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Veröffentlicht am 05.12.2020

Die perfekte Lektüre für alle Fans von Miss Fisher´s Murder Mysteries!

Mord beim Diamantendinner - Ein Fall für Jackie Dupont
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London im Jahre 1920: Im Buckingham Palace findet ein rauschendes Fest statt. Unter den Besuchern sind nicht nur Feierwillige, sondern auch ein Dieb, der eine wertvolle Krone stehlen will - und dem dies ...

London im Jahre 1920: Im Buckingham Palace findet ein rauschendes Fest statt. Unter den Besuchern sind nicht nur Feierwillige, sondern auch ein Dieb, der eine wertvolle Krone stehlen will - und dem dies auch gelingt.

Hier kommt Jackie Dupont in´s Spiel - eine Privatdetektivin, die auf Diamantenraub spezialisiert ist. Ihr Plan ist es, den Raub an einem Wochenende, an dem alle Verdächtigen auf einen Landsitz eingeladen werden, so dass sie sie genauestens beobachten und ermitteln kann, aufzuklären. Doch ihr Plan gerät außer Kontrolle, denn schon bald ereignet sich an diesem Wochenende ein Mord und gerät Jackie in Lebensgefahr ...

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Band 2 der Reihe um Jackie Dupont - und hoffentlich werden noch weitere folgen!

Der Leser fühlt sich sofort wohl in und mit diesem Roman und kann in ihm schwelgen. "Mord beim Diamantendinner" besticht neben der Spannung vor allem durch die wundervolle Atmosphäre, die Nostalgie, den herrlichen Humor. Der Schreibstil ist nicht weniger toll, sehr authentisch, perfekt zu der Zeit und Handlung passend.

Schnell wird es nicht nur sehr spannend, sondern auch komplex - so spielt der Fall Jack the Ripper etwa eine immer größere Rolle.

Vorhersehbare Entwicklungen sucht man hier vergebens.

Jackie erinnerte mich mehrfach sehr an Phryne Fisher - eine Figur, die ich liebe. Insofern dürfte dieses Buch auch und gerade auch für alle Liebhaber von "Miss Fisher´s Murder Mysteries" die perfekte Lektüre sein.

Ich habe definitiv Lust bekommen, mehr von Jackie Dupont zu lesen! Ich bin gespannt, wie es mit Jackie und Kit weitergeht ...

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Veröffentlicht am 01.11.2020

Spannend, humorvoll, romantisch und atmosphärisch!

Entführung ins Glück
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England im frühen 19. Jahrhundert: Auch nach mehreren Saisons in London ist noch kein Heiratskandidat für Lady Miranda in Sicht. Sie verarbeitet ihren Kummer, indem sie ihre Gedanken zu Papier bringt und ...

England im frühen 19. Jahrhundert: Auch nach mehreren Saisons in London ist noch kein Heiratskandidat für Lady Miranda in Sicht. Sie verarbeitet ihren Kummer, indem sie ihre Gedanken zu Papier bringt und Briefe an einen imaginären Freund schreibt. Abgesendet hat sie diese Briefe natürlich nie. Doch da dieser imaginäre Freund ausgerechnet ein verschollener enger Freund ihres Bruders ist, kommt es, wie es kommen muss: Eines Tages wird ein solcher Brief versehentlich vollständig an diesen Freund adressiert und von Marlow, dem neuen, mysteriösen Kammerdiener ihres Bruders, in die Post gegeben. Tatsächlich entwickelt sich eine Brieffreundschaft - doch kann daraus Liebe werden? Und wie wird Miranda reagieren, wenn sie erfährt, um wen es sich bei diesem verschollenen Freund tatsächlich handelt, mit wem sie also die ganze Zeit über kommuniziert hat?

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"Entführung ins Glück" ist einer dieser Romane, in denen der Leser sofort ankommt. Schon ab der ersten Seite fühlt man sich ins Jahr 1812, nach Hertfortshire und London, zu Miranda und deren Familie versetzt und erlebt alles hautnah. Stil und Atmosphäre begeistern auf Anhieb.

Die Figuren sind allesamt komplex und detailliert gezeichnet und tragen so zum Lesegenuss und positiven Gesamteindruck bei.

