Profilbild von danielamariaursula

danielamariaursula

Lesejury Star
offline

danielamariaursula ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit danielamariaursula über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.11.2023

Mörderische Weihnachten

Der Weihnachtsmannkiller
0

In Norden verschwinden seit einigen Jahren spurlos „Weihnachtsmänner“, so nach und nach, wodurch der Zusammenhang nicht gleich auffiel und nicht nur dort, sondern auch in der Umgebung. Während Rupert mal ...

In Norden verschwinden seit einigen Jahren spurlos „Weihnachtsmänner“, so nach und nach, wodurch der Zusammenhang nicht gleich auffiel und nicht nur dort, sondern auch in der Umgebung. Während Rupert mal wieder von dem Recht des freien Mannes, seiner Gattin fern zu bleiben ausgeht, insbesonders, wenn er solch eine heiße, junge Geliebte hat, schwant Ann Kathrin Klaasen Übles. Als sie die Möglichkeit des gezielten Serienmordes an Weihnachtsmann und Sinner Klaas-Miemen anspricht, sieht Polizeidirektorin Schwarz rot! Zu dumm nur, dass der Rest der höchst erfolgreichen PI Norden auf Ann Kathrins Instinkt vertraut. Noch so ein Grund, warum der Weihnachtsmannkiller, Ann Kathrin als einzige Frau auf seiner Todesliste stehen hat. Allerdings weiß der Weihnachtshasser noch nicht so genau, was er von der plötzlichen Aufmerksamkeit halten soll, sicher ist er sich nur, dass er sich die Kommissarin viel schneller schnappen wird, als sie ihn.

Wie schön, dass es nun auch ein Weihnachts-Spin-Off von Ann Kathrin, Weller, Rupert und Jessi Jaminski gibt. Wobei, ich muss ja zugeben, dass ich so allmählich auch mit Ruperts esotherischer Gattin Beate warm werde, die ich bislang nicht einfach nur naiv fand... aber inzwischen finde ich sie herrlich gewitzt und abgezockt und weiß ihren Rupi genau zu nehmen, auch wenn ich dankend verzichten würde... Nun ja, jede Ehe hat so ihre eigenen Regeln, auch die von Ann Kathrin und Weller. Der wirkte ja bisher meistens in sich ruhend, doch hier können wir in die tiefen Abgründe seiner Kindheit blicken. Siehe da: eine schwere, herzlose Kindheit, formt nicht zwangsläufig Serienkiller, sondern auch absolut menschelnde Kommissare, allerdings mit einer gewissen Aversion gegen Weihnachtsmänner und Nikoläuse... Mir gefällt sehr gut, dass man mit jedem Band mehr über die Persönlichkeiten des Teams erfährt. Auch wenn sie solche Abzieh-Machos wie Rupert sind, wachsen sie einem mit der Zeit ans Herz...

Dieses Mal wird nicht nur aus Ermittlersicht geschildert, nein, Klaus-Peter Wolf lässt uns auch an den bizarren und wirren Fantasien des Weihnachtsmannkillers teilhaben. Nein, Härte in der Erziehung kann Kindern durchaus schaden und so dürfen wir an seinen verdrehten Festvorbereitungen teilnehmen, die der Autor mit großer Hingabe sprachlich zelebriert. So bekommt bei allem Grauen, der Weihnachtsschmuck aus weißen-Rauschebärten auch eine tragi-komische schwarz-ironische Note, die nicht nur mit Spannung, sondern auch Freunde an der Sprache ebenso wie am Absurden bestens unterhält. Ich habe sogar zwischenzeitlich überlegt, ob es nicht mal nett wäre dort mitzuknobeln... aber dann fiel es mir wieder ein, wie kalt es dort oben im Winter ist.... Diese Truppe hat ihren ganz eigenen Charme, auch wenn die Polizeidirektorin ihn weder versteht, noch zu schätzen weiß.

