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Veröffentlicht am 30.04.2026

Klimawandel, Seuche, kaum noch Leben...

Ins fahle Herz des Sommers
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...gibt es in Andreas Eschbachs "Ins fahle Herz des Sommers", das bei Lübbe Audio in der gekürzten Version mit einer Laufzeit von 6 Stunden, 15 Minuten erschienen ist und gesprochen wird von Matthias Koeberlin.

Das ...

...gibt es in Andreas Eschbachs "Ins fahle Herz des Sommers", das bei Lübbe Audio in der gekürzten Version mit einer Laufzeit von 6 Stunden, 15 Minuten erschienen ist und gesprochen wird von Matthias Koeberlin.

Das Klima lässt die Temperaturen stetig ansteigen, die Hitze ist kaum noch auszuhalten für die Menschheit - nach einer agressiven Seuche leben allerdings auch nicht mehr allzu viele von ihnen! Die Privilegierteren leben in den nördlichen Regionen und in dem Ort, in dem Fausto, der Protagonist des (Hör)-buchs lebt, existieren außer ihm nur noch den Pfarrer, die alte Madame Margeaux und die Familie Braque. Fausto fühlt sich einsam und leidet nicht nur unter den äußeren Einflüssen - bis eines Tages Valerie auftaucht. Valerie, mit der es sofort funkt, die gleich bei Fausto einzieht und die doch so ganz anders ist...

Andreas Eschbach hat ein beklemmendes dystopisches Szenario geschaffen, das wohl deshalb so betroffen macht, weil es so wahnsinnig dicht an der Realität ist...!

Die Endzeitstimmung wird perfekt herübergebracht, ebenso die Hoffnung, die Fausto trotz der ungewissen Lage immer noch hat. Er versucht, nach den gewohnten Schemata zu leben, doch ob das möglich ist, zeigt sich im Verlauuf der Handlung - mehr kann ich leider nicht verraten, ohne zu spoilern.

Der Erzählstil ist fesselnd und unterhaltsam, die Atmosphäre dicht und dem Plot angemessen, die Charaktere und deren Handlungen nahbar, überzeugend und authentisch.

Matthias Koeberlin liest perfekt, seine angenehme Stimme und die ruhige Intonation lassen das Geschehen umso intensiver auf die Hörerschaft wirken.

Dennoch wurde ich mit dem Hörbuch nicht recht warm, es blieb mir irgendwie fern und mich hat die ganze Zeit das Gefühl beschlichen, dass etwas fehlt, dass ich eigentlich gar nicht so recht weiß, um was es in der Story geht. Dazu kam dann ein sehr plötzliches, nahezu abruptes Ende, das wirkte wie abgebrochen. Ich denke, nicht, dass das an der Kürzung liegt, so etwas wird ja im Regelfall durc´haus mit Feingefühl angegangen. Es wirkt auf mich eher so, als hätte der Autor den Abgabetermin einhalten müssen und war eigentlich noch nicht ganz fertig mit der Geschichte.

Insgesamt packend und unterhaltsam, aber irgendwie seltsam distanziert und zu kurz, so dass ich hier mit 3,5 von 5 Sternen bewerte.

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  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Sprecher
  • Thema
  • Cover
Veröffentlicht am 28.04.2026

Packender Thriller in trügerischer Fjord-Idylle...

Der Fjord
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"Der Fjord" von Sarah Goodwin ist als Taschenbuch mit 384 Seiten bei Lübbe erschienen.

Titel und Cover wirken idyllisch und angenehm - was potentielle Leserinnen und Leser, die die Autorin bislang nicht ...

"Der Fjord" von Sarah Goodwin ist als Taschenbuch mit 384 Seiten bei Lübbe erschienen.

Titel und Cover wirken idyllisch und angenehm - was potentielle Leserinnen und Leser, die die Autorin bislang nicht kennen, möglicherweise zu täuschen vermag - aber der Untertitel "Ein luxuriöses Fest. Nicht alle Gäste werden es überleben." führt unmißverständlich auf die richtige Fährte!

Rose ist weg, von einem Tag auf den anderen. Ihre Schwester Amelia, die sich nach einem üblen Streit an Roses Verschwinden schuldig fühlt, setzt alles daran, ihre Schwester aufzuspüren und herauszufinden, was mit ihr geschah. Als eine Einladung, die Amelia in Roses Wohnung findet, darauf hindeutet, dass diese zu der luxuriösen Party bei Lawrence Fowley in Norwegen gereist sein könnte und diese Spur bei der Polizei im Sand verläuft, weiß Amelia nur eines: sie muss es schaffen, zur diesjähtigen Fowley-Party eingeladen zu werden. Koste es, was es wolle.
So krempelt sie ihr Leben um, schlüpft in eine andere Identität und bandelt mit Ford, einem Cousin des Gastgebers an, was tatsächlich Erfolg hat. Bei der legendären Party geht es dann allerdings drunter und drüber, es gibt Tote und Amelia schwebt selbst in allerhöchster Gefahr...

