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Veröffentlicht am 03.09.2025

Wäre die Schule doch nur aufregender!

Krawall im Klassenzimmer - Hitzefrei für alle!
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Fritzi aus der 5 d ist stinksauer! Die blöde 5 a hat das Völkerballturnier nur gewonnen, weil Nils gegen die Regeln verstoßen hat und ihr den Ball an den Kopf geworfen hat! Das schreit nach Rache! Sie ...

Fritzi aus der 5 d ist stinksauer! Die blöde 5 a hat das Völkerballturnier nur gewonnen, weil Nils gegen die Regeln verstoßen hat und ihr den Ball an den Kopf geworfen hat! Das schreit nach Rache! Sie ist daher fest entschlossen, den Wettbewerb der Schülerzeitung „Das blaue Auge“ um den originellsten Schulstreich zu gewinnen und mal ordentlich für Action zu sorgen. Natürlich dürfen sie und ihre Mitstreiter nicht erkannt werden! Doch erstaunlicher Weise nehmen Nils und die anderen Streber aus der 5 a, der Lieblingsklasse der Direktorin, die Herausforderung an! Da kann sich die Schule auf was gefasst machen und das so kurz vor dem Schuljubiläum und den Schulferien!

Wer wünscht sich das nicht, gerade vor den Ferien: Mehr Spaß und Chaos in der Schule, wenn es eh viel zu heiß zum Lernen ist?! So ist es einfach zu schnarchig und die Direktorin versteht eh keinen Spaß und zieht aus irgendeinem Grund immer die 5a vor, die sogar als einzige der Schule eine Tablet-Klasse ist! Warum immer die? Fritzi ist pfiffig, super sportlich, voller Ideen und versteht sich super mit ihren Mitschülern. Da wäre es doch gelacht, wenn sie nicht den coolsten Streich der Schule hinbekämen und es nicht nur in die Digitalausgabe der Schülerzeitung „Das blaue Auge“ schaffen, sondern auch noch Hitzefrei für die ganze Schule hinbekämen. Die Sache mit dem Hitzefrei ist eh so unfair. Wo messen die eigentlich die Temperatur? Im Kühlschrank der Direktorin? Doch mit List und Tücke und guten Beziehungen lässt sich sicherlich einiges machen. Allerdings ahnt sie nicht, dass Nils nicht nur aus Ehrgeiz die Herausforderung angenommen hat, sondern auch, weil er auf sie steht.... Was beide nicht ahnen: es gibt einen guten Grund, warum die Direktorin Strewisch die 5 a so bevorzugt... es ist ein Grund, der diese zwei verfeindeten Klassen noch ganz mächtig zusammenschweißen wird!

Locker flockig, mit Herz und Humor wird hier diese Klassenfehde zelebriert. Dabei gefällt mir sehr gut, dass niemand ausgeschlossen wird, sondern gemeinsam gearbeitet wird, besonders, als die Schüler checken, was die Rektorin vorhat und welche Konsequenzen das für einen von ihnen hätte... Das Thema können alle Unterstufenschüler super nachvollziehen und sie werden mit Freude, lesen, was sich diese Fünftklässler so einfallen lassen.

Damit dieses Buch auch wirklich jeder lesen kann, ist die Schrift schön groß und besonders gut lesbar. Die Kapitel sind kurz, knackig, ohne endlose Beschreibungen und die Sprache ist altersgerecht entstaubt. Statt engbedruckter Seiten mit Bandwurmsätzen, sind die Seiten mit Illustrationen von Julia Weinmann und gut verständlicher Sprache ohne komplizierte Fremdwörter aufgelockert. Dabei sind die Zeichnungen altersentsprechend und nicht kindlich oder kindisch. Sie unterstützen aber die Geschichte und wer noch Schwierigkeiten mit dem Lesen hat, wird sich durch diese, alles besser vorstellen können.

Natürlich gibt es nicht nur eine spaßbefreite Direktorin, sondern auch patente Hausmeisterinnen und einen furchtbar grummeligen Kioskbetreiber, der meint Schüler verpfeifen zu müssen... Da hier auf Klischees gepfiffen wird, sind die Hausmeisterinnen ein Paar und die Schüler sind so bunt gemischt wie das Leben und warum sollen Nerds nicht auch Kopftücher tragen dürfen... Vorurteile sind dazu da, abgebaut zu werden, bitte in möglichst jungen Jahren und mit Humor...