Auch die Annäherung zwischen Miranda und Marlow bzw. Marshington, die Neckereien, der Humor, aber auch die ernsteren Vorkommnisse und Aspekte, sind wunderschön zu verfolgen und in die Tiefe gehend.

Eine Stelle machte mich stutzig, erschien mir nicht ganz logisch - so lässt Marshington Miranda ausspionieren, um zu erfahren, ob es bereits einen Mann an ihrer Seite gibt. Da er zu diesem Zeitpunkt aber schon viel Zeit mit ihr verbracht und ihr Bruder ihm zudem schon vorgeschlagen hatte, sie zu heiraten, macht diese Stelle nicht wirklich Sinn.

Ansonsten gibt es an diesem Roman aber nichts auszusetzen.

Der christliche Aspekt war zwar zunächst nur allzu dezent vorhanden, nahm im späteren Verlauf aber zunehmend Raum ein, so dass sich diesbezüglich insgesamt ein stimmiges Gesamtbild ergibt.

Durch die Drohbriefe und Entführungen gewann der Roman in einem Maße an Spannung, Gefahr und Tempo, das ich vorab gar nicht erwartet hatte. Gerade in Kombination mit Kulisse, Atmosphäre, Figuren, Stil, Humor und Romantik sowie dem christlichen Aspekt ergab sich aber eine überaus gelungene Mischung!

Dieses Werk und diese Autorin sind ein Muss für alle, die christliche Regency-Romane lieben. Ich hoffe sehr auf viele weitere Romane aus der Feder von Kristi Ann Hunter!

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Veröffentlicht am 11.10.2020

Typisch Julie Klassen - aber auch überraschend anders!

Das Geheimnis von Belle Island
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Südengland im Jahre 1819: Der junge Anwalt Benjamin Booker soll einen Mord in London aufklären. Die Spur führt nach Belle Island, einer Themse-Insel. Die junge Isabelle Wilder soll die Täterin sein - was ...

Südengland im Jahre 1819: Der junge Anwalt Benjamin Booker soll einen Mord in London aufklären. Die Spur führt nach Belle Island, einer Themse-Insel. Die junge Isabelle Wilder soll die Täterin sein - was aber eigentlich gar nicht möglich ist, da sie unter einer Angststörung leidet und die Insel deswegen seit einem Jahrzehnt nicht mehr verlassen hat ... Dies ist nicht das einzige Mysterium in diesem Fall. Schon bald wird er immer undurchdringlicher, kann man nur noch schwer zwischen Realität und Traum unterscheiden, muss man sich fragen, wem man wirklich vertrauen kann - und wer einen die ganze Zeit lang belogen, in wem man sich grundlegend getäuscht hat. Und es wird nicht einfacher dadurch, dass auch noch Gefühle aufkeimen, die immer stärker werden ...

Der neue Roman aus der Feder von Julie Klassen ist einerseits gewohnt gut - andererseits aber auch sehr überraschend.

Ihr Stil ist gewohnt wundervoll. Die Atmosphäre ist durch den hier gewählten Einstieg in den Roman zu Beginn eher dezent, baut sich etwas langsamer als gewohnt auf, nimmt aber bald die bekannten und geschätzten Ausmaße an. Auch die Figuren sind wie immer absolut gelungen, detailliert und komplex gezeichnet.

Auch bezüglich der christlichen und religiösen Aspekte unterscheidet sich dieser Roman von seinen Vorgängern; diese Passagen werden in "Das Geheimnis von Belle Island" deutlich geringer dosiert, bleiben lange sehr im Hintergrund, nehmen erst gegen Ende mehr Raum ein. Das fand ich überraschend - aber dennoch war das Gesamtbild stimmig und ist es nicht so, dass man sagen könnte, dass diese Komponente einen deutlich zu geringen Anteil hat.