Klaus-Peter Wolf zelebriert das traditionelle Sinner Klaas Knobeln bei 'Ten Kaate, das wahrscheinlich nicht nur Ann Kathrins sondern auch sein Lieblingscafé ist. Neben der Idylle von Knobelspaß, Glühwein und Christstollen bereitet es ihm hörbar freude sprachlich die Messer zu wetzen und von den abwegigen Socialmedia-Irrungen durch Berichte eines Serienkiller zu berichten. Klar, kein Großereignis ohne eine entsprechende #Challenge und natürlich will auch Rupert durch diese seinen großen Moment des fragwürdigen Ruhms! Herrlich was er sich da für uns für eine absurde Challenge ausgedacht hat und mit welcher Hingabe er von den Aufnahmen und dem Hochladen der Teilnehmer berichtet. So macht es richtig Spaß zuzuhören, und so ist nicht erst der große Showdown ein Grund gebannt mit dem Ohr am Hörbuch zu kleben. Ja, so kann der Winter kommen...

Es war mir wieder ein großes Vergnügen zu zuhören!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.11.2023

"Schweres" Thema locker, spanennd und witzig präsentiert!

Nur 300 km
0

Carl (12) ist seit einem Autounfall querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl. Sein Vater saß damals am Steuer und gibt sich seither die Schuld, auch wenn er nichts dafür kann, dass ihm ein Raser die ...

Carl (12) ist seit einem Autounfall querschnittsgelähmt und sitzt im Rollstuhl. Sein Vater saß damals am Steuer und gibt sich seither die Schuld, auch wenn er nichts dafür kann, dass ihm ein Raser die Vorfahrt nahm und ungebremst in seine Seite fuhr. Seither ist er nie wieder Autor gefahren, nun ist er nicht mehr Fahrer von Angela Merkel oder Olaf Scholz, wie früher, sonst sitzt an der Pforte des Bundeskanzleramts. Sein Vater kommt mit der Situation und seinen Schuldgefühlen nicht klar und hat die Familie verlassen, selbst an die Ostsee kam er nicht mit, aber Carl wollte ja auch lieber mit seinen Freunden in ein Rolli-Skat-Camp. Ostsee mit Mama ist öde, nur alte Leute und kleine Kinder, doch dann trifft ihn Fees Flip Flop am Kopf. Sie wohnt in der Jugendherberge gegenüber und fegt wie eine Urgewalt in sein Leben. Ehe er weiß wie ihm geschieht, stehlen sie zwei Renn-Rollis und machen sich 300 km auf den Weg nach Berlin, damit sich Carl endlich mit seinem Vater aussprechen kann – denkt er! Doch der Rolli-Champ, dem sie die „Maschinen“ entliehen haben, ist not amused und dank social media, sind Carl und Fee bald bekannt wie bunte Hunde!

Ein rasanter Roadtrip, der bei nur 300 km eigentlich schnell wieder vorbei sein könnte, denn Rollifahrer dürfen ja umsonst Bahn fahren inklusive Begleitperson, hätte Fee nicht auf TokTik eine fette Spur zu ihnen gelegt. So kommen sie nie unbemerkt ans Ziel und so geht es nach 200 km, ohne Motor weiter! Fee kann die Klappe nicht halten und muss immer und überall die Erste und Beste sein, während Carl, oder Carlchen-Schlau wie Fee ihn nennt, allen beweisen will, dass er es auch alleine schafft und gut klar kommt. Natürlich stimmt beides nicht so und so wird es nichts mit Abends wieder zurück sein. Doch was machen zwei Zwölfjährige allein unterwegs, wenn's dunkel wird? Es gibt Probleme, die bekommt man nur zusammen gelöst und so eine Fahrt nach Berlin kann ein ganz schönes Abenteuer werden, vor allem, wenn man unerkannt bleiben will, damit einen die Polizei nicht zurückbringt. Ach ja, da war ja noch Champ-Bäcker, der seine Rennmaschine zurück will!

