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Veröffentlicht am 16.02.2025

Stickig, eng, tödlich

Die Kammer
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6 Taucher sollen ein Monat lang auf wenigen Quadratmetern in einer Kammer gefüllt mit einem Gasgemisch abwechselnd in der Nordsee am Meeresgrund Arbeiten an Ölpiplines verrichten. 5 Männer und 1 Frau, ...

6 Taucher sollen ein Monat lang auf wenigen Quadratmetern in einer Kammer gefüllt mit einem Gasgemisch abwechselnd in der Nordsee am Meeresgrund Arbeiten an Ölpiplines verrichten. 5 Männer und 1 Frau, doch bereits nach dem ersten Tauchgang ist einer in der Kammer tot. Ein rascher Ausstieg aus dem Szenario aufgrund des Drucks unmöglich. Die Herausforderung seiner Psyche stand zu halten steigt mit Tag für Tag...

Es war sehr spannend etwas über die Aufgaben von Sättigungstauchern zu lesen und ihr Alltag in so einer Kammer abläuft, auch wenn das leider eher nur zu Beginn des Buchs richtig Thematik war. Natürlich habe ich keinerlei Wissen über diesen Beruf und war mir daher bei vielen Dingen nicht sicher, ob sie wegen des Thrillers extra erfunden wurden oder der Realität entsprechen. Dazu müsste man sich wahrscheinlich am Besten eine Dokumentation zusätzlich zum Buch ansehen, sollte man mehr darüber wissen wollen.
Manche Dinge betont der Autor Will Dean in meinen Augen ein Mal zu oft, wie etwa dass die Hauptprotagonistin auch ein Bruder ist und sie sich gern so sieht oder die zahlreichen schlimmen Taucherunfälle, die sie mit erlebt hat, beim ersten Mal- schrecklich, beim zweiten Mal- klar bei solanger Taucherfahrung, erlebt man schon einiges, beim dritten Mal- okay, langsam nervt es und wird langweilig...Mehrere Male hatte ich im Buch das Gefühl gewisse Absätze schon gelesen zu haben, der Autor wiederholt Vieles in einer klein wenig abgeänderten Form.
Zudem waren einige Wörter im E-Book mitten im Satz fehlend, bzw. nur die letzten drei Buchstaben ersichtlich- aus dem Satzzusammenhang konnte man es trotzdem verstehen, aber es war sooft, dass es eben auffiel.
Die Storyline ist aus Sicht der weiblichen Taucherin Brooke erzählt und man lernt die anderen Charaktere aus ihrer Sicht kennen. Jedoch konnte ich mit keinem der Protagonisten so richtig warm werden und auch Brooke selbst war mir nicht ganz so sympathisch. Es ist trotzdem spannend und fesselnd zu lesen wie sich die Stimmung immer weiter zuspitzt und das Ende überrascht (manche wahrscheinlich positiv andere negativ, müsst ihr lesen und selbst entscheiden!).

Fazit: Ich würde es einen mittelmäßigen Thriller nennen, der nirgendwo, außer beim Ort der Handlung, besonders heraussticht, aber dennoch packende Lesestunden liefert.

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Veröffentlicht am 14.02.2025

Fiktiv, reale Fälle

Dunkle Momente
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In diesem Buch stellt die Strafverteidigerin Eva Herbergen einige ihrer unterschiedlichsten fiktiven Fälle,inspiriert von der Realität, vor: Notwehr, Kindersoldaten,...
Sie stellt dabei Recht und Gerechtigkeit ...

In diesem Buch stellt die Strafverteidigerin Eva Herbergen einige ihrer unterschiedlichsten fiktiven Fälle,inspiriert von der Realität, vor: Notwehr, Kindersoldaten,...
Sie stellt dabei Recht und Gerechtigkeit in Frage, obwohl sie von sich sagt mit Leib und Seele ihren Beruf auszuüben. Somit bietet der Roman der Autorin Elisa Hoven uns einen interessanten Blick auf Dinge, die doch eigentlich so eindeutig scheinen.

