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Veröffentlicht am 17.10.2025

Gänsehaut ist garantiert!

Gänsehaut in Hovenäset 1. Flammenrad
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"Flammenrad" ist der Auftakt einer Trilogie für junge Leser im Alter von 11-13 Jahren. Empfohlen wird es für junge Krimifans - aber ich würde es eher und passender als Thriller, Grusel, Spuk bezeichnen. ...

"Flammenrad" ist der Auftakt einer Trilogie für junge Leser im Alter von 11-13 Jahren. Empfohlen wird es für junge Krimifans - aber ich würde es eher und passender als Thriller, Grusel, Spuk bezeichnen. Krimielemente sind vorhanden - ebenso aber auch schon Horror-Elemente.
Alle drei Bände spielen in Schweden, am Meer. Es geht um drei Freunde, und jeder von ihnen wird in einem der Bände im Mittelpunkt stehen.
In diesem ersten Band geht es vor allem um Heidi. Ihre Eltern haben sich getrennt, ihre Mutter ist nach Deutschland gezogen. Ihr Vater und seine neue Partnerin bekommen ein Baby, und gemeinsam wohnen sie in einem Haus.
Doch es passieren seltsame Dinge: unter dem Dielenboden findet man einen alten Kinderschuh und eine alte Rassel; Regen und Gewitter wollen gar nicht mehr verschwinden; Heidi ist sich sicher, dass nachts ständig jemand im Haus ist, ganz nah; ihre Oma ist ganz verändert und hat große Angst; die schwangere Jennifer wird immer müder.
Irgendwann keimt in den Kindern der Verdacht, dass es vielleicht Bill ist, der kürzlich mit seinem Riesenrad nach Hovenäset kam und im Gästezimmer von Heidis Haus wohnt. Denn all diese Dinge geschehen erst, seit er da ist. Und dann erfährt Heidi von ihrer Oma, dass vor langer Zeit etwas Schreckliches geschah und es sich wiederholen wird, wenn sie Bill nicht aufhalten und dafür sorgen, dass er schnellstmöglich mit seinem Riesenrad verschwindet. Doch das ist gar nicht so einfach, da die Erwachsenen Heidi und ihrer Oma keinen Glauben schenken ...
Wird es Heidi und ihren Freunden gelingen, Bill aufzuhalten und ihre Familie vor dem großen Unglück zu bewahren?
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Eigentlich hat das Buch 5 Sterne verdient, und eigentlich würde ich die auch von Herzen gerne vergeben - dass ich es nicht tue, liegt an ein paar Kritikpunkten, die dazu führten, dass "Flammenrad" doch leider nicht hundertprozentig überzeugen konnte.
Kristina Ohlsson´s Schreibstil ist toll, der liest sich richtig gut! Sowohl für die Zielgruppe als auch für Erwachsene. Die Geschichte ist richtig atmosphärisch, sie besticht durch ihre mysteriöse und unheilvolle Grundstimmung - und ständig geschehen Dinge, die alles noch mysteriöser machen. Auch Erwachsene können sich noch herrlich gruseln bei dieser Geschichte.
Schnell entsteht eine extreme Sogwirkung, der man sich kaum entziehen kann, sodass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann, weil man unbedingt wissen möchte, wie alles weitergeht und endet. "Flammenrad" ist richtig spannend.
Ganz nebenbei geht es auch um Scheidung, Trennung von der Mutter, das Gefühl, sich vernachlässigt und unerwünscht zu fühlen, die Demenz der Großmutter ... das alles hat die Autorin stimmig eingewoben. Man hatte nie das Gefühl, dass es störend ist oder dass die Autorin zu viele Themen reinpacken wollte.
Auch die Figuren sind gelungen. Und das Buch passt auch perfekt in die kalte und dunkle Jahreszeit, gerade jetzt auch vor Halloween.
Ich muss aber sagen, dass es stellenweise einfach etwas too much war für die Zielgruppe (ich denke da an die Särge, das Anzünden, das Ertränken ...).
Natürlich kommt es immer auf das jeweilige Kind an - aber ich würde allen Erwachsenen raten, das Buch vorab zu lesen und individuell zu entscheiden, ob bzw. wann es einem Kind überlassen wird. Oder es gemeinsam zu lesen. Wir haben es tagsüber zusammen gelesen, auch, um immer wieder über das Gelesene zu reden, was ich auch aus anderen Gründen wichtig finde.
Was mir ebenfalls nicht gefallen hat, ist die Tatsache, dass es auch um Angst und Aberglaube geht, genauer: dass, wenn das, was der Aberglaube vorgibt, befolgt wird, die Gefahr gebannt ist. Angst, Aberglaube und Abhängigkeit werden also bestärkt. Finde ich nicht gut. Menschen aller Altersklassen sollten davon wegkommen, statt noch darin bestärkt zu werden. Und gerade bei Kindern finde ich das dann auch wirklich problematisch.
Weiterhin gab es ein paar Logik-Widersprüche. Auch wurden Dinge, die nicht stimmig waren, nicht aufgelöst, es gab keine Erklärung, keine Auflösung, und so blieben auch sie unklar.
Schließlich waren wir mit dem Ende alles andere als glücklich. Es ist zu offen und lässt den Leser leider zudem mit einem Gefühl der Beklemmung zurück. Das empfand schon ich als Erwachsene so, und ich denke, dass die Zielgruppe noch mehr daran zu knabbern hat. Das Kind, mit dem ich das Buch gelesen habe, war auch enttäuscht und unruhig und hätte sich ein anderes, positiveres, endgültigeres Ende gewünscht.
Daher leider keine Höchstbewertung - dennoch ist "Flammenrad" ein toller Auftakt; wir wollen und werden die Reihe definitiv weiterlesen.
Wir würden es allen Kindern, die Spannung, Grusel, Spuk, Gefahr, Geheimnisse, Geschichten über Freunde, Rätsel, die sie lösen müssen, mögen und auf der Suche nach einem schaurigen und düsteren Buch für kalte und dunkle Herbst- und Winterabende sind, empfehlen - wenn das jeweilige Kind wirklich schon bereit für diese Lektüre ist und man gegebenenfalls zusammen liest und darüber spricht.
Und es ist definitiv ein Buch, bei dem auch Erwachsene auf ihre Kosten kommen. Ich habe mich keine Sekunde gelangweilt, sondern "Flammenrad" sehr gerne gelesen.

