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Veröffentlicht am 22.02.2026

Verspricht viel zu viel

How to Talk to Yourself
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Inhalt:

In diesem Buch geht es darum, wie man zu sich selbst wieder freundlicher sein kann. Oft überwiegt in unserem Denken die negative Stimme, der/die innere Kritiker/in, die uns Beleidigungen an den ...

Inhalt:

In diesem Buch geht es darum, wie man zu sich selbst wieder freundlicher sein kann. Oft überwiegt in unserem Denken die negative Stimme, der/die innere Kritiker/in, die uns Beleidigungen an den Kopf wirft und unsere Selbstzweifel bestärkt.
Hier sollen wir lernen, freundlich zu uns zu sein. Mit uns selbst so zu reden, wie mit einer/m Freund/in.
Ro erzählt dabei sehr viel von ihrem eigenen Leben und wie sie ihre innere Stimme "umgelernt" hat.

Meinung:

Das Buch ist in 4 Teile aufgeteilt. Zuerst geht es darum, die negativen Selbstgespräche zu beobachten und überhaupt erstmal zu bemerken. Im zweiten Teil sollen wir lernen, wie wir diese negative Stimme in eine positive umwandeln können. Dann geht es darum, uns selbst zu verzeihen und am Ende nochmal darum, freundlich zu uns selbst zu sein - im Rahmen uns etwas Gutes zu tun und der Gesundheit.

An und für sich hört sich das richtig toll an. Deshalb habe ich mir das Buch auch ausgesucht und gelesen. Immerhin habe ich mir vorgenommen, 2026 zumindest ein paar Ratgeber bzw Sachbücher zu lesen.

Leider kann das Buch seine Versprechen nicht wahr machen. Ich finde es immer toll, wenn Autoren in Ratgebern ihre eigene Lebensgeschichte einfließen lassen, um Beispiele zu nennen. Hier nahm das etwas überhand. Vor lauter eigener Lebensgeschichte findet man die Ratschläge kaum.

Ab und zu gibt es eine umrandete Box, in der eine kurze Übung beschrieben wird. Ansonsten besteht das Buch aus mehr oder weniger durchgehendem Fließtext. Daraus eventuelle Ratschläge zu filtern, ist sehr schwierig. Was richtig traurig ist, denn die Inhaltsangabe und die einzelnen Kapitelüberschriften versprechen sehr viel - aber eben zu viel.

Aber zumindest kann man aus dem Buch mitnehmen, dass es auch anderen Menschen psychisch nicht gut geht und sie jeden Tag darum kämpfen, wieder auf die Beine zu kommen oder auch einfach nur zu Überleben. - Und - wie man am besten aus den Überschriften herausliest - freundlicher zu sich selbst zu sein.

Fazit:

Verspricht viel zu viel und kann diese Versprechen leider nicht einhalten.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Schönes Spin-Off

Dunbridge Academy - Wherever
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Inhalt:

Auf der Dunbridge Academy ist Scarlett nur wichtig Regeln zu befolgen und die Beste in allen Fächern zu sein. Schließlich hängt ihr Stipendium davon ab. Das wäre gar nicht so schwer, wenn da nicht ...

Inhalt:

Auf der Dunbridge Academy ist Scarlett nur wichtig Regeln zu befolgen und die Beste in allen Fächern zu sein. Schließlich hängt ihr Stipendium davon ab. Das wäre gar nicht so schwer, wenn da nicht George wäre. Er macht ihr den Bestenplatz bei den Tests und Noten streitig und außerdem nervt er sie unheimlich mit seinen ständigen Lateienzitaten. Doch durch ihre Wortgefechte und bei nächtlichen Begegnungen, lernt Scarlett George besser kennen und sie wird neugierig. Während sie sich immer öfter treffen, lernt Scarlett ihn besser kennen und bemerkt, dass ihn etwas beschäftigt, dass er etwas verbirgt ...



Meinung:

Die Dunbridge ist für mich inzwischen ein Wohlfühlort geworden, und nachdem ich den ersten Band der Reihe geliebt habe, wollte ich natürlich auch das erste Spin-Off lesen.

Der Einstieg in Wherever fällt relativ ruhig und langsam aus. Wir lernen Scarlett sehr gut kennen – ihre strikte Regelbefolgung, ihren inneren Druck, immer die Beste zu sein, und wie sehr sie sich davon leiten lässt. Ihr "Gegenspieler" ist George, der ihr ständig über den Weg läuft, ihr den ersten Platz streitig macht und sie jedesmal mit Lateinzitaten nervt. Genau diese innere Welt von Scarlett ist interessant, doch für meinen Geschmack passiert zu Beginn zu wenig.

