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Veröffentlicht am 16.04.2023

Märchenhafte Umweltfalbel

Willodeen – Das Mädchen und der Wald der verschwundenen Tiere
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Willodeen war schon immer etwas anders und besuchte nur sporadisch die Schule in Purchance, aber ihre Eltern fanden das in Ordnung, bis sie bei einem Feuer ums Leben kamen. Seither lebt Willodeen, mit ...

Willodeen war schon immer etwas anders und besuchte nur sporadisch die Schule in Purchance, aber ihre Eltern fanden das in Ordnung, bis sie bei einem Feuer ums Leben kamen. Seither lebt Willodeen, mit einem im Brand verstümmelten süßen Summbärchen bei May und Birdie, die ihr ihre Eigenheiten lassen. Die Einzelgängerin liebt die stinkigen Kreischer, die viele Touristen mit ihrem Gestank verschrecken, ganz anders als die niedlichen Summbärchen, die es in so großer Zahl nur in Purchance gibt und die ein Tourimagnet sind. Daher wird eine Prämie auf jeden erschossenen Kreischer ausgesetzt, um die zahlenden Gäste nicht zu vergraulen. Doch nicht nur die Kreischer werden immer weniger, auch die Summbärchen verschwinden immer mehr aus den umliegenden Wäldern. An Willodeens 12. Geburtstag erhält sie von dem ebenfalls als eigenwillig erachteten Connor eine Kreischerpuppe geschenkt, die durch ihre Wuttränen zu Leben erweckt wird. Nun muss Willodeen diesen letzten Kreischer füttern und ihn vor den anderen Dorfbewohnern schützen, während die Sorgen und Nöte der Dorfbewohner immer drängender werden. Bei ihrer Suche nach Futter für ihren Schützling macht Willodeen eine unglaubliche Entdeckung!

Eine magische Geschichte wie eine Umweltfabel. Willodeen, die junge Vollwaise, die in ihrem Dorf nicht verstanden wird, die mit ihrer Liebe zu verachteten Lebewesen jedoch die Zusammenhänge der Natur instinktiv viel besser begreift, als alle Dorfältesten zusammen.

Willodeen lebt gerne im Einklang mit der Natur und wird dafür oft belächelt. Nur Birdie und May verstehen sie, aber die zwei Alten werden ja selbst für wunderlich befunden. Nach dem Verlust ihrer ganzen Familie mag das Mädchen die zwei eigentlich nicht wirklich an sich heranlassen, nur ihren kleinen, von ihr geretteten Summbären. Doch Connor, dessen künstlerische Ader im Dorf ebenfalls auf Unverständnis stößt, lässt sich von ihr nicht wegstoßen, beharrlich kommt er immer wieder und so freunden sie sich doch an. Es ist eine sehr liebevolle Geschichte über Freundschaft und Vertrauen, darüber zu sich und seinen Überzeugungen zu stehen und vor allem darüber, dass in der Natur alles in einem Gleichgewicht sein muss, damit die Natur gedeihen kann. Man kann nicht nur das Schöne und Süße zulassen, dass Hässliche aber vernichten, denn alles hat seinen Platz und seinen Nutzen. Leider stehen viele Erwachsene mit ihren vorgefertigten Meinungen und angeblichen Patentlösungen dieser Erkenntnis im Weg. Auch wenn es bei uns weder die stinkenden, lauten Kreischer, noch die süßen, geflügelten Summbärchen gibt, sind auch wir allzu gerne bereit auszurotten, was wir nicht verstehen oder nicht nützlich oder schön genug finden. In dieser Einschätzung kann man ganz gewaltig irren, wie uns die Erfolgsautorin Katherine Applegate hier märchenhaft vor Augen führt, in einer anderen Welt mit anderen Wesen aber ähnlichen Nöten und Vorlieben wie wir.

Die s/w Illustrationen von Charles Santoso sind ebenso liebevoll, als auch märchenhaft. Man bekommt durch sie einen sehr bildlichen Eindruck von dieser fremden Welt mit ihren fabelhaften, fremdartigen Geschöpfen und doch so ähnlichen Problemen, wie den unseren. Ihre Gesichter spiegeln sehr deutlich ihre Gefühle wieder. Die Pappklappehülle ist sehr liebevoll mit ihnen gestaltet, ebenso wie der Tonträger

Ebenso gelingt es Natalia Beltitski die Gefühle, auch gerade in ihrer Zurückhaltung und ihrem Argwohn, der jungen Einzelgängerin Willodeen Gehör zu verleihen. Sie klingt sehr jung und verletzlich, doch ebenso entschlossen ihre geliebten Kreischer zu schützen, weil sie außer ihr ja niemanden haben. Sehr lebendig und einfühlsam gewährt sie uns Einblick in ihre Welt, bis ihre Gedanken gegen Ende ergänzt werden, durch die des von ihr geretteten Kreischers, der seine Eindrücke mit der reifen, weisen Stimme von Felix von Manteuffel ausdrückt.

