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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2019

Wer bedroht wen?

Der Verfolger
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Meine Meinung zum Buch:
„Der Verfolger“ ist der 2. Teil mit dem Psychologen Dr. Stark als Hauptakteur. Ich würde empfehlen, den ersten Teil unbedingt vorher zu lesen, damit auch die Zusammenhänge vom Vorgänger-Buch ...

Meine Meinung zum Buch:
„Der Verfolger“ ist der 2. Teil mit dem Psychologen Dr. Stark als Hauptakteur. Ich würde empfehlen, den ersten Teil unbedingt vorher zu lesen, damit auch die Zusammenhänge vom Vorgänger-Buch klarer sind, auf die hier immer nur andeutungsweise und bruchstückhaft eingegangen wird.
Der Verfolger ist anders aufgebaut und Dr. Stark weiß von vorneherein mit wem er sich einlässt und von wem die Bedrohung ausgeht – zumindest im groben, aber dennoch passieren sehr viele unerwartete Wendungen, sodass es am Ende doch noch einige Überraschungseffekte gibt. Was mir nicht so gut gefallen hat, sind, dass einige Handlungsstränge, wie z.B. der Fall mit den alten Anwaltsakten zum Spannungsaufbau eingeführt wurden, dann aber am Ende nicht mit dem Rest verknüpft waren und auch nicht mehr von Bedeutung waren. Ansonsten war der Spannungsbogen fast durchgehend hoch und man fiebert mit Dr. Starks mit, der sich häufig in scheinbar ausweglosen Situationen wiederfindet und immer wieder in gefährliche Positionen gerät, obwohl er seine Gegner eigentlich besser kennen müsste. Ohne mein Vorwissen aus dem ersten Teil über Dr. Stark und seine Bedroher hätte ich das Buch allerdings eher verwirrend und nicht halb so spannend empfunden!


Mein Fazit:
Unbedingt den ersten Teil „Der Patient“ vorher lesen, dann hat man mehr Freude und kann auch die Zusammenhänge schneller und besser herstellen.

Veröffentlicht am 12.02.2019

macht Lust auf London

Penny Pepper - Diebesjagd in London
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Unsere Meinung zum Buch:
Zuallererst ist uns das wunderhübsche, optisch sehr gelungene Cover ins Auge gesprungen – noch dazu in der Lieblingsfarbe meiner Mädchen. Die bunte Mischung aus Krimi und gleichzeitiger ...

Unsere Meinung zum Buch:
Zuallererst ist uns das wunderhübsche, optisch sehr gelungene Cover ins Auge gesprungen – noch dazu in der Lieblingsfarbe meiner Mädchen. Die bunte Mischung aus Krimi und gleichzeitiger Sightseeingtour durch London und dazu noch das witzige Diktiergerät finden wir sehr gelungen. Die englischen Begriffe wurden toll erklärt, ansonsten waren sie selbsterklärend durch die Illustrationen und ein paar englische Vokabel sind bei meinen Töchtern so nebenbei auch noch hängen geblieben.
Das Buch liest sich wie ein lustiger Reiseführer, in dem alle relevanten Sehenswürdigkeiten vorkommen. Was mir persönlich noch sehr gefällt ist, dass neben den traditionellen London-Tipps auch noch der urige, klassische Flohmarkt besucht wird. Ich mag das Flair und das Getummel auf Flohmärkten sehr gerne und für die Reisegruppe war es auch nicht von Nachteil, dass sie einen Abstecher zum Flohmarkt gemacht haben ?


Unser Fazit:
Vielen Dank, dass wir Penny Pepper kennenlernen und nach London begleiten durften! Wir haben die lustige Mädelsrunde und die toughe Oma in unser Herz geschlossen und werden uns jetzt auch die weiteren Bücher besorgen.

Veröffentlicht am 12.02.2019

ein erstklassiger Auftakt

Doggerland. Fehltritt (Ein Doggerland-Krimi 1)
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Kurze Inhaltszusammenfassung:
Kommissarin Eiken Hornby hat es beim berühmten Austernfest mit dem Feiern übertrieben und wacht am nächsten Morgen verkatert in einem Hotelzimmer neben ihrem Chef auf. Doch ...

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Kommissarin Eiken Hornby hat es beim berühmten Austernfest mit dem Feiern übertrieben und wacht am nächsten Morgen verkatert in einem Hotelzimmer neben ihrem Chef auf. Doch das ist noch das kleinere Übel. Gleich darauf erfährt sie, dass die Ex-Frau ihres Chefs ermordet wurde und sie bekommt die Leitung übertragen. Während sie versucht, den Ausrutscher zu vertuschen, für beide ein Alibi zu organisieren und den Mordfall aufzuklären, kümmert sie sich auch noch um die Tochter ihres Chefs im Teenageralter.