Ab dem mittleren Teil nimmt die Geschichte jedoch spürbar Fahrt auf. Sobald die Handlung in Gang kommt, steigt die Spannung kontinuierlich und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Wie immer mochte ich den Schreibstil sehr – er ist klar, angenehm zu lesen und transportiert die Stimmung gut.

Für Leserinnen und Leser im Teenager-Alter oder für junge Erwachsene, für die diese Reihe primär geschrieben ist, funktioniert diese Entwicklung aber sicher sehr gut. Gerade die Art, wie sich Gefühle und Beziehungen behutsam aufbauen, zeigt, dass man nicht immer sofort „voll reinfallen“ muss, um eine packende Geschichte zu erzählen – und das ist meiner Meinung nach eine Stärke des Buches.



Fazit:
Ein angenehmer Schreibstil, ein sympathischer Hauptcharakter und eine Geschichte, die spätestens zur Mitte hin fesselt. Wer sich auf den etwas gemächlicheren Start einlässt, bekommt eine schöne, emotionale Spin-Off-Geschichte aus der Welt der Dunbridge Academy.

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Veröffentlicht am 04.02.2026

Halbvampirin und Prinzen, schöne Mischung

Magic Drowned in Blood
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Inhalt:

Lark Sinclair ist eine Halbvampirin und geht deshalb auf das Nightcastle College. Sie ist anders als die Vampire, die dieses College besuchen und wird ausgegrenzt. Als der Wettbewerb startet, ...

Inhalt:

Lark Sinclair ist eine Halbvampirin und geht deshalb auf das Nightcastle College. Sie ist anders als die Vampire, die dieses College besuchen und wird ausgegrenzt. Als der Wettbewerb startet, wer die nächsten zwei Schattengeliebten der beiden Prinzen Loras und Tarabas werden, hält sie davon gar nichts. Doch irgendwie wird trotzdem ihr Name gezogen und sie muss sich teils tödlichen Prüfungen stellen. Und dann sind da noch Gefühle und verbotene Versuchungen ...

Meinung:

Eins vorweg: Mir hat das Buch gut gefallen. Ich mochte Lark wirklich gern und habe sie sehr gern begleitet. Und die ganz kurz gehaltenen Kapitel der Prinzen boten eine nette Abwechslung.

Leider konnte ich manchmal die Handlungsweisen der Hauptprotagonistin nicht ganz verstehen. Ganz klar, dass sie so manchen Versuchungen nachgibt oder auch nicht, denn ein gewisser Spice ist in dieser Geschichte sicher nicht schlecht. Aber trotzdem kann ich da nur so manches nachempfinden und finde andere Szenen wenn nicht unbedingt erzwungen, so doch nicht notwendig. Vielleicht bin ich aber auch aus diesen Geschichten "herausgewachsen"? Auch wenn ich wahnsinnig gern Dark Academia lese.

Dark Academia bekommt man hier auf jeden Fall geboten. Es ist ein düsteres College und auch zumindest einer der Prinzen ist auch sehr düster. Dazu kommen noch diverse Geheimnisse und Intrigen, die die Geschichte richtig spannend machen. Auch vom Schreibstil her hat mir das Buch gut gefallen.

Fazit:

Ich freue mich auf die Fortsetzung am 1. Juni, denn die Geschichte um Lark und die Prinzen ist noch lange nicht vorbei.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Schönes Dark Academia Feeling

On Wings of Blood (Bloodwing Academy 1)
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Inhalt:

Medra Pendragon wacht in einer ihr fremden Welt auf und wird von einem gut aussehendem, aber sehr arroganten Vampir Blake Drakharrow gefunden. Es wird festgestellt, dass sie Drachenreiterblut ...

Inhalt:

Medra Pendragon wacht in einer ihr fremden Welt auf und wird von einem gut aussehendem, aber sehr arroganten Vampir Blake Drakharrow gefunden. Es wird festgestellt, dass sie Drachenreiterblut besitzt und somit die letzte ihrer Art ist. Auch wenn sie als eine Seuchengeborene gilt, wird sie mit Blake verlobt und zur Bloodwing Academy gebracht. Dort leben und lernen sowohl Vampire als auch ausgewählte Seuchengeborene, auf die herabgeblickt wird und die verachtet werden.
Sie muss sich nun in dieser Welt zurechtfinden und diverse, teils auch tödliche, Prüfungen bestehen....