Wer den „Hammer-Preis“ der Schülerzeitung gewinnt, will ich natürlich ebenso wenig verraten, wie, womit! Aber am Ende sind alle stolz auf ihre Gemeinschaftsleistung. Für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Wunderschön!

Maus geht auf große Reise
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Eines Morgens beschließt das Mausekind schon richtig groß zu sein und auf große Reise zu gehen. Es packt schnell die allerwichtigsten Sachen in eine große gelbe Tasche und zieht los! Doch vor dem Mauseloch ...

Eines Morgens beschließt das Mausekind schon richtig groß zu sein und auf große Reise zu gehen. Es packt schnell die allerwichtigsten Sachen in eine große gelbe Tasche und zieht los! Doch vor dem Mauseloch trifft es direkt mal das Eichhörnchenkind und gemeinsam beschließen sie sich zu stärken, ehe es weitergeht...und sie gemeinsam überlegen, wohin die Reise eigentlich gehen soll. Zusammen macht es natürlich viel mehr Spaß, auch wenn sie immer noch planlos sind, aber dafür treffen sie ja auf den kleinen Frosch. Der Start in einen Tag voller Freundschaft und Abenteuer!

Diese Geschichte ist für Kinder ab 18 Monaten geeignet. Die Pappseiten sind entsprechend dick und stabil und die Geschichte ist einfach und unkompliziert und dennoch zuckersüß! Es ist einfach unglaublich niedlich wie entschlossen dieses Mäusekind, dass sich schon für richtig groß hält, seine Sachen für eine große Abenteuerreise packt: ein Stück Käse und eine Nuss in einer riesigen Tasche!

Als Mutter sind mir natürlich sofort gefühlt 1.000 Dinge eingefallen, die das Kind noch alle unbedingt einpacken müsste! Um Himmels willen, nur so wenig und dann beginnt die Maus die Reise direkt schon mit Futtern und alles ist sofort weg! Aber seien wir ehrlich: Kindern futtern ja auch tatsächlich immer drauf los, kaum dass die Reise beginnt. Immerhin ist Maus freundlich und teilt mit der neuen Eichhörnchen Freundin. Sie sind so herrlich begeisterungsfähig und offen, dass sie auch nicht lange zu zweit bleiben, sondern noch einen dritten mit ins Boot nehmen. Denn natürlich kann man diese riesige Tasche auch prima als Boot nutzen! Die drei erleben an diesem einzigen Tag wirklich so einiges und sind am Abend, als die Mutter zum Abendbrot ruft, absolut glücklich. Jetzt haben sie ja alle super gute Freunde gefunden und morgen ist der nächste Tag für tolle Abenteuer. Diese kindliche Begeisterungsfähigkeit finde ich einfach super und ansteckend. Man bekommt schon beim Lesen richtig gut Laune und Lust auf „Abenteuer“. Dabei sind sie hilfsbereit und offen für neue Freundschaften. Da wird mir richtig warm ums Herz, wenn ich diese drei ungleichen Freunde letztendlich zusammen „abhängen“ sehe und wie glücklich sich die kleine Maus abends müde an die Mutter drückt, umso glücklicher, aufgrund der Gewissheit, dass auch morgen wieder ein toller Tag für Abenteuer und Freundschaft sein wird.

Die Illustration finde ich ganz zauberhaft. Die Tierkinder sehen so freundlich und gleichzeitig aufgeregt und vergnügt aus. Das steckt schon beim Betrachten an. Die Farben sind fröhlich, dabei aber auch natürlich. Ganz offensichtlich ist es ein wunderschön sonniger, aber nicht zu heißer Tag – wie gemacht für Ausflüge. Die Welt ist einfach voller Wunder und Abenteuer, die gemeinsam noch viel schöner sind.

Die Sätze sind auch für die ganz Kleinen gut verständlich, denn die Reise geht ja quasi nur einmal um/durch den Garten, verlässt also nicht den Kinderhorizont. Dabei sind die Sätze schön groß gedruckt, so dass auch die Großeltern oder größere Geschwister als Leseanfänger sie gut vorlesen können.

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Veröffentlicht am 02.09.2025

Wunderbar, um über den Herbst zu reden! Ab 2 Jahren!

Wo ist der Blätterdieb?
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Das Eichhörnchen ist entsetzt und empört! Alle Blätter seines Baumes sind weg! Wo sind sie denn bloß hin? Wer könnte sie gestohlen haben? Entschlossen begibt sich das Eichhörnchen auf die Suche, um seine ...

