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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2026

Geheimnisvoll, düster und einfach Geisterhaft :-)

Weavingshaw
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"Weavingshaw" konnte mich vor allem mit seinen Figuren überzeugen. Schon nach wenigen Kapiteln war ich neugierig darauf, welche Geheimnisse sich hinter Leena und Saint Silas verbergen und wie sich ihre ...

"Weavingshaw" konnte mich vor allem mit seinen Figuren überzeugen. Schon nach wenigen Kapiteln war ich neugierig darauf, welche Geheimnisse sich hinter Leena und Saint Silas verbergen und wie sich ihre Geschichte weiterentwickeln würde.

Leena ist eine Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt. Ihre Loyalität gegenüber ihrem Bruder und ihre Entschlossenheit machen sie sympathisch, gleichzeitig hat sie Ecken und Kanten, die sie glaubwürdig wirken lassen. Saint Silas bildet dazu einen spannenden Gegenpol. Lange weiß man nicht, was man von ihm halten soll, und genau das macht seinen Reiz aus. Je mehr man über ihn erfährt, desto schwieriger wird es, ihn eindeutig einzuordnen.

Besonders gefallen hat mir, dass sich die Beziehung der beiden sehr langsam entwickelt. Statt überstürzter Gefühle stehen zunächst Misstrauen, Zweifel und vorsichtige Annäherung im Vordergrund. Dadurch wirkten viele gemeinsame Szenen für mich umso stärker.
Auch die Idee rund um Geister, Geheimnisse und alte Flüche hat mir gut gefallen. Die Autorin baut immer wieder kleine Hinweise ein, sodass man als Leser ständig versucht, die Puzzleteile zusammenzusetzen. Viele Fragen bleiben lange offen, was mich immer weiterlesen ließ.

Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und macht es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Zwar gibt es einige ruhigere Abschnitte, diese geben den Figuren aber genügend Raum, sich zu entwickeln und mehr über ihre Beweggründe preiszugeben.
Insgesamt ist "Weavingshaw" für mich ein gelungener Auftakt, der vor allem von seinen Charakteren, den vielen Rätseln und der besonderen Grundidee lebt. Wer Fantasy mit Geistern, Geheimnissen und einer langsam aufgebauten Liebesgeschichte mag, sollte dem Buch definitiv eine Chance geben.

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Veröffentlicht am 03.06.2026

Ruhige Geschichte über Vergangenheit und Neuanfang

Fäden des Glücks
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In „Fäden des Glücks“ begleitet man Karla, die nach einem Tiefpunkt in ihrem Leben zurück an einen Ort muss, mit dem sie viele Erinnerungen verbindet.

Das alte Gutshaus spielt dabei eine große Rolle – ...

In „Fäden des Glücks“ begleitet man Karla, die nach einem Tiefpunkt in ihrem Leben zurück an einen Ort muss, mit dem sie viele Erinnerungen verbindet.

Das alte Gutshaus spielt dabei eine große Rolle – nicht nur als Schauplatz, sondern auch wegen seiner eigenen Vergangenheit, die immer wieder mitschwingt.

Die Geschichte ist ruhig erzählt und lebt vor allem von Karlas Gedanken und ihrer Entwicklung. Man merkt, wie sie sich Schritt für Schritt mit dem auseinandersetzt, was früher passiert ist. Das wirkt glaubwürdig und macht ihre Entwicklung gut nachvollziehbar.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Autorin beschreibt viele Szenen sehr anschaulich, sodass man sich alles gut vorstellen kann. Besonders die ruhigeren Momente und Karlas Gedanken sind einfühlsam dargestellt. Dadurch lässt sich das Buch entspannt lesen und man kann gut in die Geschichte eintauchen.

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Veröffentlicht am 13.04.2026

Eine visuelle Entdeckungsreise durch ferne Welten

Exoplaneten
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Dieses Buch nimmt seine Leser mit auf eine spannende Reise weit über die Grenzen unseres Sonnensystems hinaus und genau das macht seinen besonderen Reiz aus. Es gelingt der Autorin Wendy Bjazevich, ein ...

Dieses Buch nimmt seine Leser mit auf eine spannende Reise weit über die Grenzen unseres Sonnensystems hinaus und genau das macht seinen besonderen Reiz aus. Es gelingt der Autorin Wendy Bjazevich, ein Thema, das auf den ersten Blick sehr wissenschaftlich wirkt, in eine zugängliche und zugleich faszinierende Geschichte zu verpacken.