Eine einfühlsame und kurzweilige Parabel über den Wert jeden Lebens und das Gleichgewicht der Natur. Ab 10 Jahren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2023

eine märchenhafte Umweltfabel

Willodeen – Das Mädchen und der Wald der verschwundenen Tiere
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Willodeen war schon immer etwas anders und besuchte nur sporadisch die Schule in Purchance, aber ihre Eltern fanden das in Ordnung, bis sie bei einem Feuer ums Leben kamen. Seither lebt Willodeen, mit ...

Willodeen war schon immer etwas anders und besuchte nur sporadisch die Schule in Purchance, aber ihre Eltern fanden das in Ordnung, bis sie bei einem Feuer ums Leben kamen. Seither lebt Willodeen, mit einem im Brand verstümmelten süßen Summbärchen bei May und Birdie, die ihr ihre Eigenheiten lassen. Die Einzelgängerin liebt die stinkigen Kreischer, die viele Touristen mit ihrem Gestank verschrecken, ganz anders als die niedlichen Summbärchen, die es in so großer Zahl nur in Purchance gibt und die ein Tourimagnet sind. Daher wird eine Prämie auf jeden erschossenen Kreischer ausgesetzt, um die zahlenden Gäste nicht zu vergraulen. Doch nicht nur die Kreischer werden immer weniger, auch die Summbärchen verschwinden immer mehr aus den umliegenden Wäldern. An Willodeens 12. Geburtstag erhält sie von dem ebenfalls als eigenwillig erachteten Connor eine Kreischerpuppe geschenkt, die durch ihre Wuttränen zu Leben erweckt wird. Nun muss Willodeen diesen letzten Kreischer füttern und ihn vor den anderen Dorfbewohnern schützen, während die Sorgen und Nöte der Dorfbewohner immer drängender werden. Bei ihrer Suche nach Futter für ihren Schützling macht Willodeen eine unglaubliche Entdeckung!

Eine magische Geschichte wie eine Umweltfabel. Willodeen, die junge Vollwaise, die in ihrem Dorf nicht verstanden wird, die mit ihrer Liebe zu verachteten Lebewesen jedoch die Zusammenhänge der Natur instinktiv viel besser begreift, als alle Dorfältesten zusammen.

Willodeen lebt gerne im Einklang mit der Natur und wird dafür oft belächelt. Nur Birdie und May verstehen sie, aber die zwei Alten werden ja selbst für wunderlich befunden. Nach dem Verlust ihrer ganzen Familie mag das Mädchen die zwei eigentlich nicht wirklich an sich heranlassen, nur ihren kleinen, von ihr geretteten Summbären. Doch Connor, dessen künstlerische Ader im Dorf ebenfalls auf Unverständnis stößt, lässt sich von ihr nicht wegstoßen, beharrlich kommt er immer wieder und so freunden sie sich doch an. Es ist eine sehr liebevolle Geschichte über Freundschaft und Vertrauen, darüber zu sich und seinen Überzeugungen zu stehen und vor allem darüber, dass in der Natur alles in einem Gleichgewicht sein muss, damit die Natur gedeihen kann. Man kann nicht nur das Schöne und Süße zulassen, dass Hässliche aber vernichten, denn alles hat seinen Platz und seinen Nutzen. Leider stehen viele Erwachsene mit ihren vorgefertigten Meinungen und angeblichen Patentlösungen dieser Erkenntnis im Weg. Auch wenn es bei uns weder die stinkenden, lauten Kreischer, noch die süßen, geflügelten Summbärchen gibt, sind auch wir allzu gerne bereit auszurotten, was wir nicht verstehen oder nicht nützlich oder schön genug finden. In dieser Einschätzung kann man ganz gewaltig irren, wie uns die Erfolgsautorin Katherine Applegate hier märchenhaft vor Augen führt, in einer anderen Welt mit anderen Wesen aber ähnlichen Nöten und Vorlieben wie wir.

