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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.09.2025

Nebensächlichkeiten lenken zu stark ab

Die Ausweichschule
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Die Thematik, das Cover und der Titel haben mich angesprochen, allerdings konnte ich mich nicht so gut mit dem Schreibstil arrangieren. Ich hatte zu Beginn etwas Mühe in den Lesefluss zu kommen und in ...

Die Thematik, das Cover und der Titel haben mich angesprochen, allerdings konnte ich mich nicht so gut mit dem Schreibstil arrangieren. Ich hatte zu Beginn etwas Mühe in den Lesefluss zu kommen und in Folge störten gewisse Passagen, die nicht unbedingt zum besseren Verständnis der Situation beitrugen, sondern einfach so als Anekdoten eingestreut wurden. Am ärgerlichsten und widerlichsten fand ich allerdings die häufig verwendete Fäkalsprache und die wiederholenden Szenen, in denen in eine Flasche uriniert wurde. Dies hat absolut keinen Mehrwert für die Erzählung, im Gegenteil, es lenkt von den wichtigen Themen ab. Die Rückblende rund um den Amoklauf und die Verarbeitung dessen hat hingegen einen unerwartet kleinen Part eingenommen, was ich sehr schade finde, denn darüber hätte ich sehr gerne mehr gelesen. Somit konnte mich der Roman leider nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 02.09.2025

Einblick in die Seele

Getäuscht
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Der Roman macht mit dem wunderschönen und auffälligen Cover und einem kurzen, prägnanten Titel auf sich aufmerksam. Inhaltlich spielt der Roman in Paris, in den 1920er Jahren, der Sprachstil wirkt gehoben ...

Der Roman macht mit dem wunderschönen und auffälligen Cover und einem kurzen, prägnanten Titel auf sich aufmerksam. Inhaltlich spielt der Roman in Paris, in den 1920er Jahren, der Sprachstil wirkt gehoben und teilweise poetisch. Am spannendsten finde ich, dass ein Großteil der Erzählung in Form von Tagebucheinträgen erfolgt, somit wirkt es nahbar und es bleibt Platz für Gedanken und Gefühle. Der Ich-Erzähler verliebt sich in Ljolja, die ihm uneindeutige Signale sendet und somit beginnt für ihn eine Abwärtsspirale der Abhängigkeit, sein männliches Ego wird angekratzt und man spürt seine innere Zerrissenheit.

Veröffentlicht am 01.09.2025

involvierende Atmosphäre

Gerächt sein sollst du
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Zuallererst ist mir der Kriminalroman aufgrund des wunderschönen, ästhetischen Covers aufgefallen. Der Schreibstil ist angenehm und persönlich involvierend, wie es bei schwedischen und finnischen Büchern ...

Zuallererst ist mir der Kriminalroman aufgrund des wunderschönen, ästhetischen Covers aufgefallen. Der Schreibstil ist angenehm und persönlich involvierend, wie es bei schwedischen und finnischen Büchern häufig der Fall ist, sodass man als Leser*in das Gefühl hat, in die Geschichte eingebunden zu sein. Der Ermittlungsfall ist komplexer als zu Beginn angenommen und die Frage, ob es sich bei dem siebzehnjährigen toten Jonas um ein Opfer oder um einen Täter oder beides handelt, ist nicht einfach zu klären. Mit der Zeit kommen immer mehr traurige Details ans Tageslicht, mit denen auch die Journalistin Eevi selbst stark zu kämpfen hat. Gut gefallen hat mir auch, dass es beziehungstechnisch keine überstürzten oder unrealistischen Übersprungshandlungen gab, sondern sich alles langsam und gemächlich entwickelt und nachdem dies erst der erste Teil einer Reihe war, freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung. Das Buch hat mich positiv überrascht und ich hätte gerne noch weitergelesen, da mir die Atmosphäre so gut gefallen hat.

Veröffentlicht am 01.09.2025

Insel der Seligen

Eden
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Der Roman beginnt fröhlich, mit Alltagsgeschichten, direkt aus dem Leben einer Familie aus Vater, Mutter und Tochter Sofie. Aus einer schönen Überraschung, wird leider der schlimmste Tag überhaupt und ...

Der Roman beginnt fröhlich, mit Alltagsgeschichten, direkt aus dem Leben einer Familie aus Vater, Mutter und Tochter Sofie. Aus einer schönen Überraschung, wird leider der schlimmste Tag überhaupt und nach dem Tod von Sofie ist nichts mehr, wie es einmal war. Jede/r geht mit der Trauerbewältigung anders um, Schuldzuweisungen werden ausgesprochen bzw. empfunden, die Suche nach dem Warum und ob man den Täter nicht hätte erkennen müssen, stellen weitere zentrale Themen dar. Sofies Oma ist an Demenz erkrankt und bekommt von alldem nichts mit, sie lebt weiterhin in einer heilen Welt, auf einer Insel der Seligen. Dieser starke Kontrast ist emotional ergreifend und schwierig zu überwinden. Ein paar Szenen, wie ausschweifende Diskussionen von Philips Vater und seinen Kumpanen hätte ich nicht benötigt, sie haben eher meinen Lesefluss gestört.

Veröffentlicht am 31.08.2025

distanzierte Erzählweise

Zwischen zwei Leben
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Der Roman hat ein ansprechendes Cover und machte mich mit seinem Titel aufmerksam. Über das Leben von Jenny, wie es vorher war und wie es sich nach der Trennung von ihrem Mann, verändern würde und wie ...

Der Roman hat ein ansprechendes Cover und machte mich mit seinem Titel aufmerksam. Über das Leben von Jenny, wie es vorher war und wie es sich nach der Trennung von ihrem Mann, verändern würde und wie sie wieder zu sich selbst findet, hätte ich gerne mehr gelesen. Der Schreibstil konnte mich allerdings nicht überzeugen. Schon zu Beginn war die Geschichte sprunghaft, gespickt mit Märchenfiguren und die Erzählperspektive kalt und distanziert. Als Leserin konnte ich zur Ich-Erzählerin Jenny keinen emotionalen Bezug aufbauen. Es fehlt mir auch ein Höhepunkt oder aufrechter Spannungsbogen, die Lebensgeschichte plätschert so dahin und obwohl die Themen an sich spannend sind, wurden sie nicht spannend erzählt. Schade, ich hatte mir mehr erwartet.