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Veröffentlicht am 13.04.2023

Nicht gut, nicht schlecht

Peter kommt später. Frau Huber ermittelt. Der dritte Fall
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Kurz vor der Bürgermeisterwahl, bei der die Bürger nach Ansicht von Hannelore Huber nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera in diesem brauen Sumpf haben, stirbt die alte Bruckner-Ederin, mit dem Gesicht ...

Kurz vor der Bürgermeisterwahl, bei der die Bürger nach Ansicht von Hannelore Huber nur die Wahl zwischen Pest oder Cholera in diesem brauen Sumpf haben, stirbt die alte Bruckner-Ederin, mit dem Gesicht voran in ihrem geliebten Kaiserschmarrn. War es ein Unfall oder doch Mord? Während die örtlichen Polizisten noch ihr Privatleben sortieren, schmeißt die Huber Hanni ihre grauen Zellen an, während sie sich auf den Weg zum 99. Geburtstag der Dorfältesten Hertha macht, um mit ihr bei einer schönen Tasse Kaffee und einem Stück Guglhupf zu feiern. Doch die Hertha liegt tot in ihrer Stube, mit einem Hakenkreuzmesser im Rücken und Führerwein auf dem Tisch. Das will so gar nicht zu ihrer alten Freundin passen, die stets Widerstand geleistet hat. Die alte Grantlerin nimmt den vorzeitigen Tod ihrer alten Freundin persönlich und ist deutlich misstrauischer, als der Bruckner, der neue Bürgermeister, der der Jubilarin gleichfalls persönlich gratulieren wollte. Während der Bruckner erst mal Beweise verschwinden lassen will, schreitet Hanni energisch zur Tat, was den Tätern natürlich ein Dorn im Auge ist und ihren nahenden 75. Geburtstag gefährden könnte...

Die alte Huber kennt jeden in Glaubenthal und das lässt ihre Liebe zu den Menschen nicht unbedingt wachsen, ein Grund mehr sich fern zu halten. Nun gibt es kaum noch jemanden, der in Glaubenthal mit ihrem Wohlwollen rechnen kann. Doch wo soll sie mit ihren Ermittlungen ansetzen, was hat es mit diesen ganzen Nazisymbolen auf sich, die doch gar nicht zur Toten passen wollen?

Das Dorf ist größer, als mir beim Hören bisweilen lieb war. Diese ganzen Charaktere mit ihren vielfältigen Namen muss man beim Hören erst mal auf die Reihe kriegen, insbesondere wenn man erst beim 3. Teil der Reihe einsteigt, wie ich. Das hat dann auch irgendwann geklappt, aber so richtig warm bin ich nicht mit ihnen geworden. Karl Menrad mag ich als Sprecher wirklich gerne und er gibt ihnen allen eine ganz eigene bisweilen grantelige, verschrobene, hinterwäldlerische Note, Die Rolle der Polizisten ist mir noch etwas unklar. Frau Huber löst den Fall, wird aber letztendlich von ihnen gerettet, obwohl sie eher mit sich selbst und ihren Bedürfnissen beschäftigt sind. Die eigentliche Rettung, auf die ich mich spannungsmäßig gefreut habe, ist aber irgendwie schnell übersprungen worden.

Der Schreibstil ist recht gewöhnungsbedürftig und die bisweilen eingestreuten Reime, fand ich etwas gewollt. Das hat mich auch immer etwas aus der Geschichte rausgeholt. Es war schrullig, ja, es hat so was von Inzucht in Gebirgsschluchten, aber so richtig witzig fand ich es nicht. Die sympathischste Person war für mich der amerikanische Tourist und vielleicht noch der 95 jährige Bibliothekar, was durchaus einen gewissen Charme hat. Allerdings gefiel mir seine Interpretation eines Gehörlosen nicht. Da dieser hörend aufwuchs und er später sein Hörvermögen verlor, müsste er völlig unauffällig reden und eben nicht wie jemand klingen, der noch nie gehört hat.

Ich hatte aufgrund der Beschreibung völlig falsche Erwartungen. Auch der titelgebende Peter ist gar nicht so wichtig und hatte entgegen der Inhaltsangabe schon lange keinen Kontakt mehr zur Verstorbenen... Falsche Erwartungen stören mich nicht unbedingt, aber ich hatte mich auf einen locker leichten Cosy Crime gefreut und der Mix aus Trockenlegung des braunen Sumpfs mit dem sehr speziellen teilweise gereimten Humor, ist nicht ganz mein Fall. Prinzipiell hat es mir aber gefallen, dass auch in Österreich die Aufarbeitung vergangenen Übels in den Fokus genommen wird.