Das Eichhörnchen ist entsetzt und empört! Alle Blätter seines Baumes sind weg! Wo sind sie denn bloß hin? Wer könnte sie gestohlen haben? Entschlossen begibt sich das Eichhörnchen auf die Suche, um seine Blätter wieder zu finden und lässt dabei keinen Stein auf dem anderen... Unter dem ersten Stein entdeckt es eine Ameise und als es in das gelbe Haus schaut, findet es seinen Freund, den Vogel. Gemeinsam sucht es sich viel besser. Dabei können die kleinen Leser aktiv mitsuchen. Denn das kleine gelbe Vogelhaus ist aus Filz und lässt sich weg klappen und es bleibt nicht nur bei diesem Haus...

Erwachsene ahnen schon, was mit den Blättern von Eichhörnchens Baum wohl passiert sein mag und schmunzeln, doch hier ist die Suche das Ziel! Die Seiten sind aus dicker, abwischbarer Pappe, perfekt für noch etwas unsichere und vielleicht dreckige kleine Händchen. Die Klappen sind hier aus buntem Filz. Das ist schön griffig und ich würde sagen, dass es stabiler als Pappklappen wirkt, dann hat man mehr und längere Freude am Suchen.

Die Texte von Alice Hemming sind schön kurz und sehr gut verständlich auf für die ganz kleinen mit viel Dialoganteil. Das macht die Suche schön lebendig.

Die farbigen Illustrationen von Nicola Slater sind einfach niedlich! Mit ihren Kulleraugen erfüllen sie total das Kindchenschema und da will man ihnen sofort bei der Suche helfen. So eine Suche ist ja auch ein echtes Abenteuer, was es da so alles zu entdecken gibt! Doch am Schönsten ist eine Suche natürlich immer, wenn man letztendlich auch findet, was man sucht. So ist das Eichhörnchen rundum glücklich, als es seine Blätter wieder gefunden hat. Was es aber nicht weiß, ist, wie sie da hin gekommen sind. Das werden dann hoffentlich die Vorlesenden ihren kleinen Zuhörern verraten.

Dieses Pappbilderbuch zum Fühlen und Entdecken ist wieder zuckersüß und das Eichhörnchen und seinen Freund, den kleinen Vogel muss man einfach gern haben. Mein einziger Kritikpunkt: Warum ist der Baumstumpf aus orangem Filz? Den gibt es doch auch in braun? Einzelne gefallene Blätter hätte man gerne aus diesem leuchtendem Stoff fertigen können, aber so sieht der Baumstumpf leider einfach künstlich aus, das ist etwas schade und führt zu Nachfragen.

Dieses Bilderbuch ist perfekt für diese Jahreszeit, da die Blätter sich verfärben und von den Bäumen fallen! Super um mit den Kleinen ein Gespräch über den Wechsel der Jahreszeiten zu beginnen! Mit seiner handlichen Größe ist es auch perfekt für unterwegs und passt in jede Wickeltasche. Ab 2 Jahren. 4,5 Sterne, weil ich den orangenen Baumstumpf unpassend finde.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

Was von Freundschaft übrig bleibt... Hörbuch

Unsere letzten wilden Tage
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Nach der High School ist Loyal mit ihrem Vater aus Jacknife, Lousiana weg, nach Atlanta gezogen, wo sie Journalismus studierte. Ein Alligator der Familie Labasque hatte ihr gerade in die Hand gebissen ...

Nach der High School ist Loyal mit ihrem Vater aus Jacknife, Lousiana weg, nach Atlanta gezogen, wo sie Journalismus studierte. Ein Alligator der Familie Labasque hatte ihr gerade in die Hand gebissen und aus Wut über das mangelnde Mitgefühl von ihrer einzigen Freundin Cutter und deren Brüdern Beau und The Wall, veröffentlicht sie einen wirklich fiesen Artikel über deren Familie im Lokalblatt. Einen Artikel den ihr Cutter nie verzieh. Doch nun ist Loyal zurück, an den Ort den sie glaubte, für immer hinter sich gelassen zu haben, bis der dortige Sheriff sie anrief und mitteilte, dass ihre Mutter beobachtet wurde, wie sie nachts mit bloßen Händen den Garten umgrub. Sie nimmt eine Stelle beim Cronicle an und wird auch auf Anhieb mit Sascha Petitpois dem Großneffen des Herausgebers und einzigem Mitarbeiter außer ihr, zu einem Leichenfund in die Sümpfe geschickt. Was nach einer verheißungsvollen Story klang, wird für Loyal zum Albtraum. Die Leiche ist niemand anderes als ihre einstige Freundin Cutter und eine Versöhnung ist nun für immer ausgeschlossen. Ihr bleibt nichts anderes übrig, als ihren Mord aufzuklären. Für Loyal steht nämlich fest, dass dieser stolze Wildfang den sie kannte, niemals Selbstmord begangen hätte und einen Badeunfall ist bei der kühnen Alligatorjägerin, die die Sümpfe wie ihre Westentasche kannte auch ausgeschlossen. Gemeinsam gehen die zwei Außenseiter Loyal und Sascha der Wahrheit auf den Grund und stoßen mehr als auf eine tote junge Frau und aufgehängte Schlangen....

