganz mochte. Doch rückblickend kann ich sagen: Dieses Buch war genau das Finale, das diese Reihe gebraucht hat.
Die Geschichte setzt an einem Punkt an, an dem vieles noch unausgesprochen ist. Wes und Hailey verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, die von Liebe, Verletzungen und Entscheidungen geprägt ist, die beide nachhaltig verändert haben. Ihr Wiedersehen fühlt sich von der ersten Seite an intensiv an – nicht laut oder dramatisch, sondern schwer, angespannt und voller unausgesprochener Gefühle. Man spürt sofort, dass zwischen ihnen Dinge stehen, die nicht einfach vergessen werden können und dort auch noch Gefühle sind, die sie sich nicht eingestehen wollen.

Besonders gefallen hat mir, wie feinfühlig Anna Savas mit dieser Second-Chance-Dynamik umgeht. Schon in „Hold Me“ hat sie das großartig umgesetzt und auch wieder in dieser Geschichte. Es gibt kein schnelles Verzeihen und kein überstürztes Wiederannähern. Stattdessen entsteht ein vorsichtiges, manchmal schmerzhaft langsames Aufeinander-Zugehen. Alte Wunden brechen auf, Erinnerungen drängen sich in den Vordergrund, und genau das macht ihre Geschichte so glaubwürdig.

➳ Hailey als Protagonistin hat mich emotional sehr abgeholt. Ihre Unsicherheiten, ihre Selbstzweifel und ihr innerer Druck wirken unglaublich real, vor allem in Bezug auf ihre Rolle als Autorin. Die Einblicke in die Verlagswelt, Lesereisen und den Prozess einer Veröffentlichung fand ich nicht nur sehr spannend, sondern habe es geliebt! Auch einfach, weil eine Autorin davon am besten schreiben kann.
Schreiben ist für Hailey nicht einfach ein Job, sondern ein Teil ihrer Identität, und genau das spürt man in jeder Szene. Ihre Ängste, nicht gut genug zu sein oder den Erwartungen nicht zu genügen, haben mich immer sehr berührt und haben sie noch authentischer gemacht.
➳ Wes hingegen zeigt sich in diesem Band so verletzlich wie nie zuvor. Ich mochte ihn in Band 1 schon sehr (er tat mir dann auch echt leid!) und über die gesamte Reihe hinweg betrachtet, bekommt seine Entwicklung hier endlich den Raum, den sie verdient. Er wirkt nachdenklich, teilweise verloren und auf der Suche nach seinem Platz – sowohl beruflich als auch emotional. Besonders berührend fand ich, wie sehr er versucht, für andere da zu sein, während er selbst oft nicht weiß, was er eigentlich braucht. Seine innere Zerrissenheit hat ihn Nahbarer gemacht.

Die Beziehung zwischen Wes und Hailey lebte von kleinen Momenten. Es sind Blicke, Gespräche, Erinnerungen und unausgesprochene Gedanken, die ihre Verbindung ausmachen. Große Gesten treten in den Hintergrund, dafür gewinnen die leisen Szenen umso mehr an Bedeutung. Gerade diese Zurückhaltung macht ihre Liebesgeschichte so intensiv und hat sie mich so lieben lassen. Es ist eine Romance, die nicht auf Drama setzt, sondern auf Emotionen, Entwicklung und gegenseitiges Verständnis.

Auch thematisch überzeugt das Buch auf ganzer Linie. Neben der Liebesgeschichte geht es um Selbstfindung, Schuld, Vergebung und darum, sich der eigenen Vergangenheit zu stellen. Nichts davon wirkt überladen oder aufgesetzt.
Obwohl die Handlung insgesamt ruhiger ist, hatte ich nie das Gefühl, dass etwas fehlt – im Gegenteil: Die emotionale Tiefe trägt das gesamte Buch. Der Schreibstil von Anna Savas ist für mich, wie immer, eines der größten Highlights. Er ist weich, poetisch und gleichzeitig sehr klar. Viele Szenen wirken lange nach, weil zwischen den Zeilen so viel Gefühl liegt. London als Schauplatz verstärkt diese melancholische Atmosphäre noch einmal und passt perfekt zur emotionalen Grundstimmung der Geschichte.

Gegen Ende hatte ich mehrfach diesen Moment, in dem ich das Buch kurzschließen musste, um das Gelesene wirken zu lassen. Nicht, weil es zu viel war, sondern weil es so ehrlich und berührend geschrieben ist. Der Abschluss fühlt sich ruhig, verdient und genau richtig an – ohne unnötige Dramatik, aber mit ganz viel Herz. Ich kann es jetzt auch noch gar nicht fassen, dass die Reihe wieder zu Ende ist und noch nichts von Anna Savas neu angekündigt wurde. Ich hoffe sehr, dass das bald passieren wird!


Fazit:
„Between Fading Stars“ bekommt von mir 5 von 5 Sternen und war für mich ein absolutes Monatshighlight. Ein emotionales, tiefgründiges und wunderschönes Finale, das die London is Lonely-Reihe perfekt abschließt. Anna Savas erzählt eine Second-Chance-Romance, die weh tut, Hoffnung schenkt und lange nachhallt. Für alle, die leise Geschichten mit großer emotionaler Wirkung lieben, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.

