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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.01.2026

Eine einfühlsame Fantasygeschichte über Mut und Zusammenhalt

Storm Singer. Die schwebende Stadt
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Dieses Buch hat mich vor allem durch seine lebendige Erzählweise und die emotionalen Momente überzeugt. Im Mittelpunkt steht die junge Nargis, die in einer von Trockenheit und Wassermangel geprägten Welt ...

Dieses Buch hat mich vor allem durch seine lebendige Erzählweise und die emotionalen Momente überzeugt. Im Mittelpunkt steht die junge Nargis, die in einer von Trockenheit und Wassermangel geprägten Welt lebt und über eine besondere Fähigkeit verfügt: Mit ihrem Gesang kann sie die Elementargeister rufen. Diese Gabe ist jedoch nicht nur hilfreich, sondern bringt auch viele Schwierigkeiten mit sich. Nargis wird von den Menschen ihres Dorfes mit Misstrauen betrachtet und muss lernen, mit Kräften umzugehen, die sich nicht immer kontrollieren lassen.

Die Handlung entwickelt sich zu einem spannenden Abenteuer, das weit über Magie hinausgeht. Als Nargis einem geheimnisvollen geflügelten Jungen begegnet, gerät vieles ins Wanken, was sie bisher für wahr gehalten hat. Vorurteile, Schuldzuweisungen und Ängste werden hinterfragt, während sich nach und nach größere Zusammenhänge offenbaren. Besonders gelungen ist, wie persönliche Erlebnisse der Figuren mit den Konflikten dieser fantastischen Welt verbunden werden.

Der Schreibstil ist anschaulich und flüssig, sodass man gut in die Geschichte hineinfindet. Die Mischung aus ruhigen, gefühlvollen Szenen und spannenden Ereignissen sorgt dafür, dass das Buch durchgehend fesselt. Nargis ist eine starke Hauptfigur, gerade weil sie Fehler macht, zweifelt und dennoch immer wieder über sich hinauswächst.

Insgesamt ist es eine fantasievolle, berührende Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen. Das Buch hat mir viel Freude beim Lesen bereitet und bleibt auch nach der letzten Seite noch im Gedächtnis.

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Veröffentlicht am 01.12.2025

Zwischen Schatten und Glanz – Eine fesselnde Reise nach Burnham

Burnham Dynasty
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Manor„Burnham Dynasty – Weil du es bist“ hat mir wirklich gut gefallen. Schon der Schauplatz auf Burnham Manor hat mich von Anfang an eingefangen. Das große Anwesen mit seiner Mischung aus Eleganz und ...

Manor„Burnham Dynasty – Weil du es bist“ hat mir wirklich gut gefallen. Schon der Schauplatz auf Burnham Manor hat mich von Anfang an eingefangen. Das große Anwesen mit seiner Mischung aus Eleganz und Geheimnissen sorgt direkt für eine besondere Stimmung.

Cathy und Josh stehen im Mittelpunkt der Geschichte. Sie kommen aus ganz verschiedenen Welten, doch genau das macht ihre Entwicklung so interessant. Cathy versucht, die Wahrheit über die Vorwürfe gegen ihren Vater herauszufinden, während Josh lernen muss, Verantwortung zu übernehmen und seinen eigenen Weg zu finden. Die beiden kommen sich nach und nach näher, und ihre gemeinsamen Szenen gehören für mich zu den stärksten im Buch.

Der Mordfall sorgt zusätzlich für Spannung, auch wenn der Fokus eher auf der Beziehung und den Konflikten innerhalb der Familie liegt. Nach außen wirkt die Burnham-Familie perfekt, doch je mehr man liest, desto mehr kommen die Geheimnisse ans Licht.

Der Schreibstil liest sich leicht und angenehm. Manche Nebenfiguren hätten für meinen Geschmack etwas mehr Tiefe haben können, aber insgesamt hat mich die Mischung aus Romantik, Drama und Familiengeheimnissen sehr gut unterhalten. Ich freue mich schon darauf, im zweiten Band wieder nach Burnham Manor zurückzukehren.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Ein Bücherschatz voller Herz, Mut und Vielfalt

Maris Märchen
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„Maris Märchen“ von Shari und André Dietz ist ein außergewöhnliches Kinderbuch, das bekannte Geschichten neu erzählt und dabei zeigt, wie schön und bereichernd Vielfalt sein kann.

Hinter den humorvollen, ...

„Maris Märchen“ von Shari und André Dietz ist ein außergewöhnliches Kinderbuch, das bekannte Geschichten neu erzählt und dabei zeigt, wie schön und bereichernd Vielfalt sein kann.

Hinter den humorvollen, liebevoll erzählten Märchen steckt eine tiefere Botschaft: Jeder Mensch ist wertvoll – genau so, wie er ist.

Die Geschichten nehmen bekannte Märchenmotive auf, aber drehen sie auf eine ganz neue, inklusive Weise. Da gibt es Prinzessinnen, die anders sind, als man sie sich vorstellt, mutige Helden mit besonderen Fähigkeiten und Figuren, die lernen, dass Unterschiede keine Schwächen sind, sondern Stärken. Besonders schön fand ich, dass die Erzählungen niemals belehrend wirken. Sie laden Kinder zum Staunen, Lachen und Nachdenken ein – und Erwachsene gleich mit.

