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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.03.2023

ich bin nicht begeistert

NIGHT – Nacht der Angst
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Der Thriller lässt mich zwiegespalten zurückblicken. Auf der einen Seite gibt es sehr spannende Passagen, in denen man als Leser*in die Luft anhält, Charlie schütteln möchte und nicht nachvollziehen kann, ...

Der Thriller lässt mich zwiegespalten zurückblicken. Auf der einen Seite gibt es sehr spannende Passagen, in denen man als Leser*in die Luft anhält, Charlie schütteln möchte und nicht nachvollziehen kann, warum sie gewisse Situationen, die sie selbst schon als gefährlich einstuft nicht anders handelt, aber auf der anderen Seite gibt es auch längere Passagen, in denen nicht so viel passiert, Wiederholungen vorkommen oder die mich nicht angesprochen haben. Charlie ist als Charakter sehr naiv und wird von allen Seiten ausgenutzt, zudem hat sie Episoden, in denen sie nicht zwischen Realität und Filmen in ihrem Kopf unterscheiden kann – dies war mir etwas zu häufig der Fall. Gut gefallen hat mir, dass Lieder eine bedeutende Schlüsselrolle spielen, finde ich persönlich als nettes Detail, das die Gesichte aufwertet. Die Hintergrundgeschichte über den Mord an Charlies Freundin in Verbindung mit dem Campuskiller wird nicht so ausführlich und schlüssig dargestellt, wie ich es mir gewünscht hätte. Vor allem zu Beginn dauert es ziemlich lange, bis endlich Bewegung in die Geschichte kommt und endlich etwas passiert, hier hätte ich das Buch beinahe abgebrochen, der Mittelteil ist dann spannend und nervenaufreibend, aber am Schluss wird übertrieben, sodass es schon too much ist. Hier wäre weniger mehr gewesen, um realistischer zu bleiben. Insgesamt eine mittelmäßig gute Geschichte, die mich aber nicht begeistern konnte.

Veröffentlicht am 19.03.2023

lässt auf eine Fortsetzung hoffen

Dämmerung für Beck
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Da es sich bereits um den dritten Teil einer Serie handelt, ist es sinnvoll die Vorgänger-Bücher zu lesen um noch mehr Lesefreude zu haben. Der Fall selbst ist in sich abgeschlossen und auch ohne Vorwissen ...

Da es sich bereits um den dritten Teil einer Serie handelt, ist es sinnvoll die Vorgänger-Bücher zu lesen um noch mehr Lesefreude zu haben. Der Fall selbst ist in sich abgeschlossen und auch ohne Vorwissen verständlich, allerdings wird es mit den Beziehungskonstellationen und Vorgeschichten schwieriger. Diesmal ist der Fall recht spannend und umfasst mehrere Handlungsstränge, die sich langsam aufbauen und am Ende zusammengeführt werden. Beck selbst zeigt sich von einer solideren Seite, er ist nicht mehr ganz so extrem und eigenbrötlerisch wie in den vorigen Teilen. Schade, dass Cleo gerade auf Elternzeit ist und diesmal nur sehr kurz vorkommt, ihren Charakter habe ich als Bereicherung und Kontrast zu Beck sehr gut gefunden.
Das Ende mit offenem Ausgang hat mir sehr gut gefallen, da es Raum für Spekulationen lässt und zudem auch noch einen Ausblick darauf gibt, dass es einen Folgeteil geben wird.

Veröffentlicht am 26.02.2023

lebt von den Charakteren

Der Tod in dir (Ein Nathalie-Svensson-Krimi 6)
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Hier stimmt einfach alles! Der Schwedenkrimi hat einen interessanten Ermittlungsfall mit ernstem Hintergrund, relativ authentische und sympathische Charaktere und Ermittler, die nicht nur einen Beruf haben, ...

Hier stimmt einfach alles! Der Schwedenkrimi hat einen interessanten Ermittlungsfall mit ernstem Hintergrund, relativ authentische und sympathische Charaktere und Ermittler, die nicht nur einen Beruf haben, sondern auch an ihrem Privatleben teilhaben lassen. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, der Krimi wird von den Charakteren getragen, wie sie in Beziehung zueinander stehen, wie sie zusammenarbeiten und was sie neben dem Fall sonst noch beschäftigt. Zudem gibt es nicht das typische Happy End und alles wird gut, was ich auch stimmiger finde, ohne jetzt zu viel zu verraten. Der Titel passt ebenfalls perfekt zum Inhalt des Buches. Man kann die Bücher der Reihe einzeln und unabhängig voneinander lesen, aber noch mehr Lesefreude hat man, wenn man die Vorgänger gelesen hat und somit schon mit den Charakteren vertraut ist.

Veröffentlicht am 26.02.2023

viele Verstrickungen

Der lauernde Tod
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Clare ermittelt in diesem Fall an der Suche nach einem verschwundenen Baby, das ein dringendes Medikament benötigt, da es ansonsten nicht lange überleben kann. Für Clare, die gerade aus dem Urlaub zurück ...

Clare ermittelt in diesem Fall an der Suche nach einem verschwundenen Baby, das ein dringendes Medikament benötigt, da es ansonsten nicht lange überleben kann. Für Clare, die gerade aus dem Urlaub zurück gekommen ist, beginnt ihr Dienst zugleich turbulent und schockierend. Fälle, in denen Kinder entführt werden, sind immer grausam, auch für uns Leser*innen. Die Geschichte startet direkt, ohne Umschweife ist man mitten im Geschehen und in den ersten paar Seiten passiert schon ziemlich viel. Zwischendurch wird es etwas ruhiger vom Tempo, aber es kommen immer wieder neue Erkenntnisse hinzu, sodass es nicht langweilig wird. Auch die Eltern haben zwei Seiten, man weiß nicht recht, soll man mit ihnen Mitleid haben oder sind sie womöglich selbst verstrickt? Am Ende des Buches sind die Verstrickungen und Zusammenhänge der einzelnen Handlungsstränge schon enorm und werden nach und nach aufgelöst.

Veröffentlicht am 14.02.2023

bin sehr zwiegespalten

Der Riffgeist
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Ich bin zwiegespalten, was ich von diesem Rügen-Krimi halten soll. Auf der einen Seite war er sehr locker und schnell zu lesen und es waren ein paar interessante Charaktere dabei, aber auch ein paar, die ...

Ich bin zwiegespalten, was ich von diesem Rügen-Krimi halten soll. Auf der einen Seite war er sehr locker und schnell zu lesen und es waren ein paar interessante Charaktere dabei, aber auch ein paar, die nicht authentisch gewirkt haben. Die Geschichte der Flüchtlingsmädchen und ihre Hintergrundgeschichte sowie die illegalen Angelegenheiten am Schiff habe ich sehr berührend empfunden, hier hätte ich gerne noch mehr davon gelesen. Ebenfalls die Kindheit vom Riffgeist und warum er so geworden ist und sein Leben so lebt, wie es viele nicht für „normal“ halten, sowie seine Beziehung zu Vera und seinem langjährigen Freund habe ich als interessant empfunden und dies klärt auch einige Ungereimtheiten auf. Allerdings hat mir die Geschichte rund um Susanne gar nicht gefallen. Sowohl Susanne als Person als auch ihr Vorhaben, ohne jetzt näher darauf einzugehen, da ich den Leser*innen nicht die Pointe verraten möchte, wirken für mich utopisch und völlig realitätsfern. Dies passt inhaltlich viel besser zu einem Science Fiction Krimi und nicht für einen Rügen-Krimi. Daher fällt mein Urteil zwiegespalten aus.