Sehr rasant und dennoch einfühlsam schildert Rüdiger Bertram diesen irren Trip aus Carls Perspektive und die ist natürlich eine ganz besondere. Wer denkt auch sonst darüber nach, wie ein Rollifahrer an einem Stehtisch essen soll? Klappt nicht, er kann nur die alten Kaugummis zählen die drunter kleben! Ohne nerviges Mitleid, einfach so wie es ist, schilder Carl nicht nur seinen Kampf mit dieser alles andere als barrierefreien Welt, sondern vor allem seinen Kampf mit sich und seiner Angst mit seinem Vater über seine Gefühle zu reden. Darüber wie mies es ihm geht, nicht weil er nie wieder wird laufen können, sondern weil sein Vater weg ist! Rüdiger Bertram ist ein erfolgreicher Kinder- und Jugendbuchautor, der aber auch viele Drehbücher schreibt (aus seiner Feder stammt das Buch „Der Pfad“ sowie das Drehbuch zum preisgekrönten Film). Das merkt man diesem Buch auch an. Durch die vielen Dialoge zwischen Carl und Fee, sowie denen die ihnen begegnen, wird es unglaublich lebendig und authentisch! Während dieses Abenteuers reifen die zwei Kinder heran und Carl begreift, dass es Probleme gibt, die viel größer sind, als seine Sprachlosigkeit bei seinem Vater, oder Fees Eltern, die immer erwarten, dass sie die Beste ist, in egal was! Mitleidlos und doch empathisch, nimmt uns 300 km nicht nur eine Distanz über eine Strecke mit, sondern lässt uns Teil dieses irren Teams werden, mit ihnen die verrücktesten Dinge erleben und dabei sich selbst und anderen näher kommen.

Ich kann nur sagen: Lesen und Finger weg von Rollstuhlgriffen! Ab 10 Jahren!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.11.2023

Macht bringt Schuld....

Helle Tage, dunkle Schuld
0

Essen 1948, die Entnazifizierung durch die Alliierten neigt sich dem Ende entgegen, aber noch sind die Ermittlungsbehörden offiziell frei von NS-Angehörigen. Wegen seines jüdischen Großvaters wurde Kriminalinspektor ...

Essen 1948, die Entnazifizierung durch die Alliierten neigt sich dem Ende entgegen, aber noch sind die Ermittlungsbehörden offiziell frei von NS-Angehörigen. Wegen seines jüdischen Großvaters wurde Kriminalinspektor Carl Bruns fast 10 Jahre vom Polizeidienst suspendiert und musste unter Tage arbeiten, da er wegen seiner Herkunft auch nicht fronttauglich war. Nach dem Krieg haben die britischen Besatzungsoffiziere ihn wieder eingestellt. Als Carl zum Tatort einer Hinrichtung an einer älteren Frau, der es trotz der offiziellen Beschränkungen recht gut zu gehen schien, stellt er entsetzt fest, dass es die Mutter seines ehemaligen Vorgesetzten war, der inzwischen als gesuchter NS-Verbrecher auf der Flucht ist. Andreas Hoffmann wird vorgeworfen gegen Ende des Krieges politisch Gefangene mit Freude exekutiert zu haben. Bei dem Versuch die Hintergründe zu ermitteln, begegnet Carl seiner ersten großen Liebe Anna wieder, der Schwägerin des gesuchten NS-Verbrechers, die mit ihren Schwestern aus Angst vor der Grausamkeit ihres Schwagers nach Köln verschwunden ist. Alle Ermittlungen führen Carl immer wieder zu Annas Schwester Frieda, sowie dem Massaker von 1945. In der Villa von Frau Hoffmann sind mittlerweile viele Ausgebombte und Flüchtlinge einquartiert und alle eint die Abneigung gegen ihre einstige Hausherrin. Wie hängt das alles zusammen?

