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Veröffentlicht am 02.06.2026

Tolle Idee mit leider nicht ganz überzeugender Umsetzung

Healthy Food
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Kein reines Rezeptbuch, kein reines Abnehmbuch, sondern ein Buch, das dabei helfen soll, das Wunsch- und Wohlfühlgewicht zu erreichen, sich in seinem Körper wohlzufühlen, endlich keine Diäten mehr halten ...

Kein reines Rezeptbuch, kein reines Abnehmbuch, sondern ein Buch, das dabei helfen soll, das Wunsch- und Wohlfühlgewicht zu erreichen, sich in seinem Körper wohlzufühlen, endlich keine Diäten mehr halten zu müssen ... das klang gut. Auch die Herangehensweise, Ernährung plus Mindset, klangen perfekt. Die Rezepte sollten einfach und alltagstauglich sein, der ganze Körper sollte profitieren ... ich war also sehr gespannt auf "Healthy Food"; die Erwartungen waren hoch. Vielleicht zu hoch, denn uns hat das Buch leider enttäuscht.

Enthalten sind 40 Rezepte. Je weniger Rezepte, desto höher natürlich das Risiko, dass man kaum Rezepte findet, die den eigenen Geschmack treffen. Dennoch waren wir offen und gespannt.

Das Buch ist wie von diesem Verlag gewohnt absolut hochwertig aufgemacht, weit überwiegend findet man sehr schöne ganzseitige Fotos der Gerichte, die sofort Lust auf das Ausprobieren der Rezepte machen (wenn sie denn den eigenen Geschmack treffen).

Zunächst kommt die Autorin zu Wort, es gibt bspw. ein Vorwort und sie erzählt ihre Geschichte. Anschließend folgen die acht Kapitel Beauty Secrets (für natürliche Schönheit von innen), Microbiome reset (der Neustart für Deinen Darm), Longevity Mode (gesunde Lebensjahre gewinnen), Anti-inflammatory (stille Entzündungen im Körper heilen), Immune booster (mehr power für Deine Abwehrkräfte), Brain fuel (für starke Nerven und ein gutes Gedächtnis), Energy booster (voller Energie durch den Alltag) sowie Anti-craving (gesund naschen ohne schlechtes Gewissen) mit den jeweiligen Rezepten. Dazu gibt es zu jedem Kapitel vorweg ein passendes Extra, etwa die besten Nährstoffe für Langlebigkeit, fürs Gehirn, für den Darm, gamechanger der antientzündlichen Ernährung, schnelle Hilfe bei Heißhunger ... das klang einfach sehr durchdacht und perfekt. Da ich mich sowieso schon lange mit Molekularmedizin und Epigenetik beschäftige und Nahrungsergänzungsmittel eines führenden Molekularmediziners einnehme, war ich sehr gespannt und hoffte, vielleicht noch etwas Neues lernen zu können (wobei ich wusste, dass die Chance eher gering ist, da ich auch die Bücher dieses Molekularmediziners lese und so immer auf dem neuesten Stand bin).

Bei jedem Kapitel gibt es vor den eigentlichen Rezepten eine Einleitung; dann folgen die jeweils passenden und wichtigen Nährstoffe, ihre Bedeutung für den Körper und eine kleine Aufzählung der Lebensmittel, in denen sie enthalten sind. Ich wusste das alles schon und konnte nichts Neues lernen, aber für Menschen, die sich erstmals damit beschäftigen, ist das sicher sehr hilfreich und gut. Die Idee und der Aufbau gefallen mir jedenfalls.

Gut ist wie gesagt, dass nicht nur auf die Ernährung Wert gelegt wird, sondern dass auch die Bedeutung von Bewegung, Schlaf und Stressabbau betont wird (wobei das ja nun nicht neu ist). Allerdings liegt der Fokus für uns viel weniger auf den übrigen Dingen als vermutet und beworben.

Ein großer Minuspunkt ist wie gesagt, dass uns nur wenige Rezepte ansprachen. Eigentlich waren es nur das Hirseporridge mit Mandeln und Äpfeln, die Linsenwraps (ohne Lachs für mich als Vegetarierin - aber sie schmecken auch mit Salat oder kalt mit Rohkost köstlich!), Avocado-Schoko-Mousse mit Amaranth-Crunch, Almond-Matcha-Latte, Granola mit Zimt und Tonkabohne, Spinat-Kürbis-Lasagne, Bananen-Nicecream mit Schokosauce, Coconut-Panna-Cotta, Schokolade mit Beeren und Pistazien sowie der Schokoaufstrich mit Datteln und Mandeln.