Die s/w Illustrationen von Charles Santoso sind ebenso liebevoll, als auch märchenhaft. Man bekommt durch sie einen sehr bildlichen Eindruck von dieser fremden Welt mit ihren fabelhaften, fremdartigen Geschöpfen und doch so ähnlichen Problemen, wie den unseren. Ihre Gesichter spiegeln sehr deutlich ihre Gefühle wieder.


Eine einfühlsame und kurzweilige Parabel über den Wert jeden Lebens und das Gleichgewicht der Natur. Ab 10 Jahren.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.04.2023

Nicht gut, nicht schlecht

Peter kommt später. Frau Huber ermittelt. Der dritte Fall
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Kurz vor der Bürgermeisterwahl, bei der die Bürger nach Ansicht von Hannelore Huber nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera in diesem brauen Sumpf haben, stirbt die alte Bruckner-Ederin, mit dem Gesicht ...

Kurz vor der Bürgermeisterwahl, bei der die Bürger nach Ansicht von Hannelore Huber nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera in diesem brauen Sumpf haben, stirbt die alte Bruckner-Ederin, mit dem Gesicht voran in ihrem geliebten Kaiserschmarrn. War es ein Unfall oder doch Mord? Während die örtlichen Polizisten noch ihr Privatleben sortieren, schmeißt die Huber Hanni ihre grauen Zellen an, während sie sich auf den Weg zum 99. Geburtstag der Dorfältesten Hertha macht, um mit ihr bei einer schönen Tasse Kaffee und einem Stück Guglhupf zu feiern. Doch die Hertha liegt tot in ihrer Stube, mit einem Hakenkreuzmesser im Rücken und Führerwein auf dem Tisch. Das will so gar nicht zu ihrer alten Freundin passen, die stets Widerstand geleistet hat. Die alte Grantlerin nimmt den vorzeitigen Tod ihrer alten Freundin persönlich und ist deutlich misstrauischer, als der Bruckner, der neue Bürgermeister, der der Jubilarin gleichfalls persönlich gratulieren wollte. Während der Bruckner erst mal Beweise verschwinden lassen will, schreitet Hanni energisch zur Tat, was den Tätern natürlich ein Dorn im Auge ist und ihren nahenden 75. Geburtstag gefährden könnte...

Die alte Huber kennt jeden in Glaubenthal und das lässt ihre Liebe zu den Menschen nicht unbedingt wachsen, ein Grund mehr sich fern zu halten. Nun gibt es kaum noch jemanden, der in Glaubenthal mit ihrem Wohlwollen rechnen kann. Doch wo soll sie mit ihren Ermittlungen ansetzen, was hat es mit diesen ganzen Nazisymbolen auf sich, die doch gar nicht zur Toten passen wollen?

Das Dorf ist größer, als mir beim Hören bisweilen lieb war. Diese ganzen Charaktere mit ihren vielfältigen Namen muss man beim Hören erst mal auf die Reihe kriegen, insbesondere wenn man erst beim 3. Teil der Reihe einsteigt, wie ich. Das hat dann auch irgendwann geklappt, aber so richtig warm bin ich nicht mit ihnen geworden. Karl Menrad mag ich als Sprecher wirklich gerne und er gibt ihnen allen eine ganz eigene bisweilen grantelige, verschrobene, hinterwäldlerische Note, Die Rolle der Polizisten ist mir noch etwas unklar. Frau Huber löst den Fall, wird aber letztendlich von ihnen gerettet, obwohl sie eher mit sich selbst und ihren Bedürfnissen beschäftigt sind. Die eigentliche Rettung, auf die ich mich spannungsmäßig gefreut habe, ist aber irgendwie schnell übersprungen worden.

Der Schreibstil ist recht gewöhnungsbedürftig und die bisweilen eingestreuten Reime, fand ich etwas gewollt. Das hat mich auch immer etwas aus der Geschichte rausgeholt. Es war schrullig, ja, es hat so was von Inzucht in Gebirgsschluchten, aber so richtig witzig fand ich es nicht. Die sympathischste Person war für mich der amerikanische Tourist und vielleicht noch der 95 jährige Bibliothekar, was durchaus einen gewissen Charme hat. Allerdings gefiel mir seine Interpretation eines Gehörlosen nicht. Da dieser hörend aufwuchs und er später sein Hörvermögen verlor, müsste er völlig unauffällig reden und eben nicht wie jemand klingen, der noch nie gehört hat.