Das 3. Reich, das dunkle Kapitel der deutschen Geschichte ist vorbei, aber nicht alle Täter sind gefasst und verurteilt und einige, die gefasst und verurteilt wurden, kamen 1948 schon wieder frei und drängten wieder in öffentliche Ämter, es hat ja noch viel Schlimmere als sie gegeben. Zeiten des Umbruchs und des Aufbruchs, in denen die Allierten und die Deutschen damit beschäftigt waren, das Land neu zu ordnen, bzw. es bald möglichst wieder zu verlassen. In diesen Zeiten ist alles möglich, auch ein Mord, der nicht geklärt wird? Carl Bruns hat sich dank seines jüdischen Großvaters nun wirklich nichts vorzuwerfen, aber vergessen kann er nicht, auch nicht, dass einige seiner Vorgesetzten sich schuldig gemacht haben und wie grausam und erbarmungslos sie dabei vorgegangen sind. Dieser Fall, der zu Beginn gar nicht als Mord gesehen wird, reißt jedoch alte Wunden auf, immerhin ist die Tote die Mutter von einem der Schlimmsten gewesen, aber auch die Schwiegermutter der kleinen Schwester seiner ersten Liebe. Anna wieder zu sehen, lässt ihn Hoffnung schöpfen, Hoffnung darauf, dass nach seiner gescheiterten Ehe und den Jahren der Zwangsarbeit unter Tage es nun auch endlich für ihn alles gut wird. So werden wir nicht nur in die Zeiten der Entbehrungen für die Meisten und des Überflusses für einige Wenige auch in die Vergangenheit und das Privatleben des Inspektors und der Krankenschwester seines Herzens Anna, gezogen. Hier wird ein historischer Kriminalfall mit einer schicksalhaften Begegnung, dem Wendepunkt im Wiederauferstehens einer Nation und den Missständen dieser Zeit verknüpft, auf eine sehr spannende und bewegende Weise. Immer wieder blitzen Erinnerungen an den Prolog auf und die Überlegung beginnt, was diese Begebenheit denn nun mit dem Mordfall an der einsamen Witwe zu tun haben könnte...

Steffen Groth schlüpft in die Rolle des desillusionierten Kriminalinspektors, der es noch nicht so ganz fassen kann, dass das Leben nun auch für ihn schön werden kann. Mit seiner markant männlichen Stimme passt er sehr gut in diese Zeit, in der man von Begriffen wie metrosexuell noch nie etwas gehört hat. Er führt uns lebendig in das zerbombte Ruhrgebiet in ein Mehrparteienhaus, dessen zusammengewürfelten Bewohner ihrer Hausherrin alle keine Träne nachweinen, aber haben sie deswegen gleich ein Mordmotiv? Langsam baut er die Spannung auf, bis zu letztendlich schlüssigen, aber nicht offensichtlichen Auflösung. Allerdings lässt er uns auch erahnen, dass alles seines Preis hat und nun auch Carl keine weiße Weste mehr. Eine Ende, das auf die nächsten Bände neugierig macht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.11.2023

Fast noch besser als der preisgekrönte 1. Teil!

Karlchen hilft der Lehrerin, ob sie will oder nicht
0

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und Karlchen, eigentlich Karla Özgül Elisabeth freut sich schon auf ihren ersten Schultag. Wenn nur nicht Mama unbedingt Karlchens Schultüte selbst basteln wollte, statt ...

Der Sommer neigt sich dem Ende zu und Karlchen, eigentlich Karla Özgül Elisabeth freut sich schon auf ihren ersten Schultag. Wenn nur nicht Mama unbedingt Karlchens Schultüte selbst basteln wollte, statt eine zu kaufen! Also wenn Mama eins nicht kann und sie kann ja schon viel, ist es basteln. Deswegen will Karlchen es unbedingt verhindern, denn Mama hat ja so viel zu tun, aber es hilft alles nichts! Um Mama zu entlasten will Karlchen ihr dann gerne helfen, auch wenn Mama ihr strengstens verboten hat, in den Vorratsraum mit der Waschmaschine zu gehen... Es kommt, wie es kommen muss und die Katastrophe ist groß! Natürlich muss Karlchen wieder ins Wäschezimmer und dort die dunklen Socken sortieren, dabei kommt es ja schon bald viel schlimmer: der Weg zur Einschulung mit der schönen goldgelben Schultüte und der feingemachten Familie führt über den Hof des alten Ibele und diesen alten Grantler und seine sehr speziellen tierischen Mitbewohner kennen wir ja schon aus dem ersten Band. Klar, dass da die ganze Familie es nicht pünktlich zur Einschulung schafft und Karlchen eigentlich nie wieder in die Schule möchte. Aber wie soll sie das nur verhindern?