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Veröffentlicht am 14.10.2025

Tolle Fortsetzung

Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 2)
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Der zweite Band der Lindt & Sprüngli-Saga: Wir befinden uns in den Jahren 1863-1880. Im Mittelpunkt steht vor allem Rudolphe Lindt. Er hat keine Lust, die Erwartungen, die sein Vater an seine schulische ...

Der zweite Band der Lindt & Sprüngli-Saga: Wir befinden uns in den Jahren 1863-1880. Im Mittelpunkt steht vor allem Rudolphe Lindt. Er hat keine Lust, die Erwartungen, die sein Vater an seine schulische und universitäre Bildung hat, zu erfüllen, sondern will sein Leben der Schokolade widmen. Sein Ziel ist es, die beste und zartschmelzendste Schokolade herzustellen, die es je gegeben hat. Tatsächlich gelingt ihm dies mit der Methode des Conchierens, die er erfindet. Doch natürlich wollen alle anderen Schokoladenhersteller nun ebenfalls so gute Schokolade herstellen, und vor allem der Chocolatier Sprüngli will, nachdem er Lindts Schokolade gekostet hat, unbedingt hinter das Geheimnis kommen ...

Dieser zweite Band knüpft nahtlos an den ersten Band an, und auch er besticht durch seinen überaus angenehm und flüssig zu lesenden, bildhaften und atmosphärischen Schreibstil der Autorin, der einen sofort in die Schweiz dieser Zeit versetzt. Wie gewohnt wird die Geschichte im steten Wechsel aus der Sicht der verschiedenen Figuren erzählt, was sie noch spannender macht und keinerlei Längen aufkommen lässt.