Manche Rezepte ergeben für mich nicht so viel Sinn - so findet sich im Teil mit den antientzündlichen Rezepten(!) ein Rezept für Risotto mit Brunnenkresse und Zitrone. Reis soll antientzündlich sein? -Das absolute Gegenteil ist doch der Fall! Für mich also absolut unverständlich, wie man ein Rezept mit Reis (noch dazu mit weißem Reis) als antientzündlich bezeichnen und einordnen kann.

Bei anderen Rezepten bin ich mir nicht sicher, ob sie wirklich zum Abnehmen beitragen, da sie aus meiner Sicht oft hochkalorisch sind. So hat die Spinat-Kürbis-Lasagne bspw. ca. 1232 Kalorien pro Portion. Ich nehme damit sicher nicht ab, zumal das Frühstück und das Abendessen ja auch Kalorien haben und die Gesamtkalorienmenge für den Tag dadurch einfach viel zu hoch ist.

Uns sprachen also v.a. die süßen Rezepte an. Von den getesteten Rezepten haben uns bis auf die Coconut-Panna-Cotta, die wir leider ungenießbar fanden, alle gut geschmeckt. Die Rezepte sind einfach und übersichtlich, es gibt Kalorien- und Nährwertangaben. Ansonsten stören mich nur kleine Details - beim Schokoaufstrich mit Datteln und Mandeln hätte man etwa noch angeben können, wie lange er gekühlt haltbar ist nach der Herstellung.

Fazit also: Tolle Idee, aber leider nur relativ wenige Rezepte, von denen noch deutlich weniger unseren Geschmack treffen. Ein paar wenige neue Lieblingsrezepte haben wir gefunden, v.a. die Linsenwraps und den Schokoaufstrich mit Datteln und Mandeln, sodass wir das Buch wegen dieser Rezepte weiterhin benutzen werden. Aber die Hoffnung, hier viele tolle neue Rezepte zu finden, die man dauerhaft täglich zubereiten kann, das Buch also auch dauerhaft täglich nutzen zu können und Monika Svendsens Konzept dauerhaft umsetzen zu können, hat sich leider nicht erfüllt. Für uns eignen sich diese Rezepte und dieses Buch leider nicht hierfür. Hinzu kommt, dass viele der enthaltenen Rezepte keineswegs neu sind, sondern man sie so ähnlich schon oft gesehen hat. Ich denke hier bspw. an das Hirse-Porridge, die Almond-Matcha-Latte, die Bananen-Nicecream, die Coconut-Panna-Cotta ... Ich hatte auf tolle, wirklich neue Rezepte gehofft. Und was für Familien wichtig ist: Ich glaube, dass Kinder viele der Rezepte einfach nicht essen werden, wodurch die Rezepte und das Buch leider auch nicht wirklich familientauglich sind.



Veröffentlicht am 19.05.2026

Das bisher beste Buch der Ernährungsdocs!

Die Ernährungs-Docs – Unsere 100 besten Protein-Power-Rezepte
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Wir lieben die Bücher der Ernährungsdocs und waren daher sehr gespannt auf das neueste Buch - umso mehr, als ich bisher einen großen Teil meines täglichen Proteinbedarfs durch Eiweißshakes deckte, aber ...

Wir lieben die Bücher der Ernährungsdocs und waren daher sehr gespannt auf das neueste Buch - umso mehr, als ich bisher einen großen Teil meines täglichen Proteinbedarfs durch Eiweißshakes deckte, aber das Gefühl hatte, dass mir das nicht wirklich gut tut, aber auch nicht ständig Linsen, Falafel, Tofu u.Ä. essen wollte, sondern nach neuen Rezepten und Abwechslung suchte.

Enthalten sind 100 Rezepte mit viel Protein. Es ist keineswegs ein Abnehmbuch, sondern für alle Menschen gedacht, da Proteine nicht nur für das ideale Gewicht, sondern generell dafür sorgen, dass man gesund bleibt. Richtig eingesetzt, kann man mit Eiweiß sogar Lebensjahre gewinnen - und diese eben vor allem auch gesund verbringen.

