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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.10.2019

Geisterfahrer - eher gesellschaftskritischer Roman als Krimi!

Geisterfahrer
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"Geisterfahrer" von Michael Opoczinski ist meiner Meinung nach eher ein gesellschaftskritischer Roman als ein Krimi, denn die Idee und auch die Thematik sind gut und interessant, es fehlte mir aber komplett ...

"Geisterfahrer" von Michael Opoczinski ist meiner Meinung nach eher ein gesellschaftskritischer Roman als ein Krimi, denn die Idee und auch die Thematik sind gut und interessant, es fehlte mir aber komplett ein Spannungsbogen!

Die Gesellschaft für unkonventionelle Maßnahmen hat sich gegründet, um eingreifen zu können, wo Justiz und Polizei die Hände gebunden sind - eine Art moderner Robin Hood, man befasst sich mit aktuellen Fällen und das nicht das immer mit ganz legalen Vorgehensweisen ;)

Es geht hier um die Mafia und italienische Restaurantbesitzer in Berlin und in einem zweiten Handlungsstrang später dann um einen Skandal in der Automobilindustrie. Leider werden diese Stränge überhaupt nicht zusammengeführt und laufen separat nebeneinander her...

Der Schreibstil und somit der Lesefluss waren für mich äußerst schwierig, da es stellenweise sehr "trocken" zuging und manche Beschreibungen äußerst ausschweifend waren, während andere Tatsachen bisweilen nur in Untertiteln oder kurzen Sätzen abgehandelt wurden.

Die Charaktere blieben leider ein wenig farblos, da man zwar Kenntnis über ihre ganz eigenen Fähigkeiten bekommt, nicht aber weitergehende Infos über die Person an sich und deren Leben / Umfeld...

Die Grundidee der Gesellschaft finde ich sehr gut, das Auseinandersetzen mit aktueller Problematik sowieso, aber an der Umsetzung sollte der Autor beim nächsten Fall noch feilen, um dem Leser die Handlung etwas geschmeidiger zu übermitteln . Konnte mich leider nicht fesseln.

Veröffentlicht am 17.10.2019

Ein spannender Krimi mit knisternder Liebesgeschichte - lässt sich super lesen!

Im Fokus der Vergangenheit
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"Im Fokus der Vergangenheit" von Juliane Schmelzer ist ein spannender Krimi mit knisternder Liebesgeschichte und hat mir sehr gut gefallen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und ansprechend, man ...

"Im Fokus der Vergangenheit" von Juliane Schmelzer ist ein spannender Krimi mit knisternder Liebesgeschichte und hat mir sehr gut gefallen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und ansprechend, man ist sofort mittendrin und will wissen, wie es weitergeht!

Auch die Charaktere werden eingehend beschrieben, man weiß eine ganze Menge über Jo, ihre Freunde und Kollegen und entwickelt schnell Sympathien...und die geheimnisvolle Gegenseite macht mehr als neugierig!

Joselyn Davis, Jo, ist von New York (wieder) nach San Diego gezogen und hat sich in einem dortigen Polizeirevier als Assistentin beworben. Beim Bewerbungsgespräch ist sie sehr überrascht, dass ihr künftiger Chef eine Frau ist!

Mit Chefin Claire ihren neuen Kollegen kommt Jo gut klar , Nicklas wird schnell ein Freund, und es gibt da diese besondere Anziehung zu Eric...bei den Beiden knistert es gewaltig, da bahnt sich wohl etwas an...

Jo wird bald bei einem Undercovereinsatz mit eingesetzt und es wird schnell klar, dass sie so etwas nicht zum ersten Mal macht - ist sie mehr als "nur" eine Assistentin?

Warum erzählt sie so wenig von sich selbst, was ist ihr wiederfahren?

Der Roman ist aus der Sicht von Jo geschrieben, und zwischendrin gibt es immer wieder Sequenzen mit den Gedanken eines Unbekannten in New York - dieser sinnt auf Rache...ist Jo in Gefahr?

Die Vergangenheit rückt näher und der Fall nimmt ordentlich Fahrt auf, das letzt Drittel war sehr spannend, da mag man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen und fiebert mit Jo mit.

Liebesromane sind definitiv gar nicht mein Ding, darum hat mich dieser besondere Krimi erst recht interessiert! Hier ist das Verhältnis Krimi / Liebe ausgewogen und keine Sparte kommt zu kurz - im letzten Drittel wird es in jeder Hinsicht so richtig spannend und es ist auch keineswegs kitschig oder nervig!