Man erfährt viel über die Schokoladenherstellung und in diesem Band vor allem auch über die Familie Lindt. Lisa Graf hat sehr gut recherchiert, sodass ganz nebenbei viel Wissen vermittelt wird.

Dieser zweite Band ist einerseits ein Band, den man genießen kann, der andererseits aber auch zunehmend spannender wird und extrem spannend endet. Wird Rodolphe Lindt mit Binia sein privates Glück finden? Wird es Sprüngli gelingen, hinter das Geheimnis zu kommen? Bzw. wo und wie werden sie aufeinandertreffen, wie wird es zu einer Zusammenarbeit kommen - oder wird das Ganze ganz anders aussehen und enden?

Antworten auf alle offenen Fragen wird es im Herbst 2026 geben, wenn der finale Band der Lindt & Sprüngli-Saga erscheint.

Dieser zweite Band und generell die Saga sind definitiv allen Lesern, die historische Romane und Familiensagas lieben, zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 07.10.2025

Der perfekte Weihnachts- und Winterkrimi für alle Fans von Agatha Christie

Nächster Halt: Mord. Ein Weihnachtskrimi
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Millie´s ältere Schwester Rachel soll an der mehrtägigen Jungfernfahrt des Golden Highlanders teilnehmen und einen Artikel darüber verfassen. Millie darf sie begleiten. Ein Luxuszug, der doch an vergangene ...

Millie´s ältere Schwester Rachel soll an der mehrtägigen Jungfernfahrt des Golden Highlanders teilnehmen und einen Artikel darüber verfassen. Millie darf sie begleiten. Ein Luxuszug, der doch an vergangene Zeiten erinnert, Schnee, Weihnachten ... was gemütlich und traumhaft klingt, wird schnell zum Alptraum, denn es befindet sich ein Mörder an Bord. Eine Person wird getötet, der Funkkontakt bricht ab, die Schneemassen machen eine Weiterreise unmöglich, sodass der Zug auf freier Strecke feststeckt ...


Ich hatte letzter Jahr schon Ein Mörder auf der Gästeliste gelesen - und dieser Weihnachtskrimi für Jugendliche war wirklich großartig! Die Figuren, die Handlung, die Kulisse, die Atmosphäre ... es war wirklich unglaublich spannend, atmosphärisch und gut. Vielleicht lagen die Erwartungen diesmal deswegen so hoch.


Nächster Halt: Mord ist natürlich angelehnt an Agatha Christie´s Mord im Orientexpress. Das macht das Buch zur perfekten Lektüre für alle, die Agatha Chrsitie und klassische whodunits lieben. In Sachen Schreibstil und Atmosphäre kann Alexandra Fischer-Hunold Agatha Christie definitiv das Wasser reichen, denn ihr Schreibstil ist einfach wundervoll, und schon bald schwelgt man beim Lesen in dieser herrlichen Atmosphäre.


Man kann herrlich mitermitteln, muss Theorien aufstellen und wieder verwerfen, da andere Theorien schlüssiger scheinen - denn es gibt viele Verdächtige und ebenso viele Motive. Letztlich legt die Autorin aber doch so geschickt falsche Fährten, dass man bis zuletzt im Dunkeln tappt. Die Auflösung lässt aber wie gewohnt keine Wünsche offen, ist ebenso überraschend wie stimmig.


Millie ist eine tolle Protagonistin. Mir persönlich haben Figuren, Kulisse und Handlung bei Ein Mörder auf der Gästeliste noch besser gefallen, doch das ist absolute Geschmackssache, und objektiv betrachtet gibt es auch an Nächster Halt: Mord nichts auszusetzen.


Vielleicht habe ich deshalb diesmal ein klein wenig gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen - doch es wurde schnell extrem atmosphärisch und extrem spannend. Das hatte mir zu Beginn etwas gefehlt.