Wie man vielleicht merkt, weiß ich nicht so recht, was ich von diesem Werk halten soll, es ist nicht schlecht, aber auch nicht gut.... Ich werde die Reihe wohl nicht rückwärts hören (mache ich tatsächlich manchmal) aber Humor ist ja verschieden.


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Veröffentlicht am 12.04.2023

Hexenstark!

Das Magimoxische Hexenhotel
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Das magimoxische Hexenhotel in der Menschenwelt steht Kopf und ist völlig überbucht! Die total angesagte Vampir-Boygroup „Die Bluts-Brüder“ kommen zu einem Konzert in die Menschenwelt und ist im Hotel ...

Das magimoxische Hexenhotel in der Menschenwelt steht Kopf und ist völlig überbucht! Die total angesagte Vampir-Boygroup „Die Bluts-Brüder“ kommen zu einem Konzert in die Menschenwelt und ist im Hotel „Zur lila Fledermaus“ eingecheckt. Klar dass da nicht nur die wichtigsten Hexen-TV-Sender sondern auch jede Menge Fans mit anreisen. Doch nicht jedem in der Hexenwelt gefällt dieser Erfolg von Rosalies Familie und schon gar nicht deren Freundschaft mit der benachbarten Menschenfamilie Mittelbach, den Eltern von Rosalies Freundin Klara. Während die Bluts-Brüder für Aufregung im Hotel sorgen, braut sich ernsthafter Ärger aus der Hexenwelt an. Kaum, dass die lila Fledermaus voll besetzt ist und alles wie am Schnürchen klappt (außer für Besen Bertram, dessen Aufgaben gerade der Staubsauger von Familie Mittelbach übernimmt), wird es verhext! Keine Hexe kann es mehr betreten oder verlassen und die Vampire auch nicht. Langsam beginnen die Mägen zu knurren, doch das Kunstblut ist gut verschlossen im Kühlhaus im Garten... Wie gut, dass Klara keine Hexe ist, aber Bescheid weiß!

Auch wenn alle wegen der Bluts-Brüder Kopf stehen, sind Klara und Rosalie eher von dem Trubel um sie beeindruckt, als von ihnen selbst, ganz anders als Rosalies große Schwester! Gemeinsam mit Wendel und dessen Austauschvampirschüler (wie schade, wir bekommen demnächst „nur“ eine Austauschfranzösin ;)) Louis behalten sie alles im Blick, na ja, solange es geht. Ein Vampir zu sein, ist aber auch ganz schön anstrengend müssen sie feststellen. Wie will man denn die Menschenwelt erkunden, wenn man immer schläft, wenn bei denen die Post abgeht? Ach ja, natürlich darf auch die affige Lissandra Lockenlaub bei so einem hippen Ereignis nicht fehlen und will die Freundinnen in die Schule begleiten, wo sie das Zaubern natürlich nicht lassen kann, obwohl es streng verboten ist! Natürlich fällt als running-gag auch wieder der Sportunterricht aus und Herr Kaiser wird wieder verdächtig einfach so in den Urlaub abgehauen zu sein.... Es ist einfach witzig, dass einige Pannen sich auf die eine oder andere Art immer wiederholen. Zum Glück lassen sich die Freunde aber nicht beirren und schaffen es gemeinsam alles wieder in Ordnung zu bringen. Das klappt aber nur gemeinsam, denn ohne Menschen geht es nicht und die Magie stiftet nicht nur Chaos, sondern kann auch ganz schön praktisch sein.


Jodie Ahlborn erzählt dieses neue magimoxische Abenteuer fröhlich und spannend zugleich. Aufgrund ihrer großen Erfahrung mit Vampirabenteuern, kennt sie sich bestens aus und kann sich daher besonders gut in Rosalies und Klaras Gefühlsleben hereinfühlen. Sie schafft es immer wieder, die Witze zu pointieren und auch das nötige Quäntchen Genervtheit im Umgang mit der hinterhältigen Lissandra Lockenlaub (also bitte, jemand mit so einem Namen, kann ja nur die Erzfeindin sein!) liegt ihr auf der Zunge. Natürlich haben alle Charaktere ihre eigene Stimme. Unterstützt sie dabei von einer magischen Geräuschkulisse beim Zaubern, Vogelgezwitscher oder Donnergrollen. So wird dieses Hörerlebnis besonders lebendig.

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Veröffentlicht am 12.04.2023

Die Vampire sind los - oder doch nicht?