Ich finde Sarah Goodwins Schreibstil total spannend, packend und mitreißend.
Die Atmosphäre ist beklemmend und ein wenig gruselig, sehr bildhaft dargestellt, rasant und wendungsreich, dadurch war es mir beim lesen schon einige Male arg mulmig.

Die Charaktere sind vielfältig und facettenreich, das Setting pompös und ausschweifend, und im Verlauf der Handlung wird schnell klar, dass man hier niemandem vertrauen sollte...!

Ein paar kleinere Schwachpunkte gibt es dennoch und es gab einige Hinweise, denen letztendlich nicht adäquat nachgegangen wurde, darum bewerte ich "Der Fjord" mit 4 von 5 Sternen.

Insgesamt ist Sarah Goodwins neuestes Werk ein richtig spannender Thriller voller Twists und Verwicklungen, die teils auch total überrascht haben - das hat mich permanent gefesselt und bestens unterhalten!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 27.04.2026

Sehen und gesehen werden mal ganz anders...!

Mit anderen Augen
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"Mit anderen Augen" von Jane Tara ist als Leinen-Hardcover bei Diogenes erschienen und entfaltet eine wichtige und bewegende Story auf 496 Seiten.

Tilda Finch ist 52, beruflich erfolgreich, mit erwachsenen ...

"Mit anderen Augen" von Jane Tara ist als Leinen-Hardcover bei Diogenes erschienen und entfaltet eine wichtige und bewegende Story auf 496 Seiten.

Tilda Finch ist 52, beruflich erfolgreich, mit erwachsenen Zwillingstöchtern, als es losgeht. Eines Morgens ist plötzlich ihr kleiner Finger verschwunden. Dann ein Ohr, woraufhin Tilda schnellstmöglich ihre Ärztin aufsucht. Diese stellt eine niederschmetternde Diagnose: Unsichtbarkeit. Was Tilda schon länger fühlte, ist jetzt auch (un-)sichtbar geworden...

Mit Cleverness, Charme und Humor ist Jane Tara in ihrem Roman auf außergewöhnliche, bildhafte Weise ein wichtiges Thema angegangen, das viele Frauen ab einem gewissen Alter bzw. den Wechseljahren betrifft. Man (bzw. Frau) fühlt sich nicht mehr richtig wahrgenommen, nicht mehr so wichtig, oft auch ungeliebt - die Kinder sind aus dem Haus, im Beruf rücken junge, erfolgreiche Leute nach und im Liebesleben wird es oft eintönig oder der Partner erlebt seinen zweiten Frühling und ist schon mit einer Jüngeren durchgebrannt. Und diese Problematik wird hier jetzt mal dargestellt. Optisch. So, dass es auch andere Menschen im Umfeld der Betroffenen wahrnehmen und nicht nur die Person selbst darunter leidet und dagegen ankämpfen muss.

Hier hat Tilde gute Freundinnen, eine tolle Ärztin und ihre Töchter mit im Boot, die zunächst natürlich schockiert sind, aber die Lage jede auf ihre Weise mit Herz und Witz meistern.

Die Idee zum Plot fand ich absolut grandios, die Umsetzung ist insgesamt für meinen Geschmack ebenfalls sehr gelungen, jedoch finde ich es stellenweise etwas zu moralisierend bzw. belehrend - die Botschaft wäre auch bei einer subtileren Herangehensweise perfekt herübergekommen, vielleicht sogar noch mit einer anderen Schwere.

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Veröffentlicht am 15.04.2026

Wow, was für ein Reihenauftakt - ich bin total begeistert!

The House Witch 1
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"The House Witch 1" von Emilie Nikota aka Delemhach ist als wunderschöne Hardcoverausgabe (mit soooo tollem Farbschnitt) bei der Hobbit-Presse aus dem Haus Klett-Cotta erschienen und bietet feinste, atmosphärische, ...

"The House Witch 1" von Emilie Nikota aka Delemhach ist als wunderschöne Hardcoverausgabe (mit soooo tollem Farbschnitt) bei der Hobbit-Presse aus dem Haus Klett-Cotta erschienen und bietet feinste, atmosphärische, allerbestens unterhaltende cozy Fantasy auf 624 Seiten.

