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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2022

Selbstliebe lernen

Die Kraft der Selbstliebe
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Durch ihren psychologischen Background mit einem Fokus auf Hochsensibilität vermittelt die Autorin in diesem Buch sehr viel Wissen, ohne dabei zu sehr in Fachtermini abzudriften. In leicht und flüssig ...

Durch ihren psychologischen Background mit einem Fokus auf Hochsensibilität vermittelt die Autorin in diesem Buch sehr viel Wissen, ohne dabei zu sehr in Fachtermini abzudriften. In leicht und flüssig zu lesenden Kapiteln nimmt die Autorin den Leser an die Hand und gibt sehr viele tiefgehende Einblicke in die Psyche, die zum Nachdenken anregen. Man sollte sich also Zeit fürs Lesen nehmen. Z. B. beschäftigen sich Kapitel mit dem inneren Kind, negativen Glaubenssätzen, Prägungen, die die eigenen Eltern mit auf den Weg bekommen und weitergegeben haben, Loslassen von Toxischem und Neuanfang durch Aufbau von Beziehungen jeglicher Art. Übungen zu den einzelnen Aspekten sind dabei ebenfalls enthalten und bauen wie das gesamte Buch gut strukturiert aufeinander auf. Für mich waren aber die esoterischen und spirituellen Einflüsse ein Wermutstropfen.

Veröffentlicht am 02.03.2022

Fesselnd

Regenwaldgeflüster
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"Zwei Mädels, allein mit einem Superstar im Regenwald, beide buhlen um ihn. Das Ganze klingt wie eine abgefuckte Mischung aus dem Bachelor und dem Dschungelcamp."
Mit diesem Zitat aus dem Buch könnte man ...

"Zwei Mädels, allein mit einem Superstar im Regenwald, beide buhlen um ihn. Das Ganze klingt wie eine abgefuckte Mischung aus dem Bachelor und dem Dschungelcamp."
Mit diesem Zitat aus dem Buch könnte man dessen Inhalt zwar zusammenfassen, aber das würde ihm und dem tollen Cover nicht gerecht werden, da eine tiefergehende Geschichte drinsteckt.
Direkt von Beginn an ist man mitten im Geschehen. Ohne Umschweife erlebt man das Mobbing mit, dem Viktoria durch ihre Mitschüler ausgesetzt ist, leidet mit und möchte am liebsten eingreifen. Doch es wird nicht besser, denn ihre Hoffnung auf ein schönes Austauschjahr endet jäh, als ihr Flugzeug mitten im Dschungel abstürzt. Sie, ihre ärgste Feindin Lena und Superstar Drew, für den sie heimlich schwärmt, kämpfen von Minute eins an ums nackte Überleben.
In abwechselnden Kapiteln aus Viktorias und Drews Ich-Sicht - gern hätte ich auch einige Kapitel aus Lenas Sicht gelesen - bekommt man Einblick in die Geschehnisse vor Ort, die auf jeder Seite fesseln und einen mitfiebern und mithoffen lassen. Gleichzeitig gewinnt man so auch Einblicke in die innere Gefühlswelt der beiden. Denn wie für einen Young-Adult-Roman typisch, gibt es natürlich auch ein emotionales Hin und Her, doch es hält es sich in Grenzen. Im Vordergrund steht der Überlebenskampf, der jeden Beteiligten auf seine Weise fordert und wachsen lässt.
Das Ende kam dann etwas schnell. Und auch einige wenige Ungereimtheiten und offene Fragen führen zu minimalem Abzug auf 4,5*. Sonst hat mich das Buch von der ersten Seite an gefangen genommen, weshalb ich es innerhalb weniger Stunden am Stück gelesen habe - und das passiert äußerst selten.

Veröffentlicht am 09.02.2022

Luft nach oben

Projekt Kaktus
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Während seiner ihn langweilenden Beschäftigung macht Adam mithilfe einer Kollegin zwei Entdeckungen. Eine betrifft seine übernatürlichen Fähigkeiten Die andere sein Familiengeschichte. Als sich herausstellt, ...