Die Biografie der Autorin beinhaltet einige beachtliche Lebenspunkte und gleich zu Beginn führt sie ein Interview mit ihr selbst und umso mehr war ich auf den Roman gespannt.
Der Aufbau ist sehr interessant, da er sich in neun Fälle gliedert, die widerum weiter unterteilt sind.
Jede Geschichte für sich war teilweise so fesselnd, dass ich manchmal vergaß, dass dies nicht die Handlung des gesamten Buchs ist, sondern nur ein Fall. Bei der Story über Larissa und ihrem Bruder war ich vollkommen gepackt und musste erstmal zurückfinden zur Anwältin, die eigentlich Mittelpunkt dieses Romans ist. Natürlich sollte man hier annehmen, dass es nur eine fiktive Handlung ist, da sich die Hauptprotagonistin Eva sonst strafbar macht.
Zudem war ich immer wieder verwirrt, inwieweit nun Teile frei erfunden sind und dann, ob es doch der Realität der Autorin entspricht. Das kann man als positiv und negativ betrachten, je nachdem wie man zu dem Genre steht, mich störte es beim Lesen nicht.
Der Schreibstil gefiel mir außerordentlich gut und die Art und Weise wie die einzelnen Fälle aufgearbeitet sind, macht die ganze Sache spannend, da man auch Hintergründe zu den Beteiligten aus deren Sicht erfährt.

Fazit: Packende Erzählweise mit leichten Verwirrungen zwischen Realität und Fiktion.

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Veröffentlicht am 10.02.2025

Atemberaubende Fantasiewesen

Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen
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Christopher ist die Ferien bei seinem Großvater in Schottland und nur eine Regel gibt es, die besagt: "Bleib den Hügeln fern"! Jedoch treibt ihn die unendliche Langeweile doch dort hin und damit gleichzeitig ...

Christopher ist die Ferien bei seinem Großvater in Schottland und nur eine Regel gibt es, die besagt: "Bleib den Hügeln fern"! Jedoch treibt ihn die unendliche Langeweile doch dort hin und damit gleichzeitig in eine ganz andere Welt aus Fabelwesen und einem fliegendem Mädchen namens Mal. Gleichzeitig müssen beide nun ihre Welten retten! Ein Abenteuer ins Ungewisse beginnt...

Ich finde es immer wieder faszinierend wie AutorInnen es schaffen ganze Fantasiewelten mit eigenen Wesen zu erschaffen und dies auch noch mit anderen Menschen teilen.
Zu Beginn des Buchs finden sich verschiedene Fabelwesen, die in Aussehen und Eigenschaften beschrieben werden. Ich fand es sehr interessant wie detailreich alles erklärt wird, kann mir aber vorstellen, dass es für 10Jährige (entsprechende Altersklasse für das Buch) zuviel auf einmal ist. Man kann es vielleicht auch einfach zum Nachschlagen verwenden, wenn die Wesen dann vorkommen in der Handlung. Diese beginnt in zwei verschiedenen Welten mit zwei Hauptprotagonisten, einmal Christopher in Schottland und dann mit der fliegenden Mal in Archipel, der Fantasiewelt. Der Schreibstil ist sehr angenehm, einfach genug für das junge Publikum, trotzdem für mich genauso ansprechend und spannend erzählt mit viel Liebe für kleine Details. Dadurch und mit packenden Wendungen schafft es die Autorin Katharine Rundell einen für gewisse Zeit in eine andere, magische Welt zu entführen. Man sollte daher aber definitiv ein Fantasy Fan sein, sonst ist das Buch nichts für einen. Schön ist außerdem für Kinder/Teenager eine charakterliche Entwicklung von den Hauptprotagonisten in Richtung erwachsen werden mitzuerleben und wie Mal und Christopher einander dabei immer wieder herausfordern, z.B. mutiger bzw. tapferer zu sein.

Fazit: Empfehlenswert für LeserInnen, die rasante Fantasyabenteuer mit vielen fantastischen Tierwesen mögen!

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Veröffentlicht am 05.02.2025

Tierisches True Crime

True Crime in Nature
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Waaaaas?! Fast jede vierte Bienenart bei uns ist parasitisch!
Dieses kurze Buch verknüpft für mich zwei Themenbereiche, die ich wirklich spannend finde: Tiere und True Crime! Man sollte es jedoch nicht ...