Diese Gewichtung liegt sicher auch an der Art von Roman, die Julie Klassen hier vorgelegt hat: Es ist nicht wie gewohnt die klassische Liebesgeschichte, der klassische historisch-christliche Roman, sondern es geht sehr stark in Richtung Kriminalroman. Die Liebesgeschichte zwischen Isabelle und Benjamin spielt lange eine eher untergeordnete Rolle, gewinnt erst am Ende mehr Raum, wird dann auch eher kompakt erzählt und abgeschlossen. Im Mittelpunkt steht klar dieser Fall und seine Aufklärung. Das muss man vielleicht mögen - aber es war definitiv etwas Neues, und da dieser Fall in gewohnte Strukturen eingebettet ist, dürfte kein Leser enttäuscht sein.

Kein bisheriger Roman von Julie Klassen weist einen solch hohen, kontinuierlich vorhandenen und sich kontinuierlich steigernden Grad von Spannung und auch Gefahr auf. Mir hat das sehr gut gefallen; es erhöht die Sorgwirkung dieses Romans sehr. Es gibt bis zuletzt viele Ungereimtheiten und offene Fragen sowie unvorhergesehene Wendungen und Auflösungen. Der Leser ist dadurch tief in dieser Geschichte drin, es kommt niemals auch nur Ansatzweise eine Länge auf.

Fazit also: Ein Werk, das einerseits typisch Julie Klassen, andererseits aber auch überraschend anders ist. "Das Geheimnis von Belle Island" schenkt dem Leser ebenso schöne wie spannende Lesestunden. Es ist ein Roman, der die Vorfreude auf Julie Klassen´s nächsten Roman, der in Cornwall spielt, weckt - und neugierig darauf macht, wie die kommenden Werke dieser Autorin aussehen werden; ob es sich nur um einen Ausflug in ein anderes Genre handelte oder ob hier eine neue Entwicklung beginnt ...

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Veröffentlicht am 05.10.2020

Agatha Raisin, wie man sie kennt und mag!

Agatha Raisin und der tote Auftragskiller
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Agatha beschließt, ihr Hobby zum Beruf zu machen und eine Detektei zu eröffnen. Was mit einer verschwundenen Katze beginnt, führt schon bald zu einer Frau, die nach einer Todesdrohung beschützt werden ...

Agatha beschließt, ihr Hobby zum Beruf zu machen und eine Detektei zu eröffnen. Was mit einer verschwundenen Katze beginnt, führt schon bald zu einer Frau, die nach einer Todesdrohung beschützt werden soll. Wieder einmal bringt ein Fall, der so wirkte, als ob er leicht unter Kontrolle zu behalten und schnell aufzuklären sei, Agatha in Lebensgefahr.

Und dies ist nicht die einzige große Gefahr für Agatha - denn da ist auch noch Emma Comfrey, eine alte Dame, die James Lacey´s Cottage gekauft hat. Agatha hatte ihre neue Nachbarin aufgrund ihres Verhandlungsgeschicks und ihres Spürsinnes ohne weitere Überlegungen eingestellt und ihr vertraut. -Eine Entscheidung, die sich als fatal erweisen sollte ...

Band 15 dieser beliebten Reihe. M.C. Beatons Stil ist wie gewohnt prädestiniert für dieses Genre, liest sich von Anfang bis Ende absolut flüssig und mühelos, entspannt und entspannend.

Die typische cosy crime-Atmosphäre, Englands im Allgemeinen und der Cotswolds im Besonderen, kommt in diesem Band nach meiner Empfindung erst später auf und ist auch nicht so dominant wie in den Vorgänger-Bänden. Da gerade diese Atmosphäre dieses Genre und diese Reihe ausmacht, hätte sie also definitiv durchgängig und stärker vorhanden sein können und müssen.

Schwachstelle und Kritikpunkt dieses Bandes ist eindeutig die Figur der Emma Comfrey, deren Entwicklung und die damit verbundene Handlung. Ihre Wandlung geschieht zu schnell, nicht wirklich nachvollziehbar. Sowohl sie als auch die Handlung, v.a. die wiederholte Flucht, sind allzu konstruiert, allzu realitätsfern, unglaubwürdig. Dies verringert den Lesegenuss etwas.

Wie so oft bei einer Reihe, so gibt es auch hier Schwankungen. Während mich die ersten Bände begeisterten, fand ich die folgenden nur mittelprächtig. Die letzten Bände waren wieder deutlich stärker - wobei dieser Band wieder ein Stück dahinter zurückbleibt.