Sprachlich ist das Buch leicht und fröhlich geschrieben, mit vielen kleinen Momenten, die berühren. Die Dialoge sind lebendig, und die Fantasiefiguren wirken erstaunlich echt. Das Vorlesen macht großen Spaß, und man merkt, wie die Kinder beim Zuhören anfangen, über das Gehörte zu sprechen und Fragen zu stellen – über Freundschaft, Mut und das „Anderssein“.

Ein weiterer Pluspunkt sind die Illustrationen: farbenfroh, witzig und voller Bewegung. Sie ergänzen die Geschichten perfekt und machen das Buch auch optisch zu einem kleinen Schatz.

Mein Fazit:
„Maris Märchen“ ist ein modernes, warmherziges Buch, das zeigt, dass Inklusion kein schwieriges Thema ist, sondern eine Haltung, die man mit Freude leben kann. Es ist nicht nur zum Vorlesen geeignet, sondern auch zum gemeinsamen Entdecken, Diskutieren und Staunen. Ein Buch, das Mut macht, Toleranz weckt und die Welt ein bisschen heller erscheinen lässt.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

schöne Idee, interessanter Start, aber danach sehr langatmig

Weißes Licht
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„Weißes Licht“ von Eric Puchner erzählt die Geschichte von Garrett, der in Montana lebt und sich um seinen kranken Vater kümmert. Als er sich in Cece verliebt – die Verlobte seines besten Freundes – gerät ...

„Weißes Licht“ von Eric Puchner erzählt die Geschichte von Garrett, der in Montana lebt und sich um seinen kranken Vater kümmert. Als er sich in Cece verliebt – die Verlobte seines besten Freundes – gerät sein Leben durcheinander. Es geht um Liebe, Familie und darum, seinen eigenen Weg zu finden.

Die Idee des Buches fand ich eigentlich gut, und am Anfang war ich auch interessiert. Die Beziehung zwischen Garrett und seinem Vater ist einfühlsam beschrieben. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat sich die Geschichte gezogen. Viele Szenen wirken zu lang, und oft passiert einfach nicht viel. Dadurch ging für mich irgendwann die Spannung verloren.

Der Schreibstil ist ruhig und teilweise schön, aber insgesamt hat sich das Lesen sehr in die Länge gezogen. Ich musste mich ehrlich gesagt durch die letzten Kapitel kämpfen.

Fazit: Gute Grundidee, aber zu langsam erzählt. Wer Geduld hat und ruhige Bücher mag, könnte es mögen. Für mich war es etwas zu langatmig.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

Sehr berührend, ein Buch das unter die Haut geht

Eine Insel im Meer
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Der Autorin gelingt mit „Eine Insel im Meer“ ein tief bewegendes Buch über das Erwachsenwerden in einer Zeit des Verlustes und der Unsicherheit. Die Geschichte spielt im Jahr 1939/1940 und begleitet die ...

Der Autorin gelingt mit „Eine Insel im Meer“ ein tief bewegendes Buch über das Erwachsenwerden in einer Zeit des Verlustes und der Unsicherheit. Die Geschichte spielt im Jahr 1939/1940 und begleitet die beiden Schwestern Steffi und Nelli, die aus dem nationalsozialistischen Wien nach Schweden fliehen müssen. Während die Eltern zurückbleiben, finden sich die Mädchen auf einer kleinen Insel wieder – in einer neuen Sprache, einer fremden Kultur, bei unbekannten Menschen.

Besonders eindrucksvoll ist, wie die Perspektive von Steffi geschildert wird. Sie beschreibt keine großen historischen Ereignisse, sondern zeigt, was Flucht und Fremdsein im Alltag bedeuten: die Angst vor Briefen, die nicht ankommen, das Unverständnis gegenüber fremden Gewohnheiten, die Sehnsucht nach einer vertrauten Stimme. Die Autorin überlässt den Gefühlen der Figuren den Raum, den sie brauchen.

Steffi, die Ältere, trägt die Verantwortung, will stark sein – und bricht doch innerlich immer wieder an Heimweh und Schuldgefühlen. Nelli dagegen fügt sich leichter ein, was zwischen den Schwestern Spannungen entstehen lässt. Gerade diese leisen Konflikte machen das Buch glaubwürdig und nah.

Die Sprache ist schlicht, aber präzise. Jede Szene wirkt sorgfältig komponiert, kein Wort zu viel, kein Satz belehrend. Dadurch entfaltet sich die emotionale Wucht fast unmerklich – bis man merkt, wie sehr einem diese beiden Mädchen ans Herz gewachsen sind.

Das Buch erinnert daran, dass Menschlichkeit, gerade in dunklen Zeiten, oft in den kleinsten Gesten liegt.

Fazit:
Ein eindringlicher Jugendroman, der Geschichte erfahrbar macht, ohne sie zu erklären. Ein Buch über Mut, Fremdheit und die Suche nach einem Ort, an dem man bleiben darf – zeitlos, berührend und absolut lesenswert.

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