Meine Meinung zum Buch:
Der Krimi lebt nicht so sehr von blutrünstigen Handlungen und Gewalttaten, sondern vielmehr von den Gedanken der Ermittler, von den Erzählungen aus der Vergangenheit und von privaten Sichtweisen der involvierten Personen. Dadurch überzeugt er auf der emotionalen Ebene. Vor allem die Ereignisse der Wohngemeinschaft auf dem ehemaligen Bauernhof und die Verknüpfung zu Susanne habe ich sehr spannend erlebt. Dass es Doggerland eigentlich gar nicht gibt, sondern dass es sich um eine fiktive Inselgruppe handelt, wäre mir nicht aufgefallen – die Ortschaften waren bildlich und gut beschrieben.
Wer als Täter in Frage kommt und warum jemand sterben musste, bleibt bis zuletzt ein spannendes Rätsel, das Eiken zu lösen hat. Der Schluss war eine kleine Überraschung für mich.

Mein Fazit:
Doggerland ist ein wirklich gelungener Krimiauftakt mit Eiken Hornby als Ermittlerin, von der ich noch gerne weitere Fälle lesen möchte – vielleicht schont sie sich dann aber gesundheitlich besser als im ersten Teil.

Veröffentlicht am 08.02.2019

hin- und hergerissen

Ich weiß, wo sie ist
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Meine Meinung zum Buch:
Der Thriller ist durchgehend sehr spannend geschrieben und auch zeitweise sehr brutal und grausam in den Schilderungen. An manchen Stellen, war es mir aber dann doch ein wenig zu ...

Meine Meinung zum Buch:
Der Thriller ist durchgehend sehr spannend geschrieben und auch zeitweise sehr brutal und grausam in den Schilderungen. An manchen Stellen, war es mir aber dann doch ein wenig zu unrealistisch oder überzogen dargestellt – z.B. während der Fluchtsituation. Francine hatte von Anfang an mein tiefstes Mitgefühl und ich habe auch mit ihr gelitten, dass sie nach dem kleinen Hoffnungsfunken, dass ihre Tochter noch am Leben sein könnte, komplett alleine dastand. Selbst ihr Ex-Mann und Vater von Autumn, hat mit seiner Tochter abgeschlossen und möchte jetzt mit seiner neuen Familie ein glückliches Leben führen. Was mit den Mädchen in Gefangenschaft passiert ist, das ist einfach unfassbar und kaum in Worte zu fassen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der jahrelang so leben musste, danach ein „normales“ Leben führen kann oder fähig ist alte Bindungen und Beziehungen wieder aufleben zu lassen. Dadurch konnte ich mir auch schwer vorstellen, wie Francine und ihre Tochter sich auf Anhieb wieder gut verstanden haben, das ging mir viel zu schnell und unkompliziert. Der Schluss war mir dadurch zu künstlich und nicht ganz stimmig.

Veröffentlicht am 06.02.2019

Bluts- und Seelenverwandtschaft

Die verlorene Schwester
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Meine Meinung zum Buch:
Man merkt der Autorin, die unter dem Synonym „Linda Winterberg“ schreibt, an, dass sie Erfahrungen mit historischen Romanen hat. Der Roman „Die verlorene Schwester“ lebt von zahlreichen ...

Meine Meinung zum Buch:
Man merkt der Autorin, die unter dem Synonym „Linda Winterberg“ schreibt, an, dass sie Erfahrungen mit historischen Romanen hat. Der Roman „Die verlorene Schwester“ lebt von zahlreichen Rückblenden in die Vergangenheit und detailliert recherchierten Fakten und Verknüpfungen. Trotzdem kommt auch die Gefühlsebene nicht zu kurz, im Gegenteil, die beiden Schwestern Marie und Lena haben sofort mein tiefstes Mitgefühl geweckt. Die Kombination aus Geschichte und gefühlsbetontem Roman ist der Autorin sehr gut gelungen. Schon grausam genug, dass die Mutter stirbt, als die beiden Mädchen noch sehr jung waren und dann werden die Geschwister auch noch getrennt in Pflegefamilien untergebracht und verlieren komplett den Kontakt zueinander.
Außerdem zeigt der Roman auch sehr deutlich, dass es nicht nur Blutsverwandtschaft gibt, sondern etwas mindestens gleich wertvolles, die Seelenverwandtschaft zwischen zwei Menschen. Diese Botschaft finde ich auch gekonnt vermittelt.
Mich hat der Roman sehr berührt und ich habe ihn genossen, lediglich an manchen Stellen hätte er ein klein wenig gekürzt werden können.

Mein Fazit:
Vor diesem Roman wusste ich über die „Verdingkinder“ aus der Schweiz kaum bis gar nicht Bescheid, aber das Schicksal der beiden Schwestern hat mich sehr berührt.