Dennoch ist es unter´m Strich Agatha Raisin, wie man sie kennt und mag. Auch dieser Band schenkt dem Leser ein paar nette, entspannte Lesestunden an einem langen Herbstabend oder einem gemütlichen Wochenende und weckt die Neugier und Vorfreude auf den nächsten Band, der Ende März erscheint.

Liebhaber der Reihe werden "Agatha Raisin und der tote Auftragskiller" definitiv mögen!

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Veröffentlicht am 29.09.2020

Ein kreatives veganes Kochbuch, das sich von der breiten Masse abhebt!

No meat today
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Vegane Kochbücher gibt es mittlerweile viele, darunter auch viele wirklich tolle. Worin unterscheidet sich also Elisa Brunke´s "no meat today" von all diesen Büchern? -Das Werk präsentiert zunächst einmal ...

Vegane Kochbücher gibt es mittlerweile viele, darunter auch viele wirklich tolle. Worin unterscheidet sich also Elisa Brunke´s "no meat today" von all diesen Büchern? -Das Werk präsentiert zunächst einmal vegane Fleischalternativen in ihrer ganzen Bandbreite: Tofu, Tempeh, Sojaschnetzel, Sonnenblumenhack, Erbsenprotein, Lupinen, Seitan, Jackfruit, Pilze, Walnüsse ... Vor allem aber werden hier nicht nur fertig gekaufte Alternativen wie Jackfruit oder Tempeh verwendet, sondern es gibt auch entsprechende Rezepte, sodass man den Fleischersatz selbst zubereiten kann. Auch Sahneersatz wird nicht etwa fertig als Soja- oder Hafersahne gekaut, sondern aus Cashewkernen selbst hergestellt. Auch Saucen und Speck werden nicht fertig gekauft, sondern selbstgemacht. Dabei geschah dies nicht mal, um einen neuen trend zu setzen, sondern eher aus der Not heraus, da die Autorin vor vielen Jahren vegan wurde, es diese ganzen Produkte, die es heute gibt, damals aber nicht gab. So begann sie zu experimentieren, um auch als Veganerin nicht auf den gewohnten Genuss verzichten zu müssen.

Die Ideen und Rezepte kommen an - sei es, weil man sich ebenfalls schon ewig vegan ernährt und neue Rezepte und Gerichte ausprobieren möchte, sei es, weil man all die fertigen und stark verarbeiteten, in Plastik oder Dosen verpackten Ersatzprodukte der Umwelt und der eigenen Gesundheit zuliebe einschränken oder ganz vermeiden möchte.

Nach den Fleischalternativen werden die wichtigsten Gewürze vorgestellt.

Die Rezepte sind untergliedert in die Kategorien Pastaglück, Lieblingsgerichte aus aller Welt, vegan seafood, Burger und Fingerfood, Basics und Beilagen. Es finden sich Gerichte wie Rigatoni mit Kürbisbolognese, Spaghetti Carbonara mit Tofu-Speck, mac´n´cheese mit Kokos-Speck, Lasagne mit Sonnenblumenhack und Cashew-Béchamel, Tagliatelle mit Linsen-Bolognese und Cashewsahne, Bandnudeln mit Geschnetzeltem in Pilz-Sahne-Sauce, gefüllte Ananas mit Kokos-Kurkuma-Reis und Curry-Tempeh, Tomatensuppe mit Reis, Hackbällchen und Cashew-Sahne, sizilianische Arancini, Moussaka, afrikanischer Erdnuss-Süßkartoffel-Eintopf, mexican bowl, gebratenes Gemüse mit Sobanudeln, Tempeh und Erdnuss-Chili-Sauce, Kohlrouladen, Seitan-Tikka Masala mit Basmatireis, Jackfruit-Gulasch, shepherd´s pie, Burger, Flammkuchen ... hier dürfte wirklich für jeden Geschmack was dabei sein.

