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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.08.2017

Fesselnd tragische Liebesgeschichte

Liebe findet uns
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Die Geschichte von Heather und Jack ist eine spannende Reise durch Europa und bietet zudem intensive Gefühlswelten. Liebe auf den ersten Blick, so mag es erscheinen, doch Jack lässt Heather dann doch am ...

Die Geschichte von Heather und Jack ist eine spannende Reise durch Europa und bietet zudem intensive Gefühlswelten. Liebe auf den ersten Blick, so mag es erscheinen, doch Jack lässt Heather dann doch am Bahnhof zurück. Erst nach und nach entschlüsselt sich dem Leser die wahre Geschichte um Jack und Heather. Man wird am Anfang direkt reingeworfen in die Geschichte und die Hintergründe werden nur stückchenweise klarer. Die Schauplätze, welche im Laufe der Geschichte besucht werden, sind spannend und wecken ein bisschen die Reiselust. Jedoch stehen bei der Geschichte ganz klar die Gefühle im Vordergrund. Die Personen werden sehr schön vielschichtig dargestellt, mit Stärken und Schwächen, welche die Handlung die Personen realistisch und nachvollziehbar machen. Die Geschichte an sich ist bittersüß und man muss so manche Gefühlsachterbahn durchleben.

Ein Buch, welches seine Stärken Stück für Stück präsentiert, bis man das Buch am Ende mit einem zufriedenen Gefühl und viele Redebedarf zuklappt. Eine spannende Handlung und interessante Charaktere wissen dabei zu Begeistern.

Veröffentlicht am 15.08.2017

Spannende Liebesgeschichte mit Botschaft

Das Heulen der Wölfe
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Sara Hill hat eine spannende Welt geschaffen, in der Formwandler in Reservaten gehalten werden und außer Kontrolle geratene Exemplare von Jägern verfolgt und verhaftet werden. So ergeht es auch Caleb, ...

Sara Hill hat eine spannende Welt geschaffen, in der Formwandler in Reservaten gehalten werden und außer Kontrolle geratene Exemplare von Jägern verfolgt und verhaftet werden. So ergeht es auch Caleb, der des mehrfachen Mordes beschuldigt wird und sich daher in der Wildnis versteckt. Die Jägern Loana wird ausgesandt, um ihn aufzuspüren. Der Anfang einer spannenden Geschichte um Seelenverwandschaft, Anziehung, Intrigen und Mord.

Das Buch bietet einfach so viel. Eine wirklich schöne Liebesgeschichte, die nicht gleich von Anfang an mit Herzchen in den Augen daherkommt, denn Loana kann Caleb nicht wirklich ausstehen zu Beginn. Zu groß sind die Vorurteile und Rassenunterschiede. Caleb wiederum kann Loana von Anfang an gut riechen und die beiden machen eine schöne Entwicklung durch, was die Anziehung betrifft. Dazu wartet die Sara Hill jedoch noch mit einer mehr als spannenden Krimihandlung auf, welche die Liebesgeschichte unterstütz und fast sogar in den Schatten stellt. Hochdramatisch, welche Ungerechtigkeit gegenüber anderen Individuen herrscht, welche Intrigen gesponnen werden und wie machtlos man doch ist, wenn die Mächtigen die Fäden ziehen. Hier wurden sehr interessante Aspekte verarbeitet, die zum Nachdenken anregen.
Loana ist eine sehr starke Persönlichkeit, welche sich mit einem einsamen Leben als Jägerin abgefunden hat. Sehr schön, wie sie langsam ihre Gefühle wiederentdeckt. Caleb wiederum ist ein Alpha, wie er im Buche steht und dazu mit einem wundervollen Gerechtigkeitssinn ausgestattet, sodass man ihm nur verfallen kann. Auch die Nebencharaktere konnten begeistern und haben die Geschichte gut mit vorangebracht.

Ein wirklich sehr schön vielschichtiges Buch, welches Liebesgeschichte und spannende Krimihandlung perfekt verbindet. Tolle Gedanken zur Behandlung von verschiedenen Arten/Rassen wurden zudem gekonnt mit eingebaut, sodass das Buch eine tolle Aussage hat, welche zum Nachdenken anregt.

Veröffentlicht am 15.08.2017

Spannender Politthriller mit dem gewissen Augenzwinkern

Der Präsident
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Der US Präsident ist ein Choleriker, der zu übereilten Handlungen neigt, weil er sich durch Nordkorea provoziert führt. Eine Schlagzeile aus aktuellen Zeitungen? Nein, die Handlung von Sam Bourne’s aktuellem ...

Der US Präsident ist ein Choleriker, der zu übereilten Handlungen neigt, weil er sich durch Nordkorea provoziert führt. Eine Schlagzeile aus aktuellen Zeitungen? Nein, die Handlung von Sam Bourne’s aktuellem Thriller, welches das aktuelle Politikgeschehen porträtiert und in eine spannende Handlung verpackt.

Der Autor ist Journalist und kennt daher die politischen Ränkelspielchen mehr als gut. Dazu hat er aufregende und vielschichtige Personen geschaffen, welche die Geschichte gut tragen können. Die Handlung ist interessant und rasant. Der angenehm flüssig zu lesende Schreibstil unterstützt dies sehr gut. Die Handlung kann zudem durch einen gewissen satirischen Blick auf das aktuelle Weltgeschehen überzeugen. Zu Anfang fühlt man sich wirklich wie in der Gegenwart und wird mitgerissen, von all den Geheimnissen und Intrigen. Zum Ende wollte der Autor allerdings etwas zu schnell fertig werden und ist hat es hier und da etwas zu sehr übertrieben.

Ein gut zu lesender Thriller, der zu unterhalten weiß und mit faszinierenden Parallelen zum aktuellen Weltgeschehen aufwartet. Spannende Persönlichkeiten und eine Handlung mit Wendungen können die Geschichte gut tragen, das Ende ist allerdings etwas zu überspitzt dargestellt, aber das ist ja eh immer Ansichtssache. Unterhalten kann der Thriller in jedem Fall, gerade aber nicht nur Politikinteressierte.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Atmosphäre
  • Charaktere
  • Recherche
  • Spannung
Veröffentlicht am 09.08.2017

Nerdig, lustig und mit viel Gefühl

Fangirl
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Der Übergang ins Erwachsenenleben ist immer aufregend und besonders, aber auch schwer. Und dies wird noch schwerer, wenn die Zwillingsschwester auf einmal eigene Wege gehen will und der gewohnte Anker ...

Der Übergang ins Erwachsenenleben ist immer aufregend und besonders, aber auch schwer. Und dies wird noch schwerer, wenn die Zwillingsschwester auf einmal eigene Wege gehen will und der gewohnte Anker im Leben damit verschwindet. So ergeht es jedenfalls Cath, die früher alles gemeinsam mit Zwillingsschwester Wren gemacht hat und nun auf dem College etwas verloren ins neue Leben startet. Introvertiert und mit Problemen, neue Orte aufzusuchen, fällt es schwer, neue Leute kennenzulernen. Dazu verliert sie sich am liebsten in der Welt von Simon Snow, ihrer liebsten Buchfigur, welcher sie mit erfolgreicher Fanfiction ihren ganz eigenen Stempel aufdrückt. Doch zum Glück gibt es da noch Mitbewohner samt Freund und Studienpartner, welche Cath nicht so leicht aufgeben.

Rainbow Rowell hat wirklich einen zauberhaften Roman über das Erwachsenwerden geschrieben, welcher den gewissen Nerd-Faktor hat, der mich wirklich begeistert hat. Man ist durch die 3. Person, mit der erzählt wird, immer ganz nah am Geschehen und kann alles quasi live miterleben - die Aufregung, die Unsicherheit, Trauer und Glück. Besonders der Aspekt, dass Cath Fanfiction schreibt und ein Superfan ist, wurde sehr gut ausgearbeitet, da das Buch mit Textstellen der Simon Snow Roman sowie von Cath’s Fanfiction durchzogen ist. Man Ist also auch hier hautnah dabei und kann Cath’s Begeisterung spüren und nachvollziehen, bemerkt aber auch gut einen roten Faden, der auf das Finale zusteuert. Cath als Hauptfigur kommt man natürlich ganz nah und kann sie in all ihren Facetten verstehen. Aber auch die weiteren Figuren sind liebevoll und glaubhaft dargestellt und scheinen mitten aus dem Leben gegriffen. Dazu kommt der sehr angenehm zu lesende Schreibstil und Textpassagen aus Simon Snow Werken, die mit einer anderen Schrift sehr schön anders dargestellt sind. So kann man wirklich ganz in der Geschicht aufgehen.

Cath ist sicherlich ein Extremfall, jedoch kann sich bestimmt fast jeder in ihr wieder finden. Gefühlvoll und verspielt erzählt Rainbow Rowell von ihrem Weg ins Erwachsenenleben und der Findung der Selbstständigkeit, nach dem sie sich so lange auf ihre Zwillingsschwester gestützt hatte. Nerdig, lustig und doch auch mit viel Gefühl ist dieser Roman etwas ganz besonders. Und weil man die Begeisterung Caths für Simon Snow auf jeder Seite spüren konnte, wünscht man sich nicht nur einmal, dass man die Simon Snow Bücher doch bitte auch lesen kann. Nur gut, dass es Rainbow Rowell offensichtlich auch so beim Schreiben ging, denn sie verwöhnt ihre Leser mit einer eigenen Simon Snow Geschichte, die sich man am Besten gleich danach gönnt, um das eigene Simon Snow Fiber etwas zu lindern: “Der Aufstieg und Fall des außerordentlichen Simon Snow”, erschienen bei dtv.

Veröffentlicht am 31.07.2017

Eine ausgefallene Geschichte, der der besondere Funke gefehlt

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge
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Die Geschichte an sich ist faszinierend: Ein Mann, der seine Liebe verliert und dazu noch das Medaillon, ein Geschenk eben jener großen Liebe. Daraufhin sammelt er Leidenschaftlich und fast fanatisch verloren ...

Die Geschichte an sich ist faszinierend: Ein Mann, der seine Liebe verliert und dazu noch das Medaillon, ein Geschenk eben jener großen Liebe. Daraufhin sammelt er Leidenschaftlich und fast fanatisch verloren gegangene und vergessene Gegenstände, denn man weiß nie, ob sie nicht doch vermisst werden eines Tages. Nach dem Tod erbt dessen Hausangestellte Laura das Haus und damit auch dieses Erbe. Sie versucht, für einige Gegenstände wieder ihren rechtmäßigen Besitzer zu finden und lernt dabei auch so einiges über sich selbst.

Das Buch hat sich viel vorgenommen und behandelt vor allen die Themen Freundschaft und Liebe. Die Grundgeschichte ist faszinierend und besticht durch den nerdigen Faktor. Leider bleibt die Geschichte über die Strecke etwas flach. Gute Ansätze sind vorhanden, aber es wird zu wenig in die Tiefe gegangen und auch der Aspekt der verlorenen Gegenstände kommt etwas zu kurz. Zu gerne, wäre ich noch mehr auf die Spur der Gegenstände gegangen. Die Figuren sind allerdings liebenswert und man kann sich gut in sie reinversetzen, auch wenn hier manchmal auch etwas mehr Tiefe gut gewesen wäre. Das Buch liest sich trotz so mancher Schwäche jedoch recht flüssig und angenehm, nur leider ist der Funke nie so ganz übergesprungen und die Begeisterung blieb aus.

„Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge“ ist ein besonderes Buch, welches durch skurrile Charaktere und eine ausgefallene Geschichte überzeugt. Leider bleiben die Geschichte und die Figuren bisweilen etwas blass, sodass keine rechte Begeisterung aufkommen mag.