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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.12.2021

Enttäuscht

Tiefe Wasser zwischen uns
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Das Cover ist auch in natura so toll wie abgebildet. Doch leider ist es auch das Beste am ganzen Buch. Dabei hatte ich große Erwartungen an selbiges, in dem ich mir mitreißende Frauenschicksale und kulturelle ...

Das Cover ist auch in natura so toll wie abgebildet. Doch leider ist es auch das Beste am ganzen Buch. Dabei hatte ich große Erwartungen an selbiges, in dem ich mir mitreißende Frauenschicksale und kulturelle Einblicke erhoffte. Doch das Buch mit wechselnden Kapiteln aus Ich-Sicht Hassanas und neutraler Sicht Husseinas ist eintönig und langweilig geschrieben. Dazwischen gibt es kursive Einschübe, die die Träume beider darstellen sollen, aber zusammenhanglos wirken.
Obwohl es reichlich Themen und Ansatzpunkte für Spannung und große Emotionen gibt (u. a. Heimatvertreibung, Sklaverei, Missionarismus, (Glaubens-)Kriege, Identitätsverlust), kann mich das Buch nicht mitreißen. Es handelt Geschehnisse nur stringent ab und geht viel zu wenig in die Tiefe, als dass ich mich beiden Frauen nahe fühle und mich ihre eigentlich tragischen Schicksale bewegen können.
Ich hatte große Mühe, das Buch zu beenden.

Veröffentlicht am 07.12.2021

nicht paradiesisch

Rue de Paradis
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Nachdem ich den 4. Fall von Luc Verlain ausgelassen habe, kam ich trotzdem schnell wieder in die Szenerie hinein. Genannte Personen- oder Ortsnamen frischten die Erinnerungen zügig auf.
Doch dann ging ...

Nachdem ich den 4. Fall von Luc Verlain ausgelassen habe, kam ich trotzdem schnell wieder in die Szenerie hinein. Genannte Personen- oder Ortsnamen frischten die Erinnerungen zügig auf.
Doch dann ging es alles andere als zügig voran. Über die Hälfte des Buches zog sich mit Kapiteln um die einzelnen Bewohner und die erlebte Sturmflut. Der Grund für Lucs Erscheinen vor Ort wirkte an den Haaren herbeigezogen, denn erst weit danach kam es überhaupt zu einem Toten, der einen Polizeieinsatz erforderte.
Durch viele Gespräche mit den Einheimischen und Rückblenden zu einzelnen Personen kam dann so etwas wie Spannung auf, wobei sich mein Anfangsverdacht allerdings schnell bestätigte.
Dazu kamen wieder sehr ausführliche Beschreibungen von Land, Leuten, Speisen etc., die durch den angenehmen Sprecher sehr bildhaft rübergebracht wurden. Doch lenkten diese von der eigentlichen Handlung zu sehr ab.
Mich konnte das Buch trotz der angenehmen Sprechweise nicht fesseln, da es kaum Krimi war, und dieser dann äußerst seicht ausfiel. Und am Ende gab's dann auch noch zu viel Zuckerguss.
Tracks wurden automatisch auf ca. 3 Minuten aufgeteilt, wodurch Kapitel mittendrin unterbrochen wurden. Das erschwerte es, einen Abschluss zu finden, wenn man mal eine Pause wünschte und trübte den ohnehin schwachen Hörgenuss.

Veröffentlicht am 05.12.2021

10 magische Welten

DIE GOLDENE FEDER
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In dieser Anthologie schicken zehn verschiedene Autoren und Autorinnen junge Mädchen und Jungen auf Reisen durch 1001 Nacht.
Jeder Schreibende hat dabei seinen eigenen Stil und setzt andere Akzente. Dennoch ...

