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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.01.2023

Potenzial nicht ausgeschöpft

Er ist keiner von uns
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Ich muss gestehen, ich habe mir mehr vom Buch erwartet und bin etwas enttäuscht. Grundsätzlich mag ich Bücher, die auf wahren Gegebenheiten basieren sehr gerne. Die Recherche war bestimmt auch ausführlich ...

Ich muss gestehen, ich habe mir mehr vom Buch erwartet und bin etwas enttäuscht. Grundsätzlich mag ich Bücher, die auf wahren Gegebenheiten basieren sehr gerne. Die Recherche war bestimmt auch ausführlich und aufwendig, allerdings finde ich das Outcome eher gering. Es war zu Beginn spannend, aber danach häufen sich die Wiederholungen, sodass man als Leser*in keine wirkliche Spannung mehr empfinden kann. Der Schreibstil ist berichtend, wenig emotional und es passiert auch nicht wirklich viel. Das große Highlight, der Mord, geschieht schon zu Beginn und dann drehen sich die Verdächtigungen nur noch im Kreis in einer Abwärtsspirale. Schade, hier hätte man sicherlich mehr herausholen können.

Veröffentlicht am 22.01.2023

zwiegespalten

Mutterliebe
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Der Thriller hinterlässt bei mir einen zwiegespaltenen Eindruck nach dem Lesen. Auf der einen Seite hat er mich gut unterhalten, es war oft nicht klar, ob es sich um Täter oder Opfer handelt, man wurde ...

Der Thriller hinterlässt bei mir einen zwiegespaltenen Eindruck nach dem Lesen. Auf der einen Seite hat er mich gut unterhalten, es war oft nicht klar, ob es sich um Täter oder Opfer handelt, man wurde als Leser*in bewusst auf Irrwege geführt und das gefällt mir eigentlich ganz gut. Auf der anderen Seite waren für mich viele Situationen und Konstellationen nicht ganz nachvollziehbar und unrealistisch, auch trotz meiner Toleranzgrenze für künstlerische Freiheit, sodass ich nicht ganz happy damit war. Das Cover spricht mich optisch sofort an, ich würde in jeder Buchhandlung sofort nach dem Buch greifen.

Veröffentlicht am 22.01.2023

spannender, wenn man die Vorgänger-Bücher gelesen hat

Tödliches Leid
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Der Fall ist in sich abgeschlossen und hat einen sehr guten Spannungsbogen über das gesamte Buch hinweg. Es ist von Vorteil, wenn man die Vorgänger-Bücher auch schon gelesen hat, da man dann Bree Taggert ...

Der Fall ist in sich abgeschlossen und hat einen sehr guten Spannungsbogen über das gesamte Buch hinweg. Es ist von Vorteil, wenn man die Vorgänger-Bücher auch schon gelesen hat, da man dann Bree Taggert und ihre Familiengeschichte besser nachvollziehen kann.
Bree wird mit einem Leichenfund auf ihrem ehemaligen Familiengrundstück überrascht und sie befürchtet zu Recht, dass dies nicht die einzige negative Überraschung bleiben wird. Sie ist verantwortlich für die Aufklärung des Falles, gleichzeitig holt sie ihre eigene Vergangenheit ein und bringt unschöne Dinge ihrer Familie ans Tageslicht. Keine einfache Situation und bald auch nicht mehr ungefährlich.

Veröffentlicht am 12.12.2022

das Traumpaar und die Schattenseiten

Freitags bei Paolo
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Clemens und Marie lernten sich in der Silvester-Milleniumsnacht auf einer Party bei gemeinsamen Freunden kennen und verliebten sich sofort ineinander. Von dem Zeitpunkt an galten sie als das Traumpaar ...

Clemens und Marie lernten sich in der Silvester-Milleniumsnacht auf einer Party bei gemeinsamen Freunden kennen und verliebten sich sofort ineinander. Von dem Zeitpunkt an galten sie als das Traumpaar und Vorzeigepaar schlechthin. Als Leser*innen dürfen wir sie über Jahrzehnte ihres Lebens begleiten und ihre Freuden, aber auch Schicksalsschläge mitverfolgen. Als gemeinsames Ritual treffen sie sich jeden Freitag Abend bei ihrem Lieblingsitaliener Paolo und geben sich ein Versprechen, dass sie sich sofort trennen werden, wenn ihre Liebe und Anziehung abflauen sollte. Eines Freitags ist es dann leider soweit und sie beschließen ab sofort getrennte Wege zu gehen, getrennte Wohnungen, neue Perspektiven, neue Rituale, aber sie vermissen auch das Altbekannte und Bewährte. Auch beruflich gibt es Veränderungen, positive mit Erfolgserlebnissen, aber auch Misserfolge, Ängste und öffentliche Anfeindungen auf Social Media bis hin zur Einschränkung der kulturellen Freiheit – alles wird ein Diskussionsthema. Mir hat sehr gut gefallen, dass der Autor auch unpopuläre Themen aufgreift und die unschönen Dinge im Leben thematisiert, nicht nur die Außensicht, die andere wahrnehmen. Für mich hätte es allerdings noch etwas tiefgründiger sein können, vor allem der Tag der Trennung war für meinen Geschmack recht unspektakulär und hätte mehr Potenzial geboten.

Veröffentlicht am 12.12.2022

atmosphärisch sehr gut geschrieben

Wenn der Nebel schweigt
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Jana hatte eigentlich mit ihrer Familie und dem Tal, in dem sie aufgewachsen ist, abgeschlossen und sich geschworen, nie wieder zurückzukehren. Da es ihrem Vater aber nicht mehr gut geht, überwindet sie ...

Jana hatte eigentlich mit ihrer Familie und dem Tal, in dem sie aufgewachsen ist, abgeschlossen und sich geschworen, nie wieder zurückzukehren. Da es ihrem Vater aber nicht mehr gut geht, überwindet sie ihre Ängste und Abscheu und kehrt noch einmal in das nebelige Tal zurück. Die örtliche Beschreibung ist sehr eindrucksvoll, der ständige Nebel, die Trostlosigkeit und das verlassene, veraltete, ausgestorbene Tal sind sehr gut visualisierbar. Kaum, dass sie dort angekommen ist, weiß sie auch schon, dass es ein Fehler war, aber so schnell kommt sie nicht wieder weg. Ihr Vater hat das gesamte Haus zugemüllt, ihre verbliebenen Verwandten verhalten sich äußerst sonderbar und es geschehen Überfälle und Unfälle, die sich für meinen Geschmack schon etwas zu sehr häufen. Hier wäre weniger mehr gewesen.