Das magimoxische Hexenhotel – Vorsicht, bissige Gäste!
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Das magimoxische Hexenhotel in der Menschenwelt steht Kopf und ist völlig überbucht! Die total angesagte Vampir-Boygroup „Die Bluts-Brüder“ kommen zu einem Konzert in die Menschenwelt und ist im Hotel ...

Das magimoxische Hexenhotel in der Menschenwelt steht Kopf und ist völlig überbucht! Die total angesagte Vampir-Boygroup „Die Bluts-Brüder“ kommen zu einem Konzert in die Menschenwelt und ist im Hotel „Zur lila Fledermaus“ eingecheckt. Klar dass da nicht nur die wichtigsten Hexen-TV-Sender sondern auch jede Menge Fans mit anreisen. Doch nicht jedem in der Hexenwelt gefällt dieser Erfolg von Rosalies Familie und schon gar nicht deren Freundschaft mit der benachbarten Menschenfamilie Mittelbach, den Eltern von Rosalies Freundin Klara. Während die Bluts-Brüder für Aufregung im Hotel sorgen, braut sich ernsthafter Ärger aus der Hexenwelt an. Kaum, dass die lila Fledermaus voll besetzt ist und alles wie am Schnürchen klappt (außer für Besen Bertram, dessen Aufgaben gerade der Staubsauger von Familie Mittelbach übernimmt), wird es verhext! Keine Hexe kann es mehr betreten oder verlassen und die Vampire auch nicht. Langsam beginnen die Mägen zu knurren, doch das Kunstblut ist gut verschlossen im Kühlhaus im Garten... Wie gut, dass Klara keine Hexe ist, aber Bescheid weiß!

Auch wenn alle wegen der Bluts-Brüder Kopf stehen, sind Klara und Rosalie eher von dem Trubel um sie beeindruckt, als von ihnen selbst, ganz anders als Rosalies große Schwester! Gemeinsam mit Wendel und dessen Austauschvampirschüler (wie schade, wir bekommen demnächst „nur“ eine Austauschfranzösin ;)) Louis behalten sie alles im Blick, na ja, solange es geht. Ein Vampir zu sein, ist aber auch ganz schön anstrengend müssen sie feststellen. Wie will man denn die Menschenwelt erkunden, wenn man immer schläft, wenn bei denen die Post abgeht? Ach ja, natürlich darf auch die affige Lissandra Lockenlaub bei so einem hippen Ereignis nicht fehlen und will die Freundinnen in die Schule begleiten, wo sie das Zaubern natürlich nicht lassen kann, obwohl es streng verboten ist! Natürlich fällt als running-gag auch wieder der Sportunterricht aus und Herr Kaiser wird wieder verdächtig einfach so in den Urlaub abgehauen zu sein.... Es ist einfach witzig, dass einige Pannen sich auf die eine oder andere Art immer wiederholen. Zum Glück lassen sich die Freunde aber nicht beirren und schaffen es gemeinsam alles wieder in Ordnung zu bringen. Das klappt aber nur gemeinsam, denn ohne Menschen geht es nicht und die Magie stiftet nicht nur Chaos, sondern kann auch ganz schön praktisch sein.

Sehr gut gefällt mir, dass trotz gestiegener Papierpreise die Schrift noch immer schön angenehm groß ist. Gerade bei Kinderbüchern ist das sehr wichtig, um Kindern, die noch etwas Probleme mit dem Lesen haben, es durch eine augenfreundliche Schriftgröße und einen deutlichen Zeilenabstand, das Lernen zu erleichtern und die Freude an der neuen Fähigkeit nicht zu nehmen. Dabei helfen auch die zahlreichen farbigen Illustrationen von Lisa Hänsch, die wieder mit ebenso viel Humor wie Geschick, die Vampire, Hexen, Besen und Kampfkiefern zum Leben erweckt! Ja, die Kampfkiefer! Ihren Gesichtsausdruck hat Lisa Hänsch besonders gut getroffen und ich werde gut aufpassen, ihr niemals im wahren Leben zu begegnen! Ein wirklich origineller neuer Charakter, der sich neben dem sensiblen Hexenbesen Bertram zu einem neuen Leserliebling mausern könnte...

Bitte mehr davon!

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Veröffentlicht am 07.04.2023

Die Geheimnisse und Intrigen um Zeit und Raum!

Stealing Infinity
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Einst war die zierliche Natasha (Nat) Clarke mit ihrer Stilsicherheit und als Jahrgangsbeste nicht nur die Ballkönigin ihrer Highschool, sondern ihr Star. Doch dann verließ ihr Vater einfach die Familie ...