Keine Sorge, diese Geschichte ist ebenso abenteuerlich, lustig und herzerwärmend wie Band 1, nur noch ein wenig spannender, da Karlchen jetzt eine echte Bande, die furchtlose Hand und zusamme sind sie nicht nur beste Freunde, sondern auch fest entschlossen ihre neue, junge, wunderbare Lehrerin Frau Müller wieder glücklich zu machen, indem sie ihren verschwunden Hund Benni finden und zu ihr zurückbringen. Aber bis es soweit ist, ist erst einmal eine Menge los, denn eigentlich möchte Karlchen nach dem missglückten Start ja nie wieder in die Schule gehen und probiert auch so allerhand aus, um das zu verhindern. Opas Schreckens Geschichten von seinem Lehrer damals helfen aber wirklich nicht ihr die Angst zu nehmen. Dass Karlchens Lehrerin Frau Nachtigall sie von Anfangn an als Störenfried titutliert ist ja schon schlimm genug, aber Opas Tipps sind nicht so wirklich umsetzbar und machen wenig Mut. Als Karlchens Plan dann auch noch aufzugehen scheint, bekommt Karlchen ein furchtbar schlechtes Gewissen. Natürlich freut sich Karlchen über die neue Lehrerin, aber sie wollte natürlich auch nicht, dass Frau Nachtigall etwas passiert... Ja, Karlchen ist ein herzensgutes Kind, deswegen hat sich ja auch solche Gewissensbisse, aber letztendlich erklärt Frau Müller ihr alle Zusammenhänge und sie kann endlich ganz erleichtert, das gute Ende, dieses ersten turbulenten Schulabenteuers genießen!

Lisa-Marie Dickreiter und Andreas Götz haben mit Band 1 den Deutschen Kinderbuchpreis gewonnen und Band 2 steht ihm in nichts nach! Immer wenn ich denke: „Au weija, das ist jetzt aber pädagogisch fragwürdig, wenn auch aus dem wahren Leben!“ gibt es eine gute Wendung, in Form einer guten Erklärung für eine aufgewühlte Karla Özgül Elisabeth (so wird sie nur genannt, wenn sie was ausgefressen hat, genau wie bei mir... ). Es ist diese witzig-katastrophige Kombi aus gut gemeint und dem Gegenteil, dass nur allzu oft dabei herauskommt (sogar bei Karlchens Mutter!) die die Laune steigen lässt und Karlchen sofort ins Herz schließen lässt. Kein Wunder, dass sie sofort Freunde findet, die sie bei ihrem aufregenden Plan durch dick und dünn begleiten. Da werden Kinderträume wahr! Britta Steffenhagen verleiht dabei nicht nur Karlchen ihre eigene quirlige und leider allzu oft von schlechtem Gewissen geplagte Stimme, ebenso der gestrengen Lehrerin Frau Nachtigall, die kurz vor der Pensionierung steht, der ebenso engagierten wie freundlichen Frau Müller und und und. Während man ihren witzigen und aufregenden Geschichten aus Karlchens Schulalltag lauscht, fliegen die Minuten nur so dahin!

Die zahlreichen freundlich-fröhlichen Illustrationen von Barbara Scholz auf den Tonträgern und dem Inneren und Äußeren des mehrseitigen Papp-Klapp-Covers runden das Hörbuch auch optisch ab. Ein wunderbares Hörerlebnis ab 5 Jahren!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.11.2023

Mit Freunden wir Weihnachten magisch!

Mimi Zuckerperle und die Zauberbäckerei – Teil 2: Die fliegenden Weihnachtsplätzchen
0

In Mimi Zuckerperles Zauberbäckerei in der Hexenschule kommt langsam Vorweihnachtstimmung auf und für das große Fest stehen nun Weihnachtsplätzchen auf dem Stundenplan. Mimi ist so aufgeregt und voller ...