Ich hatte aufgrund der Beschreibung völlig falsche Erwartungen. Auch der titelgebende Peter ist gar nicht so wichtig und hatte entgegen der Inhaltsangabe schon lange keinen Kontakt mehr zur Verstorbenen... Falsche Erwartungen stören mich nicht unbedingt, aber ich hatte mich auf einen locker leichten Cosy Crime gefreut und der Mix aus Trockenlegung des braunen Sumpfs mit dem sehr speziellen teilweise gereimten Humor, ist nicht ganz mein Fall. Prinzipiell hat es mir aber gefallen, dass auch in Österreich die Aufarbeitung vergangenen Übels in den Fokus genommen wird.

Wie man vielleicht merkt, weiß ich nicht so recht, was ich von diesem Werk halten soll, es ist nicht schlecht, aber auch nicht gut.... Ich werde die Reihe wohl nicht rückwärts hören (mache ich tatsächlich manchmal) aber Humor ist ja verschieden.


  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2023

Hexenstark!

Das Magimoxische Hexenhotel
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Das magimoxische Hexenhotel in der Menschenwelt steht Kopf und ist völlig überbucht! Die total angesagte Vampir-Boygroup „Die Bluts-Brüder“ kommen zu einem Konzert in die Menschenwelt und ist im Hotel ...

Das magimoxische Hexenhotel in der Menschenwelt steht Kopf und ist völlig überbucht! Die total angesagte Vampir-Boygroup „Die Bluts-Brüder“ kommen zu einem Konzert in die Menschenwelt und ist im Hotel „Zur lila Fledermaus“ eingecheckt. Klar dass da nicht nur die wichtigsten Hexen-TV-Sender sondern auch jede Menge Fans mit anreisen. Doch nicht jedem in der Hexenwelt gefällt dieser Erfolg von Rosalies Familie und schon gar nicht deren Freundschaft mit der benachbarten Menschenfamilie Mittelbach, den Eltern von Rosalies Freundin Klara. Während die Bluts-Brüder für Aufregung im Hotel sorgen, braut sich ernsthafter Ärger aus der Hexenwelt an. Kaum, dass die lila Fledermaus voll besetzt ist und alles wie am Schnürchen klappt (außer für Besen Bertram, dessen Aufgaben gerade der Staubsauger von Familie Mittelbach übernimmt), wird es verhext! Keine Hexe kann es mehr betreten oder verlassen und die Vampire auch nicht. Langsam beginnen die Mägen zu knurren, doch das Kunstblut ist gut verschlossen im Kühlhaus im Garten... Wie gut, dass Klara keine Hexe ist, aber Bescheid weiß!

Auch wenn alle wegen der Bluts-Brüder Kopf stehen, sind Klara und Rosalie eher von dem Trubel um sie beeindruckt, als von ihnen selbst, ganz anders als Rosalies große Schwester! Gemeinsam mit Wendel und dessen Austauschvampirschüler (wie schade, wir bekommen demnächst „nur“ eine Austauschfranzösin ;)) Louis behalten sie alles im Blick, na ja, solange es geht. Ein Vampir zu sein, ist aber auch ganz schön anstrengend müssen sie feststellen. Wie will man denn die Menschenwelt erkunden, wenn man immer schläft, wenn bei denen die Post abgeht? Ach ja, natürlich darf auch die affige Lissandra Lockenlaub bei so einem hippen Ereignis nicht fehlen und will die Freundinnen in die Schule begleiten, wo sie das Zaubern natürlich nicht lassen kann, obwohl es streng verboten ist! Natürlich fällt als running-gag auch wieder der Sportunterricht aus und Herr Kaiser wird wieder verdächtig einfach so in den Urlaub abgehauen zu sein.... Es ist einfach witzig, dass einige Pannen sich auf die eine oder andere Art immer wiederholen. Zum Glück lassen sich die Freunde aber nicht beirren und schaffen es gemeinsam alles wieder in Ordnung zu bringen. Das klappt aber nur gemeinsam, denn ohne Menschen geht es nicht und die Magie stiftet nicht nur Chaos, sondern kann auch ganz schön praktisch sein.


Jodie Ahlborn erzählt dieses neue magimoxische Abenteuer fröhlich und spannend zugleich. Aufgrund ihrer großen Erfahrung mit Vampirabenteuern, kennt sie sich bestens aus und kann sich daher besonders gut in Rosalies und Klaras Gefühlsleben hereinfühlen. Sie schafft es immer wieder, die Witze zu pointieren und auch das nötige Quäntchen Genervtheit im Umgang mit der hinterhältigen Lissandra Lockenlaub (also bitte, jemand mit so einem Namen, kann ja nur die Erzfeindin sein!) liegt ihr auf der Zunge. Natürlich haben alle Charaktere ihre eigene Stimme. Unterstützt sie dabei von einer magischen Geräuschkulisse beim Zaubern, Vogelgezwitscher oder Donnergrollen. So wird dieses Hörerlebnis besonders lebendig.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2023

Die Vampire sind los - oder doch nicht?

