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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2025

Tolles, kurzes Buch!

Nachmittage
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Ich liebe die Bücher von Ferdinand von Schirach einfach.
Sein Schreibstil ist ganz besonders. Er zieht einen direkt in die Geschichten hinein, ganz ohne große Ausschmückungen, aber trotzdem mit einer unglaublichen ...

Ich liebe die Bücher von Ferdinand von Schirach einfach.
Sein Schreibstil ist ganz besonders. Er zieht einen direkt in die Geschichten hinein, ganz ohne große Ausschmückungen, aber trotzdem mit einer unglaublichen Sogwirkung.

In „Nachmittage“ sind mehrere Kurzgeschichten versammelt. Manche nur ein paar Seiten lang, andere nicht mal eine ganze. Zwar konnten mich nicht alle Geschichten gleichermaßen begeistern, aber bei vielen dachte ich anfangs: „Hm... wo führt das jetzt hin?“ und genau dann kommt plötzlich ein Plottwist, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet habe.

Für mich war es wieder ein starkes Buch, das man in wenigen Stunden durchlesen kann. Aber einige Geschichten bleiben im Kopf deutlich länger hängen.

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Veröffentlicht am 21.07.2025

Hat mir wieder gut gefallen

Das Ufer
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Sobald ich ein Buch von Richard Laymon beendet habe, brauche ich meist ziemlich schnell Nachschub. Deshalb konnte ich auch diesmal nur ein paar Wochen warten, bis ich „Das Ufer“ gelesen habe. Obwohl das ...

Sobald ich ein Buch von Richard Laymon beendet habe, brauche ich meist ziemlich schnell Nachschub. Deshalb konnte ich auch diesmal nur ein paar Wochen warten, bis ich „Das Ufer“ gelesen habe. Obwohl das Buch fast 600 Seiten hat, ließ es sich (wie eigentlich jedes Laymon-Buch) wieder unglaublich schnell durchlesen.
Das Cover gefällt mir richtig gut. Die Heyne-Ausgaben erkennt man sofort, sie haben einfach diesen typischen Laymon-Look. Vom Klappentext erfährt man allerdings kaum etwas, was ich aber gar nicht schlimm finde. Man muss sich einfach auf die Geschichte einlassen.
Ganz grob geht es um Deana, die mit ihrem Freund ein paar ungestörte Stunden draußen verbringen will. Doch im Dunkeln wartet bereits jemand auf sie... Außerdem erfährt man, dass auch Deanas Mutter in ihrer Kindheit etwas Schreckliches erlebt hat und nun scheint all das wieder hochzukommen.
Mehr möchte ich gar nicht verraten. Am besten ist es wirklich, wenn man sich ohne viel Vorwissen in die Geschichte fallen lässt. Richard Laymon schreibt einfach sehr speziell, und ich kann absolut verstehen, wenn das nicht jeder mag. Wer allerdings schon mal etwas von ihm gelesen hat: „Das Ufer“ ist wieder ein typisches Laymon-Buch. Und ich mochte es wieder richtig gerne.
Sein Schreibstil ist super einfach und schnörkellos. Man fliegt förmlich durch die Seiten. Einmal angefangen, will man einfach wissen, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

ein sehr besonderes Leseerlebnis

Der Kaiser der Freude
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„Der Kaiser der Freude“ war mein erstes Buch von Ocean Vuong, aber ganz sicher nicht das letzte.
Der Roman spielt in East Gladness, einem Ort irgendwo in den USA. Der 19-jährige Hai, der ursprünglich aus ...

