Profilbild von chipie

chipie

Lesejury Star
offline

chipie ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit chipie über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2021

Maarten S. Sneijder mal ein klitzekleines bisschen persönlicher

Todesmärchen
0

„Todesmärchen“ ist der dritte Fall für den Profiler Maarten S. Sneijder und der BKA-Kommissarin Sabine Nemez, den wir als Leser/Hörer begleiten dürfen. Ich habe mich wieder für das Hörbuch entschieden, ...

„Todesmärchen“ ist der dritte Fall für den Profiler Maarten S. Sneijder und der BKA-Kommissarin Sabine Nemez, den wir als Leser/Hörer begleiten dürfen. Ich habe mich wieder für das Hörbuch entschieden, da ich die Vorgänger ebenfalls gehört habe. Und ich kann schon mal verraten, dass ich nicht enttäuscht wurde. Doch um was geht es denn eigentlich in diesem Band?

Die Leiche einer Frau wird in Bern aufgefunden und die Zeichen, die in ihrer Haut geritzt wurden, sorgen für extreme Verwirrung. Und dies ist nicht das einzige Opfer mit derartigen Verletzungen. Es scheint, ein Serienkiller treibt sein Unwesen und der Profiler Maarten S. Sneijder begibt sich mit seiner Kollegin Sabine Nemez auf die Jagd nach ihm. Zeitgleich lernt der Leser die Psychologin Hannah kennen, die in einem Gefängnis für „besondere“ Straftäter ihre Arbeit beginnt. Sie soll zwar einige Häftlinge in einer Gruppe therapieren, jedoch scheint sie nur Interesse an einem bestimmten Gefangenen haben, nämlich an Piet van Loon. Aber nicht nur Hannah scheint ein gesteigertes Interesse an diesem Häftling zu haben…

Mein Eindruck vom Hörbuch:
Ich mag diese Reihe, geschrieben von Andreas Gruber, gelesen von Achim Buch, einfach irre gern! Auch dieser Teil besticht wieder durch Spannung und einzigartigen Charakteren. Zudem haucht Achim Buch mit seiner Stimme besonders Maarten S. Sneijder noch einen ganz eigenen niederländischen Akzent ein, ohne den ich mir Sneijder gar nicht mehr vorstellen kann. Wie schon in den vorherigen Bänden verfolgt man zwei Erzählstränge, von denen es erstmal scheint, als hätten sie nichts miteinander zu tun. Es macht richtig Spaß, zu rätseln, was wohl die beiden Stränge miteinander zu tun haben und es fiel mir nicht nur manchmal schwer, Pause vom Hörbuch zu machen. Was mich besonders gefreut hat: Endlich mal erfährt man auch ein bisschen mehr von Sneijders Vergangenheit. Diesen Schnipselchen habe ich immer richtig entgegengefiebert, da Andreas Gruber mit diesem Protagonisten einen unverwechselbaren Charakter erschaffen hat. Aber nicht nur dies hat mich gefreut. Nein, ich fand es toll, dass als Nebenfigur ein Rollstuhlfahrer aufgetaucht ist, der nicht als mitleiderregendes Etwas dargestellt wird. Endlich wird mal bewusst gemacht, dass auch Rollifahrer fit sein können. An dieser Stelle nochmal ein dickes Dankeschön an den Autor! Ich wünschte, sowas würde man viel öfter lesen.

Fazit:
Für mich bisher der beste Teil der Sneijder-Nemez-Reihe! Es war wieder super spannend und ich freu mich auf den vierten Fall „Todesreigen“!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.09.2021

Bist du glücklich?

Du und ich ein letztes Mal
0

In letzter Zeit habe ich einige Young Adult Bücher gelesen, die mich leider ziemlich enttäuscht haben. Deshalb dachte ich, es wäre vielleicht an der Zeit, mal wieder das Genre zu wechseln, aber „Du & ich ...

In letzter Zeit habe ich einige Young Adult Bücher gelesen, die mich leider ziemlich enttäuscht haben. Deshalb dachte ich, es wäre vielleicht an der Zeit, mal wieder das Genre zu wechseln, aber „Du & ich ein letztes Mal“ wollte ich noch eine Chance geben. Und ich bin sooooooo froh, dass dieses wunderbare Werk nicht erst ewig auf meinem SUB gelandet ist, denn die Geschichte ist einfach wunderschön! Doch um was geht es eigentlich?