Das Buch ist gewohnt hochwertig aufgemacht, oftmals mit ganzseitigen Fotos zu jedem Rezept. Es geht nicht nur darum, genügend Eiweiß zu sich zu nehmen, sondern auch um den richtigen Mix aus tierischem und pflanzlichem Eiweiß - denn nur so ist die Eiweißmenge auch wirklich gesund und lässt sich das Potenzial auch voll ausschöpfen.

Vor dem eigentlichen Rezeptteil erfährt man alles über Proteine - was sie alles können, wie sie heilen können, welches Protein das beste ist, welche Lebensmittel besonders proteinreich sind usw. Schon dieser Teil war für mich äußerst lesenswert und lehrreich - So hört man bspw. immer, dass man pro kg Körpergewicht und Tag 1g Eiweiß essen sollte. Die Ernährungsdocs erklären aber, dass die meisten Menschen diese Formel falsch verstehen, daher zu viel Eiweiß essen, und dann zunehmen, da zu viel Eiweiß nämlich dick macht. Sie erklären natürlich auch, wie man die Formel richtig anwendet. Auch ich habe die Formel jahrelang falsch angewendet, jahrelang täglich zu viel Eiweiß gegessen - und mich gewundert, warum ich nicht schlank bin bzw. sogar noch zu-, jedenfalls aber nicht abnehme ... Ein zu viel an tierischem Eiweiß landet als Fett im Körper.

Neu war für mich bspw. auch, dass pflanzliche Proteine die Wundheilung und den Gewebeaufbau fördern - ich hörte und dachte bisher immer, dass mein hochwertiger biologischer Proteinshake dem pflanzlichen Eiweiß überlegen sei, da das Immunsystem ja aus Eiweiß besteht und tierisches Protein besser verwertbar sein soll. Ich dachte also, dass ich meinem Immunsystem und bspw. auch der Wundheilung einen Gefallen tue, da tierisches Protein und somit auch mein Molkenshake eine hohe biologische Wertigkeit hat; tatsächlich war aber vielleicht sogar das Gegenteil der Fall. Ich werde nun mehr auf Eiweiß aus pflanzlichen Quellen setzen, das kommt mir als vegetarisch-vegan lebender Person sowieso zugute. Sogar die Fleischesser der Familie wurden durch die guten und einleuchtenden Erklärungen der Ernährungsdocs aufgeklärt und überzeugt und werden künftig mehr auf pflanzliches Eiweiß setzen.

Es gibt auch einen Selbsttest, mit dem man herausfinden kann, ob man genug Eiweiß zu sich nimmt, sowie Tips und Tricks, um die tägliche Eiweißaufnahme zu erhöhen und weitere Tips dazu, wie man sich so ernährt, dass man gesund leben kann. Ebenso gibt es eine Tabelle, mit der man sehen kann, welche Lebensmittel wie viel Eiweiß enthalten.

Die Rezepte selbst sind unterteilt in Frühstück, Hauptgerichte, kleine Gerichte sowie Süßes. Dank icons kann man sofort erkennen, welche Rezepte vegetarisch, vegan, low carb oder reich an Pflanzeneiweiß sind.

Beim Frühstück fehlen mir persönlich schokoladige Rezepte (damit meine ich bspw. Rezepte mit rohem Kakao, der ein echtes superfood ist und für einen schönen schokoladigen Geschmack sorgt). Aber es gibt andere tolle Rezepte, bspw. Möhren-Erdmandel-Müsli Bircher Art und knuspriges Granola mit Urkorn und Soja oder Quarkbrötchen mit Buttermilch. Aber schokoladige Sachen fehlen mir schon. Hier hätte ich mir gewünscht, dass mehr an die Menschen gedacht wird, die morgens gerne was Schokoladiges essen. Denn Möglichkeiten, ein solches Frühstück mit gesunden Zutaten zu zaubern, gibt es genug.

Manche Frühstücksrezepte, wie das bunte Gemüse-Omelett mit Hüttenkäse oder das Räuchertofu-Menemem, lassen sich auch perfekt mittags oder abends essen.