Die Rezepte konnten in der angegebenen Zeit und genau nach Plan zubereitet werden. Die Zubereitung ist wirklich einfach. Manche Rezepte, wie das Tikka Masala, die Paprika mit Seitan-Reis-Füllung und die Tagliatelle mit Linsen-Bolognese und Cashewsahne, haben mich absolut überzeugt und werden künftig regelmäßig auf den Tisch kommen. Oft waren diese Rezepte auch besser als vermutet! Natürlich waren aber auch Rezepte dabei, die eher durchschnittlich, selten auch mal enttäuschend waren. Das ist aber absolute Geschmackssache; man wird auch kaum ein Kochbuch finden, das durchgehend Gerichte enthält, denen man die Höchstbewertung vergeben wird ...

Auch ich als alter veganer Hase konnte hier noch Dinge entdecken, lernen verbessern. So empfielt der Hersteller meines Lieblings-Sonnenblumenhack beispielsweise, dieses in die fertige Tomatensauce zu geben und ca. 10 Minuten mitköcheln zu lassen. Nun habe ich die von Elisa Brunke empfohlene Zubereitungsart ausprobiert - und bin absolut begeistert, da mein Sonnenblumenhack so schön kross wird und dem Original viel, viel näher kommt als die bisherige, vom Hersteller empfohlene Zubereitungsart! Ich werde dieses Hack nie wieder anders zubereiten ... Auch geräuchertes Paprika-Gewürz habe ich erst dank dieses Buches kennengelernt - liebte es aber auf Anhieb, sodass es mir nicht mehr ausgehen wird! Die mac´n´cheese schmecken gerade durch dieses Gewürz so unfassbar gut!

Die hochwertigen, ganzseitigen Fotos sind wunderschön anzusehen und machen sofort viel Lust auf´s Nachkochen und Genießen.

Empfehlenswert ist es sicher, bei manchen Gerichten etwas zu experimentieren und sie noch mehr an den persönlichen Geschmack anzupassen. So schmeckten mir die Cashewkerne in der Linsenbolognese und in der Lasagne sehr gut; die mac´n´cheese waren mir mit dieser Sauce aus Cashewkernen und Wasser aber viel zu wässrig. Ich habe die Sauce mal mit etwas Hafersahne ergänzt, mal komplett damit zubereitet und finde sie so noch leckerer und wirklich perfekt. Fertig gekaufter Sahneersatz passt aber nicht so gut zum Konzept dieses Buches ...

Was ich bei den Rezepten vermisse, sind Nährwertangaben sowie Zubereitungszeiten, die man auf den ersten Blick eindeutig erfassen kann. Ich liebe die Ideen und Rezepte wirklich, und vielleicht (bzw. sogar sicher) gewöhnt man sich im Laufe der Zeit an die Rezepte und denkt an alles und plant entsprechend. Zumindest für die Anfangszeit und wenn man vielleicht nur ab und an zu diesem Kochbuch greift, eine entsprechende Routine sich also nicht so leicht einstellen kann, sind die fehlenden Zubereitungszeitenüberblicke aber ein Problem. Mir ist es leider mehr als ein Mal passiert, dass ich bspw. mittags ein bestimmtes Rezept kochen wollte, mich schon darauf gefreut hatte ... und dann feststellen musste, dass ich dieses Rezept nicht kochen kann, da die Cashewkerne ja mindestens 4 Stunden lang eingeweicht werden müssen und ich das vergessen hatte ... Und da viele Rezepte Cashewkerne benötigen, kann das sehr oft passieren. Längst nicht immer ist man in der glücklichen Lage, dass man dann spontan umdisponieren und bspw. statt mittags einfach abends kochen kann. Wenn man das Essen für abends eingeplant hatte, kann man es für den betreffenden Tag total vergessen - und das ist dann sehr ärgerlich und schade.

Trotz dieser Kritikpunkte mag ich das Buch aber. Die Rezepte sind kreativ, neu, anders, maximal gesund, meist sehr lecker, die Palette ist breit gefächert ... Das Buch ist perfekt für alle, die vegan kochen, neue Dinge ausprobieren und entdecken, verarbeitete Produkte vermeiden wollen. Wenn man ein paar Dinge beachtet, dann bereitet einem "no meat today" viel Freude.