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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.04.2019

Stay optimistic

Woanders blühen die Kastanien
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Im Roman begleiten wir Maggie (Anfang 30) dabei, wie sie nach 7 Jahren Ehe vor deren Scherben steht und mit sich ringt, wie es für sie und ihre beiden Kinder weitergehen soll.
Aus dem Schatten ins Licht, ...

Im Roman begleiten wir Maggie (Anfang 30) dabei, wie sie nach 7 Jahren Ehe vor deren Scherben steht und mit sich ringt, wie es für sie und ihre beiden Kinder weitergehen soll.
Aus dem Schatten ins Licht, so soll es wohl auch das Cover ausdrücken.

Das Buch ist in monatliche Kapitel unterteilt, in denen man durch Schilderungen aus der Ich-Perspektive Maggies Einblicke in ihre Gefühle, ihren inneren Zwiespalt, die mich aufgrund ihrer Dummheit/Naivität öfter haben den Kopf schütteln lassen, und natürlich auch das Leben drumherum bekommt.
Die Kapitel sind von unterschiedlicher Länge, da sich in manchen die Ereignisse überschlagen, in manchen jedoch weniger viel passiert.

Trotz dieser Längen animiert der lockere Schreibstil mit genug Humor und Bissigkeit zum Weiterlesen.
Leider fehlt der Protagonistin beim Handeln in meinen Augen der nötige Biss, wodurch sie wie ein Klischee wirkt. Dies gilt auch für einige der Nebencharaktere, von denen nicht alle detailliert ausgearbeitet sind. Das ist aber auch nicht unbedingt nötig. Da das zugrunde liegende Thema durchaus mitten aus dem Leben ist, kann sich der Leser wohl durch Vergleich mit dem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis oder der Nachbarschaft ein Bild von einigen Personen machen.

Jede/r, die/der vielleicht selbst gerade von einem solchen Ereignis betroffen ist, gibt das Buch u. U. etwas Lebensmut und Unterstützung, obwohl es natürlich kein Ratgeber ist.
Für mich war es hingegen kurzweilige Unterhaltung.

Veröffentlicht am 08.04.2019

Nichts Neues

Das heilende Selbst
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Das Buch gliedert sich in zwei Teile.
Im ersten Teil - Der Weg zur Heilung - werden die Hintergründe zu Erkrankungen beleuchtet. Es gibt Abhandlungen bspw. über Herzerkrankungen, Krebs, das psychologische ...

Das Buch gliedert sich in zwei Teile.
Im ersten Teil - Der Weg zur Heilung - werden die Hintergründe zu Erkrankungen beleuchtet. Es gibt Abhandlungen bspw. über Herzerkrankungen, Krebs, das psychologische Selbst, welches mitunter mit Studienmaterial belegt werden.
Im zweiten Teil - Das-7-Tage-Aktionsprogramm - wird für jeden Tag eine Aufgabe gestellt, z.B. Stressabbau oder ausreichend Schlaf. Angerissen wurden die Themen bereits im ersten Teil. Jetzt gibt es nun zu jedem Thema eine Liste von Dos und Don'ts, welche danach etwas ausführlicher beleuchtet werden, und die man nach Wahl abarbeiten kann.

Das Buch kommt als edles Hardcover mit schönem Einband daher. Trotz der vielen verarbeiteten medizinischen Hintergründe liest es sich flüssig und für den Laien verständlich. Allerdings merkt man immer wieder, die indische Herkunft, welche sich in Vorschlägen zur Meditation und Spiritualität äußert.

Der Grundtenor des Buches ist: baue Stress ab, sei achtsam, ernähre dich gesund, schlafe ausreichend, reduziere so Entzündungen im Körper, und zu guter letzt glaube.
Alles in allem nicht wirklich neue Erkenntnisse für mich.
Schade, hatte mir mehr vom Buch erhofft.

Veröffentlicht am 31.03.2019

Spannung, Humor und Liebe in einer tollen Mischung

Dicke Fische und andere Insekten
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Bei diesem Buch handelt es sich um den 2. Teil einer Reihe, die zzt. noch fortgeführt wird. Dieses durfte ich als Rezensionsexemplar lesen, ohne dass ich den 1. Band kannte. Das ist nicht zwingend nötig, ...

Bei diesem Buch handelt es sich um den 2. Teil einer Reihe, die zzt. noch fortgeführt wird. Dieses durfte ich als Rezensionsexemplar lesen, ohne dass ich den 1. Band kannte. Das ist nicht zwingend nötig, da man durch ausführliche Rückblenden einen guten Überblick bekommt.

Schließlich setzt der 2. Teil auch 8 Jahre nach dem 1. an und wird durchweg aus Jacobs Sicht geschildert. Er war ein Berliner Krimineller und hat sich mittlerweile in Hamburg ein normales Leben aufgebaut.
Und plötzlich taucht Louise auf, die Polizistin, mit der er vor 8 Jahren spannende Tage erlebt hat, und die die unterdrückten Gefühle sofort wieder hochkommen lässt. Einfach so? Nein, denn mit seiner Hilfe will sie in der Berliner Unterwelt ermitteln, was es mit den Morddrohungen gegen sie und ihre Familie auf sich hat.
Und schon ist Jacob wieder mittendrin in seiner Vergangenheit...

Der Schreibstil ist locker-leicht, wodurch die Seiten nur so dahin fliegen.
Durch den Witz und trockenen Humor ist Jacob direkt sympathisch.
Mit Louise ist das nicht so einfach, denn durch Wendungen in der Geschichte habe ich immer wieder Zweifel an ihrer Glaubwürdigkeit.
Durch diese Wendungen bleibt die Geschichte aber schön spannend und überraschend.