Während ich bei Ein Mörder auf der Gästeliste das Gefühl hatte, dass dieser Weihnachtskrimi sich wirklich für jedes Alter gleichermaßen eignet, hatte ich bei Nächster Halt: Mord den Eindruck, dass dieser vielleicht etwas stärker als sein Vorgänger auf eine jugendliche Hauptzielgruppe zugeschnitten ist. Dennoch habe auch ich als erwachsene Leserin das Buch sehr gerne gelesen und mich keineswegs gelangweilt!


Alexandra Fischer-Hunold´s Stil ist zudem extrem bildhaft, sodass man während des Lesens die Handlung wie einen Film vor dem inneren Auge ablaufen sieht und sich sogar mittendrin fühlt.


Es ist ein gemütlicher, überaus atmosphärischer, winterlich-weihnachtlicher Krimi im Stile Agatha Christies, der jedoch durch moderne, junge Figuren, eine zarte Liebesgeschichte und dergleichen etwas aufgefrischt wird. Perfekt aufgebaut, sehr spannend - klare Leseempfehlung!


Nächster Halt: Mord ist ebenso wie Ein Mörder auf der Gästeliste die erste Wahl, wenn es um ebenso atmosphärische wie spannende Weihnachtskrimis geht. Beide liest man definitiv noch mal, wenn Weihnachten kurz bevorsteht und es draußen schneit!


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Veröffentlicht am 01.10.2025

Das perfekte Weihnachtsbuch für Pferdemädchen

Die Ponys von Lillasund 3. Winterzauber im Stall
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Der dritte Band der Die Ponys von Lillasund-Reihe: Weihnachten steht bevor. Auf der Insel hat es geschneit, Lichterglanz und der Duft von Pepparkakor überall, die Reitschüler wollen Dickens´ A Christmas ...

Der dritte Band der Die Ponys von Lillasund-Reihe: Weihnachten steht bevor. Auf der Insel hat es geschneit, Lichterglanz und der Duft von Pepparkakor überall, die Reitschüler wollen Dickens´ A Christmas Carol mit den Pferden aufführen ... doch dann treibt sich plötzlich jemand nachts im Stall herum. Ob es diese Wichtel wirklich gibt?

Wir haben Kathrin Lena Orso´s Schreibstil auf Anhieb geliebt. Die Geschichte ist herrlich bildhaft und atmosphärisch, man fühlt sich sofort auf diese schwedische Insel versetzt und erlebt mit den Kindern und den Pferden den Advent und Weihnachten.

Es ist in erster Linie eine Geschichte über zwei beste Freundinnen und ihre Pferde, generell geht es auch um Familie, das Leben auf dieser Insel, den Alltag, das nahende Weihnachtsfest ... ein Stück heile Welt. Zwischendurch wird es aber auch spannend.

Man lernt das Leben der Kinder auf der Insel sowohl im Alltag als auch während dieser besonderen Zeit im Jahr gut kennen.

Toll ist, dass bspw. A Christmas Carol erwähnt und erläutert wird und man so etwa die Anregung bekommt, das Werk gemeinsam mit den Kindern zu lesen oder anzuschauen. Auch werden den Kindern viele schwedische Traditionen, etwa der Glaube an die Wichtel und der Umgang mit ihnen oder das Luciafest, nahegebracht.

Abgerundet wird das Buch durch eine kleine Liste mit im Buch vorkommenden schwedischen Wörtern und ihren Erklärungen sowie einem Rezept für Pepparkakor.

Die Geschichte hat eine unglaublich schöne Grundstimmung, und sie besticht vor allem durch ihren Schauplatz, diese schwedische Insel, sowie die Pferde, die Zeit, in der sie spielt, den Dezember und das schwedische Weihnachtsfest mit all den Traditionen. Sie ist perfekt für alle, die Lust haben auf eine schöne Geschichte über zwei beste Freundinnen mit ihren Pferden und die auf der Suche nach einem schönen Buch für die Winter- und Weihnachtszeit sind, die erfahren möchten, wie man den Dezember und das Weihnachtsfest in Schweden verbringt und feiert. Obendrein enthält auch dieser Band wieder wunderschöne Illustrationen, die den Lesegenuss und die Freude an dieser Geschichte zusätzlich erhöhen.

