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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.07.2019

mysteriöse Zwillingsgeschichte

Kalte Wasser
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Meine Meinung zum Buch:
„Kalte Wasser“ ist ein Roman, der ins Fantasy-Genre reicht, was ich aber aufgrund der Beschreibung so nicht vermutet hätte, deshalb war ich während des Lesens etwas überrascht. ...

Meine Meinung zum Buch:
„Kalte Wasser“ ist ein Roman, der ins Fantasy-Genre reicht, was ich aber aufgrund der Beschreibung so nicht vermutet hätte, deshalb war ich während des Lesens etwas überrascht. Lauren hat gerade Zwillinge geboren und ist zu Beginn müde und gestresst und als Leser kann man nicht genau zuordnen, was wirklich passiert ist oder ob Lauren sich etwas zusammengereimt hat. Diese Ungewissheit hat mir sehr gut gefallen, da man seine eigenen Gedanken gut einbringen kann. Leider war mir Lauren als Charakter nicht wirklich sympathisch und ich konnte ihre Handlungen und Aktionen nicht ganz nachvollziehen, ihr Mann war mir auch nicht sympathischer, deshalb hat es meine Lesefreude etwas getrübt. Die Situation in der Geburtsklinik und auch in der Psychiatrie fand ich übertrieben dargestellt. Einzig die Polizistin Harper hat bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen, sie hat Dinge hinterfragt und sich sehr engagiert, ohne andere Menschen vorschnell abzustempeln und zu verurteilen. Den Bezug zu alten Geschichten, die Zwillinge und deren Vertauschen betrifft, habe ich auch gut gefunden, das war einmal eine nicht alltägliche Idee. Der Schluss war mir persönlich zu offen und lässt mich mit zu vielen Fragen zurück, was mir persönlich nicht so gut gefällt.

Veröffentlicht am 20.07.2019

perfekt für den Sommer

Perfekt für dich
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Meine Meinung zum Buch:
Kim ist 13, mitten in der Pubertät, verliebt und hormongesteuert – sie hat viele liebenswerte Seiten, macht aber auch Fehler, die andere verletzen und handelt manchmal komplett ...

Meine Meinung zum Buch:
Kim ist 13, mitten in der Pubertät, verliebt und hormongesteuert – sie hat viele liebenswerte Seiten, macht aber auch Fehler, die andere verletzen und handelt manchmal komplett unüberlegt. In Lego aus dem Fußballcamp findet sie einen Gegenpool, der ihr sehr gut tut, sie erdet und so mag, wie sie ist, ohne dass sie sich verstellen, älter schummeln und stundenlang schminken muss. Mir gefällt es sehr gut, wie die Autorin auf alltägliche Situationen eingeht und dabei auch die weniger schönen Situationen nicht auslässt, z.B. wie Kim versucht die unbeliebte Mathematik-Nachhilfe zu vergraueln oder wie sie Lego verletzt, indem sie ihn versetzt. Trotzdem hat man immer das Gefühl, dass es immer einen Ausweg gibt und Kim bleibt trotz ihrer Schwächen ein sehr liebenswertes Mädchen, das ihre Fehler auch eingesteht und durch ihre Erfahrungen wächst. Man sieht auch deutlich, dass Mädchen in dem Alter ihre beste Freundin dringend brauchen und zwei Monate ohne die beste Freundin kann schon eine kleine Katastrophe bedeuten. Was auch die heutige Gesellschaft gut spiegelt, sind Eltern, die eigentlich kaum Zeit für ihre Kinder haben und diese Verantwortung abgeben, aber zum Glück hat Kim in ihrer junggebliebenen Oma eine Bezugsperson, die sich um sie kümmert. Auch die Oma lernt dazu, dass sie nicht nur cool sein muss, sondern auch mal sagen muss, was nicht in Ordnung ist. Am Ende haben alle aus ihren Erfahrungen gelernt und vor allem Kim ist sehr gestärkt durch den Rückhalt ihrer Lieben.


Mein Fazit:
„Perfekt für dich“ ist der perfekte Sommerroman über die alltäglichen Probleme von Teenagern! Die Autorin sieht die Teenagerzeit gelassen, zeigt aber auch Situationen auf, die nicht in Ordnung sind oder gefährlich werden könnten, ohne belehrend rüber zu kommen, das finde ich spitze!

Veröffentlicht am 20.07.2019

zwei Lebensgeschichten auf post its

Love to share – Liebe ist die halbe Miete
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Mir hat die Geschichte zu Beginn sehr gut gefallen und auch die Idee, sich die Wohnung zu teilen, auf die Art, wie Tiffy und Leon es machen, finde ich schon unglaublich. Es ist ja nicht wie in einer WG, ...