Vivi und Josh lernen sich auf der Golden Gate Bridge und verlieben sich unsterblich ineinander. Sie verbringen drei Jahre miteinander und nach all dieser Zeit müssen sie sich eingestehen, dass Liebe manchmal nicht reicht. Selbst wenn man sich nichts sehnlicher wünscht, als zusammen zu sein, gibt es manchmal keinen Weg, gemeinsam glücklich zu sein. Und so entwerfen sie einen skurrilen Plan: Sie wollen alles, was sie ein erstes Mal miteinander erlebt haben, ein letztes Mal tun, um Abschied voneinander zu nehmen. Uns so begeben sie sich auf die Spuren ihrer Liebe und müssen sich nicht nur dem anderen, sondern auch sich selbst stellen…

Mein Eindruck vom Buch:
Oh, wo fang ich denn nur an? Ich denke, beim Cover Es ist wirklich traumhaft schön und ein absoluter Blickfang. Der Klappentext hat mich jetzt nicht so überzeugt und ich muss ehrlich gestehen, allein wegen der Inhaltsangabe hätte ich das Buch nicht gekauft, denn sie wird den vielen Emotionen nicht gerecht, die den Leser in dieser Story erwarten. Es war das erste Mal, das ich etwas von der Autorin Alana Falk lese, hier unter dem Pseudonym Lily Oliver. Ihr Schreibstil hat mich gleich so gefangen genommen, dass ich das Buch kaum noch weglegen konnte. Unglaublich, welch wunderbare Charaktere die deutsche Schriftstellerin mit Vivi und Josh erschaffen hat! Der Leser begleitet die beiden immer wieder abwechseln aus der Ich-Perspektive und man springt zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit hin und her, was der Story eine enorme Spannung verleiht. Beide Figuren habe ich sofort ins Herz geschlossen und ich musste mich immer wieder dran erinnern, dass es sich hierbei wirklich nur um fiktive Personen handelt, die ich ein Stückchen ihres Weges begleiten darf. Und auch das Setting ist einfach wunderbar! Die Geschichte spielt hauptsächlich in New York und Tokio. Und hier nochmal ein ganz großes Kompliment an die Autorin, denn Tokio war auf meiner To-Travel-List nie vorhanden – nach diesem Buch allerdings schon Man hatte während des Lesens das Gefühl, tatsächlich in New York und in Tokio zu sein und das war einfach magisch. In anderen Rezensionen hatte ich gelesen, dass manche das Buch als „zu schwer“ empfinden. Ja, dieses Werk greift wirklich Themen auf, die in „der Gesellschaft“ oftmals immer noch tabu sind und Vivi und Josh berühren einen extrem durch alles, was sie durchmachen mussten. Und genau deshalb liebe ich dieses Buch! Denn es hat mich so dermaßen ergriffen, dass es noch einige Zeit nachwirken wird und dafür bin ich der Lily Oliver sehr dankbar! Dieses Buch hat mich daran erinnert, warum ich so gerne lese.

Fazit:
Diese Geschichte in einem Wort: Wow! Es ist definitiv mein bisheriges Jahreshighlight und ich freu mich unbeschreiblich, dass es wohl einen zweiten Teil des „New York Summers“ geben. Wenn meine Infos stimmen, hat der zwar nur lose mit Vivi und Josh zu tun, aber ich freu mich jetzt schon unbeschreiblich drauf! Ach ja, und noch ganz wichtig: Hört euch nach der Lektüre auch noch die Playlist an, denn die ist einfach wunderschön! DANKE an Lily Oliver für diese berührende Story!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2021

Hatte wohl viel zu viel erwartet

Silber - Das erste Buch der Träume
0

Kerstin Gier ist eine enorm beliebte Schriftstellerin und bekannt für ihre phantastischen Bücher. Deshalb war ich sehr gespannt auf „Silber – Das erste Buch der Träume“, denn der Klappentext hat mich extrem ...

Kerstin Gier ist eine enorm beliebte Schriftstellerin und bekannt für ihre phantastischen Bücher. Deshalb war ich sehr gespannt auf „Silber – Das erste Buch der Träume“, denn der Klappentext hat mich extrem angezogen. Die Schülerin Liv träumt ziemlich wirr, unheimlich und erschreckend real. In ihren Träumen begegnet sie vier Jungs aus ihrer Schule und was das Angsteinflößendste ist: Die vier Jungs wissen plötzlich Dinge über sie, die sie nur im Traum preisgegeben hat. Liv fragt sich, was hier vor sich geht und will das Räsel unbedingt lösen.

Mein Eindruck vom Buch:
Vielleicht habe ich zu viel erwartet. Vielleicht hat der gesamte Hype um diese Buchreihe die Messlatte extrem hoch gelegt. Ich kann es leider genau benennen, aber mich hat diese Story einfach nur enttäuscht. Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und und die Begebenheiten sind anschaulich dargestellt, aber weder die Geschichte, noch die Charaktere konnten mich „fangen“. Schlimmer noch, Liv fing irgendwann an, mich richtig zu nerven und von Spannung fehlte für mich jede Spur.

Fazit:
Es erübrigt sich wahrscheinlich, dass ich die anderen Bände nicht lesen werde. Und nachdem ich auch von „Rubinrot“ enttäuscht war, wird es wohl für mich das letzte Buch dieser Autorin gewesen sein. Zwei Sternchen dafür, dass sich die Story flüssig lesen lässt und man schnell durch ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.09.2021

Pageturner

Eisige Glut
0

Sandra Brown gehört schon lange zu den besten Autoren im Thriller-Bereich. Ihre Bücher garantieren spannende Lesestunden und ich habe in der Vergangenheit schon einiges von ihr gelesen. Doch um was geht ...