In Mimi Zuckerperles Zauberbäckerei in der Hexenschule kommt langsam Vorweihnachtstimmung auf und für das große Fest stehen nun Weihnachtsplätzchen auf dem Stundenplan. Mimi ist so aufgeregt und voller Vorfreude, weil sie ihre Schüler so mag und Weihnachten liebt und Zauberbäckerei und und und.... Zu dumm nur, dass bei Mimi die Gefühle auch immer in den Teig fließen. Da geht es schon mal drunter und drüber, aber noch ist ja ein bisschen Zeit bis Weihnachten, auch wenn Eichhörnchen Nüssli immer aufgeregter wird und plötzlich sogar ganz verschwindet. Oh je, da ist die Aufregung groß, aber natürlich sind die Schülerinnen und Schüler nur allzu bereit Mimi bei ihrer mimi-magischen Suche nach Nüssli zu unterstützen, denn ohne ihn kann sich Mimi kein Fest vorstellen! Bei so viel Hilfe können die jungen Hörer aber gewiss sein, dass es ein magisch-fröhliches Fest werden wird!

Sandra Grimm liebt nicht nur die Zauberbäckerei und Magie, sie liebt es auch sich für ihre jungen Leserinnen und Zuhörerinnen Rezepte und Ideen auszudenken! Damit in der Weihnachtszeit nicht nur genascht, sondern sich auch bewegt wird, lässt sie Mimi die Hexenbesen

Marie Bierstedt führt uns auf fröhliche, charmante Weise in die magische Welt der Zauberbäckerei in der Weihnachtszeit. Mit ihrem Lachen und ihrer guten Laune, macht sie uns Mut, zu akzeptieren, wenn es mal nicht ganz so rund läuft. Auch Pannen haben ihren ganz eigenen Charme und man lernt etwas aus ihnen, Hauptsache man ist mit Feuereifer und guten Freunden oder zumindest sympathischen Zauberschülern umgeben. Es geht nicht ums Gewinnen! Das gemeinsame Planen, Probieren und Lernen bringt uns nicht nur weiter, es macht auch Freude! Lernen heißt immer auch, dass man zu Beginn etwas nicht kann, sich aber anstrengt, das zu ändern. Das gilt auch in der Weihnachtszeit und Mimi mit ihrer guten Laune erklärt ihren tierischen und magischen Freunden, dass es Weihnachten nicht auf die Geschenke ankommt, sondern auf den guten Willen, die Vorfreude und die beste Gesellschaft! Neben der charmant fröhlichen Sprecherin sorgen auch die Soundeffekte für das ultimative Hörerlebnis. Man fühlt sich mittendrin in der Hexenküche, den brodelnden Kesseln und den vor Emotionen überblubbernden Plätzchenteigen!

Sandra Grimm liebt nicht nur die Zauberbäckerei und Magie, sie liebt es auch sich für ihre jungen Leserinnen und Zuhörerinnen Rezepte und Ideen auszudenken! Damit in der Weihnachtszeit nicht nur genascht, sondern sich auch bewegt wird, lässt sie Mimi und ihre Schüler mit den Hexenbesenturnen. Keine Sorge, das macht Spaß und gute Laune, ebenso wie die magische Weihnachtsschokolade, deren Rezept nicht nur in der Geschichte verraten wird, sondern auch in der CD-Hülle abgedruckt ist. Es ist kinderleicht und mimi-magisch-lecker! Besonders im Winter. Wer also noch kein Geschenk für seine Eltern hat, könnte sie also auch zu einer leckeren, heißen Weihnachtszauberschokolade einladen.

Ein kindgerecht magisches Hörvergnügen für die Vorweihnachtszeit. Wer meint, dass Hexen und Weihnachten nicht zusammenpassen, der kennt Mimi Zuckerperle nicht, denn sie macht Mut und liebt all ihre kleinen Hexenwichte so, wie sie sind, schließlich ist sie ja auch nicht perfekt! Für sie zählen auf nicht die Geschenke zum Fest, sondern die guten Wünsche, Ideen und das Bemühen um die Freunde und die Harmonie. Wenn das nicht festlich ist!

Für fröhliche Hexenwichte ab 5 Jahren ein echtes Hörvergnügen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere