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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.03.2025

süßes, interaktives Buch

Hör mal, wie ich schnattern kann (Mein erstes Streichel-Soundbuch 1)
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"Hör mal, wie ich schnattern kann" ist ein wunderschön gestaltetes, robustes Buch für kleine Kinder ab 12 Monaten. Auf 10 stabilen Seiten begegnen den kleinen Leserinnen und Lesern verschiedene Tierkinder: ...

"Hör mal, wie ich schnattern kann" ist ein wunderschön gestaltetes, robustes Buch für kleine Kinder ab 12 Monaten. Auf 10 stabilen Seiten begegnen den kleinen Leserinnen und Lesern verschiedene Tierkinder: Küken, Ferkel, Kälbchen, Lämmchen und Kätzchen, die nicht nur mit liebevollen Illustrationen, sondern auch mit einer besonderen Haptik begeistern. Jedes Tier hat eine kuschelige Fühlfläche, die kleine Hände erkunden können. Besonders toll: Drückt man auf die jeweilige Fläche, ertönen realistische Tiergeräusche. Auf der Rückseite des Buches lässt sich der Ton ganz einfach ausschalten oder in zwei Lautstärkestufen einstellen. Die Illustrationen sind niedlich und nicht zu überladen, sodass das Buch auch für die Kleinsten angenehm anzusehen ist. Zu jedem Tier gibt es zudem einen kurzen, einfachen Text. Ein wirklich süßes, interaktives Buch, das kleinen Kindern viel Freude bereitet!

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Ein Buch, das lange nachhallt

Kankos Reise
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„Kankos Reise“ von Rin Usami hat mich schon wegen des Covers angesprochen. Die wenigen, kräftigen Farben stechen sofort ins Auge, und man kann vermuten, dass die Person darauf Kanko selbst ist. Obwohl ...

„Kankos Reise“ von Rin Usami hat mich schon wegen des Covers angesprochen. Die wenigen, kräftigen Farben stechen sofort ins Auge, und man kann vermuten, dass die Person darauf Kanko selbst ist. Obwohl es sehr schlicht gestaltet ist, finde ich es unglaublich ausdrucksstark, genau wie die Geschichte im Inneren.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der 17-jährigen Kanko, die an Depressionen leidet und in einem schwierigen familiären Umfeld aufwächst. Sie lebt mit ihrem gewalttätigen Vater und ihrer alkoholkranken Mutter zusammen, die nach einem Schlaganfall auf Hilfe angewiesen ist. Ihre beiden Brüder sind längst ausgezogen, sodass Kanko sich nicht nur um ihre Mutter kümmern muss, sondern auch zunehmend mit ihrem eigenen Leben überfordert ist.

Als ihre Großmutter stirbt, begibt sich die Familie auf eine gemeinsame Reise zur Beerdigung: eine Fahrt, die alte Wunden aufreißt und verborgene Konflikte ans Licht bringt.

Was mir besonders gut gefallen hat, war der Schreibstil. Rin Usami erzählt mit einfachen, fast nüchternen Sätzen, was die Geschichte noch eindringlicher macht. Es gibt keine übertriebenen Beschreibungen oder künstlich erzeugte Dramatik. Dadurch wirkt die Geschichte real und nah.

Das Buch ist stellenweise schockierend und traurig. Themen wie Depression, familiäre Gewalt und Einsamkeit werden hier sehr stark beschrieben. Dennoch schwingt in all der Schwere auch ein Hauch von Hoffnung mit.

Kankos Reise ist ein Buch, das lange nachhallt. Wer sich auf eine tiefgehende Geschichte einlassen möchte, sollte es unbedingt lesen.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Sommerlicher Thriller

The Surf House
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Mit den Büchern von Lucy Clarke macht man nie einen Fehler. Noch keines hat mich enttäuscht und ich habe mittlerweile einige von ihr gelesen. Auch ihr neuer Thriller „The Surf House“ konnte mich wieder ...