Meinung:

Es hat etwas gedauert, in die Geschichte hineinzufinden. Aber ich konnte mich gut in Medra hineinversetzen. Sie wird in diese für sie fremde Welt hineingeworfen und hat keine Ahnung, wo sie ist und was hier eigentlich los ist. Erst nach und nach erfahren wir gemeinsam mit ihr, wie diese Welt eigentlich läuft, welche Sitten und Bräuche es gibt, warum Seuchengeborene so verachtet werden und für die Vampire nichts wert sind.

Medra ist zwar etwas Besonderes mit ihrem Drachenreiterblut und damit die Hoffnung, dass es wieder Drachen geben wird. Doch da sie kein Vampir ist, wird sie genauso verachtet wie andere Seuchengeborene auch. Und dann ist da Blake mit seinen widersprüchlichen Signalen ...

Die Geschichte wird zum größten Teil aus Medras Sicht erzählt. Es gibt aber auch einige Kapitel aus der Sicht von Blake. Der erste Band der Reihe wird wohl vor allem dafür verwendet, uns in die Welt einzuführen und die Charaktere gut kennenzulernen. Es gibt schon auch sehr spannende Stellen, aber zum Großteil wird die Geschichte von der düsteren Atmosphäre und der unterschwelligen Gefahr getragen.

Mir hat natürlich wieder dieses Dark Academia Setting sehr gut gefallen. Einige Unterrichtsstunden werden sehr ausführlich beschrieben, sowie das allgemeine Leben in der Bloodwing Academy. Wie ihr wisst, liebe ich dieses Genre und das Buch hat mich gut abgeholt.

Fazit:

Für 5 Sterne bräuchte es meiner Meinung nach noch einen Funken mehr. Aber es ist ein sehr gutes 4 Sterne Buch, das ich auf jeden Fall für Dark Academia Fans empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Leider nicht überzeugend

The Woman in Suite 11
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Inhalt:

Lo Blacklock will ins Leben einer Reisejournalistin zurückkehren, nachdem sie mehrere Jahre zu Hause bei ihren Kindern verbracht hat. Als sie zur Neueröffnung eines Hotels am Genfer See eingeladen ...

Inhalt:

Lo Blacklock will ins Leben einer Reisejournalistin zurückkehren, nachdem sie mehrere Jahre zu Hause bei ihren Kindern verbracht hat. Als sie zur Neueröffnung eines Hotels am Genfer See eingeladen wird, ist sie voller Tatendrang.
Das Hotel ist wunderschön - sowohl von der Lage her als auch von der Ausstattung.
Um diese Reise wirklich erfolgreich abschließen zu können, braucht Lo aber ein Interview mit dem Hotelbesitzer Marcus Leidmann. Als sie in der Nacht überraschend in sein Zimmer eingeladen wird, ist sie zwar skeptisch, gibt aber ihrer beruflichen Neugier nach. Doch in dem Zimmer wartet nicht der Millionär, sondern eine Frau, die behauptet dessen Geliebte zu sein und sich in Lebensgefahr zu befinden ...

Meinung:

Als ich mit dem Buch begonnen habe, wusste ich leider nicht, dass es sich hier quasi um eine Fortsetzung handelt. Wenn ich The Woman in Cabin 10 gelesen hätte, wäre mir der Einstieg wahrscheinlich leichter gefallen und vielleicht würde meine Meinung zu dem Buch auch anders aussehen.

Die Idee von der Geschichte finde ich wirklich gut und es hätte ein sehr spannendes und aufregendes Buch werden können. Meiner Meinung nach ist es das aber nicht. Es dauert sehr, sehr lang bis zumindest etwas Spannung auftritt. Ja, ein leicht kribbelndes Gefühl hat man schon eine Weile vorher, man ahnt, dass etwas im Busch ist. Aber trotzdem kommt sehr lang keine Spannung auf.

Und auch als die Geschichte dann an Fahrt aufnimmt, fand ich es nicht so spannend, wie sie sein hätte können. Ich finde, Ruth Ware verschenkt hier viel Potenzial und wir wissen, sie kann es besser. Das finde ich etwas schade.

Lo Blacklock ist zwar eine recht liebenswerte Protagonistin, aber sie trifft fortwährend unglaublich dumme Entscheidungen, bei denen man sich nur an den Kopf greifen kann. Ihre Leichtgläubigkeit und Naivität ist teilweise wirklich unglaublich. Wenn man den Vorgänger nicht kennt, bleiben die meisten Charaktere relativ flach. Wie gesagt, wie es wäre, wenn ich vorher das erste Buch gelesen hätte, kann ich nicht sagen. Und von der Spannung habe ich ja schon geschrieben, dass mich das Buch leider nicht überzeugt hat.

Fazit:

Ruth Ware kann es wesentlich besser.

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