Es ist eine Geschichte zum Wohlfühlen, perfekt, um es sich damit im Dezember mit einer Tasse heißer Schokolade und Pepparkakor gemütlich zu machen und sich auf Weihnachten einzustimmen - wie gut, dass das Rezept für Pepparkakor schon enthalten ist! Richtig toll hätten wir es gefunden, wenn es auch ein Rezept für Lussekatter gegeben hätte, nachdem auch das Luciafest eine Rolle spielte - andererseits ist es ja aber auch heutzutage kein Problem, ein solches Rezept im Internet oder in einem schwedischen Backbuch zu finden.

Uns hat "Die Ponys von Lillasund - Winterzauber im Stall" richtig gut gefallen und wir können das Buch allen Mädchen, die Pferde und Schweden und Weihnachten lieben, nur empfehlen!

Generell ist es eine sehr schöne und lesenswerte Reihe für Pferdemädchen.

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Veröffentlicht am 28.09.2025

Ein Buch, das Herz und Seele wärmt wie eine Tasse Kaffee

Die Tage im Café Torunka
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Den ersten Band der Buchhandlung Morisaki habe ich geliebt, die Fortsetzung empfand ich leider als deutlich schwächer.
So war ich unsicher, ob ich den neuen Yagisawa überhaupt lesen möchte - und nach der ...

Den ersten Band der Buchhandlung Morisaki habe ich geliebt, die Fortsetzung empfand ich leider als deutlich schwächer.
So war ich unsicher, ob ich den neuen Yagisawa überhaupt lesen möchte - und nach der Leseprobe hatte ich mich erst mal dagegen entschieden, da es um das Thema Wiedergeburt zu gehen schien und mir das zu abgedreht erschien.
Zum Glück habe ich mich später doch noch dazu entschlossen, Die Tage im Café Torunka zu lesen - denn sonst hätte ich ein wundervolles Buch verpasst.
Das Buch enthält drei Episoden; Schauplatz aller Episoden ist das Café Torunka, das ganz versteckt in einer kleinen Gasse in Tokio liegt und in dem es den weit und breit besten Kaffee gibt.
Die vermeintliche Wiedergeburt spielt keine Rolle, abgedreht sind diese Episoden überhaupt nicht.
Vielmehr werden die Persönlichkeit und das Leben der Mitglieder der Familie, die das Café seit zwei Jahrzehnten betreibt, sowie der Aushilfe Shuichi beluchtet.
Yagisawa schreibt wieder sehr gut, die Episoden sind herrlich bildhaft, atmosphärisch, man fühlt sich in dieses Café versetzt und kann den Kaffee förmlich riechen und schmecken.
Yagisawas Figuren sind sehr gelungen.
Seine Geschichten sind herrlich entschleunigend, fast schon meditativ, und lassen einen die Welt um sich herum für eine Weile komplett vergessen.
Es geht um Liebe, Familie, Freundschaft, Verlust in verschiedenen Facetten, um das Leben danach, darum, wieder zu sich selbst und wieder zurück ins Leben zu finden - aber niemals ist diese Thematik erdrückend dargestellt. Vielmehr bestechen die Episoden trotz ihrer Melancholie durch Leichtigkeit und Hoffnung.
Letztlich sind alle und alles miteinander verbunden.
Und ein Stück weit ist es sicher auch eine Liebeserklärung an dieses Getränk.
Ich würde Die Tage im Café Torunka fast schon als Wohlfühlroman bezeichnen.
Besonders gut gefallen haben mir auch all die kleinen Weisheiten, die die Episoden durchziehen.
Insgesamt ist es ein typisch japanischer Roman.
Mich hat Die Tage im Café Torunka überzeugt - ich habe nun wieder Lust, mehr von Yagisawa zu lesen!

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