„Der Kaiser der Freude“ war mein erstes Buch von Ocean Vuong, aber ganz sicher nicht das letzte.
Der Roman spielt in East Gladness, einem Ort irgendwo in den USA. Der 19-jährige Hai, der ursprünglich aus Vietnam stammt, steht auf einer Brücke und will sich das Leben nehmen. Doch die 82-jährige Grazina, die aus Litauen stammt, sieht ihn dort stehen und hält ihn auf. Sie nimmt Hai kurzerhand mit zu sich nach Hause. Von da an lebt er bei ihr und wird ihr Pfleger. Denn Grazina zeigt erste Anzeichen von Demenz. Hai beginnt außerdem, in einem Diner zu arbeiten. Dort arbeiten nur Menschen, die irgendwie nicht ins System passen. Außenseiter, wie er selbst. Währenddessen glaubt seine Mutter, er sei in Boston und studiere Medizin.
Das Cover des Buches ist eher schlicht, aber genau das hat meine Aufmerksamkeit geweckt. Der Name des Autors springt einem sofort ins Auge und weil ich schon so viel Gutes über Ocean Vuong gehört hatte, war für mich klar: Dieses Buch will ich lesen.
Die Geschichte selbst ist ruhig, aber gleichzeitig unglaublich kraftvoll. Es geht um Schmerz und Trauer, ums Überleben, aber auch um unerwartete Nähe, um Freundschaft, die sich jenseits von Altersgrenzen bildet, und um die Sehnsucht nach einem Platz in der Welt.
Ocean Vuongs Sprache ist etwas ganz Besonderes. Poetisch, leise und bildhaft. Viele Sätze habe ich mir markiert, weil sie so viel Tiefe in wenigen Worten transportieren. Die Sprache wirkt schlicht, aber sie trifft mitten ins Herz.
Für mich war es ein sehr besonderes Leseerlebnis. Ein Roman, den man nicht schnell vergisst.

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Düster und verstörend

Come closer
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Amanda führt eigentlich ein perfektes Leben. Sie hat einen liebevollen Ehemann, lebt mit ihm in einem schönen Loft und arbeitet erfolgreich als Architektin. Doch plötzlich beginnt sich alles zu verändern. ...

Amanda führt eigentlich ein perfektes Leben. Sie hat einen liebevollen Ehemann, lebt mit ihm in einem schönen Loft und arbeitet erfolgreich als Architektin. Doch plötzlich beginnt sich alles zu verändern. In ihren beruflichen Unterlagen tauchen auf einmal obszöne Dinge über ihren Chef auf. Dinge, die sie definitiv nicht geschrieben hat. Sie hört ein merkwürdiges, regelmäßiges Pochen in den Wänden. Ein streunender Hund scheint sie zu verfolgen. Und dann spürt Amanda, dass sie sich selbst verändert. Sie begeht Diebstähle und hat auf einmal den Drang, anderen Menschen wehzutun.
Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht so genau, was mich bei diesem Buch erwartet, aber ich wurde definitiv nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil!
Come Closer ist mit seinen knapp 200 Seiten recht kurz, aber unglaublich spannend. Ich hatte das Buch schon oft bei englischsprachigen YouTubern gesehen, die über Horror- und Thrillerbücher sprechen. Dort wird es fast immer empfohlen.
Da ich selbst eher selten Horror lese, war das hier mal etwas ganz anderes für mich und ich war komplett gefesselt. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen (man kann es aber definitiv auch an einem Tag durchlesen).
Ein düsteres, verstörendes Buch und für mich ein echtes Highlight!

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Veröffentlicht am 25.05.2025

Schönes, kurzes Buch

Regen
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„Regen“ von Ferdinand von Schirach ist ein sehr schmales Buch, es hat gerade mal 108 Seiten, das man gut in einem Rutsch durchlesen kann.
Die Schrift ist groß, die Zeilenabstände großzügig, sodass man ...

„Regen“ von Ferdinand von Schirach ist ein sehr schmales Buch, es hat gerade mal 108 Seiten, das man gut in einem Rutsch durchlesen kann.
Die Schrift ist groß, die Zeilenabstände großzügig, sodass man sehr schnell durch die beiden Teile des Buches kommt. Der erste Teil ist ein Theatermonolog, der zweite ein Interview, das Ferdinand von Schirach im September 2022 mit Sven Michaelsen für das SZ-Magazin geführt hat.

Mir hat dieses kleine Buch wieder richtig gut gefallen.
Ich habe schon viele Bücher von ihm gelesen und auch Filme und Serien gesehen, bei denen er mitgewirkt hat und jedes Mal bin ich aufs Neue begeistert.
Ferdinand von Schirach hat einfach einen ganz besonderen Schreibstil, den ich so bei niemand anderem kenne. Seine Texte regen zum Nachdenken an. Man nimmt immer etwas für sich selbst daraus mit und das mag ich sehr an seinen Büchern.

Sicherlich ist „Regen“ nicht sein bestes Buch, aber ich bin trotzdem froh, dass ich es gelesen habe.

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