Bei den Hauptgerichten findet man bspw. einen orientalischen Gemüseeintopf, bunte Minestrone mit Weißkohl, Hafer-crepes mit Linsengemüse, Kürbis-Hirse-Pfanne mit Spinat und Walnüssen, Kichererbsen-Fusilli mit Kürbis-Bolognese, Vollkorn-Spaghetti mit Soja-Bolognese, Vollkornnudelauflauf mit Ratatouille, Dinkel-Quark-Spätzle mit Pilzen und Tomaten, Grünkernbuletten mit Salat, gefüllte Zucchini mit Linsen-Risoni, Blumenkohl-Ofenkartoffeln mit Linsen-Dal ...

Fleisch- und Fischesser finden auch einige Rezepte in diesem Buch. Doch es gibt auch wirklich mehr als genug Rezepte für Vegetarier.

Bei den kleinen Gerichten findet man etwa Paprikasuppe mit Halloumi, Salat mit Ricotta-Küchlein, Kidneybohnen-Pilz-Falafeln mit grünem Salat, bunte Gemüsenudeln mit Erdnusssauce, überbackene Caprese-Schnitten, Gemüse-Fritatta mit Pilzen und Käse ...

Alle Rezepte sind übersichtlich, klar strukturiert, bestens erklärt und verständlich. Portionen und Zeiten sind auf einen Blick erkennbar, ebenso die Nährwertangaben. Jedes Rezept mit einem Tip der Ernährungsdocs versehen. Benötigte Zutaten befinden sich in Listenform in einer Spalte, die Zubereitungsanleitung in einer separaten Spalte daneben. Alle Rezepte lassen sich problemlos zubereiten und haben uns extrem gut geschmeckt. Sehr viele davon sind sofort zu neuen Lieblingsrezepten geworden, die wir seitdem schon sehr oft gekocht haben.

Bei den süßen Rezepten sind unsere absoluten Favoriten die Dinkel-Quark-Muffins mit Banane und Mandeln sowie die Quark-Buttermilch-Waffeln mit Schokosauce. Auch diese haben wir schon oft zubereitet. Ich persönlich hätte mir auch bei den süßen Rezepten ein paar richtig schokoladige Sachen gewünscht (die Mandel-energy-balls mit Datteln fand der Rest der Familie nicht schlecht, mir waren sie aber leider viel zu wenig schokoladig). Die fehlen mir irgendwie noch; das soll aber nicht ins Gewicht fallen, da der Rest des Buches einfach absolut großartig und überzeugend ist.

Für uns ist es das bisher beste Buch der Ernährungsdocs. Wir benutzen es nahezu täglich, und das wird sich auch nicht mehr ändern. Aus unserer Küche ist dieses Buch nicht mehr wegzudenken. Es ist ein wirklich wertvolles, unverzichtbares Buch für alle, die ihren täglichen Proteinbedarf decken und Proteine für ihre Gesundheit nutzen wollen und ebenso gesunde wie leckere Rezepte suchen. Es ist eine wahre Schatzkiste an tollen Rezepten und es finden sich für Vegetarier und auch für Fleisch- und Fischessen wirklich mehr als genug Rezepte, sodass wirklich für jeden Geschmack mehr als genug dabei ist. Uns haben auf Anhieb sehr viele Rezepte angesprochen - und kein einziges Rezept hat uns enttäuscht, ganz im Gegenteil. Hier gibt es so viele neue Lieblingsrezepte. Und die ersten positiven Wirkungen ließen auch nicht lange auf sich warten. Absolute Empfehlung für dieses Buch!

Veröffentlicht am 10.05.2026

Island im Jahre 1949

Moosland
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Im Sommer 1949 kamen knapp dreihundert junge, ledige deutsche Frauen im Alter zwischen zwanzig und dreißig Jahren nach Island, um dort auf Höfen zu arbeiten. Diese Maßnahme war nötig, da es während des ...