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Veröffentlicht am 28.12.2025

Zwischen Verlust, Wahrheit und leiser Liebe

The Darlington - Ethan & Grace
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~The Darlington – Ethan & Grace von Laura Kneidl~

Meine Meinung:
Nachdem mich der erste Band der Darlington-Reihe eher solide unterhalten hat, war ich unglaublich gespannt auf Ethans Geschichte – und ...

~The Darlington – Ethan & Grace von Laura Kneidl~

Meine Meinung:
Nachdem mich der erste Band der Darlington-Reihe eher solide unterhalten hat, war ich unglaublich gespannt auf Ethans Geschichte – und darauf, ob diese mich überzeugen kann und ich kann direkt sagen: Dieser Band hat mich vollkommen überzeugt!
Schon der Einstieg ist mir leichtgefallen, was vor allem daran lag, dass der Cliffhanger aus Band eins wirklich fies war und ich unbedingt wissen wollte, wie es mit dem Hotel, der Familie Darlington und vor allem Grace weitergeht. Die Geschichte setzt nur wenige Wochen nach dem Ende des ersten Teils an und man wird direkt wieder mitten ins Geschehen gezogen. (Achtung, dies ist der zweite Band einer Reihe die man in der richtigen Reihenfolge gelesen werden sollte, Spoiler könnten folgen!).

Der Schreibstil der Autorin war wieder absolut angenehm, flüssig und emotional. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Besonders gefallen hat mir, dass das Buch wieder aus zwei Sichtweißen erzählt wurde. Dadurch lernt man sowohl Ethan als auch Grace viel besser kennen und kann ihre Gedanken, Zweifel und Gefühle hautnah spüren.

➳ Grace mochte ich von Anfang an sehr (schon in Band eins!). Sie liebt ihren Job im Darlington und würde für ihre Familie alles tun. Nach dem Tod ihrer Zwillingsschwester steckt sie jedoch in einem emotionalen Ausnahmezustand. Besonders nachvollziehbar fand ich, dass sie sich nicht nur mit dem Verlust an sich auseinandersetzen muss, sondern auch damit, dass ihr Umfeld sie plötzlich nur noch mit Samthandschuhen anfasst (was mich auch irgendwann genervt hatte). Sie will nicht zerbrechlich behandelt werden – sie will Antworten. Ihre Entschlossenheit, selbst nachzuforschen, was in der Nacht der Pearl Gala wirklich passiert ist, konnte ich absolut verstehen und hab mehr als einmal mit ihr gebangt.

➳ Ethan hingegen hat mich wirklich überrascht. Im ersten Band konnte ich mit ihm nicht viel anfangen – er wirkte oberflächlich, arrogant, wie ein typischer Partygänger und wie ein Ar+chloch. Doch in diesem Teil zeigt er eine ganz andere Seite. Seine Entwicklung ist für mich eines der Highlights der Geschichte. Man merkt, dass er beginnt, sein Verhalten zu hinterfragen, Verantwortung zu übernehmen und an sich selbst zu arbeiten. Besonders schön fand ich seine Bemühungen um eine bessere Beziehung zu seinen Brüdern und wie fürsorglich er gegenüber seiner Mutter ist.

Die Dynamik zwischen Ethan und Grace hat mir unglaublich gut gefallen. Ihr Übergang von anfänglichem genervt sein, regelrechtem Hass und Misstrauen hin zu vorsichtiger Nähe war sehr subtil und realistisch umgesetzt. Nichts wirkte überstürzt oder kitschig. Gerade dass Ethan einer der wenigen ist, der Grace nicht nur als „die Schwester der Verstorbenen“ sieht, sondern sie einfach als Grace behandelt, hat ihre Beziehung für mich besonders gemacht. Die Gefühle entwickeln sich langsam, nachvollziehbar und fühlen sich zu jedem Zeitpunkt verdient und richtig an. Die beiden zusammen waren so süß und echt!

Neben der Liebesgeschichte spielt auch die Suche nach dem Täter eine große Rolle. Dieser Spannungsbogen hat mich komplett gepackt. Als Leser*in kann man wunderbar miträtseln, wird immer wieder auf falsche Fährten gelockt und merkt, wie sich die Lage Stück für Stück zuspitzt. Dass Grace keine Polizistin ist, aber durch ihre Arbeit im Hotel und ihre Gespräche mit Mitarbeitenden trotzdem an Informationen kommt, fand ich sehr spannend. Als Ethan beginnt, sie zu unterstützen, gewinnt die Handlung noch einmal deutlich an Fahrt, da er an ganz andere Informationen herankommt.

Auch die Nebencharaktere haben mir wieder sehr gut gefallen. Es war schön zu sehen, wie es Henry und Kate geht, und auch Logan bekommt erste Momente, die neugierig auf seinen Band machen. Besonders spannend bleibt weiterhin die Hintergrundgeschichte rund um Mr. Darlington und wie alles zusammenhängt. Diese übergreifende Handlung zieht sich wie ein roter Faden durch die Reihe und macht alles noch viel interessanter.


Mein Fazit:
„The Darlington – Ethan & Grace“ bekommt von mir 4,5 von 5 Sternen und hat mir sehr gut gefallen. Für mich ist dieser Band deutlich stärker als der erste Teil: emotionaler, spannender und tiefer. Ethan und Grace sind großartige Charaktere mit einer authentischen, langsam wachsenden Liebesgeschichte, die unter die Haut geht. Die Mischung aus Romance, Familiengeschichte und spannender Ermittlungsarbeit hat mich vollkommen abgeholt und ich hab’s echt geliebt!

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