Wer also mal einen etwas anderen, absolut spannenden aber unblutigen Krimi lesen möchte, bei dem auch die Liebe nicht zu kuz kommt, hat an diesem Buch garantiert Spaß und fühlt sich bestens unterhalten!

Veröffentlicht am 15.10.2019

Fantastisch gestaltetes Kochbuch mit sehr sehr leckeren Rezepten nicht nur für Film- und Serienfans!

Filmreif kochen
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"Filmreif Kochen" von Eva Dotterweich ist ein liebevoll gestaltetes Kochbuch mit tollen Fotos nicht nur für Film- und Serienfans!
Die enthaltenen Rezepte sind super umsetzbar, gehen teilweise auch wirklich ...

"Filmreif Kochen" von Eva Dotterweich ist ein liebevoll gestaltetes Kochbuch mit tollen Fotos nicht nur für Film- und Serienfans!
Die enthaltenen Rezepte sind super umsetzbar, gehen teilweise auch wirklich schnell und reichen vom Drink und kleinen Snack über Kleinigkeiten bis zur Hauptspeise. Dessert und Kuchen dürfen natürlich auch nicht fehlen in der Speisenpalette!
Das Kochbuch ist in diverse Kapitel unterteilt, welche jeweils für eine Serie stehen und diese dann namentlich und / oder farblich adaptiert. Zu Anfang ist dann jeweils eine kurze Erklärung der Serie / des Films "Für Kenner" und "Für Nichtkenner" dabei, dann folgen die dazugehörigen Rezepte.
Ausprobiert habe ich u.a. die feurige Potato-Mett-Nummer, die Kartoffeln in Salzkruste und die Kirschtarteletts mit Schokoladenganache . Letzteres als große Tarte, dabei war leider die Zubereitungszeit (bzw. die Zeiten zum Festwerden des Kompotts und der Schokolade) viel viel länger als angegeben. Die Mengenangaben waren auch teils etwas reichlich, so sollte ich z.B. aus 600 g Hack 12 kleine Bällchen formen, es wurden aber 26...klein ist eben relativ ;) Auch die Salzmengen sollte man vorsichtig umsetzen...
Die ausprobierten Rezepte waren ausgesprochen lecker und einfach bis mittelschwierig nachzukochen. Für totale Anfänger evtl. nur bedingt geeignet, aber für halbwegs Küchenerfahrene ein tolles Buch mit abwechslungsreicher Kost! Es ist noch einiges auf meiner Liste, was ich in der nächsten Zeit testen werde, also definitiv kein Buch, welches nur im Regal steht!
Durch die besondere Aufmachung und das Film- und Serienthema auch ein tolles Geschenk!
Fazit: Ich kann das Kochbuch unbedingt weiterempfehlen und freue mich schon auf das Zubereiten und Genießen weiterer Leckereien :)

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Veröffentlicht am 14.10.2019

Offline - eine Reise wird zum Horrortrip

Offline - Du wolltest nicht erreichbar sein. Jetzt sitzt du in der Falle.
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Zum Cover: "Offline" , das neueste Werk von Arno Strobel, hat zuerst mal ein hammermäßiges Cover bekommen, treffender und besser zum Thema passend könnte es nicht sein! Eine klasse Idee!

Zum Schreibstil: ...

Zum Cover: "Offline" , das neueste Werk von Arno Strobel, hat zuerst mal ein hammermäßiges Cover bekommen, treffender und besser zum Thema passend könnte es nicht sein! Eine klasse Idee!

Zum Schreibstil: Das Buch ist wie gewohnt superspannend und flüssig zu lesen, es ließ sich schwer wieder aus der Hand legen... Gefallen haben mir auch die recht kurzen Kapitel, das macht es einfacher, die Lektüre doch mal zu unterbrechen, wenn nötig!

Zur Idee: Die Idee "Digital Detox", digitale Entgiftung, ist super und heutzutage auch definitiv vielfach vonnöten...bei manchen Menschen scheint das Mobiltelefeon ja geradezu in der Hand festgewachsen... ;)

Zur Handlung: Eine Gruppe junger Leute begibt sich mit einem Reiseleiter des Unternehmens Triple-o-journey und einem Bergführer auf eine mehrstündige Wanderung in den verschneiten Bergen, die sie zu einem verlassenen Hotel führt, welches derzeit unbewohnt ist und gerade renoviert wird.

