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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.10.2020

ein nahezu perfekter Mord

Wer auf dich wartet
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Meine Meinung zum Buch:
Aidan beobachtet seine Geliebte via Skype und hört mit als diese in einem Nebenraum ermordet wird. Wie soll er nun reagieren und wer könnte der Mörder gewesen sein? Aidans Ängste ...

Meine Meinung zum Buch:
Aidan beobachtet seine Geliebte via Skype und hört mit als diese in einem Nebenraum ermordet wird. Wie soll er nun reagieren und wer könnte der Mörder gewesen sein? Aidans Ängste kann man auf der einen Seite hautnah nachempfinden. Geht er zur Polizei, steht er selbst im Fokus und muss erklären, warum er seine „Ex-)Geliebte stalkt. Die Ermittlungen ziehen sich in die Länge, es ist schwierig etwas aus Zoes Freundeskreis herauszubekommen. Zoe war allseits beliebt und hatte scheinbar keine Feinde. Spannend ist Verwirrspiel mit den LeserInnen, man wird von einem Verdächtigen zum nächsten geschickt und dann waren es die Verdächtigen doch wiederum nicht, sondern diese hatten andere Geheimnisse oder Dinge, die sie verbergen wollten. Mit der Zeit wird der Kreis allerdings immer enger und ich meine Vermutung hat sich am Ende bestätigt, aber ich muss zugeben, es war wirklich sehr geschickt eingefädelt und ein nahezu perfekter Mord, allerdings eben nur „nahezu“.

Mein Fazit:
Ein Krimi, bei dem die Spannung konstant hochgehalten ist, sehr gerne noch viele weitere von der Autorin!

Veröffentlicht am 11.10.2020

eine tiefgreifende Geschichte

Unter uns das Meer
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Meine Meinung zum Buch:
Im Roman werden die Erlebnisse der vierköpfigen Familie, die mit einer Segelyacht am offenen Meer unterwegs ist, hauptsächlich aus zwei Perspektiven erzählt (Juliet und Michael), ...

Meine Meinung zum Buch:
Im Roman werden die Erlebnisse der vierköpfigen Familie, die mit einer Segelyacht am offenen Meer unterwegs ist, hauptsächlich aus zwei Perspektiven erzählt (Juliet und Michael), im letzten Drittel erfahren wir dann auch noch Eindrücke der Tochter. Was ich sehr gut nachvollziehen kann, ist, dass man auf engem Raum sich selbst und auch seine Mitbewohner viel besser kennenlernt und dass es auch viel schneller zu Konflikten kommen kann. Man hat praktisch keine Rückzugsmöglichkeiten und auch kaum Kontakt zu anderen Menschen. Dafür entwickelt man seinen eigenen Rhythmus, macht viele schöne Erfahrungen und muss sich schwierigen Situationen stellen und entwickelt sich dadurch auch enorm weiter. Mutig finde ich, dass Juliet Michael zuliebe zu dieser abenteuerlichen Reise zugestimmt hat, noch dazu mit zwei kleinen Kindern und auch aufgrund ihrer psychischen Probleme und Depressionen. So stürmisch wie das Meer teilweise war, so brodelnd war auch die Stimmung auf dem Schiff und man hat als LeserIn schon gespürt, dass sich bald eine entscheidende Situation anbahnt. Das Ende des Buches sowie die Aufarbeitung der psychischen Probleme, habe ich nicht ganz so gelungen und spannend gefunden wie die Tage auf dem offenen Meer sowie die Schilderungen über die Landausflüge oder raren Kontakte zu anderen Seglerfamilien.

Veröffentlicht am 10.10.2020

Wie weit würdest du für ein eigenes Kind gehen?

Ihre letzte Hoffnung
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Meine Meinung zum Buch:
Kat wünscht sich so sehnsüchtig ein Kind, dass sie dafür nicht nur fast alles, sondern wirklich alles tun würde. Nachdem auch mehrere Adoptionsversuche geplatzt sind, ist sie mit ...

Meine Meinung zum Buch:
Kat wünscht sich so sehnsüchtig ein Kind, dass sie dafür nicht nur fast alles, sondern wirklich alles tun würde. Nachdem auch mehrere Adoptionsversuche geplatzt sind, ist sie mit ihren Nerven am Ende und versucht es mittels Leihmutterschaft, zu der sich ihre ehemalige beste Freundin bereit erklärt. Das wirklich spannende an diesem Thriller sind die Hintergründe aus der Vergangenheit aller Beteiligter, die nach und nach einfließen. Außerdem misstraut Kat mit der Zeit jedem und ist nervlich sehr angespannt, sodass man nicht genau weiß, ob man ihr und ihren Beobachtungen uneingeschränkt trauen kann oder ob sie sich etwas zusammenreimt. Mit der Zeit werden allerdings die Bedrohungen und Beziehungsgefüge von damals immer verworrener und am Ende ein klein wenig überdramatisiert, dafür einen kleinen Punkteabzug. Ansonsten hat mich der Thriller sehr gut unterhalten und auch die nötige Spannung geboten.

Veröffentlicht am 09.10.2020

Vermischung von Gut und Böse

Das dunkle Haus am Meer
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Meine Meinung zum Buch:
Helen und Paul nehmen sich eine Auszeit vom beruflichen und privaten Stress in einem alten, abgelegenen Steinhaus in einem Küstendorf in Frankreich. Das Haus und auch der Schreibstil ...

Meine Meinung zum Buch:
Helen und Paul nehmen sich eine Auszeit vom beruflichen und privaten Stress in einem alten, abgelegenen Steinhaus in einem Küstendorf in Frankreich. Das Haus und auch der Schreibstil der Autorin strahlen von Beginn an eine düstere, unheilvolle Atmosphäre aus. Zudem sind die Dorfbewohner eigenartig wortkarg und abweisend zu Helen, Paul lässt sich sowieso kaum im Ort blicken. Mit der Zeit kommen auch die dunklen Seiten von Helen und Paul zum Vorschein und als dann noch weitere Personen ins Spiel kommen, wird der Krimi so richtig spannend. Man kann als LeserIn nicht mehr genau zuordnen, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. So mag ich einen guten Krimi!

Veröffentlicht am 09.10.2020

die Tragödie bahnt sich lange an

Ich will dein Leben
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Meine Meinung zum Buch:
Das Buch startet sehr vielversprechend, indem uns die 16jährige Tamsyn aus ihrer Beobachtungsperspektive das Leben ihrer Nachbarn schildert. Mit der Zeit nimmt ihre Besessenheit ...

Meine Meinung zum Buch:
Das Buch startet sehr vielversprechend, indem uns die 16jährige Tamsyn aus ihrer Beobachtungsperspektive das Leben ihrer Nachbarn schildert. Mit der Zeit nimmt ihre Besessenheit von der Familie, die nur die Wochenenden und Ferien im Ort verbringt immer mehr zu und Tamsyn lebt schon in einer Traumwelt, in der sie Teil der Familie ist. Sie versucht mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln Anteil am Familienleben ihrer Nachbarn zu nehmen, verliebt sich in den Vater der Familie und freundet sich mit der Tochter an. Mit der Zeit spürt man als LeserIn, dass die Geschichte eine eigene, gefährliche Dynamik entwickelt und dass sich ein Unglück anbahnt. Ohne zu viel zu verraten, geschehen dann einige Tragödien und der Schluss ist dann stark überzogen und überdramatisiert. Hier wäre weniger mehr gewesen.