Waaaaas?! Fast jede vierte Bienenart bei uns ist parasitisch!
Dieses kurze Buch verknüpft für mich zwei Themenbereiche, die ich wirklich spannend finde: Tiere und True Crime! Man sollte es jedoch nicht wie ein menschliches True Crime sehen, sondern als lehrreich, spannend und humorvolle Anekdoten über das Überleben im Tierreich und wie einfallsreich unsere Natur doch ist, um es in der Evolution an fie Spitze zu schaffen!
Der Schreibstil und die Struktur im ganzen Buch gefallen mir außerordentlich gut und ich musste einige Male Schmunzeln über die witzige Art des Schreibens der Autorin Farina Graßmann über eigentlich durchaus grausame Methoden der Insekten bzw. Tiere sich durchzusetzen bzw. die Hintergründe hinter gewissen Taten. Aus Sicht der Natur geht es ja eigentlich meistens nur um das blanke Überleben und taktische Entwicklungen in der Tier- und Pflanzenwelt ein Schritt weiter als die anderen zu sein. So berichtet sie unter anderem von Schlupfwespen, ihrem Röntgenblick, ihrer Fähigkeit durch das Holz ihr Opfer für die Ei Ablage in dessen Körper zu erriechen. Eine Orchidee ohne bunter Blüten und ohne Chlorophyll, die nur mit Hilfe von einem Pilz an ihren Wurzeln überlebt oder von dem altbekannten Maulwurf, der bis zu 2kg geköpfter, aber lebendiger Regenwürmer als Vorrat einbunkert. Auch Parasiten, die in unserer Vorstellung oft sehr negativ behaftet sind, finden positive, sowie anerkennende Worte und ihre Wichtigkeit im Ökosystem wird erklärt.
Unzählig spannende Geschichten mit vielen wissenschaftlichen Fakten zu den Kriminellen der etwas anderen Sorte finden sich weiters in dem gut zusammengefassten "Sachbuch".
Die kleinen schwarz-weißen Illustrationen mit oft dazu passendem roten Untergrund finde ich in einem lustigen Stil gezeichnet und sind Comic-haft eine Auflockerung zwischen den Texten. Vereinzelt finden sich auch Fotos von den erklärten Lebewesen.

Fazit: Sehr lehrreiche Geschichten über unsere Natur, witzig und spannend erzählt!

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Veröffentlicht am 02.02.2025

Definitiv schmerzhaft!

Schmerz
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Dora wurde nach einem schweren Unfall in der Abteilung Kriminalpolizei zu Schreibtisch Arbeit verdonnert, jedoch soll sie einen Vermisstenfall untersuchen, als nicht genügend Einsatzkräfte zu Verfügung ...

Dora wurde nach einem schweren Unfall in der Abteilung Kriminalpolizei zu Schreibtisch Arbeit verdonnert, jedoch soll sie einen Vermisstenfall untersuchen, als nicht genügend Einsatzkräfte zu Verfügung stehen. Rado, ein Außenseiter bei der Polizei mit familiären Verbindungen zur isländischen Unterwelt, soll Dora bei den Ermittlungen zum vermissten Teenager zur Seite stehen. Ein Duo, das mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten auf einen spannenden Fall stoßen...

Das Buch startet schmerzhaft, nicht nur physisch für Dora sondern auch gleich mal emotional und psychisch. Der Titel ist daher exzellent gewählt und ich war sofort gepackt von dem Gefühl von Schmerz!
Die erste Herausforderung waren die doch anderen Namen mit der eigenen Schreibweise, aber gleichzeitig sehr positiv etwas Neues kennenzulernen und Island ist eine unfassbar schöne und interessante Insel.
Den Autor Jon Atli Jonasson musste ich tatsächlich erst googeln, kannte jedoch seinen für den Oscar nominierten Film "The Deep" nicht. Sein Schreibstil, hat man zunächst hineingefunden, ist sehr fesselnd und hatte definitiv das gewisse Etwas!
Die Erzählsicht wechselt zwischen Dora und Rado, dem zu Beginn Dora als noch Unbekannte begegnet und es ist interessant zu sehen, wie er sie wahrnimmt. Die beiden sind nicht unbedingt von Anfang an, die sympathischten Protagonisten, aber im Laufe der Handlung wachsen sie einem doch langsam ans Herz. Ich finde diesen Thriller sehr abwechslungsreich zu anderen seiner Art, da er irgendwie anders war, vielleicht das Isländische?!

Fazit: Ich warte auf alle Fälle freudig auf den 2.Teil!

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