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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2025

viele Gedanken

Haus aus Wind
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Das Cover und der Titel haben mich sofort gefesselt, beim Einstieg in den Roman ist es mir nicht ganz so leichtgefallen. Ich musste mich erst in Johanna und ihr Leben hineinversetzen, um ihre Gedankengänge ...

Das Cover und der Titel haben mich sofort gefesselt, beim Einstieg in den Roman ist es mir nicht ganz so leichtgefallen. Ich musste mich erst in Johanna und ihr Leben hineinversetzen, um ihre Gedankengänge und Handlungen nachvollziehen zu können und dies ist mir nicht immer auf Anhieb gelungen. Sie war zu Beginn sehr sprunghaft und konfus, was natürlich auch darauf zurückzuführen ist, wie es in ihrem Leben momentan gerade rundgeht. Mit der Zeit habe ich mich an ihre Art gewöhnt und konnte auch die Geschichte genießen, doch schon bald wurde es wieder stimmungsmäßig schwierig. Die Dialoge haben mir gut gefallen, sie geben einen Einblick in Nuancen und Bedeutung bei der Kommunikation in einer anderen Sprache. Auch wenn ich Johannas Mut, ihre Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und ihre Veränderung im Laufe der Zeit gut nachvollziehen konnte, so blieb sie mir als Charakter doch etwas fern.

Veröffentlicht am 28.02.2025

durchwachsenes Lesevergnügen

Tod in Sils Maria
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Das Cover und das winterliche Flair haben mich zu Beginn angesprochen und spannende, kurzweilige, gemütliche Lesestunden versprochen. Die Thematik finde ich gut ausgewählt, ein abgeschiedenes Skihotel ...

Das Cover und das winterliche Flair haben mich zu Beginn angesprochen und spannende, kurzweilige, gemütliche Lesestunden versprochen. Die Thematik finde ich gut ausgewählt, ein abgeschiedenes Skihotel mit viel Potenzial, von verschwundenen Gästen bis zu Intrigen und Mord. Leider konnte das Potenzial aufgrund der Kürze nicht ausgeschöpft werden, zumindest waren die Geschichten für meinen Geschmack zu stark komprimiert. Eine Kurzgeschichte muss mich beim Lesen sofort fesseln und dann spannend bleiben, das habe ich bei manchen Geschichten vermisst. Die Charaktere waren auch nicht so gut ausgearbeitet, dass man eine emotionale Beziehung aufbauen konnte, denn kaum war man mit ihnen halbwegs vertraut, war es schon wieder vorbei. Die einzelnen Geschichten selbst waren mehr oder weniger spannend, durchwegs durchwachsen.

Veröffentlicht am 28.02.2025

mittelmäßig - vulgär - moralisierend

Der Gewinner
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Der Roman beginn ruhig, aus der Erzählperspektive von Connor und wird erst nach etwa einem drittel des Buches spannender. Den Sommer am Meer hätte ich mir anders vorgestellt, Connor verbringt sehr viel ...

Der Roman beginn ruhig, aus der Erzählperspektive von Connor und wird erst nach etwa einem drittel des Buches spannender. Den Sommer am Meer hätte ich mir anders vorgestellt, Connor verbringt sehr viel Zeit in seiner Hütte beim Lernen, der Tennisstunden laufen auch nicht so gut, dass er sich viel dazu verdienen könnte und er sucht wenig Kontakt zu den Jugendlichen oder verbringt seine Zeit auch kaum am Meer, obwohl er ganz nahe dran ist. Corona hat die Stimmung etwas eingetrübt, aber bei den Reichen merkt man den Unterschied nicht so stark wie anderswo. Obwohl sich Connor immer über andere beschwert und sie verurteilt, für ihr ererbtes Geld oder ihr Verhalten, benimmt er sich selbst auch nicht entsprechend. Er wird mit der Zeit immer unsympathischer, arrogant und nutzt Frauen zu seinem Vorteil aus, vor allem indem er eine Beziehung zu Emily beginnt, die ohnehin schon psychisch labil ist und gleichzeitig eine sexuelle Beziehung mit ihrer Mutter führt, da er hierfür finanziell sehr gut entlohnt wird. Er moralisiert mit zwei Maßstäben. Die Dinge, die danach geschehen, sind etwas too much und auch sprachlich hat mir die Ausdrucksweise nicht immer gut gefallen. Der Roman wirkt zweigeteilt, einerseits aufstrebende Gedanken, intellektuelles Streben und dann wiederum völlig vulgäre Sprache und Szenen, die nicht hätten sein müssen, zumindest nicht so im Detail. Dadurch hat mir der Roman nur mittelmäßig gefallen.

Veröffentlicht am 27.02.2025

Gier und Klischees

To Die For
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Das Cover und der Titel sind ästhetisch und ansprechend, sodass sie sofort mein Interesse geweckt haben. Inhaltlich hat dies länger gedauert, denn zu Beginn werden die einzelnen Charaktere langsam eingeführt ...

Das Cover und der Titel sind ästhetisch und ansprechend, sodass sie sofort mein Interesse geweckt haben. Inhaltlich hat dies länger gedauert, denn zu Beginn werden die einzelnen Charaktere langsam eingeführt und es passiert noch nicht so viel. Erst mit dem Konkurrenzkampf und der Gier um das Geld wird es spannend und da auch nicht zugleich preisgegeben wird, wer der Tote im Pool ist, könnten mehrere Verdächtige in Frage kommen. Interessant finde ich die unterschiedlichen Sichtweisen aus der Perspektive der Maklerinnen sowie der Ermittler, die mit der Zeit ein rundes Bild vom Geschehen abgeben. Charakterlich angesprochen haben mich die Maklerinnen nicht, es waren alle eher unpersönlich und unsympathisch dargestellt. Zudem werden alle gängigen Klischees bedient, von Fremdgängern über Spielsucht und Geheimnissen aus der Vergangenheit. Der Aufruf zum Wettrennen, wer die Million an Provision bekommen wird, hat dazu beigetragen, dass alle nochmals ihre Krallen ausgefahren haben und linke Mittel ins Spiel kommen. Am besten gelungen finde ich die Vorgeschichte von Andi, die in kleinen Informationshappen nach und nach aufgeklärt wird. Am Ende werden dann alle offenen Fragen aufgeklärt und das Spiel geht in die nächste Runde.