Einst war die zierliche Natasha (Nat) Clarke mit ihrer Stilsicherheit und als Jahrgangsbeste nicht nur die Ballkönigin ihrer Highschool, sondern ihr Star. Doch dann verließ ihr Vater einfach die Familie und mit der Armut verschwindet Nat nicht nur in der Bedeutungslosigkeit, sie bricht die Regeln und sackt leistungsmäßig ab. Als mit Elodie eine neue Königin an die Schule kommt und sich ausgerechnet Nat als beste Freundin wählt, spielt sie mit dem Feuer. Denn die glamouröse Neue verführt sie zu einem verbotenen Ausflug und Nat fliegt von der Schule. Ihre letzte Rettung: die Gray Wolf Academy! Auch Elodie gehört eigentlich an diese exklusive, streng geheime Schule auf einer abgelegenen Privatinsel des Milliardärs Arthur Blake. Wer sich hier bewährt, für dessen Eltern wird gesorgt. Enttäuscht man Arthur verschwindet man oder wird degradiert. Auf dem Lehrplan stehen auch Reiten, Schwertkampf und und und. Ihr Mentor Braxton warnt sie, dass eine Teilnahme an den von Arthur geforderten Zeitsprüngen, nicht ohne Folgen bleiben. Kannst sie diesem gutaussehenden Typen trauen, der ihr Blut zum kochen bringt? Welche Wahl hätte sie denn?

Anfangs ging es mir zu viel um Mode und da liegen Nat und ich eindeutig nicht auf einer Wellenlänge. Cowboyboots mit Strasssteinen zu einem Kleid sind für mich ein Graus! Doch es wird nicht einfach als catchy Besonderheit erwähnt, nein Arthur wählt bewusst Kandidaten, die nur nur einst brillante Schüler waren, hervorragend aussehen, aus miesen Verhältnissen kommen, nein, sie müssen ein Gespür für Schönheit und Kunst haben, denn er will sie auf ganz besondere und vor allem besonders gefährliche Missionen schicken. Natascha könnte nicht nur sich, sondern alles verlieren, in den Dimensionen von Zeit und Raum. Sie kann niemandem trauen und sehnt sich doch nach einem Menschen, dem sie vertrauen und lieben kann. Ist Braxton ein solcher?

Liebe, Verrat, Macht, Reichtum, Mode, Kunst, Geschichte, Zeitreisen und ungeklärte Mysterien bilden die Säulen dieses neuen Romantasy Auftakts. Anfangs kommt der Aschenputtelbeginn etwas langsam in Fahrt, weiß man noch nicht, was man von Nat und ihren Freunden Mason und Elodie, die sich nicht leiden können, halten soll, aber dann nimmt es einen relativ schnell gefangen. Sicherlich trägt auch die warme, gefühlvoll ausdrucksstarke Stimme von Vanida Karun ihren Teil dazu bei. Dieses romantische, lebensgefährliche Zeitreisemysterium wird vor allem von ihr, aus Nataschas Sicht erzählt, mit all ihrem Staunen, Wundern, Argwohn und Leidenschaft. Sie nimmt uns mit durch Zeit und Raum, zu einigen der beeindruckendsten Momenten der Geschichte voller Kunstwerke und Schmuck, doch es sind nicht die Reichtümer die Zählen, sie gefallen nur. Welchen tieferen Sinn hat das alles? Natascha kann nicht glauben, dass es sich Arthurs ganze Welt nur um Schönheit drehen soll. Was sieht er nur in ihr? Verbindet sie etwas auf unerklärliche Weise? Hat alles überhaupt einen Sinn? Dass das ehemalige it-Girl ihrer Schule tatsächlich einen Sinn jenseits von Mode und Kunst sucht, hat mir wirklich gefallen. Ebenso die Verwicklung der persönlichen Beziehungen, bei denen nie klar ist, wer Freund, wer Feind ist. Hinzu kommen die Einblicke in die Kunstgeschichte und die großen Entdeckungen der Forscher und Wissenschaftler. Mit Vollkaracho geht es zu den großen Errungenschaften der Menschheit, die hier in einem völlig neuen Kontext gesetzt werden. Den Prolog spricht Rainer Strecker und es lohnt sich, ihm genau zuzuhören, da seine unheilvollen Worte, am Ende einiges erhellen, insbesondere seine Identität. Den Epilog übernimmt Johannes Semm als Baxter.

Herzklopfgarantie, voller Twists ab 14 Jahren.