Während seiner ihn langweilenden Beschäftigung macht Adam mithilfe einer Kollegin zwei Entdeckungen. Eine betrifft seine übernatürlichen Fähigkeiten Die andere sein Familiengeschichte. Als sich herausstellt, dass er mit beidem nicht der Einzige ist, nimmt die Geschichte allmählich an Fahrt auf, ohne aber sonderlich zu fesseln. Denn solche Fähigkeiten erregen die Aufmerksamkeit Dritter; immerhin lassen sie sich für gute, aber eben auch böse Zwecke einsetzen. Da schwingt ein Hauch Gesellschaftskritik mit.
Ohne ein konkretes Setting zu benennen, man ahnt nur den englischen Sprachraum, agieren die Personen ebenfalls recht neutral und nüchtern. Wirklich Emotionen kommen während des ganzen Buches nicht rüber; nicht einmal während Adams Dialogen mit seiner Mutter über die Familiengeschichte.
Während der Großteil aus Sicht Adams geschrieben ist, gibt es einzelne Kapitel dazwischen aus Sicht einer dritten Person. Warum das so ist, erschließt sich mir nicht. Sollte es für Spannung sorgen sollen, so wird dieses Ziel bei mir nicht erreicht. In dieser Hinsicht bleiben auch manche Hintergründe und Auflösungen mangels Details im Trüben.
Was mir negativ am eBook aufgefallen ist, sind die vielen überflüssigen Leerzeilen zwischen Dialogzeilen und eigentlich zusammengehörigen Absätzen. Auch ist die Zeichensetzung, insbesondere bei direkter Rede, nicht immer korrekt.

Veröffentlicht am 20.01.2022

nur Mallorca überzeugt

Das kleine Café am Meer
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Die Insel Mallorca ist für mich als Hauptakteurin dieses Buches zu sehen. Die Vorliebe der Autorin für dieses Eiland ist in den zahlreichen ausführlichen bildhaften Landschaftsbeschreibungen deutlich zu ...

Die Insel Mallorca ist für mich als Hauptakteurin dieses Buches zu sehen. Die Vorliebe der Autorin für dieses Eiland ist in den zahlreichen ausführlichen bildhaften Landschaftsbeschreibungen deutlich zu spüren. Da kommt glatt Fernweh auf.
Die anderen Protagonisten können mich dagegen weniger für sich gewinnen. Die drei Freundinnen Hannah, Lucia und Greta sowie deren männliche Pendants wollen sich und ihre Leben auf der Insel neu sortieren bzw. einen Neuanfang wagen. Dazu sind sie aber zu sehr ohne Ecken und Kanten, ihre "Entwicklungen" bleiben zu sehr an der Oberfläche und wenig nachvollziehbar.
Das liegt mitunter an der Vielzahl der Geschehnisse, welche in Anbetracht der Seitenzahl nur kurz angerissen und zügig abgehandelt werden. Dabei geht stellenweise die Struktur verloren zwischen aktuellem Geschehen, Rückschau, Personenwechsel. Manchmal frage ich mich deshalb, was eigentlich der Hauptstrang sein und ob es sich um einen Liebes- oder Selbstfindungsroman handeln soll.
Die jeweiligen Geschichten um die Personen könnten durchaus für sich allein stehen, da sie Ausbaupotenzial bieten, doch wird dieses nicht genutzt. Stattdessen verläuft die Geschichte geradlinig und vorhersehbar. Nicht mal einen Plottwist gibt es.
Allein durch das schöne Inselsetting gönne ich dem Buch 3*.

Veröffentlicht am 06.01.2022

kurz und flach

Crystal Lake – Diagnose Liebe
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Das Buch von knapp 100 Seiten ist schnell und zügig zu lesen, denn der Schreibstil aus neutraler Sicht ist einfach gehalten. Aufgrund der Kürze fehlt allerdings auch jeglicher Tiefgang (selbst für eine ...

Das Buch von knapp 100 Seiten ist schnell und zügig zu lesen, denn der Schreibstil aus neutraler Sicht ist einfach gehalten. Aufgrund der Kürze fehlt allerdings auch jeglicher Tiefgang (selbst für eine Lovestory) und die Zeit, um Protagonisten zu entwickeln und Emotionen aufkommen zu lassen. So zieht das Geschehen im malerischen Colorado seicht am Leser vorbei, denn es fesselt nicht.
Die hauptsächliche Geschichte um den Profisportler Mark und seine behandelnde Ärztin Leena ist ohne große Wendungen sehr vorhersehbar und daher schnell erzählt. Der Nebenstrang um Alana, der für etwas Spannung sorgen könnte, endet dagegen mit einem Cliffhanger.
Inwieweit die sonstigen Nebencharaktere für mögliche Stränge in den Folgebüchern benötigt werden, kann ich nicht beurteilen. Aber ich werde die Reihe nach diesem schwachen Auftakt ohnehin nicht fortsetzen.