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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.11.2025

brutale Szenen - interessante Charaktere

Der Nachtgänger
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Der Thriller ist mit über 600 Seiten sehr umfangreich und somit bleibt auch viel Platz und Raum um die Charaktere detailliert zu beschreiben, mit ihren Stärken und Schwächen und auch in welchen Beziehungen ...

Der Thriller ist mit über 600 Seiten sehr umfangreich und somit bleibt auch viel Platz und Raum um die Charaktere detailliert zu beschreiben, mit ihren Stärken und Schwächen und auch in welchen Beziehungen sie zu anderen Personen stehen. Dies lässt einen tiefgreifenden Eindruck und eine authentische Beschreibung zu und man kann sich als Leser*in gut in die Gefühlswelt hineinversetzen, auch in die Täterperspektive. Der Schreibstil ist abwechslungsreich und temporeich und verleitet zum zügigen Lesen. Gleich zu Beginn startet eine Mordserie mit Schockmomenten und diese grausamen Spannungsmomente werden hochgehalten. Joona Linna ist diesmal in seiner persönlichen Höchstform und hat mir sehr gut gefallen. Leider kommt Saga Bauer diesmal kaum vor und hat noch mit den Nachwirkungen von früher zu kämpfen, das finde ich schade und hoffe, dass sie im nächsten Teil wieder präsenter sein wird. Das Thema Schlafwandeln und Schlafforschung finde ich persönlich spannend, hier hätte ich gerne noch mehr Details erfahren, auch was man mit Hypnose erreichen kann.

Veröffentlicht am 18.11.2025

Klischeeüberladen, hätte mehr Potenzial

Dein Heimweg
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Der Thriller macht auf ein wichtiges Thema aufmerksam, das fast alle Frauen kennen und fürchten, der Heimweg oder der Weg zum Auto bei Dunkelheit oder in einer gruseligen Gegend. Ich finde die Idee mit ...

Der Thriller macht auf ein wichtiges Thema aufmerksam, das fast alle Frauen kennen und fürchten, der Heimweg oder der Weg zum Auto bei Dunkelheit oder in einer gruseligen Gegend. Ich finde die Idee mit der App gut, habe aber nicht das Gefühl, dass sie von dieser Firma auch nur in irgendeiner Weise zufriedenstellend umgesetzt wird, sondern dass sie erst in den Entwicklungsanfängen stecken, so kann sie keinesfalls vermarktet werden.
Die zwei Zeitebenen vor einem Jahr und heute haben mich verwirrt, obwohl es am Anfang des Kapitels angeführt wird, so sind dennoch die Charaktere die gleichen und die Situationen auch und ich musste ein paar Mal nachschlagen, wo ich mich nun befinde. Dies könnte man besser lösen.
Emmy bleibt mir als Charakter recht fremd. Sie gibt erst zum Ende hin ein paar Einblicke in ihre Vergangenheit und in ihre Familiengeschichte, aber viel erfahren wir als Leserinnen nicht von ihr, somit ist es auch schwierig, einen Bezug zu ihr herzustellen. Die Männer der Firma werden allesamt klischeehaft dargestellt, brutal, frauenverachtend, sexistisch, übergriffig, A…, mit denen möchte ich nicht geschenkt zusammenarbeiten, wobei ich glaube, dass die Autorin hier bewusst übertrieben hat. Generell werden Männer einseitig und negativ behaftet dargestellt und nicht jeder Mann, der nachts am Weg entgegenkommt, ist ein Vergewaltiger oder eine Gefahr an sich und tatsächlich fühlen sich auch manchmal Männer unwohl oder am Heimweg bedroht, vor allem, wenn sie nicht der gängigen Norm entsprechen. Hier waren die Hashtags zwischen den Kapiteln sehr provokant formuliert und über manche kann man nur den Kopf schütteln, wie das Beispiel, dass Männer nach 20 Uhr zuhause bleiben sollten.
Emmy ermittelt in eigener Mission, die Ermittler
innen kommen für meinen Geschmack zu wenig aktiv vor, werden fast gar nicht wahrgenommen und die Ermittlungserfolge lassen auch auf sich warten. Die Auflösung am Schluss habe ich mir schon so in etwa vorgestellt, somit war ich nicht besonders überrascht. Es gibt die viel zu auffälligen Verdächtigen und die bewusst unauffällig gehaltenen Charaktere. Für einen Thriller war mir die Auflösung zu einfach und die Firmengeschichte rund um die App konnte mich nicht ganz überzeugen. Ich finde, dass das Thema enorm wichtig ist und auch viel Potenzial hat, aber nicht optimal umgesetzt wurde.

