Profilbild von coffee2go

coffee2go

Lesejury Star
offline

coffee2go ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit coffee2go über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.08.2018

Herz oder Familie

Die Frauen vom Löwenhof - Agnetas Erbe (Die Löwenhof-Saga 1)
0



Kurze Inhaltszusammenfassung:
Agneta führt ein unabhängiges, für damalige Verhältnisse freies Leben als Malerin bis sie durch den frühen Tod ihres Vaters und ihres Bruders das Familienerbe antreten muss ...



Kurze Inhaltszusammenfassung:
Agneta führt ein unabhängiges, für damalige Verhältnisse freies Leben als Malerin bis sie durch den frühen Tod ihres Vaters und ihres Bruders das Familienerbe antreten muss und das Gut Löwenhof weiterführen muss. Sie muss eine Entscheidung zwischen Herz und Familie treffen, die ihr keinesfalls leicht fällt.

Meine Meinung zum Buch:
Der Schreibstil von Corinna Bomann ist sehr anschaulich, bildhaft und die Spannung wird nach und nach aufgebaut, aber insgesamt weiß man in etwa, auf was man sich einlässt und wie die Geschichte in etwa verlaufen wird. Das Buch überzeugt vor allem durch den starken weiblichen Charakter Agneta, die für damalige Verhältnisse eine lockere Lebenseinstellung hat und sich als Suffragette für die Rechte der Frauen stark macht. Gleichzeitig muss aber auch Agneta sich nach dem Tod ihres Vaters und ihres Bruders, der Entscheidung stellen, ob sie den Löwenhof weiterführen und das Erbe ihrer Familie antreten wird. Keine Entscheidung, die ihr leicht fällt – vor allem, da sie sich ihr Leben anders ausgemalt hat.

Mein Fazit:
Ich habe mit Freuden festgestellt, dass es sich um eine mehrteilige Saga handelt und der 2. Band schon im September erscheinen wird und der 3. Band im Jänner 2019. Auf alle Fälle freue ich mich auf eine Fortsetzung.

Veröffentlicht am 09.08.2018

poetisch, spannend, anregend

Der Duft des Lebens
0

Alles an dem Buch ist richtig schön und harmonisch – das beginnt schon beim ästhetischen Cover, dem wohlklingenden Titel und geht weiter über die harmonische Schreibweise und außerdem lädt es dazu ein ...

Alles an dem Buch ist richtig schön und harmonisch – das beginnt schon beim ästhetischen Cover, dem wohlklingenden Titel und geht weiter über die harmonische Schreibweise und außerdem lädt es dazu ein sich zu Themen Gedanken zu machen, auf die man ansonsten kaum gekommen wäre. Das Leben von Aviv ist interessant und der Beruf des Glasbläsers hat für mich noch immer einen romantischen Touch. Gut gefallen hat mir auch die klare Struktur und Einteilung, neben der poetischen Sprache, in „gute Seelen“ und „böse Seelen“. Die Thematik ist vielleicht auch gerade deshalb so spannend, weil sie von unterschiedlichen wissenschaftlichen Richtungen kontrovers gesehen wird.
Ein klein wenig hat mich das Buch auch an „Das Parfum – die Geschichte eines Mörders“ von Patrick Süskind erinnert.
Mein Fazit: „Der Duft des Lebens“ war für mich eine außergewöhnliche Leseerfahrung, die ich nicht missen möchte.

Veröffentlicht am 25.07.2018

Schweigen ist nicht immer leicht

Das Haus der Mädchen
0

Leni kommt für drei Monate nach Hamburg um dort ihr Praktikum zu absolvieren. Schon am zweiten Tag verschwindet ihre Zimmerkollegin spurlos und die ahnungslose Leni ist mit Dingen konfrontiert, die sie ...