In dieser Anthologie schicken zehn verschiedene Autoren und Autorinnen junge Mädchen und Jungen auf Reisen durch 1001 Nacht.
Jeder Schreibende hat dabei seinen eigenen Stil und setzt andere Akzente. Dennoch ist allen Geschichten gemein, dass die Protagonisten jeweils auf unterschiedliche Weise Abenteuer bestehen, sich mit klassischen Elementen wie Dschinns, Fliegenden Teppichen oder Flüchen auseinandersetzen müssen und dabei meist über sich hinauswachsen.
Insofern sind die Geschichten lehrreich und senden mitunter auch wichtige Botschaften.
Jedem Werk ist eine passende schöne Illustration vorangestellt, was den märchenhaften Charakter dieser Sammlung unterstreicht.

Veröffentlicht am 05.12.2021

Grüezi

Vis-à-Vis Reiseführer Schweiz
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Nach meinen jüngsten Reiseimpressionen aus der Schweiz habe ich mir im Nachgang diesen Reiseführer besorgt, denn das, was ich gesehen hatte, machte ganz klar Lust auf mehr.
In diesem Buch wird die Schweiz ...

Nach meinen jüngsten Reiseimpressionen aus der Schweiz habe ich mir im Nachgang diesen Reiseführer besorgt, denn das, was ich gesehen hatte, machte ganz klar Lust auf mehr.
In diesem Buch wird die Schweiz in acht Regionen unterteilt, die jeweils mit nummerierten Karten und Sehenswürdigkeiten näher beleuchtet werden. Dazu gibt es Tipps für Übernachtung, Einkehr und Touren; dafür sind teilweise 3D-Aufrisszeichnungen von Sehenswürdigkeiten oder Innenstädten enthalten und sehr ansprechende Fotos.
Allgemeine Schweiz-Infos sowie abschließende Reisetipps fehlen auch in diesem Werk nicht.
In der Hoffnung, nach Corona alles noch so erleben zu können, mache ich mich derweil an die neuerliche Reiseplanung.

Veröffentlicht am 29.11.2021

Mehr erwartet

Elsewhere - Der Universalschlüssel
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Es war mein erstes Buch dieses Autors und der Klappentext machte mich neugierig, obwohl ich nicht unbedingt ein Fan von SciFi und Fantasy bin.
Schnell ist man jedoch mitten im Geschehen, wenn spooky Ed ...

Es war mein erstes Buch dieses Autors und der Klappentext machte mich neugierig, obwohl ich nicht unbedingt ein Fan von SciFi und Fantasy bin.
Schnell ist man jedoch mitten im Geschehen, wenn spooky Ed den alleinerziehenden Jeffy und seine Tochter Amity aufsucht und ihnen den Universalschlüssel zur sicheren Aufbewahrung überlässt, da ihm böse Verfolger auf den Fersen sind.
Als sie diesen versehentlich auslösen, beginnen ihre Abenteuer in den Parallelwelten. Das ist zu Beginn auch noch spannend, selbst wenn die anderen Welten durchweg dystopischen Charakter haben. Allerdings wiederholt sich dieses Vorgehen und bietet so wenig Abwechslung und Tiefe.
Auch die Charaktere sind schwarz-weiß angelegt. Der liebevolle Vater mit einer sehr innigen Beziehung zu seiner Tochter. Die Tochter, die für ihr Alter äußerst scharfsinnig ist und mutig agiert, um nicht so zu sein, wie die von ihr verhassten weichen Mädchen aus Fantasyromanen. Selbst wenn aufgrund des Alters manche ihrer Fähigkeiten unrealistisch scheinen, ist sie der stärkste Charakter des Buches. Der perverse, sadistische Widersacher.
Die anfängliche Spannung ebbt jedoch ab, vor allem getrieben durch detailreiche Umgebungsbeschreibungen, sich wiederholende Vorfälle und Gedanken. Das Ende gestaltet sich zusätzlich recht zäh und ist einfach zu viel des Guten.
Daneben trübt der Sprecher den Hörgenuss. Er liest zu langsam und nimmt so zusätzlich Spannung, setzt Pausen an eigenartigen Stellen und betont seltsam, teilweise singend zum Wortabschluss.
So konnte mich das Buch während der gut 13h Hördauer nicht packen wie es ein Thriller sollte. Insofern ist es lediglich ein reiner SciFi-Roman mit ein bisschen Action.