Heike Warmuth spricht nicht gerade warm und gefällig, sondern ausgesprochen spröde und etwas abweisend, dafür aber mit viel Ausdruckskraft. Das passt sehr gut, denn Loyal ist alles andere als eine Southern Belle und empfindet sich selbst stets als abstoßend, aber clever. Mit ihr war nur Cutter bereit befreundet zu sein, denn auch ihre Familie, die verarmt tief in den Sümpfen lebt, steht außerhalb der Gemeinschaft. Doch Cutter schien dies stets egal zu sein, sie schien auf die Meinung anderer zu pfeifen! So sehr sie ihren großen Bruder fürchtete, so sehr trat sie jedoch den üblen Gerüchten entgegen, die über ihn verbreitet wurde. Cutter wollte stets ein Star sein, etwas außergewöhnliches mit ihrem Leben anfangen, doch als Loyal nach Jacknife zurück kehrte, schien es noch trostloser als je zuvor. Je tiefer Loyal und Sascha, der örtliche Paradiesvogel, der offen schwul ist, was für die Südstaatenchauvis das Furchteinflößendste ist, was es gibt und jeden Alligator übertrifft. graben, desto verwirrender wird es. Sie stoßen auf Hass, Gewalt, Drogen und ein Geflecht von Beziehungen und Machtmissbrauch, dass es immer schwieriger macjt, Gut von Böse zu unterscheiden.... und dann müssen sie ja auch noch ständig neue Storys liefern und können sich nicht nur auf diesen einen Todesfall konzentrieren...

Eine karge Gegend, die unwirtlich ist und ihre Bewohner mehr schlecht als recht ernährt. Die Armut führt oft zu Gewalt, Hass und Verzweiflung. Eine spannende Kulisse für einen Krimi und der schon an sich etwas Furchteinflößendes ausströmt. Fernab von Südstaatenplantagen im Stil von im Winde verweht, schlagen sich diese zwei Außenseiter durch und lernen sich nicht nur besser kennen, sondern auch einander zu mögen und zu vertrauen. So schroff Loyal auch ist, so sehr beginnt man sie für ihre Hartnäckigkeit und ihren Sinn für Gerechtigkeit zu schätzen. Man begleitet sie und wünscht ihnen, dass sie endlich ihr Glück finden, was vielleicht etwas viel verlangt ist, aber sie werden sicherlich zufriedener, auch weil sie nicht mehr alleine sind. Es ist unglaublich faszinierend, diese harten Geschwister Labasque kennenzulernen und hinter ihre Fassade zu schauen. Diese Geschwister, die schon früh ihre lieblosen, saufenden und gewalttätigen Eltern verloren haben und statt Hilfe und Mitgefühl, Verachtung und Ablehnung von ihren Mitmenschen bekamen. Wir werfen mit ihnen einen Blick in eines der vergessenen „Armenhäuser“ der vereinigten Staaten, patriotisch weil sie ja sonst nichts haben. Atmosphärisch dicht und geheimnisvoll erzählt Anna Bailey diesen Mordfall, in dem die Polizei offensichtlich nicht ermitteln will und die zwei Außenseiter völlig unterschätzt.

Man spürt, wie die Sümpfe und die flirrende Hitze einen in ihren Bann ziehen und kann nicht aufhören weiterzuhören....

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Wieder was gelernt und gelacht!

Ihr habt es gut, ihr habt ja mich. Die Online-Omi lässt sich wählen
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Die 20. Mission für die vierfach verwitwete Eisenbahner-Rentnerin Renate Bergmann (82), zuletzt wohnhaft in Berlin-Spandau. Doch nun ruft sie ein Notfall weg aus ihrem Kiez, ab in die Provinz nach Grünweide, ...

