Zu märchenhaft und zu düster
Flora Brimble und der verlorene FrühlingEine Geschichte, die in dem englischen Dorf Rye beginnt - hier wohnt Flora Brimble.
Flora liebt es, Geschichten zu schreiben. Eines Tages findet sie sich selbst inmitten einer solchen wieder, nachdem der ...
Eine Geschichte, die in dem englischen Dorf Rye beginnt - hier wohnt Flora Brimble.
Flora liebt es, Geschichten zu schreiben. Eines Tages findet sie sich selbst inmitten einer solchen wieder, nachdem der Winter einfach nicht mehr enden wollte und sie loszog, um den Frühling zu suchen. Nur die Maikönigin kann ihn zurückbringen - also muss Flora die Maikönigin finden. Auf ihrer Reise und Suche ist Flora nicht alleine, denn sie begegnet u.a. einem anderen Mädchen, Harriet, einem Kobold und einem Eichhörnchen.
Doch auf dem Weg zu ihrem Ziel müssen sie Dunkelheit und Kälte und eine entsprechende Gegnerin besiegen ...
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"Flora Brimble" ist ein Buch, auf das wir uns sehr gefreut hatten und das wir so gerne geliebt hätten, das uns letztlich aber leider nicht wirklich überzeugen und begeistern konnte.
Das Cover ist wunderschön, ebenso die Illustrationen zu Beginn eines jeden Kapitels, die Leseprobe war so gut ... vielleicht waren die Erwartungen dadurch zu hoch.
Marcus Raffels Schreibstil ist wirklich großartig - er hat mir als Erwachsener mit am besten an diesem Buch gefallen. Raffel schreibt anspruchsvoll, aber doch angenehm und flüssig lesbar, und sein Schreibstil macht diese Geschichte unglaublich atmosphärisch und bildhaft.
Die Figuren sind gelungen, v.a. Flora und Harriet sowie das Eichhörnchen.
Der Beginn der Geschichte, der in Rye spielt, hat uns noch richtig gut gefallen, aber leider änderte sich das dann schnell.
Uns war die Geschichte insgesamt erstens zu märchenhaft, was uns schon nicht gefallen hat. Wenn man Märchen lesen will, greift man zu einem Märchen, wenn man andere Geschichten lesen will, greift man zu anderen Büchern ... wir haben nicht erwartet und nicht damit gerechnet, dass "Flora Brimble" so sehr einem Märchen ähnelt.
Zweitens ist die Geschichte leider auch sehr düster. Schon mir war das zu viel, den Kindern noch mehr.
Das Buch wird ab 10 Jahren empfohlen ... ich bin nicht sicher, ob dieses empfohlene Lesealter wirklich passt. Man sollte das sehr individuell entscheiden. Ich kenne viele Kinder, denen ich dieses Buch nicht schon mit 10 Jahren geben würde. Wenn, dann nur, wenn man darüber spricht oder gleich zusammen liest - aber selbst zum Vorlesen wäre das für viele Kinder, die ich kenne, zu früh. Man sollte das Buch also am besten zuerst selbst lesen und dann entscheiden, wann man es seinen Kindern vorlesen oder geben möchte.
Wir waren also leider eher enttäuscht von "Flora Brimble" und landen bei 3-3,5 Sternen.
Fantasy, Magie, Freundschaft, Licht und Schatten, Angst und Mut, Menschen, Tiere und Natur, Spannung, Gefahr und ein großes Abenteuer stehen hier im Mittelpunkt.