Veröffentlicht am 17.11.2025

unerwartete Urlaubsabenteuer

Bad Tourists
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Der Thriller ist eine Mischung aus Urlaubsroman auf den Malediven und der Verarbeitung eines grausamen Attentates, bei dem mehrere Menschen brutal ermordet wurden. Die Charaktere Darcy, Kate und Camilla ...

Der Thriller ist eine Mischung aus Urlaubsroman auf den Malediven und der Verarbeitung eines grausamen Attentates, bei dem mehrere Menschen brutal ermordet wurden. Die Charaktere Darcy, Kate und Camilla sind komplett unterschiedlich, das bringt auch eine gewisse Dynamik in die Urlaubsreise der „Freundinnen“, wobei Darcy die tonangebende Person ist, die auch den Urlaub bezahlt hat, um ihre Scheidung zu feiern. Richtige Urlaubsstimmung kommt nicht auf, die Ausflüge enden in einem Desaster oder in Panikattacken, jede hat ihre eigene große Villa, sodass auch eine gewisse Abgrenzung spürbar ist. Nachdem sich der Todestag der Verstorbenen des Massakers nähert und auch neue Vermutungen aufgetaucht sind, sind die Nerven angespannt und die Stimmung ist am Tiefpunkt. Ich hätte gerne noch mehr über die Hintergründe des Massakers und der dort verstorbenen Personen erfahren, auch über die Gerichtsverhandlung, dies ist für meinen Geschmack etwas zu kurz gekommen. Das Ende des Buches ist etwas überfrachtet mit Ereignissen, die im Vergleich zum vorigen, langsamen Tempo, actiongeladen, brutal und schnell ablaufen. Hier hätte mir auch eine bessere Aufteilung mehr zugesagt. Der Ausblick auf die Entwicklung der Charaktere, ein Jahr später, hat mir sehr gut gefallen.

Veröffentlicht am 15.11.2025

ausdrucksstark, brutal und schonungslos

Cop Town - Stadt der Angst
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Die Autorin hat mit Cop Town einen Genre-Mix versucht, indem sie Elemente eines Thrillers, für das sie ja bekannt ist, mit denen eines historischen Zeitportraits verbindet und zusätzlich interessante Charaktere ...

Die Autorin hat mit Cop Town einen Genre-Mix versucht, indem sie Elemente eines Thrillers, für das sie ja bekannt ist, mit denen eines historischen Zeitportraits verbindet und zusätzlich interessante Charaktere einbaut, somit eine sehr gelungene Kombination. Als Leser*in wird es durch die wechselnden Perspektiven nie langweilig, obwohl das Buch einen längeren Umfang aufweist. Themen wie Sexismus oder Rassismus und Polizeigewalt werden von der Autorin geschickt eingebracht, das kenne ich auch schon aus früheren Büchern von ihr.
Die Geschichte rund um den Polizistenmorden ist spannend aufgebaut und konstruiert und hat noch mehr im Hintergrund als man zuerst ahnt, je tiefer man gräbt, umso mehr Details kommen zum Vorschein. Das Thema wird komplex betrachtet und auch aufgelöst und somit bleibt der Spannungsbogen konstant hoch. Die Sprache ist direkt und ausdrucksstark und an manchen Stellen auch brutal und schonungslos.

Veröffentlicht am 15.11.2025

ausdrucksstark, brutal und schonungslos

Cop Town
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Die Autorin hat mit Cop Town einen Genre-Mix versucht, indem sie Elemente eines Thrillers, für das sie ja bekannt ist, mit denen eines historischen Zeitportraits verbindet und zusätzlich interessante Charaktere ...

Die Autorin hat mit Cop Town einen Genre-Mix versucht, indem sie Elemente eines Thrillers, für das sie ja bekannt ist, mit denen eines historischen Zeitportraits verbindet und zusätzlich interessante Charaktere einbaut, somit eine sehr gelungene Kombination. Als Leser*in wird es durch die wechselnden Perspektiven nie langweilig, obwohl das Buch einen längeren Umfang aufweist. Themen wie Sexismus oder Rassismus und Polizeigewalt werden von der Autorin geschickt eingebracht, das kenne ich auch schon aus früheren Büchern von ihr.
Die Geschichte rund um den Polizistenmorden ist spannend aufgebaut und konstruiert und hat noch mehr im Hintergrund als man zuerst ahnt, je tiefer man gräbt, umso mehr Details kommen zum Vorschein. Das Thema wird komplex betrachtet und auch aufgelöst und somit bleibt der Spannungsbogen konstant hoch. Die Sprache ist direkt und ausdrucksstark und an manchen Stellen auch brutal und schonungslos.