Im Sommer 1949 kamen knapp dreihundert junge, ledige deutsche Frauen im Alter zwischen zwanzig und dreißig Jahren nach Island, um dort auf Höfen zu arbeiten. Diese Maßnahme war nötig, da es während des Krieges und danach in Island zu einer regelrechten Landflucht kam. So tauchten auch Frauen, die bisher in der Stadt lebten, nicht nur in ein neues Land, sondern auch sonst in jeder Hinsicht in eine ganz neue Welt ein.
Diese jungen Frauen mussten also nicht nur den Krieg hinter sich lassen, sondern sich auch in einem völlig neuen und fremden Land und in einer völlig neuen und fremden Welt zurechtfinden. Eine völlig neue und fremde Sprache kam hinzu, dass die Frauen schon deshalb sehr alleine waren, weil sie nicht mit den Isländern reden konnten. Viele von ihnen lebten nie zuvor auf dem Land und auf einem Hof und hatten keine Ahnung, was sie erwartet. Und das Island der damaligen Zeit war zudem ganz anders als das Island, das wir heute kennen.
Erstaunlich viele dieser Frauen fanden sich erstaunlich schnell und gut zurecht und blieben auf der Insel. Doch es gab auch die, die Schwierigkeiten hatten. Von einer solchen Frau erzählt Katrin Zipse in "Moosland". Diese Frau ist Elsa. Wir begleiten sie ab ihrer Ankunft auf der Insel eine ganze Weile - ihre Gefühle und Gedanken, ihren Alltag, ihr Leben, ihre Entscheidungen, wir lernen auch die Familie, der der Hof gehört und mit der sie zusammenlebt, sehr gut kennen ...
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Obwohl ich Island liebe, hatte ich noch nie zuvor von diesen Frauen, die damals auf die Insel kamen, gehört. Ich fand es sehr spannend, darüber zu lesen. Dass man so viel über sie und alles, was damit zu tun hat, erfährt liegt auch an dem hervorragenden und wirklich lesenswerten Nachwort der Autorin. Auch dies war ein Highlight für mich. Auch deshalb hat sich "Moosland" gelohnt.
Überhaupt fand ich diese Idee sehr spannend, wichtig und gut. Katrin Zipse lässt Geschichte wieder lebendig werden bzw. macht Geschichte überhaupt sichtbar und beleuchtet, wie es ist, sich nach dem Krieg als junge Frau in einem völlig fremden Land, einer völlig fremden Welt, einer völlig fremden Sprache zurechtfinden zu müssen. Dies ist ihr jedenfalls über weite Strecken sehr gut gelungen. Andererseits blieben mir sowohl Elsa als auch diese isländische Familie aber leider auch streckenweise einfach zu fremd und distanziert, hatte ich leider streckenweise keinerlei Verbindung zu ihnen, sondern habe nur oberflächlich gelesen. Dies auch deshalb, weil der Roman meiner Meinung nach leider immer wieder Längen aufweist. Auch deshalb fiel es mir stellenweise leider schwer, dranzubleiben, und war ich froh, als ich dann die letzte Seite gelesen hatte. Sehr schade, denn auch Katrin Zipses Schreibstil fand ich großartig. Sie erzählt nüchtern, aber doch extrem atmosphärisch und bildhaft. Ich habe die Atmosphäre dieses Romans geliebt.
Fazit: Tolle Idee, toller Schreibstil, aber leider mit Längen und daher nicht ganz überzeugend.
Wer aber gute Literatur, Romane der leisen Töne liebt und nach Island reisen und mehr über das Land, die Leute und die Frauen, die damals nach Island kamen, und damit auch über die Geschichte erfahren möchte, dem kann man "Moosland" nur empfehlen! Obwohl ich am Ende leider nicht ganz überzeugt war, hat sich die Lektüre doch gelohnt.

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Veröffentlicht am 04.05.2026

Zu märchenhaft und zu düster

Flora Brimble und der verlorene Frühling
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Eine Geschichte, die in dem englischen Dorf Rye beginnt - hier wohnt Flora Brimble.
Flora liebt es, Geschichten zu schreiben. Eines Tages findet sie sich selbst inmitten einer solchen wieder, nachdem der ...