In der Schlossküche des Königreiches Daxaria geht es drunter und drüber, da wird es allerhöchste Zeit, dass der neue Koch eintrifft - Finlay Ashowan sorgt ab jetzt für kulinarische Hochgenüsse und für Ordnung. Wenngleich der neue Koch mit seiner rüden Art nicht gerade Everybody´s Darling ist -oder vielleicht gerade deswegen-, finde ich ihn einfach grandios. In Null Komma Nix hat er die Küche perfekt im Griff, das Personal effizient eingesetzt und dabei macht er irgendwie alles allein - was an seinem wohlgehüteten Geheimnis liegt: Fin ist eine Haushexe, ja sogar die einzige existierende männliche Haushexe überhaupt. Und auch wenn er nicht in Allem, was er tut, perfekt ist, macht er stets das Beste daraus und so gelingt es ihm schnell, Ansehen und Einfluss in Daxaria zu gewinnen.

Dieser Fantasy-Roman ist von einer solch anheimelnden Wohlfühlatmosphäre geradezu durchdrungen, dass es mir schwergefallen ist, das Buch überhaupt wieder aus der Hand zu legen!

Emilie Nikota schafft es scheinbar mühelos, ihre Leserinnen und Leser ganz tief in ihre Welt hineinzuziehen und sie zu fesseln und zu faszinieren.
Und das gelingt ihr nicht allein durch ihre außergewöhnliche Plotidee, sondern ebenso durch ihren magischen, bunten, detailverliebten Schreibstil und vor Allem durch ihre facettenreich angelegten, absolut liebevoll ausgearbeiteten Charaktere, die mir allesamt regelrecht ans Herz gewachsen sind.

Nicht nur Fin mit seiner unnachahmlichen Art ist klasse, auch die Adelige Annika, die so ganz anders ist (aber Gegensätze ziehen sich ja bekanntlich an), gefiel mir ausnehmend gut und auch das weitere Personal mit all seinen liebenswerten und / oder schrulligen Eigenheiten macht definitiv Spaß!
Meine Lieblingsfigur allerdings ist ganz klar Kraken, das schwarze Katzentier, den ich auch dann total geliebt hätte, wenn nicht sowieso schwarze Katzen die allertollsten Lebewesen der Welt wären <3

Zu den teils turbulenten Ereignissen bei Hofe und den unwiderstehlichen Protagonisten gesellt sich dann noch ein feiner Humor , der die Story perfekt abrundet.

Zwar bleiben am Ende einige Fragen offen, was ich für gewöhnlich nicht sonderlich schätze, aber hier stört es mich überhaupt nicht und ich brenne bereits auf Band 2 und bin sehr zuversichtlich, dass sich da all das aufklären wird, was die Autorin bislang nicht offenbart hat...!

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Veröffentlicht am 14.04.2026

Spannend, düster, ausweglos...!

Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?
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- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch! -

"Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?" von Emily Rudolf ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 11 Stunden, 23 Minuten bei argon ...

- Meine Rezension bezieht sich auf das Hörbuch! -

"Die Housesitterin – Ein Traum von einem Job. Oder?" von Emily Rudolf ist als ungekürztes Hörbuch mit einer Laufzeit von 11 Stunden, 23 Minuten bei argon hörbuch erschienen und wird gesprochen von Nils Nelleßen, Florens Schmidt und Rebecca Veil.

Housesitterin bei den Reichen und Schönen, ein echter Traumjob! Cecilia lässt sich mehr oder weniger zwangsweise komplett auf ein Leben als Housesitterin ein, als bei ihr nach dem Tod ihrer Mutter alles den Bach runtergeht und selbst das WG-Zimmer zu teuer wird. Sie tingelt von Job zu Job, und dann soll sie das Haus der Familie ihres Freundes einhüten, auf einer einsamen Insel. Was ganz entspannt und wunderschön klingt, entpuppt sich allerdings schnell als absoluter Alptraum, denn plötzlich ist Cecilia mit ihren Freunden auf der Insel eingeschlossen, irgendjemand führt Böses im Schilde und es gibt kein Entkommen...!

Emily Rudolf hat mit "Die Housesitterin" einen spannenden, unterhaltsamen und wendungsreichen Thriller geschrieben. Die Plotidee hat mir richtig gut gefallen, die Umsetzung fand ich ebenfalls gut gelungen. Die düstere, ein wenig gruselige Atmosphäre hat das Ganze dann noch abgerundet, und die unterschiedlichen Zeit- und Erzählebenen mochte ich sowieso.

Was mir allerdings zunehmend auf die Nerven gegangen ist, war die sehr saloppe, bisweilen schon obsszöne Sprache - und ich bin da nicht wirklich empfindlich, behaupte ich mal!

Die Sprecherin und die beiden Sprecher haben ihre Rollen sehr gut ausgefüllt und das Geschehen noch lebendiger, die Lage noch beklemmender gemacht!

Alles in Allem sehr empfehlenswert.

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