Die 20. Mission für die vierfach verwitwete Eisenbahner-Rentnerin Renate Bergmann (82), zuletzt wohnhaft in Berlin-Spandau. Doch nun ruft sie ein Notfall weg aus ihrem Kiez, ab in die Provinz nach Grünweide, wo ihr angeheirateter Neffe Stefan mit Frau Ariane und den Töchtern Agneta und Lisbeth lebt. Sie haben dort kürzlich gebaut und weil Renate ihnen finanziell und auch sonst tatkräftig unter die Arme gegriffen hat, besitzt sie eine Einliegerwohnung für ihr Altenteil in diesem Haus. Als sie erfährt, dass Arianes Mutter Monika, im eigenen Sanitärbetrieb von der Leiter gefallen ist und beide Arme gebrochen hat, ist klar, dass Ariane zu ihren Eltern muss denn ohne ihre herrische Mutter ist ihr Vater aufgeschmissen! Da Stefan nun alleine die Kinder versorgen muss, würde ihm Renate ja helfen, aber sie will sich ja nicht aufdrängen! Dezent fährt sie in die brandenburgische Provinz, um dort mal wieder durchzuwischen! Auf den Ämtern dort, geht es ganz anders zu als in Berlin, doch irgendwie gerät sie mit Bürgermeister Brummer aneinander, als sie Verbesserungsvorschläge hat. Schon wirft er ihr an den Kopf, wenn es ihr nicht passe, solle sie doch als Bürgermeisterin kandidieren! Mit 82? Was für ein Blödsinn, aber Stadträtin könnte sie ja schon werden. Also beschließt sie zu kandidieren und den Männerhaufen von 15 Alteingesessenen mal kräftig aufzumischen! Dafür muss man sich aber auch mit der Funktionsweise, des Dorfes und seiner Vereine und Einrichtungen vertraut machen und mit allen politischen Akteuren. Renate will natürlich nicht alleine kandidieren und lernt deswegen Brummers Gegenkandidatin, die hochwohlgeborene Leonie kennen, die ebenfalls parteilos ist. Sie gründen eine Bürgerliste und suchen sich noch zwei Mitstreiter und schon geht der Wahlkampf und die Dorfverschönerung los! Also langweilig ist es auf dem Dorf ganz sicher nicht und was man hier so alles erfährt?!

Die 20. Mission und kein bisschen leise, aber wie immer sehr patent und weise. Wir haben wieder eine Menge gelernt, z.B. dass man beim Kuchen Essen, die Kalorien besser einfach weg lässt. Ja klar! Es ist vergnüglich und unterhaltsam, auch wenn es schon ihr 20. Werk ist und wir sicherlich über 10 davon kennen. Anfangs haben wir befürchtet, dass sich zu viel wiederholt, aber dem ist nicht so. Durch das neue Umfeld in Gründweide (bekannt aus „Das Dach muss vor dem Winter drauf – Die Online-Omi baut ein Haus“) kommen zu den altbekannten Personen wie Ilse und Kurt mit dem Koyota, Gertrud und Gunter mit Hund und natürlich auch die esoterische Tochter Kirsten und Günther Habicht auch neue Charaktere mit ihren eigenen Ecken und Kanten.

In ihrer unnachahmlichen Art erzählt Renate (alias Torsten Rode, Jahrgang 74) frei Schnauze, wie es ist und scheut nicht davor, die Dinge beim Namen zu nennen, oder ihnen auf den Grund zu gehen. Natürlich weiß Renate wie man sich benimmt und kann bei einigen, wie bei ihren Nachbarinnen der Berber und der Meiser nur den Kopf schütteln. Auf dem Gestüt von der Leonie ist aber alles so fein, dass auch Renate bisweilen etwas eingeschüchtert ist.

Wir haben die Geschichte mal wieder alle zusammen im Auto im Urlaub gehört und es hat uns gut unterhalten, obwohl mein Mann meinte, dass wie doch schon 3 Kennen (eher mind. 13). Auch wir haben nicht bei Band 1 angefangen und haben ihn auch noch immer nicht gehört, weil zu Beginn eine andere Sprecherin Renate miemte. Carmen-Maja Antoni verkörpert für uns Renate Bergmann jedoch so unnachahmlich perfekt und authentisch, dass eine andere Stimme für uns nicht in Frage kommt – sorry für die Diskriminierung liebe Marie Gruber (unbekannter Weise). Man kann also auch getrost noch mit dieser Episode einsteigen und es lohnt sich, denn tatsächlich endet es dieses Mal mit einem Cliffhanger! Wir erfahren zwar wie die Wahl ausgeht, aber dann! Hoffentlich erfahren wir auch noch, wenigstens nebenbei wie Renate Grünweide weiterhin aufmischt!

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