Mir hat die Geschichte zu Beginn sehr gut gefallen und auch die Idee, sich die Wohnung zu teilen, auf die Art, wie Tiffy und Leon es machen, finde ich schon unglaublich. Es ist ja nicht wie in einer WG, wo jeder sein eigenes Zimmer hat, sondern sogar das Bett wird geteilt. Ich habe mit Spannung darauf gewartet, wann der erste gegen die Vereinbarung verstößt und sie endlich aufeinandertreffen werden. Süß finde ich die Kommunikation über Post its, die dann immer intensiver wurde und da hat man dann schon bemerkt, dass sich die Beiden mehr als gut verstehen, aber der erste persönliche Kontakt hat sich dann doch noch ewig hingezogen. Obwohl ich eigentlich nicht so gerne Liebesgeschichten lese, fand ich es bis hierhin richtig schön zu lesen und nicht überladen kitschig, vor allem, da mir Tiffy und Leon als Charaktere auch gefallen.
Am Schluss wird es für meinen Geschmack dann zu unpersönlich, möchte jetzt nicht weiter ins Detail gehen, da ich das Ende ja nicht verraten möchte, aber dafür gibt es von mir einen Stern Abzug.

Veröffentlicht am 19.07.2019

schöne Idylle und grausames Detail

Mörderisches Lavandou (Ein-Leon-Ritter-Krimi 5)
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Meine Meinung zum Buch:
Der Krimi lebt durch seine einzigartige Stimmung, das kleine Dorf Le Lavandou kann ich mir bildhaft vorstellen anhand der Beschreibungen: enge Gassen, ein Glas Rosé und gemütliches ...

Meine Meinung zum Buch:
Der Krimi lebt durch seine einzigartige Stimmung, das kleine Dorf Le Lavandou kann ich mir bildhaft vorstellen anhand der Beschreibungen: enge Gassen, ein Glas Rosé und gemütliches Zusammensitzen am Abend. Die Idylle wird durch grausame Frauenmorde getrübt und besonders schrecklich ein Detail, das der Mörder von den Frauen öffentlich präsentiert – einen abgeschnittenen Fuß. Mir hat die Kombination aus Ermittlungen, rechtsmedizinischen Untersuchungen und die persönlichen Lebensgeschichten von Isabelle und Leon sehr gut gefallen. Auch dass die Beiden am Ende ins Visier des Täters kommen, war ein spannender Schachzug, sodass am Ende der Spannungsbogen noch einmal in die Höhe geschellt ist. Die Hintergründe des Täters sind, so grausam sie sind, trotzdem nachvollziehbar und schlüssig, wenn man die Vorgeschichte kennt.

Mein Fazit:
Ich kann keinen Vergleich zu den Vorgänger-Krimis ziehen, da ich diese nicht kenne, aber Leon Ritter und Isabelle Morrell haben mich gut unterhalten und Le Lavandou schmackhaft gemacht.

Veröffentlicht am 18.07.2019

es lohnt sich immer zu kämpfen

Im Freibad
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Meine Meinung zum Buch:
Die Geschichte beginnt sehr zaghaft und annähernd, gleich wie die Freundschaft zwischen Kate und Rosemary und wird dann immer intensiver und tiefgründiger. Mir gefällt der Erzählstil ...

Meine Meinung zum Buch:
Die Geschichte beginnt sehr zaghaft und annähernd, gleich wie die Freundschaft zwischen Kate und Rosemary und wird dann immer intensiver und tiefgründiger. Mir gefällt der Erzählstil sehr, auch die liebevollen Rückblenden, in denen sich Rosemary an ihren verstorbenen Mann George erinnert und an die Zeit mit ihm. Durch Rosemarys Erinnerungen wird auch deutlich, wie viel ihr das Freibad bedeutet und wie schöne Zeiten sie damit in Verbindung bringt. Sogar ihren Hochzeitsantrag hat ihr George in Badehose gemacht. Sehr schön zu sehen ist auch die Entwicklung, die Kate durch den positiven Einfluss von Rosemary und durch die gemeinsame Herausforderung, das Schwimmbad vor der Schließung zu retten, vollzieht. Zu Beginn war Kate ständig alleine, hatte keine sozialen Kontakte, litt häufig an Heimweh und Panikattacken und mit der Zeit wurde sie viel fröhlicher und energischer und selbstbewusster und das strahlt sie auch auf ihre Mitmenschen aus. Zeitgleich ist auch der Kontakt zu ihrer Schwester, trotz der räumlichen Distanz, wieder viel intensiver und inniger geworden und beruflich hat sie mit ihren Artikeln über die Rettung des Freibades einen Aufschwung gemacht. Es war wirklich schön zu lesen, wie gut sich Rosemary und Kate ergänzt haben und ich hätte gerne noch weiter gelesen und erfahren, wie es Kate z.B. ein Jahr danach geht und wo sie in ihrem Leben steht.

Mein Fazit:
Das Buch macht richtig Lust auf einen Schwimmbadbesuch und die Message ist ganz klar, dass es sich lohnt für eine Sache zu kämpfen, die einem wichtig ist, auch wenn die Aussichtschancen noch so gering erscheinen.