Die Gruppe soll 5 Tage lang ohne Internet und ohne Handys etc. auskommen, einfach nicht erreichbar sein...entschleunigen...sich auf sich selbst konzentrieren...dazu bekommen sie jede Menge Gelegenheit, denn dort oben gibt es keine Verbindung zur Aussenwelt, außer über ein Funkgerät für Notfälle.

Nach der ersten Nacht , in der es heftig schneit und kein Weg aus dem Hotel mehr möglich ist, ist ein Teilnehmer der Gruppe, Thomas, verschwunden. Nach einer aufreibenden Suche wird er schließlich gefunden, schwer mißhandelt und in sich selbt gefangen...nicht erreichbar...offline!

Wer ist der Täter? Ein Mitglied der Gruppe? Einer der beiden Hausmeister? Oder verbirgt sich ein Fremder im unrenovierten Teil des verwinkelten Gebäudes?

Der Horror beginnt, gegenseitige Verdächtigungen, Mißtrauen, alsbald die nächsten erschütternden Vorkommnisse.

Es gibt jede Menge Drehungen und Wendungen, die Schilderungen der Details sind nichts für schwache Nerven, da schonunglos und grausam!

Das Ende bzw. diverse Aspekte kamen äußerst überraschend!

Zu den Charakteren: Die einzelnen Protagonisten werden zwar vorgestellt und kommen auch alle häufig vor, jedoch bleiben sie recht flach, da man wenig Kontext über die einzelnen Personen bekommt. Sympathien empfand ich dadurch eher wenig, lediglich Erzählerin Jenny kommt man im Verlauf der Story deutlich näher...

Mein Fazit:

Meiner Meinung nach hätte das Grundthema "Digital Detox" durchaus etwas mehr Raum bekommen können, lediglich bei der ersten gemeinsamen Mahlzeit findet ein Austausch der Teilnehmer untereinander statt, wie sie ohne ihr Mobiltelefon zurechtkommen und wie sie sich fühlen.

Ein krasser, spannender Psychothriller mit schwer vorhersehbarem Ende, bei dem leider das “offline“-Thema etwas zu kurz kam...

Veröffentlicht am 07.10.2019

Ein großartiges und unterhaltsames Buch, das zum Träumen und Ideen verwirklichen einlädt!

Die geilste Lücke im Lebenslauf
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"Die geilste Lücke im Lebenslauf" von Nick Martin ist eine absolut großartige, unterhaltsame und bereichernde Lektüre!

Durch die Unterstützung der Autorin Anita Vetter sind Nicks Erlebnisse so prägnant ...

"Die geilste Lücke im Lebenslauf" von Nick Martin ist eine absolut großartige, unterhaltsame und bereichernde Lektüre!

Durch die Unterstützung der Autorin Anita Vetter sind Nicks Erlebnisse so prägnant geschildert, dass man fast das Gefühl hat, selbst mit auf Reisen gewesen zu sein!

Auf dem Cover kann man bereits erkennen, dass Nick Martin die vermutlich beste Entscheidung seines Lebens traf, als er beschloss, seinen Bürojob an den Nagel zu hängen und erstmal für ein Jahr die Welt zu bereisen.

Der Leser wird mitgenommen und in einen Traum entführt. Man darf mitfiebern, schmunzeln, ab und zu auch leiden und ein wenig neidisch sein auf die tollen Erfahrungen und den Mut, den es braucht, um sich in ein solches Abenteuer zu stürzen...aber auch eine Menge Leichtsinn, denn erst wenn etwas passiert, stellt man oft fest, dass z.B. die Notfallversorgung an manchen Orten einfach mehr als fragwürdig ist.
Es werden auch Peinlichkeiten nicht verschwiegen und viele Emotionen geteilt, wie bei dem gemeinsamen Stück Weg mit Vater und Bruder.

Die Fotos im Buch sind toll und laden zum Träumen ein, und ich denke, der ein oder Andere wird auch unterstützt, seine Träume und Ideen zu verwirklichen, auch wenn das dem Verstand widerspricht...

Es ist schade, dass so ein Buch auch mal zu Ende geht, aber ich habe mir direkt Karten für die Lesereise besorgt und außerdem: DONT´T BE SAD ITS OVER. JUST SMILE, BECAUSE IT HAPPEND...absolut wahr!

Unbedingt lesen!!!