Das magimoxische Hexenhotel – Vorsicht, bissige Gäste!
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Das magimoxische Hexenhotel in der Menschenwelt steht Kopf und ist völlig überbucht! Die total angesagte Vampir-Boygroup „Die Bluts-Brüder“ kommen zu einem Konzert in die Menschenwelt und ist im Hotel ...

Das magimoxische Hexenhotel in der Menschenwelt steht Kopf und ist völlig überbucht! Die total angesagte Vampir-Boygroup „Die Bluts-Brüder“ kommen zu einem Konzert in die Menschenwelt und ist im Hotel „Zur lila Fledermaus“ eingecheckt. Klar dass da nicht nur die wichtigsten Hexen-TV-Sender sondern auch jede Menge Fans mit anreisen. Doch nicht jedem in der Hexenwelt gefällt dieser Erfolg von Rosalies Familie und schon gar nicht deren Freundschaft mit der benachbarten Menschenfamilie Mittelbach, den Eltern von Rosalies Freundin Klara. Während die Bluts-Brüder für Aufregung im Hotel sorgen, braut sich ernsthafter Ärger aus der Hexenwelt an. Kaum, dass die lila Fledermaus voll besetzt ist und alles wie am Schnürchen klappt (außer für Besen Bertram, dessen Aufgaben gerade der Staubsauger von Familie Mittelbach übernimmt), wird es verhext! Keine Hexe kann es mehr betreten oder verlassen und die Vampire auch nicht. Langsam beginnen die Mägen zu knurren, doch das Kunstblut ist gut verschlossen im Kühlhaus im Garten... Wie gut, dass Klara keine Hexe ist, aber Bescheid weiß!

Auch wenn alle wegen der Bluts-Brüder Kopf stehen, sind Klara und Rosalie eher von dem Trubel um sie beeindruckt, als von ihnen selbst, ganz anders als Rosalies große Schwester! Gemeinsam mit Wendel und dessen Austauschvampirschüler (wie schade, wir bekommen demnächst „nur“ eine Austauschfranzösin ;)) Louis behalten sie alles im Blick, na ja, solange es geht. Ein Vampir zu sein, ist aber auch ganz schön anstrengend müssen sie feststellen. Wie will man denn die Menschenwelt erkunden, wenn man immer schläft, wenn bei denen die Post abgeht? Ach ja, natürlich darf auch die affige Lissandra Lockenlaub bei so einem hippen Ereignis nicht fehlen und will die Freundinnen in die Schule begleiten, wo sie das Zaubern natürlich nicht lassen kann, obwohl es streng verboten ist! Natürlich fällt als running-gag auch wieder der Sportunterricht aus und Herr Kaiser wird wieder verdächtig einfach so in den Urlaub abgehauen zu sein.... Es ist einfach witzig, dass einige Pannen sich auf die eine oder andere Art immer wiederholen. Zum Glück lassen sich die Freunde aber nicht beirren und schaffen es gemeinsam alles wieder in Ordnung zu bringen. Das klappt aber nur gemeinsam, denn ohne Menschen geht es nicht und die Magie stiftet nicht nur Chaos, sondern kann auch ganz schön praktisch sein.

Sehr gut gefällt mir, dass trotz gestiegener Papierpreise die Schrift noch immer schön angenehm groß ist. Gerade bei Kinderbüchern ist das sehr wichtig, um Kindern, die noch etwas Probleme mit dem Lesen haben, es durch eine augenfreundliche Schriftgröße und einen deutlichen Zeilenabstand, das Lernen zu erleichtern und die Freude an der neuen Fähigkeit nicht zu nehmen. Dabei helfen auch die zahlreichen farbigen Illustrationen von Lisa Hänsch, die wieder mit ebenso viel Humor wie Geschick, die Vampire, Hexen, Besen und Kampfkiefern zum Leben erweckt! Ja, die Kampfkiefer! Ihren Gesichtsausdruck hat Lisa Hänsch besonders gut getroffen und ich werde gut aufpassen, ihr niemals im wahren Leben zu begegnen! Ein wirklich origineller neuer Charakter, der sich neben dem sensiblen Hexenbesen Bertram zu einem neuen Leserliebling mausern könnte...

Bitte mehr davon!

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