Leni kommt für drei Monate nach Hamburg um dort ihr Praktikum zu absolvieren. Schon am zweiten Tag verschwindet ihre Zimmerkollegin spurlos und die ahnungslose Leni ist mit Dingen konfrontiert, die sie aus ihrem behüteten Leben auf dem Land nicht gewohnt ist.
Zuallererst hat mich das Cover angesprochen. Als Charakter finde ich Leni auf der einen Seite sehr nett, liebenswert, aber sie kann auch mutig und tapfer sein, wenn es darauf ankommt. Dadurch, dass mehrere Erzählstränge parallel geschildert werden, liest sich das Buch quasi wie von alleine und die Spannung bleibt bis zum Schluss aufrecht. Es werden auch bewusst ein paar Finten gelegt, um die Leser kurz in die falsche Richtung zu lenken und nicht sofort auf das Motiv zu kommen. Das ist auf alle Fälle gelungen.

Veröffentlicht am 24.07.2018

vorhersehbar und trotzdem spannend

Das Paar aus Haus Nr. 9
0

Sara und ihr Mann Neil bekommen neue Nachbarn und sind von dem kreativen Künstlerehepaar, das nebenan eingezogen ist sofort in ihren Bann gezogen und begeistert. Bald schon verbringen sie ihre Zeit hauptsächlich ...

Sara und ihr Mann Neil bekommen neue Nachbarn und sind von dem kreativen Künstlerehepaar, das nebenan eingezogen ist sofort in ihren Bann gezogen und begeistert. Bald schon verbringen sie ihre Zeit hauptsächlich miteinander, vor allem, da sie auch Kinder im entsprechenden Alter haben. Vor allem Sara fasst Mut und versucht ihre eigene Kreativität im Schreiben auszuüben und die Kinder werden gemeinsam im Heimunterricht unterrichtet.
Die Situation ist wie in einem schlechten Film. Auf der einen Seite kann man sich schon bildhaft vorstellen, wie die Geschichte weitergehen wird und dass es kein gutes Ende nehmen kann, aber auf der anderen Seite war ich selbst auch von den Charakteren, die wirklich gut gezeichnet sind, in den Bann gezogen, sodass ich immer weiterlesen „musste“. Obwohl das Ende voraussehbar war, ist die Geschichte trotzdem gelungen und toll geschrieben.

Veröffentlicht am 24.07.2018

ein fast perfekter Thriller

Der Alphabetmörder (Ein Grall-und-Wyler-Thriller 1)
0

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Jan und Rabea werden als Fallanalytiker zur Aufklärung einer interessanten Mordreihe hinzugezogen. Der Mörder tötet die Menschen und tätowiert ihnen Buchstaben auf die Haut, ...

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Jan und Rabea werden als Fallanalytiker zur Aufklärung einer interessanten Mordreihe hinzugezogen. Der Mörder tötet die Menschen und tätowiert ihnen Buchstaben auf die Haut, in der Reihenfolge des Alphabetes. Schon bald ist klar, dass die Ermittler und Fallanalytiker schnell handeln müssen um weitere Morde zu verhindern.

Meine Meinung zum Buch:
Mir hat der Schreibstil sehr gefallen, er ist einfach, anschaulich, klar strukturiert - das Buch lässt sich zügig lesen. Die Idee mit den tätowierten Buchstaben war für mich als ambitionierte Thriller-Leserin jetzt nicht ganz neu, aber wurde trotzdem spannend aufgezogen. Dass Jan persönlich involviert war, hat die Sache noch einmal spannender gemacht. Schade fand ich, dass Rabea schon recht frühzeitig verletzt war und dann keine tragende Rolle mehr spielen konnte. Sie hat mir als Charakter gut gefallen, noch besser als Jan. Der Beruf des Fallanalytikers wurde sachdienlich sehr stark in den Vordergrund gestellt, aber eigentlich hatte ich nicht das Gefühl, dass Jan und Rabea dem gegenüber Täter mit ihrem Wissen im Vorteil waren. Das fand ich etwas schade und hätte noch kniffliger aufgebaut sein können. Wer als mögliche/r TäterIn in Frage kommt, war für mich eigentlich schon absehbar. Und der große Showdown am Ende hätte auch ein wenig kleiner ausfallen können. Aber im Großen und Ganzen habe ich mich gut unterhalten gefühlt.