Es ist eine Mischung aus Krimi, vielleicht mit einem Hauch Thrill, gepaart mit der Beziehungsgeschichte von Jacob und Louise; kriegen sie sich oder nicht.

Das Buch hat mir gut gefallen und macht Lust auf mehr, sodass ich im Nachhinein das Lesen des 1. Bandes doch anraten würde. Dann bekäme man sicher noch einen genaueren Einblick in die gemeinsame Vergangenheit beider. Zudem versprechen die kommenden Bände (z. B. die Infos zum 3. Teil) weitere spannende Abenteuer und Herausforderungen für Jacob und Louise.

Veröffentlicht am 29.03.2019

Wo ist der Thrill?

Maskenjagd
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Durch den Klappentext und die ersten Seiten fühle ich mich an ein Buch eines amerikanischen Autors erinnert, in dem ebenfalls eine Gruppe von Freunden von einem Geheimnis der Vergangenheit eingeholt wird.
Nach ...

Durch den Klappentext und die ersten Seiten fühle ich mich an ein Buch eines amerikanischen Autors erinnert, in dem ebenfalls eine Gruppe von Freunden von einem Geheimnis der Vergangenheit eingeholt wird.
Nach einigen weiteren Seiten legt sich das allerdings.

Es ist der 2. Februar 2018, der den Großteil des Buches einnimmt. Es braut sich ein Sturm zusammen, der die Erlebnisse von vor 17 Jahren in den 5 Protagonisten wieder aufwirbelt.
Im Wechsel von Gegenwart und Vergangenheit erfährt man nun über das triste und von Geheimnissen geprägte Leben der ehemaligen Freunde.
Immer wieder kommt der Sturm ins Spiel, was vermutlich Gänsehaut erzeugen soll - das kann ich für mich allerdings nicht feststellen.
Auch die auftauchende Person mit der Maske erzeugt bei mir nicht diesen Effekt.

Vielmehr ist es so, dass sich dadurch die Geschichte zieht; daran kann auch der flüssig zu lesende Schreibstil nichts ändern.
Straffer hätte es sich sicher auch gestalten lassen, wenn die Personen nicht zig Mal hin und her telefoniert hätten, um zu fragen, wie es dem anderen bei dem Sturm geht oder um sich zur Vergangenheitsbewältigung zu verabreden. Stattdessen hätten sie mal aktiv werden sollen.
Denn von Jagd ist weder von ihrer noch von anderer Seite etwas zu spüren.

Nach 2/3 des Buches ploppt die Lösung des Rätsels wie selbstverständlich auf; leider auch die naheliegendste, die man sich aus den gestreuten Hinweisen denken kann. Der Rest besteht in Auflösung und halbwegs vernünftiger Bestrafung der Loser und Feiglinge.

Sowohl Titel als auch Klappentext suggerieren einen schnellen, packenden Thriller. Allerdings sind in meinen Augen Spannung und Thrill Fehlanzeige im Buch. Hinzu kommen ein paar Logikfehler, es nur für 2,5 reicht.

Veröffentlicht am 27.03.2019

Spannung kombiniert mit gesellschaftskritischen Themen

Das Ambrosia-Experiment
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Die grelle gelbe Farbe des Covers sticht direkt ins Auge und wirkt irgendwie giftig - so wie eben die Ambrosia-Pflanze. Damit passt sie so gar nicht zu den grauen Novembertagen, die man im Buch miterleben ...

Die grelle gelbe Farbe des Covers sticht direkt ins Auge und wirkt irgendwie giftig - so wie eben die Ambrosia-Pflanze. Damit passt sie so gar nicht zu den grauen Novembertagen, die man im Buch miterleben darf.

Hauptrolle: die ebenso graue Maus Jule Rahn, die als Laborantin in Koblenz arbeitet. Sie wird von Ticks und Zwangshandlungen geplagt, über deren Ursachen man in Rückblenden erfährt. Als sie zwei Morde beobachtet und ins Visier des Mörders gerät, beginnt ein Katz-und-Maus-Spiel...
Zu Hilfe kommt ihr Lucas Prinz, ein abgehalfterter Kommissar, der nach Koblenz zwangsversetzt wurde und in der Mordkommission den letzten Neuanfang wagen will. Doch direkt wird er vom Staatsanwalt als Maulwurf engagiert. In Rückblenden erfährt man, dass er damit damit keine guten Erfahrungen gemacht hat und seine Feinde das nicht vergessen haben...

Anschaulich und sehr detailliert werden die beiden Protagonisten entwickelt, sodass man direkt ein Bild von ihnen vor Augen hat. Allerdings erscheint mir die spätere Entwicklung von Jule aufgrund ihrer Vorgeschichte etwas übertrieben - muss aber sicher für die David-gegen-Goliath-Nummer so sein.
Für dieses Hinarbeiten auf das Finale werden über 2/3 des Buches verwendet, wodurch selbiges dann mit der Auflösung für mich gehetzt rüberkommt und der Detailgrad der Schilderungen etwas nachlässt.
Nichtsdestotrotz bleibt die Spannung, die direkt am Anfang geschaffen wird, bis zum Schluss erhalten, wenn auch nicht immer auf gleich hohem Level.

Ein spannender Thriller, der für mich zwar kein Pageturner war, aber dennoch sehr lesenswert ist. Er greift viele (aktuelle) gesellschaftliche Themen auf, deren Nennung hier zum Spoiler würde. Wenn man das im Nachgang erst mal sacken lässt - auweia...


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