Im Mittelpunkt steht dabei die große Frage: Was befindet sich eigentlich „da draußen“? Schritt für Schritt wird erklärt, wie Astronomen überhaupt auf die Idee kamen, dass es Planeten außerhalb unseres Sonnensystems gibt, und wie diese schließlich entdeckt wurden. Dabei wird nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch ein Gefühl für die Entwicklung der modernen Astronomie geschaffen, von den ersten Vermutungen bis hin zu heutigen Hightech-Methoden.

Besonders gelungen ist, wie die unterschiedlichen Arten von Exoplaneten vorgestellt werden. Die Beschreibungen sind lebendig und regen die Vorstellungskraft an: heiße Gasriesen, eisige Welten oder felsige Planeten, die vielleicht sogar erdähnlich sind. So entsteht beim Lesen fast das Gefühl, selbst durch das Universum zu reisen.

Die Geschichte hinter der Erforschung dieser fernen Welten wird dabei nicht trocken erzählt, sondern spannend aufgebaut. Man versteht, warum Wissenschaftler so fasziniert von Exoplaneten sind und welche großen Fragen sie antreiben, wie etwa die Suche nach möglichem außerirdischem Leben.

Insgesamt ist das Buch eine gelungene Mischung aus Wissensvermittlung und erzählerischem Zugang. Es eignet sich besonders gut für neugierige Leser, die sich erstmals mit dem Thema beschäftigen möchten, ohne von zu vielen Details überwältigt zu werden.

Fazit:
Ein inspirierendes Sachbuch, das nicht nur informiert, sondern auch die Neugier auf das Universum weckt und die Entdeckungsgeschichte der Exoplaneten auf verständliche Weise erzählt.

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Eine bewegende Geschichte über Hoffnung und Verlust

Die Liste der Lebenden
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Der Roman Liste der Lebenden von Stefan Kutzenberger greift ein reales historisches Ereignis auf: den Brand und Untergang des Dampfschiffs SS Austria im Jahr 1858 auf der Fahrt von Hamburg nach New York.
Viele ...

Der Roman Liste der Lebenden von Stefan Kutzenberger greift ein reales historisches Ereignis auf: den Brand und Untergang des Dampfschiffs SS Austria im Jahr 1858 auf der Fahrt von Hamburg nach New York.
Viele Menschen waren damals auf dem Weg nach Amerika, voller Hoffnung auf ein neues Leben, doch für die meisten endete diese Reise tragisch.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen der Schriftsteller Hans Christian Andersen und seine Freundin Henriette Wulff. Während Andersen in Europa bleibt und auf Nachrichten wartet, befindet sich Henriette auf dem Schiff. In Gedanken richtet sie Briefe an ihn, während Andersen nichts von dem Unglück ahnt.

Der Roman verbindet historische Fakten mit einer sehr persönlichen und melancholischen Erzählweise. Besonders die Briefform macht die Geschichte emotional und eindringlich. Mir hat das Buch gut gefallen, weil es ruhig erzählt ist und dennoch sehr berührt.

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Veröffentlicht am 04.04.2026

Beziehungen neu betrachten und verstehen

Frei und trotzdem verbunden
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„Frei und trotzdem verbunden“ von Linda-Marlen Leinweber beschäftigt sich mit der Frage, wie Beziehungen gelingen können, ohne dass die eigene Persönlichkeit dabei verloren geht. Das Buch zeichnet dabei ...

„Frei und trotzdem verbunden“ von Linda-Marlen Leinweber beschäftigt sich mit der Frage, wie Beziehungen gelingen können, ohne dass die eigene Persönlichkeit dabei verloren geht. Das Buch zeichnet dabei eine Art Entwicklungsgeschichte von Beziehungen nach, angefangen bei frühen Prägungen bis hin zu den Herausforderungen langjähriger Partnerschaften.

Die Autorin zeigt verständlich, wie sich Muster aus der Vergangenheit auf das heutige Verhalten auswirken können und wie sich Beziehungen im Laufe des Lebens verändern. Themen wie Kommunikation, Bedürfnisse und persönliche Grenzen werden dabei in einen größeren Zusammenhang eingeordnet.

Der Stil ist ruhig und reflektiert, ohne belehrend zu wirken. Statt fertiger Lösungen steht die eigene Auseinandersetzung im Mittelpunkt. Insgesamt ein solides Buch für alle, die ihre Beziehungsmuster besser verstehen möchten und bereit sind, sich damit auseinanderzusetzen.

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