Gruseliger Kriminalfall?!
HalloweenkindAls ein Kind im Geisterkostüm an Halloween spurlos verschwindet, zeichnen sich relativ schnell Parallelen zu einem ähnlichen Fall, bei dem ebenfalls ein Junge im gleichen Kostüm verschwand. Lea, welche ...
Als ein Kind im Geisterkostüm an Halloween spurlos verschwindet, zeichnen sich relativ schnell Parallelen zu einem ähnlichen Fall, bei dem ebenfalls ein Junge im gleichen Kostüm verschwand. Lea, welche der Gruppe an Eltern als Opferhelferin zur Seite steht, beginnt ihre eigenen Ermittlungen und stößt dabei auf schauerliche Ergebnisse...
Als großer Oktober und Halloweenfan stach mir der Titel dieses Romans als erstes ins Auge und aufgrund des amerikanischen Verständnis dieses "Feiertags" ergab auch das Coverbild relativ schnell Sinn.
Der Aufbau der Geschichte machte für mich zunächst den Eindruck eines Theaterstück oder Drehbuchs. Es scheint aber als würden sich auch einige Verweise an Steven King absichtlich durch die gesamte Handlung ziehen, somit ist vielleicht auch die Atmosphäre eines Films bewusst erzeugt.
Das Sprichwort "mehr Schein als Sein" lässt sich auf die Charaktere sehr gut umlegen, denn so zeichnet der Autor Lars Engels nach und nach sehr Bildhaft und fesselnd die versteckten Abgründe der scheinbar perfekten Familienidyllen. Es gibt zwei Handlungsstränge, einer in der Gegenwart 2024 und einen in der Vergangenheit im Jahr 2022, beide um Halloween und zur Zeit des Verschwinden der beiden Jungen. Die Geschehnisse nehmen stetig Fahrt auf und es gibt einige Wendungen, besonders die letzte, zur Auflösung des Romans erwischte mich eiskalt. Ein kleiner Kritikpunkt ist Lea als Hauptprotagonistin mit der man nicht ganz warm wird, in meiner Überlegung liegt es vielleicht daran, dass ein männlicher Autor versucht einen weiblichen Charakter zu zeichnen, der leider übertrieben und aufdringlich wirkt.
Fazit: Gelungen inszenierter Kriminalroman, der für zwischendurch perfekt geeignet ist, da er doch recht kurzweilig ist mit nur 240 Seiten!