Sandra Brown gehört schon lange zu den besten Autoren im Thriller-Bereich. Ihre Bücher garantieren spannende Lesestunden und ich habe in der Vergangenheit schon einiges von ihr gelesen. Doch um was geht es denn in ihrem Werk „Eisige Glut“ eigentlich genau?

Der Journalist Dawson Scott wird mit einer Geschichte konfrontiert, die sein Leben verändert. Ein Mann soll seine Frau und ihren Geliebten auf brutale Weise ermordet haben. Eines der Opfer soll das Kind eines Terroristenpaares sein, das nie gefasst wurde. Und was macht da ein Reporter? Er ermittelt auf eigene Faust. Doch das ist weitaus viel gefährlicher, als er jemals dachte…

Mein Eindruck vom Buch:
Auch mit dieser Story hat mich Sandra Brown nicht enttäuscht. Sie schreibt wie gewohnt irre fesselnd und der Spannungsbogen wird konstant so hoch gehalten, dass man das Buch kaum noch aus der Hand legen kann! Immer wieder haben mich Wendungen überrascht, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe und es liest sich so flüssig, dass ich es im Nu durch hatte. Die Charaktere sind authentisch dargestellt, für mich waren die Kapitel, in denen man den Background des Terroristenpaares erfuhr, am Spannendsten, aber natürlich war es auch absolut fesselnd, Dawson bei seinen Recherchen zu begleiten und mit ihm mitzufiebern.

Fazit:
Wieder ein gelungener Pageturner der gefeierten Schriftstellerin. Ich kann dieses Werk jedem ans Herz legen, der auf der Suche nach spannenden Lesestunden ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.09.2021

Starker Anfang und dann wurde es schwächer und schwächer...

Sleepless in Manhattan
0

Ich habe mich sehr auf dieses Werk gefreut, nachdem der Klappentext einfach nur zauberhaft klingt. In dieser Story geht es nämlich um ein kleines Mädchen, das an den Weihnachtsmann schreibt und sich eine ...

Ich habe mich sehr auf dieses Werk gefreut, nachdem der Klappentext einfach nur zauberhaft klingt. In dieser Story geht es nämlich um ein kleines Mädchen, das an den Weihnachtsmann schreibt und sich eine Freundin für seinen Vater wünscht. Sebastian, der Vater des Mädchens, hat vor ein paar Jahren seine Frau an Krebs verloren und tut alles dafür, dass seine Tochter Birdie glücklich ist. Sadie, die für eine Zeitungskolumne den Weihnachtsmann „spielt“, fasziniert der Brief des Mädchens und wie es das Schicksal so will, steht sie plötzlich vor Sebastians Haustür...

Mein Eindruck vom Buch (sorry, da ist sind klitzekleine Spoiler drin, also bitte erst nach der Lektüre weiterlesen):

Die Story beginnt genauso, wie ich es am Liebsten mag: der Leser begleitet Sadie in einer Ich-Erzählung. Ich liebe diese Perspektive, denn man kann sich so viiiiiiiiiieeeel besser in die Charaktere hinein fühlen. Sadie war mir von der ersten Zeile an total sympathisch und wurde sehr authentisch gezeichnet. Man könnte sich fast vorstellen, dass sich Sadie im eigenen Freundeskreis befindet. Ich mochte ihre Art und ihr Verhältnis zu ihrem Dad fand ich wunderschön dargestellt. Auch Birdie wird als Mädchen dargestellt, das man einfach liebhaben muss! Auch hier sind die Emotionen deutlich spürbar. Doch dann taucht der Leser in die Gefühlswelt von Sebastian ein und ab da ging es meiner Meinung nach deutlich bergab mit der Geschichte. Zum Teil wurde ich das Gefühl nicht los, dass Sebastian nur ...-gesteuert ist, zum anderen blieb er für mich nicht greifbar. Es fehlten mir komplett die Emotionen bei ihm. Klar, seine Liebe zu Birdie war zu spüren, aber ansonsten war sein Charakter einfach farblos dargestellt. Zudem hätte ich mir mehr Background zu seiner Familie gewünscht, doch hierüber blieb man komplett im Dunkeln gelassen. Was mich ebenso gestört und sehr irritiert hat, war der Umgang mit dem Sinn eines Kondoms. In der Geschichte wird dargestellt, als sei der einzige Grund, warum man ein Kondom benutzen sollte, die Vermeidung einer Schwangerschaft. Von Krankheiten hat man in der Dimension dieses Buches anscheinend noch nie etwas gehört. Das alles hat leider dazu geführt, dass meine anfängliche Begeisterung über die Geschichte immer mehr nachließ.

Fazit:
Schade! „Sleepless in Manhattan“ hat zwar definitiv auch wundervolle Momente, dennoch überwog für mich die Tatsache, dass mir Sebastian unsympathisch war und ich nicht warm mit ihm wurde und auch so manche Begebenheiten waren viel zu sehr an den Haaren herbei gezogen. Dies wird wohl für mich das erste und letzte Buch des Autoren-Duos gewesen sein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere