Klimawandel, Seuche, kaum noch Leben...
Ins fahle Herz des Sommers...gibt es in Andreas Eschbachs "Ins fahle Herz des Sommers", das bei Lübbe Audio in der gekürzten Version mit einer Laufzeit von 6 Stunden, 15 Minuten erschienen ist und gesprochen wird von Matthias Koeberlin.
Das ...
...gibt es in Andreas Eschbachs "Ins fahle Herz des Sommers", das bei Lübbe Audio in der gekürzten Version mit einer Laufzeit von 6 Stunden, 15 Minuten erschienen ist und gesprochen wird von Matthias Koeberlin.
Das Klima lässt die Temperaturen stetig ansteigen, die Hitze ist kaum noch auszuhalten für die Menschheit - nach einer agressiven Seuche leben allerdings auch nicht mehr allzu viele von ihnen! Die Privilegierteren leben in den nördlichen Regionen und in dem Ort, in dem Fausto, der Protagonist des (Hör)-buchs lebt, existieren außer ihm nur noch den Pfarrer, die alte Madame Margeaux und die Familie Braque. Fausto fühlt sich einsam und leidet nicht nur unter den äußeren Einflüssen - bis eines Tages Valerie auftaucht. Valerie, mit der es sofort funkt, die gleich bei Fausto einzieht und die doch so ganz anders ist...
Andreas Eschbach hat ein beklemmendes dystopisches Szenario geschaffen, das wohl deshalb so betroffen macht, weil es so wahnsinnig dicht an der Realität ist...!
Die Endzeitstimmung wird perfekt herübergebracht, ebenso die Hoffnung, die Fausto trotz der ungewissen Lage immer noch hat. Er versucht, nach den gewohnten Schemata zu leben, doch ob das möglich ist, zeigt sich im Verlauuf der Handlung - mehr kann ich leider nicht verraten, ohne zu spoilern.
Der Erzählstil ist fesselnd und unterhaltsam, die Atmosphäre dicht und dem Plot angemessen, die Charaktere und deren Handlungen nahbar, überzeugend und authentisch.
Matthias Koeberlin liest perfekt, seine angenehme Stimme und die ruhige Intonation lassen das Geschehen umso intensiver auf die Hörerschaft wirken.
Dennoch wurde ich mit dem Hörbuch nicht recht warm, es blieb mir irgendwie fern und mich hat die ganze Zeit das Gefühl beschlichen, dass etwas fehlt, dass ich eigentlich gar nicht so recht weiß, um was es in der Story geht. Dazu kam dann ein sehr plötzliches, nahezu abruptes Ende, das wirkte wie abgebrochen. Ich denke, nicht, dass das an der Kürzung liegt, so etwas wird ja im Regelfall durc´haus mit Feingefühl angegangen. Es wirkt auf mich eher so, als hätte der Autor den Abgabetermin einhalten müssen und war eigentlich noch nicht ganz fertig mit der Geschichte.
Insgesamt packend und unterhaltsam, aber irgendwie seltsam distanziert und zu kurz, so dass ich hier mit 3,5 von 5 Sternen bewerte.