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Veröffentlicht am 16.09.2019

Eine märchenhafte Familiengeschichte

Wo sich die Sterne spiegeln
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3 Halbgeschwister treffen nach dem Tod ihres umtriebigen Vaters in Susan Mallery´s neuer Geschichte aufeinander. Der Großvater versucht sie mit viel Herzlichkeit zu vereinen, doch zunächst steht allen ...

3 Halbgeschwister treffen nach dem Tod ihres umtriebigen Vaters in Susan Mallery´s neuer Geschichte aufeinander. Der Großvater versucht sie mit viel Herzlichkeit zu vereinen, doch zunächst steht allen der Altersunterschied und die doch sehr unterschiedliche oft nicht einfache Vergangenheit im Weg. Dazu schleicht sich noch die Liebe mit dazu, die sicherlich unterstützend zur Seite steht, aber auch noch mehr Komplikationen in das Leben der neuen Familie bringt…

Die Familie steht auf jeden Fall im Fokus der Geschichte und wie schwierig es ist, sich auf diese Einzulassen und einen Neustart zu wagen. Durch den Altersunterschied der Geschwister von 12 - 34 kommen sehr interessante Missverständnisse und lustige Situationen zustande. Die Chemie stimmt bei manchen von Anfang an, andere können sich erst einmal nicht riechen. Dazu haben alle 3 mit einer nicht so einfachen Vergangenheit zu kämpfen, die ihr Leben noch heute beeinflusst. Doch ein Susan Mallery wäre kein Mallery, wenn die Liebe nicht auch ihre Rolle hätte und diese wurde perfekt in die Geschichte eingewebt. Die Perspektiven wechseln munter zwischen vielen Personen, dennoch verliert man als Leser nicht den überblick über die Geschichte. Die Geschichte ist unterhaltsam, träumerisch und bietet die perfekte Balance zwischen Tiefsinnigkeit und leichter Lektüre. Man begleitet die 3 Geschwister sehr gerne auf ihrem Weg, alle Charaktere wachsen einem schnell ans Herz und schlägt die letzte Seite mit einem sehr befriedigendem Gefühl zu.

Familie, Liebe und Selbstverwirklichung - drei wichtige Grundfeiler im Leben, die in diesem Buch ganz hochgehalten werden und "Wo sich Sterne spiegeln" zu einem sehr faszinierendem Buch machen mit wichtiger Botschaft und nötiger Leichtigkeit.

Veröffentlicht am 16.09.2019

Lüsterne Gedanken der besseren Gesellschaft

Der Teufel von Blackwood Hall
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Julia London präsentiert im zweiten Band um die Cabot Geschwister die Geschichte von Grace, die in Jeffrey einen erst ungewollten, dann sehr speziellen Ehemann findet. Mit gewohnt lockerem und angenehmen ...

Julia London präsentiert im zweiten Band um die Cabot Geschwister die Geschichte von Grace, die in Jeffrey einen erst ungewollten, dann sehr speziellen Ehemann findet. Mit gewohnt lockerem und angenehmen Schreibstil wird man direkt in die aufregende Geschichte von Grace geworfen, die sich durch ein Missverständnis den falschen Ehemann angelt, sich im Anschluss aber tapfer seinen Eigenarten stellt und wirklich das Beste aus der Situation macht.

Und Jeffrey, Earl of Merryton, hat in der Tat so mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen. Er leidet an Zwangsstörungen, lüsternen Gedanken und schottet sich von der Umwelt so gut wie möglich ab. Im Laufe der Geschichte versteht man ihn und sein Handeln immer besser, man ist jedoch am Anfang wohl so schockiert wie Grace selber auch. Für mich sehr ungewöhnliche Themen für einen historischen Roman, ich muss der Autorin jedoch Mut zusprechen, auch solche Leiden im historischen Kontext zu verarbeiten, denn sie wurden damals doch eher unverstanden und totgeschwiegen. Grace ist eine sehr starke und verständnisvolle Persönlichkeit. Die Familie geht über alles, dafür opfert sich sich auch gerne selber. Sie ist genau die richtige Frau, die solch ein geschundener Charakter wie Jeffrey braucht, um die Vergangenheit zu verarbeiten und in die Zukunft blicken zu können.

Ein mal etwas anderer historischer Roman, der durch seine ungewöhnliche Geschichte überzeugt, jedoch ist die Thematik sicherlich auch gewöhnungsbedürftig und nicht für jeden Geschmack.

Veröffentlicht am 13.09.2019

Sinnlich, rasant und der richtige Kampf

Haven Brotherhood: Claim & Protect
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Bei Claim & Protect handelt es sich um den dritten Teil der Haven Brotherhood Reihe, der ohne Vorwissen aus den anderen Bänden lesbar ist, mit jedoch sicherlich mehr Spaß macht.
Trevor Raines, Barbesitzer, ...

Bei Claim & Protect handelt es sich um den dritten Teil der Haven Brotherhood Reihe, der ohne Vorwissen aus den anderen Bänden lesbar ist, mit jedoch sicherlich mehr Spaß macht.
Trevor Raines, Barbesitzer, Cowboy und Teil der Bruderschaft, ist ein sehr spannender Charakter, der in diesem Buch unverhofft sein Herz an seine Bedienung Natalie und ihren kleinen Sohn verliert, als er ihnen im Kampf gegen den Vater beisteht.