Eine Geschichte, die in dem englischen Dorf Rye beginnt - hier wohnt Flora Brimble.
Flora liebt es, Geschichten zu schreiben. Eines Tages findet sie sich selbst inmitten einer solchen wieder, nachdem der Winter einfach nicht mehr enden wollte und sie loszog, um den Frühling zu suchen. Nur die Maikönigin kann ihn zurückbringen - also muss Flora die Maikönigin finden. Auf ihrer Reise und Suche ist Flora nicht alleine, denn sie begegnet u.a. einem anderen Mädchen, Harriet, einem Kobold und einem Eichhörnchen.
Doch auf dem Weg zu ihrem Ziel müssen sie Dunkelheit und Kälte und eine entsprechende Gegnerin besiegen ...
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"Flora Brimble" ist ein Buch, auf das wir uns sehr gefreut hatten und das wir so gerne geliebt hätten, das uns letztlich aber leider nicht wirklich überzeugen und begeistern konnte.
Das Cover ist wunderschön, ebenso die Illustrationen zu Beginn eines jeden Kapitels, die Leseprobe war so gut ... vielleicht waren die Erwartungen dadurch zu hoch.
Marcus Raffels Schreibstil ist wirklich großartig - er hat mir als Erwachsener mit am besten an diesem Buch gefallen. Raffel schreibt anspruchsvoll, aber doch angenehm und flüssig lesbar, und sein Schreibstil macht diese Geschichte unglaublich atmosphärisch und bildhaft.
Die Figuren sind gelungen, v.a. Flora und Harriet sowie das Eichhörnchen.
Der Beginn der Geschichte, der in Rye spielt, hat uns noch richtig gut gefallen, aber leider änderte sich das dann schnell.
Uns war die Geschichte insgesamt erstens zu märchenhaft, was uns schon nicht gefallen hat. Wenn man Märchen lesen will, greift man zu einem Märchen, wenn man andere Geschichten lesen will, greift man zu anderen Büchern ... wir haben nicht erwartet und nicht damit gerechnet, dass "Flora Brimble" so sehr einem Märchen ähnelt.
Zweitens ist die Geschichte leider auch sehr düster. Schon mir war das zu viel, den Kindern noch mehr.
Das Buch wird ab 10 Jahren empfohlen ... ich bin nicht sicher, ob dieses empfohlene Lesealter wirklich passt. Man sollte das sehr individuell entscheiden. Ich kenne viele Kinder, denen ich dieses Buch nicht schon mit 10 Jahren geben würde. Wenn, dann nur, wenn man darüber spricht oder gleich zusammen liest - aber selbst zum Vorlesen wäre das für viele Kinder, die ich kenne, zu früh. Man sollte das Buch also am besten zuerst selbst lesen und dann entscheiden, wann man es seinen Kindern vorlesen oder geben möchte.
Wir waren also leider eher enttäuscht von "Flora Brimble" und landen bei 3-3,5 Sternen.
Fantasy, Magie, Freundschaft, Licht und Schatten, Angst und Mut, Menschen, Tiere und Natur, Spannung, Gefahr und ein großes Abenteuer stehen hier im Mittelpunkt.

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Veröffentlicht am 03.05.2026

Nicht überzeugend und enttäuschend

Noch fünf Tage
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Lis ist Köchin bei der milliardenschweren Familie Harman in Davos. Beim Silvesterdinner stirbt die gesamte Familie - durch Gift, das sich im Essen befand. Und auch Lis wurde vergiftet. Ihr bleiben nur ...

Lis ist Köchin bei der milliardenschweren Familie Harman in Davos. Beim Silvesterdinner stirbt die gesamte Familie - durch Gift, das sich im Essen befand. Und auch Lis wurde vergiftet. Ihr bleiben nur noch wenige Tage. Innerhalb dieser wenigen Tage muss sie vom Krankenhausbett aus herausfinden, wer hinter diesem Giftanschlag steckt. Galt der Anschlag der Familie Harman und war Lis nur ein Kollateralschaden - oder galt der Anschlag Lis und war die Familie Harman nur ein Kollateralschaden?
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"Noch fünf Tage" ist eines dieser Bücher, die sich gut anhörten, mich dann aber leider überhaupt nicht überzeugten und sogar ziemlich enttäuschten.
Vorweg: Für mich ist es über weite Strecken eher ein Krimi als ein Thriller. Darüber könnte ich vielleicht noch hinwegsehen, wenn der Rest passen und überzeugen würde. Das ist aber leider nicht der Fall.
Helena Falkes Schreibstil ist weder besonders gut noch besonders schlecht - absoluter Durchschnitt eben.
Die Figuren kommen klischeebeladen daher. Sowohl die Figuren als auch die Handlung bleiben sehr oberflächlich. Mir fehlte komplett die Tiefe. Ich konnte keinerlei Verbindung zu den Figuren aufbauen. Weder der Aufbau des Falles noch seine Auflösung konnten mich fesseln. Es bleibt alles einfach viel zu blass und langweilig. So gibt es auch immer wieder Längen. Auch wirkt alles offensichtlich konstruiert. Mich konnte "Noch fünf Tage" leider in keiner Hinsicht überzeugen. Ich kann leider keine Empfehlung aussprechen.

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