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Veröffentlicht am 07.04.2023

Zwei Frauen, Zwei Zeiten, Zwei Leben, Ein Geheimnis

Glückstöchter - Einfach leben
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ch habe die Wunderfrauen geliebt und wollte daher natürlich sofort die Glückstöchter hören!
München 1976: Eva ist eine „Nase“, ihr feiner Geruchssinn kann die kleinsten Unterschiede erkennen und auch einordnen. ...

ch habe die Wunderfrauen geliebt und wollte daher natürlich sofort die Glückstöchter hören!
München 1976: Eva ist eine „Nase“, ihr feiner Geruchssinn kann die kleinsten Unterschiede erkennen und auch einordnen. Sie liebt Pflanzen und deren natürlichen Kräfte. Ihre Familie versteht sie nicht, auch nicht, warum sie nicht den heimischen Frisörsalon übernehmen möchte, sondern stattdessen in München Pharmazie studiert und nebenbei in der örtlichen Apotheke aushilft. Doch ein Dachbodenfund stellt ihre ganze Welt infrage und ihre Identität.
Gut Dreisonnenquell im Voralpenland 1910, die junge Baroness Anna von Quast liebt es, wie ihr Vater der bekannte Botaniker Christoph von Quast den Duft der Pflanzen und Kräuter einzuatmen und ihnen ihre Geheimnisse zu entlocken. Sie sieht ihre Zukunft auf dem väterlichen Hof, wo sie die Geschicke des Gutes und der Pflanzenzucht weiterführen möchte. Seit dem frühen Tod der Mutter, stehen sich Vater und Tochter ganz nah, bis ihr Vater ihr überraschend mitteilt, dass er wieder heiraten wird. Ihre Meinung ist nicht gefragt und auf die Hochzeit folgt ein weiterer Schock, der Anna, nach langer schwerer Krankheit erst einmal fort von der Krume ihrer Vorfahren führt.
Obwohl 6 Jahrzehnte sie trennen, verbindet diese zwei Frauen nicht nur ihre gemeinsame Passion, sondern auch ein dunkles Familiengeheimnis.
Elisabeth Günther mit ihrer warmen ausdrucksstarken Stimme, die so gekonnt die Stimmungen im Fortgang der Erzählstränge einfängt, hat mir wieder ausgesprochen gut gefallen.
Das Schicksal von Anna von Quast fand ich interessant, gerade auch ihre Begegnungen mit zeitgeschichtlichen Persönlichkeiten und Menschen, die ihrer Zeit weit voraus waren, sei es in der Schwabinger Künstlerszene oder am Gardasee in der Kur. Anna ist stets offen und wissbegierig, sie verurteilt nicht, sondern macht sich erst einmal ein eigenes Bild und schließt auch Menschen ins Herz, die zwar nicht unbedingt so sind wie sie, die sie aber um ihrer selbst willen schätzt und mag. Die ihr widerfahrene Ungerechtigkeit und mit welchem Mut sie sich den Herausforderung stellte hat mich bewegt.
Evas Liebe zur Pharmazie, die ihr Leben bestimmt, bis sie sich selbst infrage stellt, war auch immer wieder schön zu hören. Allerdings war ihre freie, sehr freiheitsliebende Lebensweise in der Kommune für mich bisweilen sehr befremdlich. Da habe ich mich beim Zuhören immer wieder alt und spießig gefühlt, während ich Annas für ihre Zeit sehr offene Herangehensweise an die Liebe aber durchaus nachvollziehbar fand, sowohl in ihrer Liebe, als auch in ihrer Enttäuschung. Ich habe mich daher immer wieder gefreut, wenn die Erzählperspektive von den 70ern in das beginnende 20. Jahrhundert wechselte. Beide Erzählstrenge werden eines Tages zusammenfinden und ihre Verbindungen durch ein Familiengeheimnis offenbart. Ich weiß aber nicht, ob ich Evas freien Lebensstil mit freier Liebe und Drogen, mich noch so lange halten wird. Einige ihrer Mitbewohner radikalisieren sich, während sie nach schwerwiegenden Folgen einer Brockdorf Demo einige Aktivitäten in Frage stellt. Dabei kommen so Kindheitserinnerungen in mir hoch, die ja irgendwie auch interessant sind, aber so ganz trifft sie einfach nicht meinen Nerv. Schön finde ich allerdings, dass Eva eines Tages zu einer fortschrittlichen Frauenärztin geht: Helga aus den Wunderfrauen. Auch die Pferdezucht vom Starnberger See, taucht wieder auf. Eine wahre Freude für Fans der Wunderfrauen, aber keine Hemmnis für Neueinsteiger.
I

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