Der Kampf um das Sorgerecht und der Kampf gegen Männer, die denken, ihnen gehört das Leben der Frau und Kind, kam dabei sehr gut rüber. Natalie ist eine aufopferungsbreite Mutter, die alles für ihren Sohn tun würde, aber dennoch versucht, dem Vater das zugesprochene Recht zuzugestehen. Gerade sie hat also einen Mann wie Trevor verdient, auch wenn sie sich das zu Anfang nicht so wirklich eingestehen will. Aber das ist kein Wunder, wenn man als Frau Jahrelang klein gemacht wird. Trevor hat selber mit einer schwierigen Vergangenheit zu kämpfen. Daher war seine Entwicklung, sein innerer Kampf ebenso gut nachvollziehen. Zudem bietet der zunächst unscheinbare Barbesitzer so einige Überraschungen, mit denen ich nun nicht gerechnet hätte. Die Geschichte ist rasant, spannend und prickelt an den richtigen Stellen. Auch der Zusammenhalt unter Brüdern kommt gut zur Geltung. Jedoch viel es mit ohne Vorwissen aus den anderen Bänden etwas schwer, den Hintergrund, die Entstehung und das Handeln der Bruderschaft zu verstehen. Daher würde ich definitiv empfehlen, die anderen Bände vorher zu lesen.

Das Buch kann überzeugt durch eine schöne Liebesgeschichte, welche durch die Überwindung der Vergangenheit überzeugt. Spannende Charaktere mit interessanter Vergangenheit fesseln an die Geschichte. Mit Vorwissen aus den anderen Bänden kann man jedoch einiges sicherlich noch besser nachvollziehen, was Reiheneinsteigern hier und da verborgen bleibt und nicht Rund erscheint.

Veröffentlicht am 13.09.2019

Wenn dich ein Land verändert

Das Echo der Traumzeit
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Marie begibt sich auf die lange Reise nach Australien, um ihre Tochter zu besuchen. Denn das erste mal alleine unterwegs im Ausland, benimmt sie sich komisch und geheimnisvoll. Definitiv ein Grund zur ...

Marie begibt sich auf die lange Reise nach Australien, um ihre Tochter zu besuchen. Denn das erste mal alleine unterwegs im Ausland, benimmt sie sich komisch und geheimnisvoll. Definitiv ein Grund zur Sorge für Marie und somit notwendig, dem auf den Grund zu gehen. Das sich ihre alles andere als einfache Mutter mit auf dem Weg macht, gestaltet die Reise jedoch nicht einfacher. Angekommen am anderen Ende der Welt werden die Pläne von Marie dann auch gleich über den Haufen geworfen. Ohne Mutter, Gepäck und Führerschein, aber in Begleitung eines australischen Naturburschen macht sie sich auf die Suche nach der Tochter, die auch nicht da ist, wo erhofft.

Josefine Meyer hat einen unterhaltsamen Roman geschrieben, dem man die Liebe zu Land und Leuten Australiens auf jeder Seite anmerkt, denn diese Themen stehen hier deutlich im Vordergrund. Ob nun Flora und Fauna, Kultur und Leute, die Autorin hat sehr viel Wissen über Australien auf angenehm lockere Weise in den Roman verarbeitet, während man Marie auf ihrer Reise durchs Land und zu sich selbst begleitet. Man merkt schnell, dass in Australien die Uhren etwas entspannter laufen, gerade in der Weite der Natur. Der sympathische Terry vermittelt dies auf sehr angenehme Weise und so ist es kein Wunder das Marie und der Leser Schritt für Schritt ihr Herz an Australien und den raubeinigen Burschen mit dem großen Herz verliert. Sehr angenehm geschrieben, verzichtet das Buch auch allzu viele dramatischen Wendungen, sondern überzeugt durch eine interessante Geschichte. Dennoch gibt es natürlich kleine Wendungen, zarte Liebe und jede Menge Tierliebe.

Ein sehr interessanter Roman, der ein tolles Bild von Australien vermittelt, aber nicht allzu verklärt daher kommt. Man begleitet Marie gerne auf ihrer Reise verliert sein Herz sehr gerne ein Stück mit ihr zusammen an Land und Leute.

Veröffentlicht am 13.09.2019

Das Leben verläuft nicht immer wie erwartet

Washington Black
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Wir begleiten in diesem Buch das spannende Leben vom Sklavenjungen Washington Black, der auf einer Zuckerrohrplantage in der Karibik Barbados aufwächst. Sein Leben nimmt eine Wendung, mit der er wohl nie ...

Wir begleiten in diesem Buch das spannende Leben vom Sklavenjungen Washington Black, der auf einer Zuckerrohrplantage in der Karibik Barbados aufwächst. Sein Leben nimmt eine Wendung, mit der er wohl nie gerechnet hätte, als ihn der Bruder des Plantagenbesitzers als Assistenten für seien wissenschaftlichen Experimente zur Hilfe nimmt.

Von dramatisch bis entspannt unterwegs, überzeugt das Buch durch seine breite thematische Spanne. Von der Geschichte der Sklavenhaltung und Kopfgeldjägern bis zur Kunst und Wissenschaft; es geht um Familie und Freundschaft, um Vertrauen und Loslassen. Bedeutende Entdeckungen und politische Entwicklungen der Geschichte kommen genauso zur Sprache wie spannende Reisen in ferne Länder. Ein sehr dichter Roman, der dennoch fesseln und begeistern kann. Washington zieht den Leser unwiderruflich in seinen Bann, gerade auch durch die Ich-Perspektive, in der man das Handeln und Denken von Wash direkt miterleben und nachvollziehen kann. In vielen Bereichen hätte man gerne so viel mehr Erfahren, doch irgendwie ist es auch faszinierend, dass man sich so selber seine Gedanken machen muss, was war und sein wird.

Eine mehr als positive Überraschung für mich, mit der ich nicht gerechnet hatte. Ein thematisch sehr starker Roman, der überrascht, aufklärt, schockiert, begeistert und fesselt. Zu Recht hochgelobt.