Mit den Büchern von Lucy Clarke macht man nie einen Fehler. Noch keines hat mich enttäuscht und ich habe mittlerweile einige von ihr gelesen. Auch ihr neuer Thriller „The Surf House“ konnte mich wieder bestens unterhalten.
Bea hat genug vom Modelleben. Die ständigen Shootings, die Oberflächlichkeit.. sie erträgt es einfach nicht mehr. Kurzerhand flieht sie von einem Fotoshooting in Marrakesch, irrt ziellos durch die Straßen und landet schließlich in einer Sackgasse, wo sie von zwei Männern bedroht wird. Gerade noch rechtzeitig taucht Marnie auf und nimmt Bea mit in das abgelegene Surfhouse, das sie gemeinsam mit ihrem Freund Ped auf den Klippen betreibt. Da Bea zuvor ihr Geld und ihren Ausweis gestohlen wurden, darf sie im Surfhouse mithelfen. Surfen, die atemberaubende Landschaft genießen und nebenbei ein paar Gäste bedienen – was könnte es Schöneres geben? Doch der Schein trügt. Vor einem Jahr verschwand eine Urlauberin spurlos. Bea kann nicht anders, als der Sache auf den Grund zu gehen.
Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig, wodurch die Seiten nur so dahinflogen. Besonders beeindruckt hat mich, wie Lucy Clarke die Spannung konstant aufrechterhält; nicht durch blutige Szenen oder extreme Nervenkitzel-Momente, sondern durch das ständige Bedürfnis, weiterzulesen und herauszufinden, was wirklich passiert ist. Man verdächtigt verschiedene Charaktere, zweifelt, rätselt.. und sobald man glaubt, die Lösung gefunden zu haben, wirft ein Plottwist alles wieder über den Haufen. Kein Wunder also, dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen habe.
Auch die Atmosphäre konnte mich vollkommen überzeugen. Das Surfen spielt eine zentrale Rolle, und ich habe dabei einiges gelernt. Die Landschaftsbeschreibungen sind so bildhaft, dass ich die Hitze des Urlaubsortes förmlich spüren konnte. Auch die Charaktere sind stark ausgearbeitet. Von jedem konnte ich mir ein klares Bild machen.
Wer einen unaufgeregten, aber dennoch spannenden Thriller mit sommerlichem Setting sucht, wird dieses Buch lieben!

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Zuckersüß

Mach mit, Mausi Maus!
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Wenn man an Kinderlieder denkt, fällt einem sofort Simone Sommerland ein. Sie hat bereits viele Kinder (und Erwachsene) mit ihren Liedern verzaubert und nun auch ein Kinderbuch geschrieben, das einfach ...

Wenn man an Kinderlieder denkt, fällt einem sofort Simone Sommerland ein. Sie hat bereits viele Kinder (und Erwachsene) mit ihren Liedern verzaubert und nun auch ein Kinderbuch geschrieben, das einfach nur zuckersüß ist. Schon das Cover lässt erahnen, was einen erwartet: eine hinreißende und niedliche Geschichte rund um Mausi Maus.

An diesem Nachmittag soll ein großes Waldkonzert stattfinden, zu dem alle Tiere eingeladen sind. Mausi Maus ist voller Vorfreude und möchte unbedingt mitmachen, doch gleichzeitig plagen ihn auch Zweifel. Zum Glück hat er viele Freunde, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Dieses Buch ist einfach wunderschön. Nicht nur wegen der liebevollen Geschichte, sondern auch dank der detailreichen Illustrationen von Tina Nagel. Jede Seite ist ein kleines Kunstwerk, das zum Entdecken einlädt, sodass man immer wieder neue Kleinigkeiten bemerkt. Die kurzen Texte sind schön formuliert, leicht verständlich und können auch schon kleine Kinder gut verstehen.

Ein zauberhaftes Buch, das nicht nur Kinder begeistert, sondern auch Erwachsene, die gerne in liebevoll gestalteten Geschichten stöbern.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Humorvoller Cozy-Krimi

Mord im Himmelreich
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Da ich bereits viele Bücher von Andreas Winkelmann gelesen habe (allerdings ausschließlich seine Thriller), war ich sehr gespannt auf „Mord im Himmelreich“. Dieses Buch ist jedoch kein klassischer Spannungsroman, ...

Da ich bereits viele Bücher von Andreas Winkelmann gelesen habe (allerdings ausschließlich seine Thriller), war ich sehr gespannt auf „Mord im Himmelreich“. Dieses Buch ist jedoch kein klassischer Spannungsroman, sondern ein humorvoller Cozy-Krimi mit einem entspannten Setting.

Die Geschichte spielt auf dem idyllischen Campingplatz Himmelreich, wo der ehemalige Schauspieler Björn Kupernikus eigentlich seinen Ruhestand genießen möchte. Doch als er auf dem See eine Leiche entdeckt, ist es vorbei mit der Ruhe, und er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Und das mit einer gehörigen Portion Charme und Humor.

Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Der Schreibstil war angenehm, und die Charaktere waren lebendig und oft sehr witzig, sodass ich mir ein gutes Bild von ihnen machen konnte. Besonders Björn als etwas exzentrischer Hobby-Detektiv hat mich gut unterhalten.

Allerdings muss ich sagen, dass sich einige Passagen ein wenig gezogen haben. Durch das Cozy Crime-Setting liegt der Fokus mehr auf Atmosphäre und Figuren als auf rasanter Spannung, was für mich als Thriller-Leserin etwas ungewohnt war. Dennoch mochte ich die entspannte, fast gemütliche Stimmung des Buches.

Wer einen klassischen Andreas-Winkelmann-Thriller erwartet, könnte hier also enttäuscht werden. Wer jedoch Lust auf einen charmanten, humorvollen Krimi mit liebenswerten Figuren hat, wird garantiert gut unterhalten.

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